Kommentare der Unterzeichner:
"Stadt der Wissenschaft" war offenbar ein Druckfehler. Es hätte wohl heißen müssen: "Statt der Wissenschaft (z.B. Karneval, Fußball etc.)"
The stupidity of these plans is amazing and short-sighted. Once libraries are gone, they will never come back. Even in the age of digitization libraries will remain important and relevant. Stop this desctruction of the German cultural heritage.
Als Leiter des wissenschaftlichen Projekts "Handschriftencensus Rheinland-Pfalz", als Editor mittelalterlicher Texte, als Professor für mittelalterliche Literatur und als Dekan eines der größten geisteswissenschaftlichen Fachbereiche Deutschlands (Fb 05, Uni Mainz) halte ich es für unverantwortlich und von nicht wieder gutzumachendem Schaden, wenn man eine solchen gewachsenen Bestand mit individuellem Profil, also ein auf seine Weise einmaliges Zeugnis der Kulturgeschichte und Fundus aktuellster und zukünftiger Forschung zerschlägt, zerstreut - und also zerstört.
Mainz, die Stadt der Wissenschaft 2011, so der Slogan. Da kann man nur lachen! Die Kultur wird "heruntergespart", dafür aber div. Projekte wie Stadion etc. gebaut bzw. unterstützt. Wie ist denn das vereinbar? Es ist schon traurig anzusehen, wie mit öffentlichen Geldern umgegangen wird.
im 19. Jh. sind Bibliotheken duech die Säkularisation zerstört worden. Das 20. Jh. verzeichnet große Kriegsverluste. Soll das 21. Jh. sich durch Zerschlagung von Bibliothek aus finanziellen Gründen hervortun, um die Zerstörung des Kulturellen Erbes zu vollenden? Politiker tragen auch Verantwortung für unser kulturelles Erbe, das künftigen Generationen möglichst unversehrt zu hinterlassen ist.
Sowohl die Bestände wie die Tätigkeit der Mainzer Stadtbibliothek scheint der internationalen Wissenschaft bewußter zu sein als den Mainzer Politikern. Gerade angesichts der derzeitigen Situation wäre es angebracht, eher langfristig zu denken als kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Maximen zu folgen. Aber vielleicht möchte sich Mainz jetzt ja auch in Anti-Gutenberg-Stadt umbenennen ...
Mainz, die Stadt Gutenbergs und z.Zt. eine Stadt der Wissenschaften, will seine traditionsreiche wissenschaftliche Stadtbibliothek mit ihren wertvollen Alt- und Regionalbeständen zerschlagen? Unglaublich! Als gebürtiger Mainzer möchte man zunächst meinen, das sei ein verfrühter Fassenachtsscherz. Leider ist dem nicht so. Es ist bitterer Ernst. Johannes Gutenberg würde sich im Grabe herumdrehen, wüsste er von diesen Plänen. Aber wer kennt denn noch Johannes Gutenberg? Er war ja kein 05er. Heiner Stauder, Lindau
Die Stadtbibliothek ist zum einen als Ausleih- sowie Präsenzbibliothek und als Arbeitsstätte für die Regionalforschung unverzichtbar. Sie wahrt zum anderen durch ihren historischen Bestand eine lange Tradition, die in einer kulturbewussten Stadt nicht aufgegeben werden darf. Schließlich bedeutet auch das Bibliotheksgebäude für die Stadt eine wichtige Verpflichtung als Kulturdenkmal, dessen Bestand durch einen Verkauf und eine Umnutzung gefährdet wäre (es geht ja nicht nur um die Fassaden!). Dass in der "Stadt Gutenbergs", die sich als Sitz der Stiftung Lesen sowie als Medienstandort rühmt, an der Universität ein singuläres "Institut für Buchwesen" besitzt und sich zudem als "Stadt der Wissenschaft" darstellt, die städtische Bibliothek gefährdet ist, erscheint geradezu absurd und lässt in der Tat an der Ernsthaftigkeit zweifeln, mit der die Stadt ihre kulturelle Verantwortung wahrnimmt.
Wäre dieser Plan im letzten Jahr bekannt gewesen, Mainz wäre nie als Stadt der Wissenschaft ausgezeichnet worden. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Kommunalpolitiker nicht nur bei den Finanzen sondern auch der Kultur unserer Stadt sich zunehmend inkompetenter erweisen.
900 Jahre ereignisreicher Geschichte, die Gräuel des Zweiten Weltkrieges auch--alles hat diese wundervolle Sammlung wie ein Wunder durchgestanden, und nun haben kurzsichtige Bürokraten vor, solchen Schatz der abendländischer Kultur mit einem Strich der Feder zu vernichten. Sie sollten sich was schämen! Ja, es handelt sich um reines Sparen. . . Oder gibt's noch was dahinter?
Gegen eine Talibanisierung der Mainzer (Spar-)Kulturpolitik Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man meinen, die von der AZ kolportierten Überlegungen im Stadtvorstand zur Aufteilung/Zerschlagung der Stadtbibliothek und Auslagerung des Stadtarchivs wären ein Beitrag zur nächsten Karnevalskampagne. Wenn man allerdings den Wert des Kulturgutes Bibliothek/Archiv bedenkt und wofür zur gleichen Zeit ins Mainz Geld rausgeworfen um nicht zu sagen veruntreut wurde, dann gefriert einem das Lachen im Gesicht. Ist das der von der neuen Koalition versprochene Neuanfang in der Mainzer Politik? Es bleibt zu befürchten, dass die Vorstellung von Kultur sich in Mainz auschließlich mit F buchstabiert wie Fassenacht und Fußball - da tun sich Abgründe auf und man wird buchstäblich an die Vernichtung von Kulturdenkmälern in der Ära der Taliban in Afghanistan erinnern.
Die Planungen hinsichtlich der „Zerschlagung” des einmalige wertvollen, historisch gewachsenen Bestandes der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz kann ich nur fassungslos zur Kenntnis nehmen. Ist den Verantwortlichen eigentlich bewusst, was für ein lebendiges kulturelles Erbe sie damit zum Tode verurteilen? Die „angedachte” Überführung einzelner Bestandsgruppen in das Gutenberg-Museum und in die Universitätsbibliothek würde nicht nur die durch Jahrhunderte gewachsene Sammlungsstruktur zerstören, sondern auch die Zugänglichkeit der Bände für die Benutzung erschweren, wenn nicht teilweise unmöglich machen. Wer die Personal- und Raumsituation in den genannten Institutionen kennt, wird dies nachvollziehen können. Wir brauchen keine „Endlagerstätten” für Altbestände, sondern eine im wahrsten Sinne des Wortes „brauchbare“ Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz. Ein Ensembleschutz für diese herausragende historische Sammlung ist dringend vonnöten!
Aucune bibliothèque ne doit mourir! Les bibliothèques sont les garantes de l'accès à la culture, à la formation tout au long de la vie, à la démocratie. Tuer une bibliothèque, c'est faire disparaître un peu de la liberté de chacun dans un monde de plus en plus difficile à vivre. Il faut ouvrir toutes les possibilités d'accès à l'information la plus large possible pour tout le monde. C'est la seule possibilité de rendre le monde tel qu'il est aujourd'hui un tout petit peu plus humain.
Mainz ist die Stadt Gutenbergs. Die Bestände der Bibliothek, in die ja auch die Bestände der alten Uni eingeflossen sind, reichen bis zur Zeit Gutenbergs zurück. Und diese Tradition soll zerschlagen werden? Man sollte sofort die ganzen Schilder von wegen "Mainz als Wissenschaftsstadt" abhängen.
Die Gutenbergstadt braucht eine solche Bibliothek für ihren Ruf, aber auch für ihr Selbstwertgefühl.
Historische Landschaftsparks oder Gebäude genießen Denkmalschutz, das gleiche sollte auch für Historische Buchsammlungen gelten!!
Ich verdanke - wie viele Kolleginnen und Kollegen - der Unterstützung der Stadtbibliothek in Mainz wesentliche Hilfen und Unterstützungen während meiner Forschungsarbeiten in Mainz! Sie ist und bleibt ein unverzichtbarer und selbständiger Teil des Forschungsstandortes Mainz - ihn zu zerschlagen, bedeutet namhafte Forscher in benachbarte (hessische) Bibliotheken vertreiben & dem eigenen Standort schaden. Das wäre - abgesehen von der Behinderung der eigenen Stadt- und Kulturgeschichte - sehr kurzsichtig gedacht.
Wenn eine deutsche Bibliothek schon den Zweiten Weltkrieg intakt überstanden hat, ist es wohl ein Unding, dass sie jetzt zerschlagen werden soll. Die Politik in Deutschland hat für zahlreiche andere Belange genug Geld, aber nicht für das kulturelle Erbe? Das kann man nicht kommentarlos hinnehmen.
Die Zerschlagung der Stadtbibliothek wäre ein irreparabler, unglaublicher Schildbürgerstreich. Sie ist mit ihrem gewachsenem, wertvollen Alt-Bestand (darunter ein beachtlicher Handschriftenfonds!), der bisher im Rahmen des Möglichen mustergültig gepflegt, erweitert und beständig ausgebaut wurde, unverzichtbar, nicht zuletzt als Ergänzung der Universitätsbibliothek.
Die Mainzer Stadtbibliothek, in Verbindung mit dem Stadtarchiv, ist für meine wissenschaftliche Tätigkeit, der ich nur in meiner Freizeit nachgehen kann, unverzichtbar. In der Öffentlichkeit diskutierte Alternativlösungen (Zerschlagung, Integration in die Unibibliothek etc.) wären für mich keine nutzbaren Alternativen. Allgemein gesprochen: Die Verantwortlichen der Stadt Mainz sollten sich schämen, eine Zerschlagung der Stadtbibliothek überhaupt in Erwägung zu ziehen. Das ist eine Blamage für die so genannte Stadt der Wissenschaft, der man unter diesen Umständen dieses Attribut entziehen sollte.
Bücherverbrennung ist das Letzte - Bibliotheks-Schließung ist das Vorletzte - das Drittletzte ist die Zerteilung der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek! . Mit dem Gedanken, die Wissenschaftliche Stadtbibliothek zu zerteilen, hat die Stadtverwaltung den Anspruch auf "Mainz, Stadt der Wissenschaft 2011" verwirkt!
Gemeinsam mit ihrem Gebäude ist die Sammlung der Mainzer Stadtbibliothek ein Erinnerungs- und Indentifikationsort für viele Mainzer, was sie zu einem unersetzbaren Bezugspunkt macht. Als Neumainzerin habe ich mich in der wissenschaftlichen Stadtbibliothek sofort wohl gefühlt. Studierenden und vielen anderen Interessierten empfehle ich sie gern als hilfreichen und gut erreichbaren Arbeitsort und als wichtige Ergänzung zur Universitätsbibliothek. Bitte verhindern Sie, dass diese schöne und sehr nützliche Sammlung mit unbestimmtem Ergebnis zerschlagen wird.
Als am Deutschen Historischen Institut in Rom tätiger, von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur für ein Forschungsprojekt beurlaubter Wissenschaftler weiß ich aus der täglichen Arbeit um die absolute Notwendigkeit einer gewachsenen Bibliothek für die Forschung.
Die Zerschhlagung/Schließung/Umverteilung der wissenschaftliche Stadtbibilothek ist der Stadt Gutenbergs, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, der Universitätsstadt, der Stadt mit einer über 2000-jährigen Geschichte schlichtweg unwürdig!
Libraries are perhaps more than ever important as keepers of our European national heritage. Even more so in Mainz!
Unfassbar. Als Stadt Jahr der Wissenschaft 2011 macht Mainz seine wissenschaftliche Bibliothek dicht.
Da die Mainzer UB im Begriff ist, zur undergraduate library abzusinken, wird sie wertvolle wiss. Bestände stiefmütterlich behandeln. Die Erhaltung der wiss. StB ist um so wichtiger
Die Stadt Mainz, nein: Der heutige Stadtrat hat einen Gutenberg nicht verdient! - - - Mainz ist Stadt der Wissenschaft 2011 - www[dot]emz2[dot]de: "Energie hoch zwei" - "Eine Stadt hat Wissenshunger" - Wird die wissenschaftliche Stadtbibliothek geschlossen oder zerschlagen, wird man zukünftig in Mainz Wissenshunger leiden müssen! - - - In der Stadt Gutenbergs hat man für die Beibehaltung der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek kein Geld (mehr)? - Beschämend!!!
"STADT DER WISSENSCHAFT 2011" - Was beinhaltet dieser Titel? Für gewissse Verantwortliche offenbar nicht das, was man erwarten würde. Falls man trotzdem an diesem Titel festhalten will, gibt es meiner Meinung nach keinen Grund diese Petition zur Erhaltung der Mainzer Stadtbibliothek nicht zu unterschreiben!!! Denn wo stecken das Wissen und die Erfahrungen vergangener Zeiten, wenn nicht in Büchern und Filmen?!
Ich finde es erschreckend, wie leichtfertig Tradition, Geschichte, Kultur und Personal über Bord geworfen wird.
Mainz, the birthplace of European typography, has a unique position in world culture, and its book institutions must be treasured. Many generations of Mainzers have taken pride in their city's heritage. Do not let the year 2011 be one of retreat from this great history.
As a librarian I appreciate the importance of maximizing public access to knowledge. Libraries in the UK are also under threat, effectively because they are an easy option for cuts. Closing this library would I believe have a negative impact, signalling that as a society we are not really interested in books, which are still the key way of spreading information and civilization.
Bürgerschaftliches Engagement ist in dieser Situtation besonders gefragt. Das Beispiel Augsburg, wo ähnliche Pläne verfolgt wurden, hat gezeigt, dass Widerstand wirksam sein kann.
Es kann und darf nicht sein, dass wir zulassen, dass - offenbar oftmals im Mißverständnis dessen, was Computer und Vernetzung leisten können und sollen -, kulturelles Erbe gedankenlos und unwiderruflich zerrissen und zerstört wird! Bibliotheken sind lebendes Wissen und lebende Geschichte!
Die historischen Bestände der Stadtbibliothek Mainz sind eine wichtige, in Teilen einmalige Quelle für die Kulturgeschichte Südwestdeutschlands, die in weiten Teilen noch nicht ausgewertet sind - ich habe mit Ihnen und über sie geforscht und halte sie vor allem im Sammlungszusammenhang für wertvoll. Auch das hervorragende Knowhow der Mitarbeiter/innen ist ein Pfund, mit dem die Stadt Mainz wuchern sollte, um dem Erbe Gutenbergs gerecht zu werden!
Die Mainzer Stadtbibliothek hat einen hervorragenden Bestand an Zeitschriften, Noten und Musikbüchern des späten 19. und frühen 20.Jahrhunderts, der sich nicht zuletzt aus den Pflichtexemplaren des Mainzer Schott-Verlags speist und mit dem ich mehrere Jahre für ein Forschungsprojekt gearbeitet habe. Es wäre ein großer, unwiderbringlicher Verlust, wenn diese Sammlung zerschlagen würde.
Einer Zerschlagung steht auf jeden Fall moralisch, vielleicht auch juristisch, der Wille der Stifter und Erblasser entgegen.
Die Mainzer Wissenschaftliche Stadtbibliothek ist weit über die Grenzen Deutschalands hinaus als wichtige Forschungsbibliothek bekannt - ein solches Stadt-"Gedächtnis" darf nicht zerschlagen werden!
Stadtbibliothek und Stadtarchiv Mainz sind ein einzigartiges historisches Erbe und zugleich wertvolle Arbeitsstätten für die Wissenschaft. Dass Mainz - die Stadt Gutenbergs und Stadt der Wissenschaft 2011 - jetzt überlegt, ihr einzigartiges Ensemble aus Stadtbibliothek und Stadtarchiv zu zerreißen, mutet allenfalls wie ein schlechter Fastnachtsscherz an.
Das kann doch nicht wahr sein! Die Bibliothek muß als ganzes erhalten bleiben. Was sind das für Politiker? - Es gibt mit Sicherheit andere Spar-Möglichkeiten.
Gern schließe ich mich diesem Aufruf an - in den Jahren seit 1985 haben zahlreiche Kollegen überwiegend unentgeltlich das Handbuch der historischen Buchbestände erarbeitet um der geisteswissenschaftlichen Forschung einen Wegweiser durch die historisch gewachsene komplizierte Landschaft aus stattlichen, kommunalen, kirchlichen und privaten Bibliotheken. Nun, nachdem das Werk abgeschlossen ist, dürfen wir Zeugen werden, wie opportunistische (wem gegenüber eigentlich?) Politiker den Ertrag öffentlicher Mittel, und jahrelangen persönlichen Fleißes ignorant weggeworfen werden - ein glanzvolles Stück deutscher Kulturpolitik Jochen Stollberg (Dresden)
Der Buchbestand der wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz darf nicht auseinandergerissen werden,dann würde jede weitere wissenschaftliche Arbeit stark behindert werden.Auch betreibt die W.S.B.Mainz ein erfolgreiches Buchpatenprojekt welches von Frau Ottermann ins leben gerufen wurde,um private Spenden für den Erhalt der wertvollen Handschriften und Drucke zu gewinnen. Dieses ist ihr gelungen;im Fall des auseinanderreissens hätten die Spender keinen klaren Ansprechpartner mehr, und könnten sich mit der neuen Situation nicht mehr identifizieren.Damit würde diese Quelle versiegen ich würde da jeden Spender verstehen,da er sich bewusst für ein Buch aus dem Gesamtbestand der Stadtbibliothek entschieden hat,dann kein Geld zu geben.Ich fodere den den geschlossenen Erhalt des Gesamtbestandes der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek ,der in Mainz verbleiben muss ( an einem Ort unter klimatisch günstigen bedingungen).
Die Mainzer Wissenschaftliche Stadtbibliothek ist keine gewöhnliche Stadtbücherei. Ihre historisch gewachsene Sammlung stellt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar und ergibt nur in der Einrichtung als institutionelles Ganzes einen Sinn. An die Verantwortlichen geht daher der Appell, den Fortbestand der Bibliothek in ihrer Gesamtheit in städtischer Trägerschaft sicher zu stellen.
In der Tat ist diese Sammlung von früheren und heutigen Generationen für die Zukunft zusammengetragen worden. Die Stadt hat eine Verantwortung übernommen, die sie nicht bei erster Gelegenheit über Bord werfen kann. In ein paar Jahren kommt dann der Katzenjammer - so wie hier schon nach dem Abriss der mittelaltlerlichen Bauten im Viertel Am Brand.
Ei, ihr Meenzä! Des derf doch net woa soi! Felleicht hätt de Guddeberch soi Erfinnung dann doch liewer in Straasburch gemach... wann der wisst....
Ein international bekanntes Aushängeschild gewachsener städtischer, deutscher und europäischer Bibliotheks- und Kulturgeschichte wird zur Disposition gestellt von einer Stadt, die sich gerade andernorts als "Stadt der Wissenschaft 2011" geriert - soviel Inkompetenz und Ignoranz macht sprachlos.
Das historische Vermächtnis Mainzer Bürger und Bürgerinnen an Dritte zu veräußern oder es ihnen zu überlassen, wäre wie ein Erbe auszuschlagen und für mich so etwas wie eine Bankrotterklärung. Würden sich die Mainzer Buchpaten weiterhin verantwortlich fühlen? Würden sich neue finden lassen? Würden Mainzer -ausgerechnet in der Gutenberg-Stadt- noch Ihre historische bibliotheke Identität behalten bzw. wiederfinden können, wenn ihr Buchbestand auf mehrere Institutionen aufgeteilt werden würde? Schluss mit den Rationalisierungsplänen!!!
Ich stehe voll und ganz hinter der Petition. Außerdem: wie käme der normale Benutzer mit dem PKW auf das Unigelände? Wie kommt der ältere, eventuell gehbehinderte Benutzer, der aus der Stadt mit dem Bus anfährt, über die Straßenüberführung (Treppen)?
Die wissenschaftliche Bibliothek in Mainz ist für mich und andere Mitglieder des Geschichtsvereins Bacharach die erste Anlaufstelle, wenn es um Forschungen in unserer Region geht. Hier wird man immer fündig. Eine Zerschlagung käme einer Katastrophe gleich und wäre nicht nur für die Stadt Mainz, sondern auch für den gesamten Kreis Mainz-Bingen ein großer Verlust.
It would fiscally irresponsible to close the Mainz Public Library: who would ever want to move to a place that does not support a public library?
Geld sparen bei der Bildung ist, als ob man sein Geld nicht auf die Bank bringt, sondern in den Sparstrumpf steckt. Es arbeitet nicht. Noch schlimmer - die Bildung und das Bereitstellen von Wissen ist der Garant von sozialer Sicherheit und damit auch der Demokratie.
Der Lesesaal der Stadtbibliothek ist ein wunderbarer Raum zum Lesen, Lernen und Schreiben, der einzige Bibliotheksraum, den ich kenne außerhalb der Universität, eine Zuflucht für alle, die auch nach dem Studium noch wissenschaftlich weiterarbeiten wollen. Bitte erhalten sie uns Mainzern die Stadtbibliothek!!!
Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek der Stadt Mainz ist seit einer Familienrecherche (da war ich 12) ein Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte. Es ist nicht nur ein äußerst hilfreiches und sinnvolles Institut, sondern auch ein Hort der Kultur und ein Ort der Begegnung. Die Mitarbeiter sind in aller Regel sehr beflissen und freundlich, die Atmosphäre ist entsprechend entspannt und ruhig, mit der Anna-Seghers-Bibliothek nicht zu vergleichen. Außerdem gibt es den besten & günstigsten Kaffee von ganz Mainz; man kommt schon bei der Rezeption leicht ins Gespräch und erfährt so einiges am Rande, was niemals in Büchern steht. Für das seit 1912 weit über Mainz hinaus bekannte Gebäude kann ich mir eine andere Verwendung (Parkhaus???) nicht vorstellen, zumindest wäre ein Umbau wohl viel zu aufwändig. Der 'Tod' dieser urmainzer Institution wäre ein schwerer Verlust für die ganze Region und würde eine große Lücke hinterlassen. Auch eine ähnlich vorteilhafte Lage (Parkplätze und Bus direkt vor der Tür) kann man sich wohl kaum vorstellen, schon gar nicht eine 'Auslagerung' in die Universität oder gleich richtig in die 'Pampa'.
Wo kann in Rheinland-Pfalz ausserhalb der Universitäten noch so intensiv studiert und geforscht werden? Die Stadtbibliothek ist ein wichtiger Baustein zum Erhalt von Geschichte, Kultur und Zeitzeugnis. Eine Zerschlagung würde einen weiteren Schritt zum Verfall des "alten Europas" in Mainz bedeuten und die Lebensqualität in unserer Heimat weiter verschlechtern.
Als Professor für Musikwissenschaft an der JGU Mainz weiss ich um die immense (nicht nur) musikgeschichtliche Bedeutung der Bestände der Stadtbibliothek und ihre vorbildliche Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wäre fatal, wenn diese gewachsene Einheit zerstört würde.
Das Wissen das uns alle überleben wird, gehört geschützt und an jenem Ort belassen an dem es die Spender usw. zu wissen glaubten und glauben!!!
Nur über eine sinnvolle, zielgerichtete Bibliotheks- und Archivarbeit kann sich der Erhalt unseres kulturellen Gedächtnisses manifestieren und identifizieren!
Eine Gutenbergstadt, die eine Arena baut und Karneval feiert, hat kein Geld für eine wissenschaftliche Bibliothek? Wer regiert dort? Pfui Teufel!
Geld für Bibliotheken ist besser und nachhaltiger investiert als für Prestigeprojekte wie z.B. den Nürburgring ! Das historisch gewachsene kulturelle Erbe sollte in dieser Form und Gesamtheit unbedingt erhalten und weiter gepflegt werden.
Die Stadt Mainz ist hoch verschuldet und Sparen ist wichtig und richtig. Aber so? Nein, so geht es nicht! Über den Kopf der Betroffenen hinweg werden Konzepte entwickelt, von denen die KollegInnen aus der Zeitung erfahren. Von PolitikerInnen der Grünen und der SPD erwarte ich eine andere politische Kultur. "Betroffene zu Beteiligten machen", so müsste die Devise lauten. Als Gewerkschafter und Archivar dreht sich mir da der Magen um.
Auch die Schließung öffentlicher Wissenschaftlicher Bibliotheken paßt hervorragend in das Konzept der neoliberalen Politik der Unionsparteien, der SPD, der GRÜNEN und der FDP. Wie alle Werte und Güter, die in der Gesellschaft nur "gesamtgesellschaftlich"und durch kollektive Arbeit und Anstrengung produziert werden können, sollen nach dem Willen der Neoliberalen jetzt auch Wissenschaft und Kultur nur für wenige Privilegierte und deren private Profitmaximierung reserviert werden. Dem §Gemeinen Volk", aber auch der "Wissenschaftsgemeinde, die dies alles er erarbeitet haben und deshalb auch die rechtmäßigen Besitzer sind, werden anschließen "Wissenschaft und Kultur" für teueres Geld und hohe Profite wieder verkauft. Die Neoliberale Ausbeutung hat inzwischen alle Lebensbereiche erfaßt und zerstört die Gesellschaft und neben den Menschen alle Freiheit.
Ich bin selbst Autor eines Buches, welches ich ohne die Hilfe der Stadtbibliothek Mainz so nicht zustande gebracht hätte. Titel: Karl der Große gegen Herzog Tassilo III.von Bayern - Der Prozess vor dem Königsgericht in Ingelheim 788 (Pustet).
Der Argumentation von Herrn Kollegen Dr. Franz Dumont in der Allgemeinen Zeitung Mainz am 27.10.2001 ist kaum etwas hinzuzufügen. Das offizielle Jahr der Wissenschaft endet für Mainz zwar am 31.12.2011, nicht aber die von der Politik so oft vehement eingeforderte Nachhaltigkeit. Das Thema "Stadtbibliothek" darf bei der Diskussion um die Neuwahl eines Oberbürgermeisters nicht ausgeklammert werden.
Eine Umstrukturierung großer und lange gewachsener Sammlungen führt nahezu zwangsläufig zu Verlusten. Auch sind mehrere Exemplare derselben Publikation in nahe gelegenen Bibliotheken oft nützlich und beschleunigen die wissenschaftliche Arbeit. Eine qualifizierte Aufteilung und entsprechende Einarbeitung der Bestände würde dagegen einen enormen Personalbedarf hervorrufen.
Zahlreiche Fernleihbestellungen auf alte Bestände können von Mainz erfüllt werden. Dass dies nicht mehr ermöglicht werden kann, möchte ich hiermit verhindern.
Die Stadtbibliothek Mainz ist eine für die Forschung in besonders hohem Maße bedeutsame Altbestandsbibliothek, hinzu kommt der bedeutende historisch-kulturwissenschaftliche Zeitschriftenbestand und die wichtige Sammelfunktion für regionale Publikationen. Die Stadtbibliothek hat damit hohe Bedeutung und Rang. Die genannten drei Funktionen ergänzen sich ideal.
Gewachsene Bibliotheksbestände sind eine wissenshistorische Quelle ersten Ranges. Gerade in Mainz, wo die Überlieferung in früheren Jahrhunderten, besonders im 17., schwerstens beeinträchtigt worden ist, gilt es, alle noch erhaltenen Ensembles zu bewahren und zugänglich zu halten.
Sehr geehrte Damen und Herren, Bibliotheken sind das Gedächtnis des Wissens. Als im Altertum die abgebrannte Bibliothek von Alexandria nicht wieder aufgebaut wurde, fehlte der geistigen Elite Ägyptens zusehends die Basis ihres Wissens, das was die Vorrangstellung des Alten Ägyptens ausmachte. Und schon kurze Zeit später ging das Alten Reich unter.... Wollen Sie, dass der Wissensstandort Deutschland zu einem Entwicklungsland verkommt? Jeder Euro, der in eine fachlich geführte Bibliothek investiert wird, sichert unsere Zukunft! Lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Modeerscheinungen (Privatisierungen, Zerschlagungen etc.) blenden und sichern Sie den Standort Deutschland! Vielen Dank für Ihr Nachdenken über die Auswirkungen, die eine Zerschlagung der wissenschaftlichen Bibliothek hätte. Mit freundlichen Grüßen Alexander Peren
...es ist nur schwer nachvollziehbar, dass Mainz als Wissenschafts-, Universitäts-, Gutenberg- und Römerstadt die Bibliothek schließen bzw. zerschlagen möchte. Ein kulturelles Zentrum, wie Mainz es für die Region darstellt braucht ein solche Institution wie die Stadtbibliothek!
Das Buch lebt! Gerade in der Stadt, wo Gutenberg gewirkt hat, sollte man dies nicht mit Füßen treten!
Zerteiltes kann nur selten wieder zusammengefügt werden! Ist es wirklich nur der Sparzwang, der die Zerschlagung veranlaßt? Oder soll der mündige Bürger nicht mehr selbständig und inkompliziert in der Geschichte der Stadt und seiner Vorfahren forschen dürfen??
Als für historische Buchbestände zuständige Bibliothekarin in einer Bibliothek des Hessischen Bibliotheksverbundes, dem auch die Stadtbibliothek Mainz mit ihren Katalogsystemen angehört, sowie Vorsitzende der HeBIS-AG Historische Bestände, welche auf Initiative der Mainzer Kolleginnen gegründet wurde, erscheinen mir die Pläne zur Zerschlagung des Bestandes als Irrsinn, der im Endeffekt auch nur weitere Kosten nach sich ziehen würde. Die Sammlung ist auf hohem Niveau erschlossen und sollte unbedingt als Ganzes in uneingeschränkter Zugänglichkeit und innerhalb einer Einrichtung des Hessischen Bibliotheksverbundes erhalten bleiben - als Bestandteil des kulturellen Erbes der Region sowie unter Erhaltung ihrer hervorragenden Recherchierbarkeit für die Nutzer.
Die Mainzer Stadtbibliothek muss als regionale Pflichtexemplarbibliothek und Altbestandsbibliothek (führend in der Provenienzforschung) ausgebaut werden, nicht zerschlagen!
Weil die Bibliothek in íhrer Gesamtheit ein überaus wertvolles Kulturgut darstellt und wir aus Sparmaßnahmen immer mehr davon verlieren.

