Kommentare der Unterzeichner:


Wer die Grundwerte der SPD mißachtet kann nicht Mitglied dieser Partei bleiben.
In der SPD ist kein Platz für Rassisten.
Als eine Finnin bin ich seit 1975 Mitglied der SPD! Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, dafür will ich kämpfen!
Herr Sarrazin ist nicht mein Genosse.
Die SPD kann sich wie immer nur selber schaden
Es beschämt und macht traurig, dass die SPD nicht mehr zu ihren Grundwerten steht. Es ist ein Schlag ins Gesicht all derer die für diese Grundwerte täglich einstehen.
menschenverachtendes gerede kann nicht durch die meinungsfreiheit gedeckt sein!
Rassistische und antisemitische Meinungen haben in der SPD keinen Platz!
Wir schießen uns immer wieder selbst in's Knie.
Die SPD muss, will sie glaubwürdig bleiben, die Integrationsdebatte mit ihren eigenen Mitgliedern und Anhängern führen - und in Kauf nehmen, dass die Anhänger der Sarrazinschen Thesen die Partei nicht mehr wählen oder aus der Partei austreten.
Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser geschichtlichen Stunde feierlich zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Otto Wels (SPD)
Es ist beschämend, dass die SPD, die Partei Kurt Schumachers und Willy Brandts, offensichtlich nicht willens ist, sich von einem Rechtspopulisten mit biologistischem Weltbild, zu trennen. Geht es hier nur noch um die Anbiederung an den Stammtischen? Steht die Partei noch für irgend etwas???
Die SPD darf aus Angst vor den Stammtischen nicht einknicken, sondern sie muss sich der Diskussion um S.´s -Thesen stellen!
Ich bin in den 80er Jahren, rückblickend und vorallem inspiriert von Willy Brandt, politisch sozialisiert worden. Seine versöhnende und friedenspolitisch engagierte Haltung, sicherlich nicht ohne seine ganz persönliche Kriegserfahrung denkbar, hatte und hat den meisten Eindruck gemacht. Wenn ich allerdings bedenke, was aus dieser SPD seit Schröder, Clement, Riester, Steinmeier und nun auch Sarrazin geworden ist, so dreht sich einem der Magen um. Nun können mir interne Kenner der Partei gerne vorhalten, dass innerhalb der Partei eine andere Diskussionskultur herrscht, die auch die Grundsätze der SPD hochhält. Jedoch gebe ich zu bedenken, dass das Parteibild nicht von internen Abläufen, sondern von öffentlichen Aussagen und der Partei zuschreibbaren, politischen Handlungen bestimmt wird. Und in diesem Sinne ist die Entscheidung im Falle Sarrazin ein weiterer Tiefpunkt. Wenn die Partei befürchtet, durch einen Parteiausschluss weitere Prozente zu verlieren, so kann ich dieser Beliebigkeit nichts Gutes abgewinnen. Es wäre ein Zeichen von Haltung und Umkehr, wenn die SPD auf das Gedankengut Sarrazins und seiner potentiellen Freunde im Geiste und in der Wählerschaft verzichtet hätte, auch wenn sie damit bei 15% landen könnte. Diese Befürchtung hätte ich allerdings nicht, ganz im Gegenteil. Fragten wir uns kürzlich im Zusammenhang mit KTvGuttenberg noch, wo der Anstand der Konservativen geblieben ist, so heisst es nun, und zwar immer noch, wo sind die Anstädigen in der SPD?
Leute, die gegen Ausländer hetzen, haben in einer sozialdemokratischen Partei nichts verloren.
Mit einer Partei, die aus wahltaktischen Gründen einen solchen Demagogen in den eigenen Reihen duldet und damit indirekt die Rassenideologie der Nazis billigt kann ich (seit 30 Jahren Mitglied) mich nicht mehr identifizieren. Schäm Dich, "Genossin" Andrea!
Es gehört sich nicht für eine Partei, deren Mitglieder unter den Nazis gelitten haben und auch unter dem Kommunismus, dass wir solche Rückwärts gerichtete Personen in unserer Partei haben.
Politik ist manchmal eine komplizierte Sache, es gibt viele Dinge, die Jugendliche oft nicht verstehen. Doch gerade in den letzten Tagen kamen junge Menschen auf uns zu und fragten uns etwas, das auch wir nicht beantworten konnten: Warum Thilo Sarrazin in der SPD bleiben darf. Sarrazin triumphierte, als bekannt wurde, dass er nicht aus der Partei ausgeschlossen werden würde. Er nannte dies einen „Sieg der Vernunft“ und versicherte, dass er zu keinem Zeitpunkt sozialdemokratische Grundsätze oder die Gefühle von MigrantInnen habe verletzen wollen. Doch ob gewollt oder ungewollt, genau das hat er getan. Sarrazin bedient in seinem Buch billigste Stammtisch-Klischees, begründet diese teilweise biologistisch und schürt die Ängste verunsicherter Bürger, dass eine Überfremdung drohe und schon in wenigen Jahrzehnten überwiegend Türkisch oder Arabisch auf deutschen Straßen gesprochen werde. Mehr als verständlich, dass sich nun besonders SPD-Mitglieder mit Migrationshintergrund verletzt und ausgegrenzt fühlen. Des Weiteren schaffte er es mit seiner Äußerung, jüdische Menschen seien genetisch bedingt „anders und speziell“ in die Top-Ten-Liste der schlimmsten antisemitischen Ausfälle 2010, erstellt vom Simon-Wiesenthal-Center. Sergey Lagodinsky, der Gründer des „Arbeitskreises jüdische Sozialdemokraten“, ist nun sogar aus Protest gegen den Verbleib Sarrazins aus der Partei ausgetreten, was wir sehr, sehr bedauern. Nun mag es vielleicht Taktik gewesen sein, Sarrazin in der SPD zu lassen, um Wähler einzufangen, die Sarrazins Aussagen befürworten. So sagte der Buchautor von „Deutschland schafft sich ab“ selbst, viele Menschen hätten ihm eben dies signalisiert. Doch gleichzeitig wird die SPD damit für viele Menschen mit Migrationshintergrund unwählbar, ganz zu schweigen davon, dass alle bisherigen Bemühungen und Vorstöße der Partei zum Thema Migration somit ins Lächerliche gezogen werden. Außerdem bietet die SPD so jemandem eine Plattform, der mit seinem Buch den Weg für rassistische, antimuslimische und antisemitische Vorurteile nochmals geebnet hat. Denn abgesehen von vereinzelten kritischen Stimmen und Protesten blieb der große Aufschrei nach der Veröffentlichung aus, stattdessen machte sich eine „Man-wird-jawohl-noch-sagen-dürfen“-Mentalität breit, mitgetragen von einer großen deutschen Tageszeitung. Dies geschah nicht, weil Sarrazin nun plötzlich so viele Menschen für rechtsextreme Vorurteile begeistern konnte, sondern weil diese fest in der Mitte der Gesellschaft ver
Wegrennen und austreten bedeutet das weitere Überlassen der SPD den Taktierern und Karrieristen, denen die Wurzeln und Werte der Sozialdemokratie egal sind und die die verfassungswidrige neoliberale Zerstörung unserer Gesellschaft zum eigenen Nutzen fortsetzen. Empört Euch immer wieder und immer lauter!!
Nie aufgeben!!!
Rassistische Äußerungen dürfen keinen Platz in dieser Partei haben!
Rassistische Ansichten haben in der SPD nichts zu suchen. Ich bin 1971 wegen Willy Brandt in die SPD eingetreten. Er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das miterleben müsste, was seine Nachfolger an der Parteispitze aus Feigheit vor Stammtischbrüdern innerhalb und außerhalb der Partei da anrichten.
Die SPD hatte gute Gründe, den Parteiausschluss zu betreiben. Der Vorsitzende selbst hat sie überzeugend dargelegt. Der jetzt zu besichtigende Opportunismus ist unerträglich und schadet dem Ansehen der Partei
Ich habe an dem Beschluss, einen Antrag auf Ausschluss Sarrazins aus der Partei auszuschließen, als Mitglied des Kreisvorstandes Charlottenburg-Wilmersdorf mitgewirkt. Vorher hatte ich das Buch "Deutschland schafft sich ab" Satz für Satz gelesen und die darin vertretenen Thesen mit unseren Grundwerten laut unserem "Hamburger Programm" verglichen. Mir war klar: Die juristischen Hürden würden hoch sein, auch die publizistischen. Aber angesichts einer - wieder einmal - in die Irre laufenden Volksmeinung, der Sarrazin die statistisch untermauerte ideologische Grundlage geliefert hatte, musste die Partei reagieren. Sie hat kapituliert. Die Folgen werden wir alle zu spüren bekommen, auch diejenigen, die meinen, die Partei habe jetzt eine "kluge Entscheidung" getroffen. Ich werde in der Partei bleiben und den Erwägungen, die zu dieser fatalen Entscheidung führten, mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Helmut Kynast
hier geht es darum ursozialdemokratische Werte zu verteidigen.
Hetzschriften gegen Minderheiten in diesem Land, egal ob von links oder rechts, sollten allein schon aufgrund der deutschen Geschichte nicht geduldet und entsprechend geahndet werden! WEHRET DEN ANFÄNGEN!
Ich sehe in diesem, von T.S. propagierten Zwang zur Anpassung, eine neue 'QUAL-ität', da er auf GENETISCHE Differenzen hinweist, die keine/r ändern kann, d.h. es handelt sich um um ein Ausschlußmechanismus. Erst der Zwang zur Anpassung, dann die Marginalisierung, dann die Ausgrenzung, darauf hin folgt dann die Bestrafung wie die Ganzheitlichkeit im Dritten Reich beweißt. Erschreckend das Wissen um die Wählerwanderung in den 20er und 30er Jahren des verangenen Jahrhunderts in Mannheim von einer sozialdemokratischen Hochburg zu einer Nazi-Stadt.
Ich schäme mich als SPD-Mitglied in der gleichen Partei Mitglied zu sein wie Herr Sarrazin.
Eine überaus peinliche Entscheidung, die das gesamte Dilemma der heutigen SPD-Führung deutlich macht - schade und empörend! Mehr Fehler kann man wohl kaum noch machen.
Bin zwar kein SPD Mitglied, habe aber "Migrationshintergrund" (obgleich ich diese "Einteilung" nicht besonders schätze) und finde es daher wichtig, ein Zeichen zu setzen. Leider weiß auch ich was Diskriminierung auf Grund eines ausländischen Nachnamens bedeutet, da hilft häufig auch kein Studienabschluss. Umso befremdlicher sind Äußerungen des Herrn Sarrazin.
Wenngleich Kontroversen auszuhalten sind, ist es nicht hinnehmbar dass Verletzungen des grundwerterahmensohne Diskussion und ggf. Sanktionen friedlich schiedlich begraben werden sollen. Dies ist auch ein Angriff auf die gelebte innerparteiliche demokratische Kultur. Der Verdacht eines wahltaktischen Opportunismus desavouiert die SPD!
Es kann nicht sein, dass das Parteischiedsverfahren offentsichtlich aus wahltaktischen Gründen (Stichwort anstehende Landtagswahlen) niedergeschlagen wurde, bevor es begonnen hat. Wenn es Gabriel und Nahles wirklich ernst gewesen wäre, dann hätte man das Verfahren bis zum Schluss durchfechten müssen. Ich vermisse hier eine hinreichende Konsequenz im Handeln der Parteispitze.
Nach dem Schüren von Rassenhass und Feindseligkeit im Lande, nach dem Zurückwerfen der Bemühung um Integration für viele Jahre wäre es eine Schande für die SPD, Herrn Sarrazin in der Partei zu belassen. Seine Ausrede, es ginge um einen Anstoss zur Integrationsdebatte ist lange hinfällig. Wer biologische Thesen zur Integrationsunfähigkeit einer ganzen Bevölkerungsgruppe unter dem SPD-Fähnchen verbreitet, dank ehemaliger öffentlicher Ämter auch mit großem Medienspektakel, wer, ohne tatsächliches Fachwissen über Genetik im Stile des Sozialdarwinismus argumentiert, der sollte sich nicht Sozialdemokrat nennen dürfen. Der Anspruch der SPD sollte eine Mitnahme ALLER Bürger dieses Landes sein. Integrationsunwillig in die Moderne, die Globalisierung und Freizügigkeit bietet, ist in diesem Falle einzig Herr Sarrazin. Lassen Sie ihn nicht in dem Glauben, er hätte doch "nur eine Meinung vertreten", wenn er so offensichtlich hetzt und unter falschem Vorwand nur seiner eigenen, kleingeistigen Überfremdungsangst eine Stimme gegeben hat.
Wähler erwarten von uns Glaubwürdigkeit! Davon haben wir schon genug verloren. Dass Sarrazin auch etwas "Richtiges" von sich gegeben habe, hebt das "nicht richtige" nicht auf. Querdenken ja: aber nicht so verquer zum Geist und Inhalt der SPD!
weil die Grundsätze meiner Partei nicht der Opportunität geopfert werden dürfen
Die kruden thesen gegen HartzIV-Bezieher und Migranten kann man nicht dulden. Das ist Rassenlogik des dritten Reichs und damit völliger Blödsinn! Zumal Herr Sarrazin selber einen HartzIV-Bezieher als Sohn hat.
Sarrazin hat nicht die gesellschaftlichen Probleme des Landes angesprochen sondern nur Vorurteile geschürt und den Fremdenhass gestärkt. Keiner verbietet Sarrazin den Mund, aber die SPD hat noch gewisse Werte. Seine Ausführungen sind nicht vereinbar mit diesen!
Beschämend wenn Grundüberzeugungen und -werte polittaktischen Überlegungen geopfert werden sollen.
Was ist seit September 2009 und dem Dresdner Bundesparteitag passiert? Die versprochene Beteiligung der Basis an der Problemanalyse ist ausgeblieben. Mehr Demokratie soll sich auf vereinzelte Mitgliedervoten beschränken, ansonsten soll wohl alles beim alten bleiben. Und programmatische Fehler-Korrekturen? Fehlanzeige. Für mich ist klar: Die Geisterfahrt der drei von der Zentrale muss ein Ende haben, ihr Vertrauensvorschuss ist schon jetzt mehr als verbraucht. Der Protest gegen diese irre Verfahrenseinstellung muss von der Basis als Anstoßt zur Rückgewinnung der Partei in ihre eigenen sozialdemokratischen Hände verstanden werden. Austreten ist keine Alternative. Noch deutlicher die eigene Meinung sagen - egal wo- , das ist angesagt. Und wenn Sie nicht hören. Da fällt mir ein, dass ich seit langem einen viel zu hohen Beitrag zahle, verglichen mit dem, was ich verdiene. Auf dem ökonomischen Ohr hören sie ja so vortrefflich. Und es geht ja nicht darum zu privatisieren. Die www.nachdenkseiten.de und die AG Sozialdemokraten in der SPD freuen sich über Unterstützer.
Wahrscheinlich wäre in der Tat ein Parteiausschluss nach höchstrichterlicher Rechtssprechung nicht haltbar - wenn Sarrazin dagegen geklagt hätte - aber dann wäre klar gewesen: Die SPD will ihn nicht! Jetzt ist gar nichts klar!
Die Würde des Menschen wird durch Sarazins Äußerungen entschieden verletzt. Damit wendet er sich auch gegen die Grundwerte unserer Partei. Für welche Werte soll diese Partei denn noch stehen, wenn sie Rassismus in ihren Reihen duldet? Der Opportunismus der Parteispitze bei der Beendigung des Ausschlussverfahrens ist wirklich jämmerlich. Bei der Würde des Menschen darf es keine Kompromisse aus opportunistischen, wahltaktischen Gründen geben,
Als langjähriges SPD-Mitglied und OV-Vorsitzender kann ich es nicht fassen, dass jemand wie Sarrazin munter seine rechten Thesen verbreiten und dennoch weiter Parteimitglied bleiben kann. Sarrazin ist nicht mein Genosse!!
Der S c h m arrazin bleibt Mitglied der SPD. Ja, das kann ja noch lustig werden. In solchen Momenten denke ich an Willy Brandt, damit ich dran erinnert werde, dass die Grundideale wichtiger sind, als die nächste Wahl. "Es hat keinen Sinn, die Mehrheit für die Sozialdemokratie zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein". Vielen Dank Willy.
Erschreckend, dass Äußerungen, die deutlich außerhalb des sozialdemokratischen Wertesystems stehen, keinen Grund für einen Parteiausschluss darstellen.
Eine Partei muss eine Gemeinschaft gleicher Grundwerte und Zielrichtungen sein, und kann sich nicht zum Beliebigkeits-Verein degradieren lassen, wo keiner rausgeworfen wird, selbst wenn er alles in Frage stellt, wofür diese Partei steht. Sigmar Gabriel hat in seinem ZEIT-Artikel www.zeit.de/2010/38/SPD-Sigmar-Gabriel letztes Jahr genau die richtigen Worte gegen den Medien-Hype um Sarrazins Thesen gefunden. Die Überschrift war: "Welch hoffnungsloses Menschenbild! – Warum die SPD einen Thilo Sarrazin in ihren Reihen nicht dulden kann". Herr Gabriel war durch diesen mutigen Artikel stark in meiner Achtung gestiegen. Wenn er sich einen Rest dieser Glaubwürdigkeit noch erhalten will, dann muss er jetzt wieder klar Farbe bekennen, anstatt sich wegzuducken. Und MINDESTENS eines sehr deutlich machen: Das Herr Sarrazin keinen österlichen Freibrief erhalten hat, sondern einen allerletzten Warnschuss, der bei der nächsten Verfehlung zum tatsächlichen Parteiausschluss führt. Es wäre fatal, wenn stattdessen der Eindruck bleibt, dass Sarrazin in Zukunft alles tun und sagen kann, weil schon zwei Parteiausschlussverfahren gegen ihn gescheitert sind, und keiner mehr den Mut (und das Stehvermögen!) für einen dritten Anlauf haben wird.
Dass Sarrazins Thesen in dieser Zeit noch geäußert werden können, ist ein Trauerspiel und ein Zeichen, dass vielen Menschen aus der Geschichte leider nicht lernen. Um so wichtiger wäre es, dass die SPD hier ein Zeichen setzt!
Ich Bitte, bei einer Veröffentlichung meinen Namen ohne Anschrift - auch ohne PLZ - zu nennen (also nur: Carl Chung, Berlin). Ich bin Deutscher mit Migrationshintergrund (bi-ethnischer Abstammung), Ehemann einer türkeistämmigen Deutschen, Vater einer Deutschen multiethnischer Abstammung und seit 30 Jahren SPD-Mitglied. Beruflich leite seit neun Jahren das Mobile Beratungsteam "Ostkreuz" für Demokratieentwicklung, Menschenrechte und Integration der Stiftung SPI. Es kann sein, dass Herr Sarrazin niemanden verletzen wollte, de facto hat er es aber getan und zwar (in der ursprünglichen Fassung seines Buches) durch zumindest proto-rassistische, biologistisch-sozialchauvinistischen Aussagen, die ganze Bevölkerungsgruppen zu beleidigen und zu verunglimpfen geeignet waren. Eine Rücknahme des Antrages auf Ausschluss aus der SPD wäre daher für mich nur dann nachvollziehbar, wenn Herr Sarrazin sich ausdrücklich von diesen Aussagen distanciert und dafür - bei Ausländer/innen und Deutschen mit Migrationshintergrund, aber auch bei den Mitgliedern der SPD - entschuldigt sowie die Einnahmen aus seinem Buch antirassistischen Projekten gespendet hätte. Das hat er meines Wissens noch nicht getan. So halte ich die Rücknahme der Anträge auf Parteiausschluss für das Ansehen der SPD bzw. die Glaubwürdigkeit ihrer programmatischen Grundsätze für wenig hilfreich bis schädlich.
Mit einem Rassisten wie Herrn Sarazzin habe ich als Mitglied der SPD seit 1976 nichts gemein. Falls dieser nicht doch noch aus der Partei ausgeschlossen wird, werde ich austreten, so schwer es mit fällt.
Das Verhalten von Dr. Sarrazin hat den Ruf unserer SPD nachhaltig geschädigt. Es kann nicht angehen, dass wir auf der einen Seite aktiv (z.Bsp. SPD ve biz) für die Integration einstehen und andererseits ein Mitglied haben, das werbewirksam genau dagegen angeht. Ich kann es nicht verstehen, dass man diesen rassistisch agierenden Menschen weiterhin in unserer SPD belässt. Wäre der Schlichterspruch auch so ausgefallen wenn er über jüdische Mitbürger so geurteilt hätte? Da frage ich mich schon, mit welchem Maß hier gemessen wird.
Die SPD sagt mit diesem Beschluss, dass es nicht notwendig ist gegen offenen und auch in die Öffentlichkeit getragenen Rechtsextremismus in der Partei vorzugehen. Viele SPD-Mitglieder, vor allem auch die Gruppe der bereits Vernachlässigten, sind mit der Entscheidung bedient. Die "Werte" eines Sarrazin stehen im vollkommenden Widerspruch zu meiner Ansicht und zu der einer linken Partei. Um es auf den Punkt zu bringen, Sarrazins Nicht-Rauswurf aus der Partei, gleicht einem Rauswurf von völlig Unbeteiligten an dem Prozess, denn es gab in der Vergangeheit Gruppen, die ihren Austritt aus der Partei erklären würden, wenn Sarrazin nicht weg geht. Hat eigentlich jemand in der Partei an diese Leute gedacht? Sind diese Leute weniger Wert? Braucht man die nicht zu verteidigen? Und noch ein Kritikpunkt: Die SPD bezeichnet sich als eine linke Partei und die Partei die Linke als extremistisch. Wenn man sich Linksextremismus entgegen stellen will, darf man den extremen Parteien nicht ihre Mitglieder schenken, ohne sich zu wehren. Die SPD hat mit dem Ausgang dieses Verfahren somit Links- und Rechtsextremismus gefördert und ganz normale Menschen verschiedene Optionenen weggenommen, so dass sie kein Mitglied in einer nicht extremistischen Partei sein könnten. Vor allem ist das so, weil Sarrazin immer noch in der Öffentlichkeit als Rechtsextremist auftritt und seine unerlaubten Thesen vortragen kann. Viele SPD-Mitglieder halten sich an die Regeln innerhalb der Partei, es ist Ohrfeige für diese Leute, wenn Sarrazin Mitglied bleibt. Wenn man schon so jemanden in der Partei lässt, muss man wenigstens dafür sorgen, dass er nicht mehr in solchen Tönen im Namen der Partei redet. Auch das wird versäumt werden. In der Wahl zwischen einer linken Partei und einer rechtsextremen Partei hat sich der Vorstand für die rechtsextreme Variante entschieden. Was mir persönlich sehr zu Herzen geht, ist die Tatsache, dass trotz des Ergebnisses des Prozess, Menschen mit islamischen Wurzeln auf die Straße gehen und auch im Namen der Partei demonstrieren. Mein Respekt geht an diese Leute!!!
Was Sarrazin von sich gibt schadet der Partei und hat mit den Grundwerten der Sozialdemokratie nichts mehr zu tun - Nein, es steht ihnen sogar diametral entgegen. Er mag seine Thesen äußern wann, wo und sooft wie er möchte - aber bitte nicht als SPD Mitglied
Es war kein guter Tag für die Demokratie und für die SPD, nachdem das Verfahren gegen Dr. Sarrazin mit seinem Verbleib in der Partei derartig beendet wurde, ohne sich mit den Verfahrensinitiatoren zuvor zu beraten. Diese Entscheidung ist nicht hinnehbar und muss daher angefochten werden. Sven Mekarides (Vorsitzender AK Afrika Berlin Pankow)
Wenn die SPD-Spitze nicht reagiert muss sie ihren Hut nehmen - und zwar alle, die im Bundesvorstand sitzen.
Ich bin zutiefst betroffen von der Entscheidung.
Soziale Gerechtigkeit,das ist für mich SPD
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Ein verirrter Rechtspopulist mit einem falschen Parteibuch, denn nichts anderes ist Herr Sarrazin. Ich bin mir sicher, dass er eigentlich ein anderes Parteibuch haben wollte. Er hat versehentlich das „S“ für ein „N“ gehalten. Um sich die Blöße für seine Fehler zu geben, will er sein Parteibuch nicht zurückgeben. Spaß beiseite. Er hätte nie soviel Aufmerksamkeit erregt, wenn er ein Parteibuch der NPD besäße. Denn dann hätten ihn alle verdammt und nur wenige, braun Angehauchte hätten sich sein Buch gekauft, weil es keinen interessiert hätte, was ein Rechtspopulist von einer solchen Partei von sich gegeben hat. Die Angelegenheit erreichte erst dadurch eine solche Popularität, dass er ausgerechnet aus der SPD stammt. Gerade im „Mantel der SPD“ war es ihm erst möglich, eine solche Brisanz zu erzeugen und mit seinem Buch in erster Linie eine goldene Nase zu verdienen. Die Mühen all derer Gastarbeiter, die unter unwürdigsten Bedingungen und oft in gesundheitlich überaus bedenklichen Umgebungen die Arbeiten verrichten mussten, die kein Deutscher während der Wirtschaftwunderjahre und darüber hinaus machen wollte, da sie selten über die Gefahren Ihres Arbeitsumfeldes ausreichend aufgeklärt wurden und wesentlich zu dem Wohlstand Deutschlands beigetragen haben, werden nun mit Füßen getreten. Es ist doch ganz offensichtlich, dass all Diejenigen die sich gestern noch gegen Sarrazin und für einen Ausschlußverfahren aus der Partei stark gemacht haben, heute aus wahltaktischen Gründen, versuchen so schnell wie möglich, den Mantel des Schweigens über die Angelegenheit Sarrazin auszubreiten versuchen, bevor dieser einem noch "rechtlich" um die Ohren fliegt und dieses Thema noch die Wahlen dominiert. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Die NPD versucht derzeit die Zitate des Herrn Sarrazin für ihre Wahlplakate zu Nutze zu machen. Auch wenn es rechtlich nicht einfach erscheint dieses Ausschlußverfahren durchzusetzen finde ich es ein Unding, sich einfach damit abzugeben. Ich vermisse auch eine ganz klare Distanzierung der SPD von diesem Mann, dem sie ungewollt eine Plattform bietet, um provokant und beleidigend weiter gegen Immigranten "Menschen zweiter Klasse" ohne Lobby, hetzen zu können. Schade um die Zeit die Zeit die ich für diesen verirrten Menschen opfern musste. Es ist aber schmerzlich anzusehen, dass keiner aus der Führungsriege versucht UNSERE „W
SPD - Heimat für Sozialdarwinisten und Rassisten ?!
Es ist unerträglich das ein Rassist Platz in unserer Partei hat und sich "Genosse" nennen darf, und es ist unerträglich das Nahles und Gabriel dies auch noch verteidigen, ich schäme mich als Sozialdemokrat
Als guter Sozialist ist ein derartiges Verhalten untragbar. So fängt latenter Neofaschismus an!
Die SPD gibt ihre Seele auf, wenn sie das Gedankengut des Herrn Sarrazin hinnimmt.
Der "Extremismus der Mitte" hat in der SPD keinen Platz.
Die SPD ist auch ohne Sarrazin schon rechts genug
In über 40 Jahren SPD-Mitgliedschaft ist mir so ein Mensch noch nicht begegnet. Und der soll mich Genosse nennen dürfen.
Rassisten braucht Deutschland nicht umso mehr die SPD!!!!
Alle Mitglieder der SPD eint der Glaube an allgemein gültige Werte, wie Chancengleichheit und Gerechtigkeit. Herr Sarrazin hat mit seinen Thesen gegen die Grundwerte der Partei verstossen und sollte aus der Partei ausgeschlossen werden. Ich sehe es nämlich nicht so jemanden Genossen nennen zu müssen.
Offen oder verdeckt rassistische und menschenverachtende Positionen, wie Thilo Sarrazin sie vor Veröffentlichung seines Buches und in diesem selbst eingenommen hat, sind mit den Grundwerten der SPD nicht vereinbar. In einem solchen Fall muss eine Partei auch klarmachen, dass das Mitglied nicht mehr Teil der Wertegemeinschaft ist.
Die Parteiführung hat nicht mal versucht Ihre Argumente für einen Ausschluss vorzubringen und ist vorher schon eingeknickt. Angst ist selten ein guter Ratgeber. Glaubwürdigkeit bedarf eines Rückgrats!
Wer Minderheiten durch Beschimpfungen und Unsachlichkeiten aus unserer Gesellschaft drängen möchte, sollte nicht zuletzt aufgrund der eigenen Geschichte der Partei, die SPD verlassen müssen. Wer versucht, die Diskriminierung von Minderheiten gesellschaftsfähig zu machen, vergeht sich an alle Minderheiten dieser Gesellschaft.
Weil das einfach nur wegducken ist!
Dr. Thilo Sarrazin hat mit seinen kruden Thesen das integrationspolitische Klima nachhaltig beschädigt. Gerade wieder in die SPD eingetreten, fällt es mir unglaublich schwer zu akzeptieren, dass Sarrazin in der SPD verbleiben darf. Mein Genosse ist er jedenfalls nicht!
Als Mitglied einer Partei der Freien und Gleichen kann ich diese Entscheidung der Schiedskommission nicht akzeptieren!
Ich glaube,daß es in der SPD keinen Platz für einen Rassisten und Hetzer wie Thilo Sarrazin geben sollte.
Unglaublich! In Hessen hat die NPD Sarazin als "Wahlkämpfer" benutzt. Er ist bei den politischen Gegnern - der JU - aufgetreten. Sarazin ist deshalb so gefährlich, weil er ethnische, religiöse und soziale Ausgrenzungen mit pseudowissenschaftlichkeit begründet - und "als SPDler unverdächtig erscheint"! Meinungsfreiheit für Herrn Sarazin? Ja, wo immer er will. Aber niucht in der SPD -wir haben (ich hoffe kollektiv!) eine andere Meinung. Und Sarazin hat da nichts verloren. Machen wir uns nicht mitschuldig.Ähnliche „Denkbarkeiten“ bereiteten den Weg zu Alfred Rosenbergs nationalsozialistischer Rassenideologie – und zum Holokaust!Helmut Walser Smith führt in „The Continuities of German History“ richtig aus, dass es die allmählich sich herausbildende „possibility to think“ ist, die in der historischen Kontinuität zum Holocaust geführt hat. Das „denkbar werden“ rassistischer Ausgrenzung, Diskrimination und schliesslich Elimination beginnt wie vieles andere mit dem „ersten Schritt“!)
Es geht um eine lebenswichtige Richtungsentscheidung => Rassismus vs. Menschlichkeit (Christentum)!
Der Rechtspopulismus ist der neue Faschismus des 21.Jahrhunderts, und die SPD darf durch ihre Toleranz gegenüber Sarrazins Intoleranz dem Rechtspopulismus kein Einfallstor für Deutschland geben.
Seit 35 Jahren halte ich der SPD die Treue, weil ich der Überzeugung war, die Partei setzt sich stets für die Würde aller Menschen, für die Stärkung der Schwachen und für Teilhabe aller Gruppen dieser Gesellschaft ein. Menschen die biologistisch argumentieren, Minderheiten herabwürdigen und sozialdarwinistisch hetzen haben laut Satzung der SPD kein Recht, sich "Sozialdemokrat" zu nennen. Ich möchte, dass die Grenzen der Mitgliedschaft in der SPD klar definiert bleiben. Herr Sarrazin ist in meinen Augen kein Sozialdemokrat mehr. Er sollte von sich aus gehen. Wenn nicht, muss ein ordentliches Parteiausschlussverfahren satzungsgemäß durchgeführt werden. Der Beschluss, das Parteiausschlussverfahren einzustellen und eine wachsweiche Erklärung Sarrazins zu akzeptieren, ist falsch und lässt mich an der Richtung der Partei zweifeln. Dieser Beschluss muss umgehend rückgängig gemacht werden.
Ich selbst habe einen Migrationshintergrund und habe als schnellster Student in der Geschichte meiner Universität studiert. Die Aussagen von Herrn Dr. Sarrazin sind für mich persönlich schwer nachvollziehbar und darüber hinaus auch zutiefst verletzend. In seinem Buch verwendet er durchgehend einfache statistische Spielereien, durch welche er eine rassistische Debatte und die Täuschung einfacher Leuten auszulösen versucht. Er ist ein im Eigeninteresse agierender Provokateur und hat in einer demokratischen Partei nichts verloren. Lieber Herr Sarrazin, liebe Parteifreunde: Wir haben kein Migrantenproblem, wir haben ein Bildungsproblem. Dieses als ein solches darzustellen und zu behaupten, dass es unterschiedliche Klassifizierungen geben muss, dass ist ein Denken, welches nicht in die SPD gehört. In dem Sinne hoffe ich auf eine konstruktive Diskussion und ebenso auf eine rationale Lösung des Problems.
Vielen Dank Ihnen allen für diese Aktion. Sie sprechen mir aus der Seele. Dem Bundesvorstand der SPD habe ich eine Mail geschrieben, in welchem ich meine Meinung zu dem Abbruch des Ausschlußverfahrens geäußert habe.
Weil ich finde, dass eine demokratische Partei keine Personen in ihren Reihen akzeptieren sollte, welche die demokratische Grundordnung und ihre Werte nicht anerkennen.
Als Mitglied der Weltbürger und Mitglied der SPD sind Sarrazins Thesen für mich unerträglich! Ich schäme mich für die Parteivorderen, die Sarrazin mit diesem Kurs auch noch huldigen!
Für mich hat jemand der sozialdarwinistische Standpunkte vertritt nichts in einer sozialdemokratischen Partei verloren.
Diesen Rumtaktieren mit Herrn Sarrazin schadet der Glaubwürdigkeit unserer Partei.
Dumme, unsachliche, menschenverachtende und -entwürdigende, rassistische, diffamierende und hässliche Thesen wie die Sarrazins haben auf dieser Welt keinen Platz, und schon garnicht in der SPD. Sarrazin hat in der Sozialdemokratischen Partei nichts verloren und soll sein Glück bei den Nazis versuchen.
Die SPD-Führung sollte endlich lernen, dass es sozialdemokratische Werte gibt, die nicht zur Disposition stehen. Ein schwerwiegender Fehler war die Agenda 2010 und die Konsequenzen sind überdeutlich gewesen. Eine Person wie Sarrazin vertritt ein oligarchisches, elitäres Denken, das mit dem sozialdemokratischen Grundwert der Solidarität nicht vereinbar ist. Darüber hinaus kann man in einer SPD nicht gelten lassen, dass Gelder für die Integration nutzlos ausgegeben werden. Ohne vollständige Integration ist ein friedliches Zusammenleben in keinem Land möglich. Wenn es nach Sarrazin ginge, hätten wir die Banlieue-Revolution. Will man das?
ich bin seit 1976 Genossin und habe schon einmal den Austritt erwogen - bei der Schleifung des Asylrechts im GG. Mein UB allerdings hatte die richtige Einstellung und niemand hätte meinen Austritt bemerkt - den von Günther Grass schon - also bin ich geblieben. Aber jetzt? Der Herr Sarrazin hat - laut seiner Larifari-Erklärung nicht gemeint, was er geschrieben hat, und nicht gewollt, was er getan hat. Warum sollte man nun glauben, dass er meint, was er in seiner Erklärung schreibt und tut, was er eigentlichz nicht will? Unsre SpitzengenossInnen haben den Atomschwenk der CDU - zu Recht - beißend als reine Wahltaktik kommentiert. Ist diese skandalöse Beendigung des Ausschlussverfahrens gegen einen charakterquerulatorischen und im besten Fall vielleicht langsam altersdementen "Genossen" etwas anderes? So wird die SPD bei den nächsten Wahlen vielleicht rechtsaußen ein wenig dazu gewinnen, hat aber viele gestandene GenossInnen und und von den traditionellen Werten der Partei eines Otto Wels und eines Willy Brandt (u. vieler a.) nachhaltig verstört. Aber auch bei Lafontaine und Clement (minder schwere Fälle) hat man gewartet, bis sie das Parteibuch hinschmeißen - was soll man da noch erwarte? Ich weiß nicht, wie lange meine Willy-Nostalgie meine Enttäuschung und Wut noch überwiegt und wie lange ich noch bereit bin, die ursprünglichen Werte einer sozialen und demokratischen und internationalen und nach Gleichheit und Gerechtigkeit für jedermann einzutreten, wenn die "Fuktionäre" dieser Partei das alles vergessenb haben und nur an ihre Pöstchen denken - und das auch noch mit falscher Taktik. Gebt mir noch eine paar Tage Zeit, über meinen Austritt nachzudenken
Bin selbst Mitglied der SPD und kann es nicht fassen dass jemand der solches Gedankengut vertritt und verbreitet in der Partei bleiben kann. Ein Schlag ins Gesicht aller die sich jemals gegen Rechtes Gedankengut engagiert haben!
Weil diese Meinungsäußerung nicht nur die Parteigrenzen der SPD überschreitet, sondern auch die aller sozial denkenden Bürger.
Voll Ekel und Abscheu musste man nicht nur die Aussagen von T.Sarrazin entgegennehmen, sondern auch die schnelle Beendigung des Verfahrens ohne nachvollziehbare Gründe, selbst das Verfahren bzgl. W.Clement dauerte länger.
Unsere sozialdemokratische Werte gehen vor Wahltaktik.
Sarrazin ist nicht mein Genosse !
In der SPD hat dieser Mann mit seinen rassistischen Meinungen keinen Platz mehr. Er verletzt die Grundwerte, die ich seit 49 Jahren als SPD-Mitglied vertrete, auf's Äußere.
Nie wieder Faschismus!
Wer in der SED oder einer Burschenschaft war, der/dem bleibt die SPD-Mitgliedschaft zu Recht verwehrt. Warum ein technokratischer Darwinist wie Sarrazin sein Parteibuch behalten darf, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Rassismus gehört nicht in die SPD und somit Herr Sarrazin (nicht Thilo, nicht Genosse) auch nicht.
Sarrazin hat ein menschenverachtendes Bild!!!
Es ist für mich derzeit peinlich und erschütternd Mitglied einer Volkspartei zu sein, die einen störrischen und unbeirrbaren Rechtspopulisten, der in frappierender Weise öffentlich die Grundwerte der SPD mit Füßen hat, weiterhin als Mitglied akzeptiert.
Ich bin seit 13 jahren Genosse. Es war schon nicht leicht, Schröder und die Hartz-Gesetze zu ertragen. Aber an Karfreitag habe ich mich zum ersten Mal so RICHTIG für meine Partei geschämt. Dieser unsägliche Kuhhandel ist einfach nur unsozialdemokratisch und unerträglich!!!
Für derlei faschistische Thesen hat mein Großvater nicht sein Leben für die Sozialdemokratie in der Nazizeit und im Exil riskiert. Und als Jude möchte ich mit Menschen solch rassistischer und philosemitischer Gesinnung nicht in einer Partei sein! Es gibt genügend Raum in der NPD für den Volksgenossen Sarrazin!
Thilo Sarrazin kann tun und lassen was er will, aber nicht als Mitglied der SPD. Wir vertreten ein politisches Wertespektrum und streiten darüber. Sozialdarwinistisches Gerede aber beschädigt Menschen in einer Art und Weise in der sie sich nicht zur Wehr setzen können und es über sich ergehen lassen müssen. Für die SPD darf Sarrazin solchen schädigenden und verunglimpfenden Unfug nicht vertreten. Deswegen hat er in unserer Partei keinen Platz. Unsere Bundesspitze hat sich selbst disqualifiziert. Ich schäme mich gegenüber meinen Mitmenschen, die von Sarrazin und nun auch der Parteispitze in ihrer Würde beschädigt wurden.
Ich arbeite seit langer zeit gegen Rassismus gelicher Art. Ich verabscheue Äußerungen wie die von Th. Sarrazin aufs tiefste! Ich fordere vor einem SPD-Mitglieder-Entscheid eine Information zu dem strittigen Thema, der eine obketive Entscheidung zulässt! Ich bin für einen sofortigen Partei-Ausschluss des m.E. nicht SPD-fähigen Th. Sarrazin. Ich werde alles daransetzen, die Unsiinigkeit, ja die Schändlichkeit des Urteils des Schiedskommission an zu prangern. Ich verlange ein Parteiordnungsverfahren gegen alle Mitglieder der befassten Schiedskommission!
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