PRO „Bedrohung des Forschungsstandortes Österreich” |
CONTRA „Bedrohung des Forschungsstandortes Österreich” |
|
Pro:
Gerade die betroffenen Mitarbeiter verdienen Solidarität, denn aufgrund der Struktur der ÖAW wurden sie weder in die zu dieser Finanzlage führenden Entscheidungen noch in die jetzigen Vereinbarungen mit dem Ministerium eingebunden. Entscheidungen wurden von den Präsidien und der "Gelehrtengesellschaft gefällt, die allesamt ihre Folgen nicht tragen müssen.
Gegenargumente: 0
Pro:
Regierungsprogramm 2008-2013 ...Österreich hat im Forschungsbereich einen beispiellosen Aufholprozess hinter sich. Die Bundesregierung setzt sich zum Ziel, die Forschungsquote bis 2010 auf 3% des BIP anzuheben und bis 2020 4% zu erreichen. Österreich soll von der Gruppe der „Followers“ zur Gruppe der „Innovation Leader“ aufsteigen und damit zu einem der innovativsten Länder der EU werden. Die Bundesregierung wird zur Erreichung dieser Ziele eine ausreichende Finanzierung vorsehen...
Quelle: AUSZUG aus dem Regierungsprogramm 2008-2013 "Gemeinsam für Österreich" S 40f
Gegenargumente: 2
Pro:
Ganz schrecklich finde ich, dass Institute bzw. Kommissionen geschlossen werden sollen, da damit das über einen sehr langen Zeitraum erworbene Wissen nicht mehr weitervermittel und dadurch ausgelöscht wird. Es kann doch nicht sein, dass ein Land einen wichtigen Teil seiner eigenen Kultur(geschichte) zerstören will. Aus diesem Grund sind vom Bundespräsidenten abwärts alle Politiker gefragt, ob sie tatsächlich die Folgen dieser "Leistungsvereinbarung" verantworten können.
Gegenargumente: 1
Pro:
If you destroy the academy and marginalize intellectuals, Austria could start (not immediately, but nevertheless) to looks like Bulgaria (where this is already done). I just want to tell you that Bulgaria is a (European) country whose prime minister is a former fireman and former bodyguard of former communist leader Todor Zhivkov and a person having difficulties with the composition of complex sentences. By a friend working in the Bulgarian Academy of Sciences, in liquidation
Gegenargumente: 0
Pro:
Grundlagenforschung ist sehr wichtig, vor allem in fortgeschrittenen Laendern die in innovativen und wissensintensiven Bereichen taetig sind. Wichtig ist allerdings auch die Qualitaetssicherung (per review) und Dokumentation von erreichten Forschungszielen (accountability). Beides sollte Hand in Hand mit Finanzierung gehen. Siehe z.B. Aghion et al. "Universities", Economic Policy 61, pp. 9-59, 2010.
Gegenargumente: 0
Pro:
Forschung ist ein wesentliches Desiderium aller wissenschaftlichen Ebenen, auch der Überlegungen für die zukünftige Entwicklung der Universitäten/ Hochschulen etc. Das schließt auch außeruniversitäre Institute mit ein. Ohne Forschung - auch in vielen kleinen, allgemein wenig verständlichen Bereichen - bleibt die Lehre (das, was in 5 Jahren den Studenten und in 10-15 Jahren den Schülern vermittelt wird, im Vorgestrigen ohne Zukunftsperspektive hängen.
Gegenargumente: 0
|
Contra:
Ein nicht geringer Teil der Finanzmisere ist ÖAW-intern verschuldet - durch die Politik früherer Präsidien ( z. B. Kredite zur Finanzierung großer neuer Institute (Mikrobiologie). Auch scheint das Präsidium die Leistungsvereinbarung über die Köpfe der Betroffenen verhandelt zu haben, wenn erst nach der Unterzeichnung die Mitarbeiter mobil machen. Warum wird nicht die Mitverantwortung der Gelehrtengesellschaft, die Entscheidungen fällt, deren Folgen sie nicht zu tragen hat, thematisiert?
Gegenargumente: 4
Contra:
Mögliches Contra-Argument von einer unterschreibenden Befürwörterin der Petition: man könnte behaupten, dass effizientere Strukturen geschaffen werden müssen weil die bisherige Organisationsform nicht die erwartbaren Ergebnisse erbracht hätte. Postenreduzierungen und Kürzungen würden nach dieser Logik in einem anderen Bereich neue Synergien und bessere Ergebnisse ermöglichen und so auch die Basis für die Schaffung einer neuen dynamischen und zielorientierten österreichischen Wissenschaft sein.
Gegenargumente: 3
Contra:
Die Petition basiert auf der Argumentation, der Forschungsstandort Österreich dürfe nicht an Konkurrenzfähigkeit verlieren. Damit wird eine Argumentation aufgegriffen, die Wissenschaft primär als vorteilhaften Faktor eines Landes im Standortwettbewerb auffasst. Mit der Unterordnung unter das Kalkül der Standortoptimierung wird jene Ökonomiezentriertheit bejaht, die zur Vernachlässigung gesellschaftlicher Ziele führt. Diese sollten jedoch gleichwertig neben den wirtschaftlichen angeführt werden.
Gegenargumente: 1
Contra:
Unterzeichnung mit Unbehagen. Mein Eindruck darauf, wie in der ÖAW auf notwendige Veränderungen reagiert wird, ist negativ. Es gibt eine Überheblichkeit, dass sich die mit "Kultur" befassenden Wissenschaften keinem "externen" Druck beugen müssten. Geistes-/Kulturwissenschaften bedürfen wegen des ihnen inhärenten Werts keiner Rechtfertigung. Wer anders denkt, dem fehlt eben der richtige Zugang - so wird sich über diesen Anlass hinaus kaum überleben lassen.
Gegenargumente: 5
Contra:
Warum habe ich den Eindruck, dass überwiegend (national wie international) GeisteswissenschafterInnen die Petition unterzeichnen?
Gegenargumente: 7
|

Tipps für eine gute Argumentation:
- Ein Argument bezieht sich auf das Anliegen einer Petition nicht auf die Petition selbst. Ein Pro-Argument ist eine Aussage darüber warum dem Anliegen einer Petition entsprochen werden soll. Ein Contra-Argument ist eine Aussage darüber warum das Anliegen einer Petition verhindern werden soll.
- Ein Argument besteht aus begründeten Annahmen und darauf aufbauenden logischen Schlussfolgerungen. Annahmen müssen mit Quellenangaben belegt werden. Schlussfolgerungen müssen verständlich und logisch nachvollziehbar sein.
- Vermeiden Sie Sophismen und Scheinargumente.
- Persönliche Emotionen oder Meinungen sind keine Argumente. Für Ihre Meinung gibt es zu jedem Thema das passende Forum.
- Reine Fakten und objektives Wissen sind ebenfalls keine Argumente. Teilen Sie Ihr Wissen mit anderen auf Wikipedia.
- Eine Annahme für ein Argument ist nie absolut oder selbstverständlich oder natürlich, sonst bräuchte man nicht zu argumentieren.
- Beträge sollten mit eigenen Worten, sachlich, freundlich und offen formuliert werden und in deutscher Sprache, grammatikalisch und orthographisch richtig verfasst sein.
- Ein Argument muss sich mit wenigen Sätzen beschreiben lassen.
- Eine Liste von Argumenten und Gegenargumenten soll keine Diskussion ersetzten. Vielmehr soll diese Übersicht das Ergebnis vieler Diskussionen sein, die anderswo stattgefunden haben.
Anzeigen
Ausblenden