Kein Nationalpark in Teutoburger Wald/Egge/Senne

Von: Ralph Gerdes aus Schlangen

An:   Landesregierung NRW in Ostwestfalen Keine Stellungnahme

Das Land Nordrhein Westfalen will einen Nationalpark in der Region Teutoburger Wald/Egge/ Senne schaffen.

Wir, die Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald-Kein Nationalpark in Teutoburgher Wald /Egge/Senne wenden uns gegen dieses Vorhaben und fordern die Landesregierung und den Kreis Lippe auf, sämtliche Planungen für die Ausweisung eines Nationalparks in der Region Teutoburger Wald/Egge/Senne einzustellen.

Begründung: Der Teutoburger Wald und das Eggegebirge werden seit Jahrhunderten forstwirtschaftlich genutzt. Der Teutoburger Wald und die Egge sind kein Urwald, sondern reiner Kulturwald. Dieser naturnah bewirtschaftete Kulturwald soll in 30 Jahren komplett umgebaut werden. Die Fichtenbestände (ca. 40 %) sollen entfernt und das kahlgeschlagene Gebiet mit Laubwald künstlich aufgeforstet werden. Die Forstwirtschaft wird eingestellt.

Zwei (25 % der Fläche) von drei Eigentümern, das Land NRW, eine Kommune und ein Privatbesitzer, weigern sich ihr Eigentum in den Nationalpark einzubringen. Trotzdem plant das Land mit den Flächen des Privateigentümers und der Kommune und will auch gegen deren ausdrücklichen Willen die Flächen in den Nationalpark einbeziehen.

Von drei Anrainerkreisen ist nur der Kreis Lippe für den Nationalpark. Grundlage dieses Einverständnisses ist ein Kreistagsbeschluß, der aber ein grundsätzliches Einvernehmen mit allen Betroffenen (also auch den Eigentümern) für die Ausweisung verlangt.

Mehrere Anrainerkommunen haben sich schon per Ratsbeschluß gegen einen Nationalpark ausgesprochen.

Die jährlichen Subventionen für den Nationalparks betragen ca. 10 Millionen Euro. Positive regionalökonomische Effekte konnten trotz eines Wirtschaftsgutachten nicht ermittelt werden.

Innerhalb der Nationalparkkulisse sollen mehrere Grünbrücken über stark befahrene Bundes- und Landstraßen, die auch nach einem Gutachten des Landes NRW den Nationalpark zerschneiden, gebaut werden. Die Kosten hierfür liegen noch einmal bei 12 - 15 Millionen Euro.

Wertberichtigungen in Bezug auf die Nationalparkflächen (die nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden dürfen) betragen ca. 150 Millionen Euro.

Naturschutzfachlich ist die geplante Kulisse schon umfangreich geschützt.

Wer schon auf anderen Unterschriftenlisten gegen die Ausweisung eines Nationalparks in unserer Region unterschrieben, bitte diese Petition nicht mehr unterzeichnen.

Im Namen aller Unterzeichner.

Schlangen, 08.01.2012 (aktiv bis 07.07.2012)

>>> Frage an den Initiator der Petition Ralph Gerdes

Petitions-Blog

Liebe Unterstützer, Heuwinkel will nun eine Bürgerbefragung durchführen. Diese Befragung wird aber nichts daran ändern, dass der Nationalpark von Remmel und Heuwinkel durchgedrückt wird. Ziel ist es jedoch, unsere Unterschriftenaktion zu torpedieren. mehr...

>>> Zum Petitions-Blog

Debatte zur Petition

PRO: "...Die geologische Entstehung des Teutoburger Waldes begann am Ende des Mesozoikums vor etwa 65–70 Millionen Jahren...." (Quelle: Wikipedia). UNSER mehr...

PRO: "...Welch eine Drecksseite - schämt euch! Wenn Ihr nur ein etwas Anstand hättet, würde hier auch den Befürwortern eine Chanse geben, gegen die Petition mehr...

CONTRA: Ein großer Teil des "Privatbesitzes" ist in den Händen der ehemaligen Monarchen. Dass diese in Deutschland bis heute noch nicht enteignet worden sind ist mehr...

CONTRA: die argumente der nationalpark gegner sind billig und sprechen von wenig fachwissen. wo bleibt die empörung bei geldverschwenung in anderen bereichen?

>>> Zur Debatte


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