Kommentare der Unterzeichner:
Ich möchte mein Recht auf Bildung wahrnehmen und an der Universität die Seminare besuchen, die zu meiner persönlichen Bildung beitragen, die mich interessieren und weiterbringen. Mit Blick auf die Bachelor-Studierenden ist es ein Unding, ihnen einen geisteswissenschaftlichen Studiengang innerhalb von 6Semestern reinzwingen zu wollen und oben drauf auch noch nicht mal genügend Lehrende für die Seminare zu bezahlen. Was wohl noch schlimmer wird, wenn der Master kommt! Es macht kaum noch Spaß an der Uni zu studieren.
Im Zuge von "Prestige" möchte man auch darum bitten, das kopflose Altmetall wieder vom Campus Westend zu entfernen und solche kostspieligen Maßnahmen in Zukunft lieber in mehr Lehrpersonal im Mittelbau zu investieren.
Die Unterzeichnung ist mir wichtig, weil ich die im offenen Brief beschriebene Situation aus eigener Erfahrung sehr gut kenne und diese nicht akzeptabel ist. Sie ist verbunden mit einer enormen Verschlechterung der Studienbedingungen und sorgt mehr oder weniger dazu, dass jenes, was einst mit "Studium" gemeint war, ad absurdum geführt wird, auch wenn es den Verantwortlichen nicht bewusst ist!
Jedes Semester aufs Neue kann ich einen oder mehrere meiner Pflichtkurse wegen Überfüllung oder Ausfall nicht belegen. Dadurch verlängert sich mein Grundstudium-und das fürht zur Verlängerung der Gesamtstudienzeit. Bafög wird nur für die Regelstudienzeit und bei Ausnahmen wie Auslandssemester gewährt. Das zusammen bedeutet, das ich wahrscheinlich gegen Ende meines Studiums einen ZweiDrittel- oder Vollzeitarbeitsplatz brauchen werden- neben der Zeit, die mein Diplom erfordert. Das ist unmöglich.
Ich teile Einschätzung und Forderung der Petition vollkommen. Statt einem besseren Lehrangebot und funktionierenden Pater-Nostern kriegen wir irgendwelche "Kunstwerke" auf den ansonsten als Liegefläche gebrauchten Rasen gestellt.
Mit dem Hochschulpakt wird sich die Lehrsituation weiter verschlechtern - wo Stellen unbesetzt bleiben, weil sie "eingespart" werden, fallen auch Veranstaltungen weg. Aber Hoffnung besteht - einfach Lehraufträge verteilen, die sind nämlich günstiger. Noch einige Veranstaltungen kooptieren - da kann mehr angeboten werden und möglichst viel über Tutorien regeln, da lässt sich doch noch einiges zusammensparen. Was dabei herauskommt? Wie es sich dabei studiert und lehrt? Egal- hauptsache Studenten in Regelstudienzeit durchgehetzt, damit überhaupt Gelder vom Land kommen. Hurra Hochschulpakt! Es müssen nicht nur größere Seminarräume, die kommunikativ angelegt sind (d.h. nicht schlauchförmig auf einen Redner am Kopfende hin ausgerichtet) geschaffen werden, sondern auch mehr studentische Räume, in denen gelernt und in Gruppen gearbeitet werden kann. Und zu guter Letzt eine Lachnummer; Die Kategorie einiger derzeitiger Evaluationsbögen: "Die Teilnehmerzahl war angemessen".
Ich bin als Studierende der Uni- Frankfurt selbst vom Problem der Überbelegung der Seminare betroffen. In den Seminaren platzen die Räume aus allen Ecken. Ausgelegt für 30 Leute, besucht von 70! Die Fenster lassen sich nicht öffnen, die Komilitonen/Innen sitzen auf Tischen, dem Boden, stehen zwei Stunden am Rand oder versuchen dem Seminar vom Flur aus zu folgen. Ein undultbarer Zustand! Wie soll man unter solchen Umständen dem Seminarinhalt folgen können?
Weil ich selbst betroffen bin und der Meinung bin, dass dringend etwas gemaacht werden muss. Denn dies sind keine Zustände!
Ich studiere selbst an der Universität Frankfurt und verzichte aufgrund der schrecklichen Bedingungen auf einige Vorlesungen. Man versteht trotz akkustischer Verstärkung oft kein Wort des Dozenten.
Weil ich selbst unter diesen Studienbedingungen leide und das Studium so keinen Spaß macht! Jedes Semester hat man Angst, dass man nicht genügend Credit Points sammeln kann, um sein Studium in der Regelzeit zu schaffen! Ich sehe es außerdem nicht ein, dass ich für mein Studium so viel Geld zahlen soll, um dann noch nicht mal die Seminare besuchen zu können, die mich interessieren!
Ich wurde dieses Semester in mehrere Veranstaltungen nicht aufgenommen, da diese total überfüllt waren und ich als Studentin im 1. Semester gar keine Chance auf einen Platz hatte. Studieren wird beid em Chaos total zur Nebensache...das ist ein Unding und ich hoffe, dass sich auf die Proteste hin endlich etwas verbessert, zumal der Kampf um Seminarplätze in den kommenden Semestern noch härter wird und ich mir ernsthaft überlege, ob es das bringt...! MfG, M. Junker
Die drastische Unterfinanzierung des Bildungssystems ist nicht erst seit dem absehbaren doppelten Abiturjahrgang und dem Wegfall der Wehrpflicht ein gesellschaftliches Problem. VERDOPPLUNG DER BILDUNGSRESSOURCEN, DEMOKRATISIERUNG DER HOCHSCHULEN, KEIN SOZIALABBAU!
Frankfurt preist sich gerne mit dem sog. "frankfurter Profil". Doch wie sollen wir uns gezielt bilden, wenn Seminare wegen Überfüllung nicht besucht werden können? Bei stetig steigenden Erwartung sehe ich keine Relation zu den Gegebenheiten. Eine solche Situation ist untragbar!
Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung seit 26 Jahren - als Studierender und als Lehrender an der J.W. Goethe-Universität und an anderen Universitäten. Die Neubauten der Goethe-Universität haben die Situation kaum entschärft, zumal gleichzeitig Gebäude aufgegeben wurden und die Zahl der Lehrenden nicht ausreichend erhöht wurde.
Ich unterstütze das Anliegen dieses offenen Briefes voll und ganz. Hier ein Link zu einem offenen Brief meinerseits, der in eilen eine ähnliche Zielrichtung verfolgt: politikpla.net/forum/deutschland/44997-abzocke-deutschland-118.html#post431011
Die hohe Auslastung vieler Veranstaltungen schafft eine sehr kontraproduktive Lernathmosphäre. Wir Studenten kommen vorallem um zu etwas zu lernen, dies sollte nicht vergessen werden!!!
Dieses Semester wurden sehr wenige Veranstaltungen angeboten, sodass ich einige Veranstaltungen nicht besuchen konnte, weil sich Seminare stark überschneiden. Es wurden extrem viele Studenten aus überfüllten Seminaren geworfen. Ich sehe es außerdem auch als eine Zumutung für die Dozenten, die sich darum bemühen, den Andrang aufzufangen.
Die Perspektive unserer SchülerInnen kann nur durch eine ausreichende Finanzierung von Schulen und Hochschulen gesichert werden, dazu gehört auch die Erweiterung des Lehrangebots an der J.W. Goethe-Univesität
Mich betrifft diese Situation in jedem Semester und es ist echt zum kotzen, Seminare nicht besuchen zu können, die mich interessieren, weil sie 1. überfüllt sind und 2. die Bedingungen im Seminar fürchterlich sind (Platz, Luft, etc.)
Die Hochschulbedingungen MÜSSEN verbessert werden. So ist studieren kein Lernen, sondern eine reine Zumutung ohne wirklichen Mehrwert!
mir ist das thema wichtug, da ich dieses wintersemester an der goethe universität in frankfurt studieren möchte.
Die Studienbedingungen gehen uns alle an, man kann nicht darauf warten in ein höheres Semester zu kommen um auf jeden Fall am Seminar teilnehmen zu dürfen.
Eine schöne Verpackung, wie es im Campus Westend der Fall ist, kann nicht über miserable Inhalte hinwegtäuschen. Und wie kann es sein, dass in Bockenheim trotz Umzug von mehreren Fachbereichen und dementsprechend (theoretisch) leer stehenden Räumen, Frau/Mann 30 Minuten vor Beginn im Raum sein muss, um das Seminar über nicht auf dem Boden sitzen zu müssen? Das kann's ja wohl nicht sein...
Nicht nur in den Erziehungswissenschaften, selbst in den Wirtschaftswissenschaften ist das Betreuungsverhältnis einfach nur traurig... Witzigerweise sagt zwar die Prüfungsordnung, dass ein Mentorium maximal 30 Studenten umfassen soll, aber das kam leider noch nicht vor. Noch witziger ist, dass bspw. in Wirtschaftsethik eine "Präsentation" als Semesterleistung erbracht werden soll - neben der Nachbereitung der Vorlesung. Bei 85 Teilnehmern pro Mentorium beschränkt sich das dann auf 5 Minuten. Da war es selbst in der Schule ein wenig anspruchsvoller und auch sinnvoller. Ich kann den Verfassern der Petition nur zustimmen - statt sinnlos Geld rauszuwerfen (nicht nur an der Uni, auch im Lande Hessen), investieren Sie doch einmal in die Zukunft, also Bildung, und helfen Sie dabei, die jungen Menschen zu kritisch denkenden Individuen zu erziehen, anstatt nur kleine Bulimie-Lern-Maschinen zu schaffen. Das käme der Gesellschaft gut, und selbst der heißgeliebten Wirtschaft läge es wohl eher am Herzen als das, was hier momentan abgeht.
Kein Wunder, dass die Bildung in Deutschland auf solch einem schlechten Rang ist, wenn dafür nicht investiert wird!
Ich möchte das es auch in Zukunft noch Kunst- und Geisteswissenschaften gibt und dass auch kleine Institute wie Kunstpädagogik oder Musikwissenschaft richtige Unterstützung erhalten, nicht immer nur die BWL, WIWI usw. Studiengängen!
Weil ich nicht mehr auf dem Boden sitzen oder Präsentationfolien endlich mal auch zu Gesicht bekommen will.
Jeder sollte die Möglichkeit haben sein Studium in der Regelstudienzeit abzuschließen und nicht wegen überfüllter Seminare daran gehindert werden.
GG Art. 2 Abs. 1 Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
In Sonntagsreden über Deutschland als Bildungsrepublik reden und gleichzeitig den Universitäten die Mittel kürzen ist heuchlerisch. Für besser finanzierte Universitäten, die helfen ein Land geistig voran zu bringen und nicht auf die Harvard am Main Uni zielen, die nicht einmal in die nächste Runde der Exzellenzinitiative gekommen ist.
weil ich selbst betroffen war Unsinnig und skandalös, die Studienzeiten zu verkürzen aber nicht die erforderlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen
Ich strenge im Sommersemester 2011 einen Masterstudienplatz an. Das Angebot ist auf den Mangel der Studienplätze ausgerichtet, sodass nicht alle Bewerbenden auch studieren können. Dies ist u.a. auch durch die oben genannten Punkte bedingt.
Weil ich selbst, als Lehramtsstudentin, in allen Bereichen meines Studiums von den erwähnten Missständen betroffen bin.
Die Situation in Seminaren der Politikwissenschaft ist unhaltbar. Zu viele Menschen, zu kleine Räume. Die Lehre bleibt dabei auf der Strecke!
Weltweit gemeinsam gegen die Symptome des vorherrschenden Wirtschaftssystem :) -> ism-global.net
Ich bin im 2ten Semester und wurde im jetzigen Sommersemester schon aus 4 Veranstaltungen mangels Platz wieder entfernt. Meist mit der Begründung die Länger-Studierenden hätten Vorrang also sollen 1.-3. Semester von vorn herein schon mal gehen. Die Veranstaltungen waren aber alle frei zugänglich und hatten keine Auflagen. Zudem wirkt sich der Platzmangel schon auf die Gesundheit vieler aus. Denn in kleinen Seminarräumen für ca 20 Teilnehmer werden 40 gequetscht, sodass man 1. keinen Sitzplatz hat und 2. kaum mehr Luft bekommt und dass dann teilweise die Türen geöffnet bleiben, ist nur ein kläglicher Versuch, humane Bedingungen zu schaffen.
aus meiner sicht als dozent ist der zustand untragbar. ich bin weder türsteher noch quizmaster. uni kann so nicht klappen.
Da ich selbst an der Goethe Universität studiere und mir diese Situation bestens bekannt ist, bekommt diese Petition meine volle Unterstützung.
Ich studiere selbst an der Goethe Universität. Ich besuche bereits das zweite Seminar in dem anstelle von 35 beinahe 200 Studierende Platz finden mussten. Bereits die Räumlichkeiten des AfE-Turms schaffen ein kaum zu ertragendes Studien-Klima, welches durch die Überfüllten Seminare noch verstärkt wird. Die Studienbedingungen in allen Bereichen abseits der Wirtschaftswissenschaften müssen verbessert werden um ein einheitliches Bild einer auf Qualität angelegten Universität dazustellen und vor allem das Klima zwischen Studierenden der Unterschiedlichen Fachbereiche nicht nachhaltig zu schädigen.
Dieses Semester ist es tatsächlich schlimmer geworden, was die Überfüllung der Seminare angeht. Daher sollte man wirklich frühzeitig überlegen, wie dies im nächsten Semester unter noch schwierigeren Startvoraussetzungen verhindert werden kann.
Die Studienbedingungen, besonders im Bereich der Gesellschaftswissenschaften haben sich von Semester zu Semster verschlechtert. Als Konsequenz werden wir aus Seminaren verwiesen und müssen unter katastrophalen Bedingungen in anderen Seminaren sitzen. Studium sollte zugänglich sein aber nicht zu diesem Preis. Wenn die Uni mehr Studenten annimmt und das die Mittel für Lehre nicht erhöht werden wir genau dahin kommen. Deutschland als Bildungsstandort rückt immer weiter in den Hintergrund. Das muss verhindert werden. Die Wirtschaft sollte nicht unsere Bildung beherrschen.
Der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und eine fundierte Hochschulausbildung ist eine der Grundpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft und eines der wenigen Mittel die voranschreitende soziale Ungerechtigkeit die von Regierungsseite mindestens toleriert wird, abzumildern. Ich denke, es ist besser jetzt freiwillig entgegenzusteuern, als solange zu warten bis die ohnehin schon extrem aufgeladene Stimmung an den Hochschulen eskaliert und sich in unvorhersehbarer Weise entlädt.
Ein freies Studium ist unter solchen Umständen nicht mehr gewährleistet. Zusätzlicher Platz wäre wichtiger als irgendwelche Prestigebauten.
Es gibt viel zu viele unsinnige Prestigeobjekte in der Frankfurter Universität!!! Statt studienfreundlicher und menschlicher Umgebung hat bisher alles Neue, was ich mitbekommen habe, einen sterilen, klinischen Charakter. Seht euch den IG-Farben-Anbau an: riesige LCD-Flachbildschirme auf denen nichts weiter als die Nr des Hörsaals steht, unsinnige Bibliothekssysteme mit Chips (überhaupt viel zu viele unsinnige Chips: scheiß Goethe-Card! Der vorige Studienausweis war WESENTLICHER PRAKTISCHER und zudem unbedenklich!) etc etc. Wie viel Geld wird eigtl für die Instanhaltung des Englischen Rasens investiert? Und den Brunnen? Warum sind alle Wege im Westend-Campus so geradlinig? Wieso dürfen dort die Wände nicht mit Info-Postern beklebt werden? Warum gibt es dort so viel Mamor und eine Silber-Decke? Und dann müssen die Hörsäle noch Namen tragen wie "Commerzbank-Hörsaal"?!?! Na super! Da sieht man die Unabhängigkeit der Stiftungsuni in großen Lettern...
Weil ich als Studentin jedes Semester damit in Berührung komme und die Studienbedinungen so fast unmöglich sind! Das kann so nicht weiter gehen!!!
Ich bin schon aus genug Seminaren geflogen, um unnötige Ausgaben der Universität länger hinnehmen zu können.
Es ist eine Zumutung, in so überfüllten Hörsälen überhaupt noch von Studium zu sprechen. Studere bedeutet auf Latein sich bemühen, ich bemühe mich wie viele andere meiner KommilitonINNEN, aber bei solch schlechten Lernbedingungen wird das Studium zu einer Utopie. DAS MUSS SICH ANDERN! Es müssen mehr Lehrkräfte an die Universität, damit wieder ein hochwertiges Studium garantiert werden kann.

