Kommentare der Unterzeichner:
Ich war im WS 09/10 selbst Lehrbeauftragter kurz nach einem erfolgreichem Studium (Abschlussnote 1,1) und hatte einen Doppelkurs mit einmal 45 und einmal 60 Studierenden. Es war letztlich ein Arbeitsaufwand einer Vollzeitbeschäftigung und dennoch konnte ich von dem Geld des Lehrauftrages nicht leben. Ich war nach wie vor gezwungen in Teilzeit (20 h/Woche) in einem Callcenter jobben zu gehen, um mir die Uni-Lehre überhaupt leisten zu können. Von einer Weiterarbeit an der eigenen Dissertation ist da gar nicht zu denken, eher stand ich am Ende des Semesters nur Milimeter vor einem Burnout. So sehr ich für mein Fach brenne, diese Ausbeutung und Ausnutzung des wissenschaftlichen Nachwuches ist eine Schande für das Land und ein Skandal allererster Güte. Denn da Lehrbeauftragte in keinem Dienstverhältnis stehen, müssen sie beispielsweise von der kargen Aufwandsentschädigung auch ihre Krankenversicherung zahlen. Oder anderweitig Geld in der Hinterhand haben. In jedem Fall ist diese Form auch eine soziale Auslese der Lehrenden und ein weiterer Filter für die raren Aufsteigenden mit wenig Kapital. Vom Prinzip her ist die Petition etwas falsch gestellt, weil sie die Lehraufträge implizit als Karriereweg akzeptiert und damit der Ausbeutung unter humaneren Bedingungen den Segen erteilt.
Bildung ist für mich das wichtigste Gut, das ich besitze. Versteht man, wie die Dinge funktionieren, ist man auch in der Lage, sie gegebenenfalls zu verändern. Hört man auf, gegen Missstände anzukämpfen, hat man auch aufgehört zu leben und fügt sich nur noch als leere, ohnmächtige Körperhülse in die Maschinerie ein, in der traurigen Erwartung auf den Tod.
Das Thema ist aus folgenden Gründen für mich wichtig: 1. Gewährleistung eines vielfältigen Angebots an Seminaren und die Möglichkeit neuer Methoden. 2. Entlastung der aktuell Dozierenden und bessere Verteilung der Studierenden auf mehrere Kurse, um Massenseminare mit 100 Studierenden zu vermeiden. 3. Sicherung zukünftiger Berufsaussichten für die Akademische Laufbahn an der Universität Potsdam.
Beim Thema "Billiglohn" denkt man immer gern an geldgierige, verantwortungslose Manager. Deshalb finde ich es wichtig, die Aufmerksamkeit auch auf die Bereiche zu lenken, in denen der Staat selbst Arbeit nicht angemessen entlohnt, also selbst ausbeuterisch tätig ist.
Als Student ist es nicht nur wichtig selbst etwas für das Studium zu tun, sondern auch, dass der Dozent seine Sache gerne macht. Mit wieviel Eifer er auch dabei ist - wenn er nicht adäquat entlohnt wird, schlägt sich das auch auf sein Seminar wieder. Das kann und darf jedoch nicht sein!
Als Dozentin und ehrenamtliches Mitglied im GEW-Hauptvorstand und im Leitungsteam des Bereichs Hochschule und Forschung sehe ich die zunehmende Prekarisierung der Intelligenz dieses Landes mit großer Sorge. Wenn kein Geld da ist, die besten Köpfe anständig zu bezahlen und dauerhaft zu beschäftigen, dann werden diese Köpfe die Hochschulen oder gar das Land verlassen - wie dies inzwischen massenhaft geschieht. Den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Hungerlöhnen abzuspeisen folgt einer Milchmädchenrechnung, die das Land teuer zu stehen kommt. Offenbar reicht die intellektuelle Kompetenz und Weitsicht der Entscheidungsträger für nichts anderes als Milchmädchenrechnungen.
Die Arbeitsleistung eines jeden Mensch ist angemessen zu vergüten. Es ist absurd, dass Akademiker sich finanziell am Existenzabgrund bewegen müssen.
Meine berufliche Existenz und private Plaunung hängen davon ab. Dauerhaftes Präkariat zehrt an den Kräften und demoralisiert.
Traurige Aussichten, wenn sogar die Hochschullehre nur noch an ökonomischer Verwertbarkeit ausgerichtet wird und keine anderen Kriterien mehr Bedeutung haben. So eine Petition ist da sicher nur ein schwacher Gegenwind.
Ich bin Student an dieser Universität und sehe täglich, wie sehr die Lehrenden und die Lehre leidet, wenn an finanziellen Mitteln gespart wird.
Befristete und unbefristete Stellen des wissenschaftlichen Personals werden an der Uni gestrichen und durch "Lehraufträge" ersetzt, die unterbezahlt sind. Die Universität spart an Stellen, die für die Bildung maßgeblich sind, und schafft aber im Gegenzug einen Haufen neuer Stellen im so genannten Qualitätsmanagement. Ich frage mich, ob man nicht eher in die eigentliche Bildung investieren sollte, als nur das Dezernat zu "füttern". = ungerechte Verteilung, keine Chance für junge Wissenschaftler, Sicht auf Bildung als kaufbares Produkt
Weil Bildung ein wertvolles Gut ist und diejenigen, die sie weitergeben, angemessen dafür entlohnt werden sollten.
Es ist einfach unfair, wenn Leute, die qualitativ hochwertige Arbeit leisten, die versuchen, andere für ihr Forschungsthema zu begeistern und auf die Erfahrungen angewiesen sind, so wenige Rechte zugesprochen bekommen. Vor 20 Jahren hätten sich die Schnösel, die heute die Situation schaffen, darüber aufgeregt, wenn so mit den Lehrbeauftragten umgegangen worden wäre - denn da waren sie selbst noch betroffen! Auch heute noch braucht die Gesellschaft die Nachwuchswissenschaftler aus ALLEN Bereichen - Naturwissenschaften, Humanwissenschaften,... UND Geisteswissenschaften. Man sollte nicht alles an den Drittgeldern festmachen. Die Fassade kann noch so schön sein - wenn die tragenden Säulen brechen, fällt alles.
Als Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam unterstütze ich die Petition, denn es kann nicht sein, dass eine Universität, die sich in ihrem Leitbild explizit für eine "Verbesserung der forschungsbasierten Lehre" ausspricht, versucht, dies in großem Umfang über prekäre Arbeitsverhältnisse umzusetzen, unter denen die Mehrheit der hochmotivierten und hochqualifizierten Lehrbeauftragten tätig ist!
Ich bin Studentin an der Universtität Potsdam und kenne die dort herrschenden Bedingungen. Viele Dozenten lernt man nur ein Semester kennen und dann gehen sie wieder. Auch die Anzahl der Teilnehmer in bestimmten Kursen ist unfassbar. Nicht nur dies, auch die nicht Zulassungen zu einigen Kursen, aufgrund mangelnder Dozenten ist nicht tragbar!
Ich habe selbst an der Universität Potsdam Lehramt studiert und dort für meinen jetzigen Beruf sehr viel gelernt. Die Ausbildungsbedingungen müssen optimal sein!
Ich habe größte Hochachtung vor dem Engagement der Initiatoren und registriere mit Bewunderung die innerhalb eines Jahres erreichte mediale Aufmerksamkeit – regional als auch landesweit – für das Thema der prekären Arbeitsverhältnisse im akademischen Bereich. Es ist zu wünschen, dass die Initiative insbesondere aus den Reihen der Betroffenen heraus Resonanz und Unterstützung erfährt, so dass sich die Empörung über die Umstände zu einer nachhaltigen Bewegung der Veränderung formen kann.
Wenn politisch die "Bildungsrepublik Deutschland" gewollt und "Exzellenzinitiativen" angestoßen werden, so sprechen die derzeit tatsächlich bestehenden Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen doch eine andere Sprache. Als Doktorandin finde ich die Prekarisierung der Lehrenden und Forschenden an den Universitäten sehr besorgniserregend. Wenn Wissenschaftskarriere und Familien zukünftig besser vereinbar sein sollen - wie in der Politik oft gefordert - dann besteht gerade auch im Umgang mit Lehrbeauftragten enormer Verbesserungsbedarf.
Da ich selber im Begriff bin einen akademischen Grad zu erlangen und ich möglicherweise künftig auch in der Lehre an der Universität tätig sein werde.
Momentan ist der wissenschaftliche Betrieb, aus ökonomischen und kabinettsimmanenten (K.TH.v.G.) Gründen, besonders gefordert und muss besser gefördert werden.
Promoviere selbst und würde dann ebenfalls in der Situation der unsicheren Beschäftigung von Semester zu Semester bei inadäquater Vergütung sein.
Ich studiere an der Uni Potsdam und habe bei 2 Honorarkräften Unterricht. Daher kenne ich die schlechten Bedingungen der Honorkräfte und möchte dagegen angehen.
Das Thema ist mir persönlich wichtig, weil ich mein Studium an der Universität Potsdam unter optimalen Bedingungen durchführen möchte.
Als Studentin habe ich oft erlebt, dass Studienbeauftragte ihre Seminare oft besser geleitet haben als mancher Professor und dafür sollten sie auch angemessen entlohnt und gerecht behandelt werden.
Da ich selbst Studierender bin und mich als Lehrer ausbilden lasse, ist eine Verbesserung der Lehrsituation für mich essentiell.
Weil ich denke, dass jede gleiche Leistungen der Gerechtigkeit halber gleich bezahlt werden müssen und ich hoffe bei guten und jungen Dozenten lernen zu können, die umso zufriedener sind, wenn sie genug Geld zum Leben haben.
Weil ich selbst oft genug als nicht- oder unterbezahlte Lehrbeauftragte unterrichtet habe (allerdings an der FU Berlin, wo meines Wissens sogar ein weit größerer Anteil der Lehre auf diesem Wege bestritten wird) Nicht vergessen werden sollten dabei die PD's, die zu Lehre in regelmäßigen Abständen verpflichtet sind, was die Universitäten ausnutzen und nur in den seltensten Fällen vergüten
weil es gerecht ist, dass die Arbeit an einer Universität und gerade die in der Lehre vernünftig bezahlt wird.
Ich bin selbst Studentin und überzeugt, das eine bessere Behandlung der Dozierenden auch meiner Lehre zu Gute käme.
Es geht hierbei um alle Lehranstalten in Brandenburg. Es muss unbedingt etwas getan werden, nicht nur in Bezug auf Potsdam.
Ich bin Mitarbeiterin eines Lehrstuhls. Zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden Lehrangebots sind wir auf die Unterstützung von Lehrbeauftragten angewiesen. Aufgrund der schlechten Bezahlung von Lehraufträgen ist es jedoch äußerst schwierig qualifzierte Personen hierfür zu gewinnen, sodass die Lehre insgesamt leidet.
Ich studiere selbst an der Uni Potsdam und hatte immer wieder DozentInnen, die dort ohne Bezahlung tätig- zum teil sogar auf Harz IV angewiesen waren. Ich erachte es als äußerst sinnvoll, dass jene, die Studierende lehren sollen selbst die Möglichkeit erhalten Projekte mit Studierenden zu entwickeln. Dies ist mit kurzfristigen Anstellungen und ohne die finanzielle Unterstützung durch die Universität und das Wissenschaftsministerium nicht möglich. Es kann nicht sein, dass Institutionen wie der Universitätschor oder Kunstkuse als unbedeutend erachtet werden und von der Universität keine Gelder erhalten, um Projekte zu verwirklichen oder gar ganz abgeschafft werden. Universität soll fürs Leben bilden und nicht nur Effizienz lehren.
Der Arbeitsaufwand zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Seminars steht in keinem Verhältnis zur Vergütung. Meistens werden die Fahrkosten nicht erstattet, die dann noch vom Entgelt abgezogen werden müssten. Für Lehrbeauftragte, die keine andere Tätigkeit haben, ist der gegenwärtige Zustand untragbar. Aber auch profilierte Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis sind nur schwer für das gezahlte Taschengeld zu gewinnen.
Ich bin von diesen schlechten Umständen auch betroffen (Nachwuchsgruppenleiter ohne Aussicht auf eine feste Stelle innerhalb Uni Potsdam)
Das Thema ist mir wichtig, weil ich in einigen Seminaren und Vorlesungen die permanente Unterfinanzierung negativ zu spüren bekommen habe.
Mir ist das Thema wichtig, weil die Länder und der Bund sich endlich darüber einig werden sollten, was sie mit dem Fördern von Bildung meinen und gleichzeitig soetwas wie Ausbeutung an der Unu fördern. Das nämlich geht nicht, denn es sieht wieder so aus, als bekämen dann nur reiche Studenten die Möglichkeit zu promovieren, weil nur sie nicht auf das "Taschengeld", das ihnen die Uni zahlt, angewiesen sind.
Ich unterschreibe da ich an der Uni arbeite und mit dem jetzigen System keine funktionierende Zukunft für die Bildung mehr sehe!
entsprechend der Qualifikation müssen Aufwand und Engagement entlohnt werden, um die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern und eine qualitative Ausbildung der Studenten zu garantieren
Viel Glück & danke fürs Engagement! Speziell mit 27 Mio weniger im Säckl wirds jetzt noch enger - auch für die FHP! :(
Es kann nicht sein, dass es der Universität an Lehrbeauftragten fehlt, weil zu wenig Geld für deren Bezahlung da ist und die Bezahlung deshalb sehr dürftig ausfällt.
Es kann und darf nicht sein, dass sich der Großteil unserer Akademiker am Existenzminimum bewegt und deren Arbeit nicht im Ansatz gewürdigt wird.
Wir brauchen gute Bildung und dass soll auch so entlohnt werden, dass es funktionieren kann ohne dass die Lehrkräfte Zauberer oder Millionäre sind!
Universität hat was mit Universalität zu tun. Als Student soll man die Möglichkeit haben aus einem breiten Spektrum an Fächern wählen zu können und dabei sollte der wirtschaftliche Nutzen und Wettbewerb nicht die wichtigste Rolle spielen. Deswegen empfinde ich es generell als eine prekäre Entwicklung, Bildung überhaupt nach Kriterien wie "förderungs- und nicht förderunsgwürdig" einzustufen.
Als Studentin der Uni Potsdam bin ich froh, mit meiner Unterschrift endlich mal aktiv etwas für die aktuelle Lehr- und LERNsituation machen zu können. Die diversen Aktionen zum Bildungsstreik der letzten Monate konnten leider nur wenig bewegen. Umso erfreulicher, dass junge Dozenten - und wie ich finde, durchaus "Mitglieder" dieser Universität - aufstehen und den Mund aufmachen!
Bildungspolitik ist für mich seit 40 Jahren parteipolitischer Spielball. Abhängig von Finanzen. (Im Alter von 10 Jahren bekam ich aufgrund von Lehrermangel an einem Gymnasium in NRW keinen Deutsch- und keinen Mathematikunterricht.) eine kinder haben jetzt unter unausgegorenen Politik im Studium zu leiden. Es wird immer nur reagiert; nicht agiert! Der Wert "Bildung" spielt in unserer Gesellschaft keine Rolle.
Viele Lehrveranstaltungen mit interessanten, anderen Themen werden von Lehrbeauftragten gestaltet, welche meistens sehr motiviert und mit eigenem Wissensdurst nicht nur übliche Themen zum dritten Mal abkauen und sich nicht so lehrerInnenhaft allwissend verhaloten- ich hätte nie vermutet, wie schlecht dies bezahlt wird und wie sehr eine Uni, welche doch wissenschaftlichen Nachwuchs herausbildet, dieses dann behandelt!
Wenn uns Bildung so wichtig ist, wie können wir dann zulassen, dass gute Arbeit nicht gewürdigt wird?
Das Thema geht alle Studenten an, weil von den "Bedingungen" des Lehrpersonals schließlich die Qualität der Lehre abhängt....Daher meine Forderung: Weniger bauen, als mehr Personal einstellen und das dauerhaft und nicht nur um Kosten einzusparen für zwei Semester!
die jugend ist unsere zukunft und wer bei der bildung den rotstift ansetzt begeht einen schweren fehler. engagierte lehrkräfte müssen gefordert und gefördert werden dieses setzt auch eine gerechte bezahlung für die viele zeit der vorbereitung und die qualitativ hohe vermittlung des wissens voraus - aber wie heißt es bei der pressesprecherin - wer sagt schon , dass das leben gerecht ist - ist das nicht traurig und desillusionierend
Weil wir alle im selben Boot sitzen, ist es nötig, etwas zu tun. Lernen ist nur möglich und erfolgreich, wenn seitens der Lernenden und seitens der Lehrenden akzeptable Bedingungen herrschen.
Die Universitäten werden personel ausgezehrt - bei zunehmender Aufstockung der Studienplätze einerseits und anwachsender Arbeitsfülle im Bereich der Studienorganisation und -verwaltung. Das Bild wird nach außen geschönt durch Zwischenlösungen, die weder ein strategisch angelegtes noch inhaltlich durchdachtes Programm für einen zukunftsträchtigen, belastbaren Ausbau der Universitäten ermöglichen. Lehraufträge, die kaum vergütet werden, gehören dazu.
Ich kenne einige Lehrbeauftragte, und deren Situation ist sehr schlecht. Meine eigene LVA wurde beinahe gestrichen.
Ich kenne die Situation von einem Familienmitglied und war schockiert, wie es tatsächlich an den Uni´s aussieht, davon hört man leider in der Öffentlichkeit zu wenig. "Bildungsausverkauf?!" Gut, wenn man etwas dagegen tut...
Ich studiere an der Uni. Potsdam. Drei meiner Lehrveranstaltungen werden von Lehrbeauftragten geleitet, die einen gleichwertigen Unterricht machen, wie festangestellte Professoren oder Dozenten.
Lehrbeauftragte haben ein hohes Arbeitspensum, wenn sie gute Lehrveranstaltungen durchführen. Ihre Bezahlung entspricht dem in keiner Weise.
Ich denke, dass exzellente Lehre auch exzellent bezahlt werden muss. Jeder ist für mehr Investition in Bildung, aber niemand investiert. Gerade Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten zu Hungerlöhnen, wehren sich aber aus Pflichtbewusstsein bzw. mangelnden Alternativen nicht.
Es ist wichtig, dass der Prekarisierung des Wissenschaftsbetriebes im Mittelbau endlich ein Riegel vorgeschoben wird und geleistete geistige Arbeit auch hier entsprechend belohnt wird
Der Anlass für mich war die Nachricht, dass der Vertrag einer Lehrbeauftragten, dank derer ich die Tücken der Linguistik (Linguistics II) gemeistert habe, nicht verlängert wurde. Es geht das Gerücht, ihre Stelle solle demnächst durch Studenten höherer Fachsemester besetzt werden. Qualitätssicherung sieht anders aus, von Verbesserung ganz zu schweigen.
Bildung ist unser heutigen Gesellschaft eines der wichtigsten Güter überhaupt, deshalb müssen die Bedingungen in den Lehreinrichtungen in ganz Deutschland unbedingt verbessert werden, damit jeder, der sich für ein Studium entscheidet auch die Lernbedingungen vorfindet, die er verdient hat!
Ich will es nicht hinnehmen, dass die Kostensenkungsschraube ausgerechnet in einem so sensiblen Gebiet wie der Weitervermittlung von Wissen und Erkenntnissen immer weiter angezogen wird!!!
Es ist wichtig und gerecht, wenn Menschen für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, Punkt. Da gibt es nichts zu diskutieren!
leistung soll gerecht bezahlt werden und ansporn sein für eine hohe qualität der kenntnisvermittlung. unser bildungssystem verliert immer mehr an niveau, weil an der falschen stelle gespart wird.
Die Lehre ist ein wichtiger Job, der dafür sorgen soll, dass die zukünftigen Wissenschafter gut ausgebildet sind. Das erfordert Aufwand und der soll auch entsprechend entlohnt werden. Eine Schande, dass in diesem System hochqualifizierte Leute einfach so ausgebeutet werden! Und das an einer öffentlichen Institution in Deutschland!
Die Vergütung von Lehrkäften hängt auch eng mit der Wettbewerbsfähigkeit der Brandenburger Hochschulen in Bezug auf Qualität zusammen.
Damit Mitarbeiter, Professoren und Studenten endlich zu dem kommen, was sie machen sollen - nämlich Forschen, Wissen vermitteln und Wissen aufsaugen - anstatt sich ständig von der Politik die Freiheiten im Leben nehmen zu lassen!
Ich bin Studierende und wünsche mir eine Lehre auf wissenschaftlichem Niveau. Das ist nur durch Fachpersonal möglich, welches anständig bezahlt werden muss. Es ist schon beinahe fahrlässiug nichts für unsere Bildungslandschaft zu tun. Besonders wenn man auf Niveau studieren und arbeiten möchte.
Es kann nicht sein, dass in unserer Gesellschaft Menschen für's Nichtstun Geld erhalten und andere, die sich engagieren und hochwertige Leistungen erbringen, mit "Peanuts" oder einem warmen Händedruck abgespeist werden.
En tant qu'enseignante, je trouve fondamental de rappeler que l'heure payée sur le terrain recouvre en fait un certain nombre d'heures réelles travaillées pour rendre pertinente dans le processus d'enseignement-apprentissage cette heure de terrain. Soit la planification du programme du semestre, la préparation du cours-même, la correction des devoirs écrits, des Klausur, sans parler des réunions et rendez-vous avec les collègues et les réponses individuelles par mail aux étudiants. Ca fait un peu trop d'amont et d'aval pour la paye à l'heure! Sans compter que nous sommes censés grâce à nos diplômes et expériences gagner un peu plus qu'un serveur de café...
Das Thema ist bedeutend, weil der universitäre Alltag bereichernd für alle Beteiligten sein soll und Produktivität verlangt.
Wenn ich davon leben müsste, wäre ich nicht mehr Lehrbeauftragter an der UP... Das geht momentan nur als "Hobby" und geht letztlich auf Kosten der Studierenden, da man sowohl bei der Betreuung von Studierenden als auch der hochschuldidaktischen Seminarkonzeption und dem inhaltlichen/materiellen/methodischen/zeitlichen Aufwand für ein Seminar Abstriche machen muss, wenn der Lebensunterhalt komplett anderweitig bestritten werden muss.

