representative Sebastian Kelm

Stadtrat in Bonn

    Opinion on the petition Bonner Ganztagsschulen erhalten - OGS-Förderung erhöhen

    CDU, last modified: 26 Nov 2014

      I agree / agree mostly.

    Reason:

    In den frühen 2000er Jahren wurde in Bonn das sehr erfolgreiche Modell der Offenen Ganztagsschule entwickelt und gegen den Widerstand der Bonner CDU zum Schuljahr 2003/2004 eingeführt. Der Erfolg zeigt, dass die OGS wichtig ist und von Eltern und Kindern benötigt und akzeptiert wird. Dieser Erfolg und die Akzeptanz führen allerdings auch dazu, dass immer noch zu wenige OGS-Plätze im Angebot sind, um den Bedarf zu decken. Deshalb muss unser Ziel für die kommenden Jahre sein, ein wohnortnahes und die Nachfrage deckendes Angebot an OGS-Plätzen zu schaffen. Die hierzu notwendige Quote dürfte bei rund 80 % der GrundschülerInnen liegen. Sie sehen, dass hier noch einiges an Arbeit vor uns liegt. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass es nicht nur um die Schaffung von Neu- und Anbauten gehen kann. Intelligente Lösungen im Bestand unserer Schulen sind gefragt, um den Bedarf decken zu können. Aus diesem Grund muss der Gedanke der OGS auch ganzheitlich gedacht und gelebt werden. Das bedeutet, dass die OGS und die Schule sich als Einheit sehen und begreifen. Hier muss die Verwaltung helfen und Eltern, Lehrer und Schüler bei diesem Prozess unterstützen. Im Ergebnis kann das bedeuten, dass Klassenräume so ausgestattet werden, dass eine konfliktfreie Nutzung durch die OGS am Nachmittag ermöglicht wird. Durch abschließbare Schränke (für z. B. Unterrichtsmittel der Klassen) und über verbindliche Verhaltensregeln an die sich alle NutzerInnen halten müssen, wäre zum Beispiel das Problem der räumlichen Engpässe zum Teil lösbar. Nicht unbedingt an jedem Schulstandort, aber sicherlich an einigen. Durch eine kluge Bewirtschaftung der Mittel kann dann an Standorten, an denen eine Ausweitung des Angebotes nur über bauliche Maßnahmen realisiert werden kann mit entsprechenden Baumaßnahmen mehr Platz geschaffen werden. Wie das zu schaffen ist, werden wir mit allen Betroffenen beraten und dann gemeinsam Lösungen entwickeln. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Einhaltung der derzeitigen Qualität und den Umfang der angebotenen Leistung. Auch wenn die Finanzlage der Stadt Bonn angespannt ist: Eine allgemeine Erhöhung der OGS-Beiträge wollen wir nicht; ebenso wollen wir keine Kürzung der finanziellen Unterstützung durch die Stadt. Denn für uns ist sozial, wenn in Bonn mehr Geld in Bildung investiert wird, um kein Kind zurückzulassen und um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Gleichwohl befürworten wir eine Bestandsaufnahme der Verwaltung und der Träger, an welchen Standorten welche Mehr- und Minderaufwendungen möglich und notwendig sind, um die bestehende Qualität für die Betreuung jedes einzelnen Kindes zu erhalten und – wenn nötig - zu optimieren.

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