Weihnachten 2015 an der Schlei

04.05.2016 11:47 Uhr

Weihnachten 2015 verbrachte die Familie noch fröhlich mit den Flüchtlingspaten zusammen. Die Abschiebung drohte zwar bereits, wurde aber verdrängt. Nun könnte es jeden Tag soweit sein, dass die Familie ausreisen muss. Wo werden sie Weihnachten 2016 verbringen? Werden sie noch ein Dach über dem Kopf haben?

Wie viele Roma-Familien in Mazedonien leben, zeigt dieser Film:
www.spiegel.de/video/roma-elend-in-mazedonien-video-1256311.html

Weihnachten 2015 an der Schlei

04.05.2016 11:46 Uhr

Weihnachten 2015 verbrachte die Familie noch fröhlich mit den Flüchtlingspaten zusammen. Die Abschiebung drohte zwar bereits, wurde aber verdrängt. Nun könnte es jeden Tag soweit sein, dass die Familie ausreisen muss. Wo werden sie Weihnachten 2016 verbringen? Werden sie noch ein Dach über dem Kopf haben?

Wie viele Roma-Familien in Mazedonien leben, zeigt dieser Film:
www.spiegel.de/video/roma-elend-in-mazedonien-video-1256311.html

Sermina Baftijar ist Preisträgerin geworden!

01.05.2016 13:39 Uhr

Wie viele andere Kinder hat Sermina Baftijar hat am Wettbewerb der Kappelner Lions teilgenommen. Ihr wunderschönes Bild ist eine Liebeserklärung an ihre neue Heimatstadt, von der sie selbst sagt:
„Kappeln ist eine kleine, aber ganz coole Stadt“

Bitte unterstützt Sermina und ihre Familie mit Eurer Unterschrift!

Hier der Bericht des Schleiboten:
www.shz.de/lokales/schleibote/den-siegern-einen-teppich-ausgerollt-id13342051.html

Änderungen an der Petition

29.04.2016 00:12 Uhr

Wir haben den Text teils präzisiert, teils ergänzt, um die Hintergründe für die Unterstützerinnen und Unterstützer noch transparenter zu machen.


Neuer Titel: Verhindert die Abschiebung der siebenköpfigen traumatisierten Familie Baftijar aus Kappeln verhindern.
Kappeln!


Neuer Petitionstext: Dieser gut liebenswerten und beispiellos integrierten und tollen Familie Baftijar droht die Abschiebung nach Mazedonien !
Es läuft mittlerweile, seit
Mazedonien, in das Land, in dem 19.04.16, Eltern und Kinder eine wahre Hölle erlebt haben.
Eine
Klage des Anwalts der Familie gegen diese Ausreiseverpflichtung/Abschiebung, die diesen Bescheid hat noch für eine gewisse Zeit ( ca. 4 wenige Wochen ... ? ) eine aufschiebende Wirkung hat.
Wenn
Wirkung. Sollte diese Klage dann alsbald beim Verwaltungsgericht in Schleswig negativ entschieden worden ist, werden, wird es zu spät sein sein, noch etwas irgendetwas zu tun und die Familie muss dann ausreisen bzw. wird dann abgeschoben!
Deshalb muss
abgeschoben.
Da sich abzeichnet, dass das Herkunftsland Mazedonien per se
in diesem Deutschland als sicheres Herkunftsland akzeptiert wird, haben wir große Sorge, dass die Fluchthintergründe der Roma-Familie gar nicht mehr so genau geprüft werden.
Die Anrufung der schleswig-holsteinischen Härtefallkommission wird der Familie aus formalen Gründen verwehrt. Daher ist für uns, die Flüchtlingshilfe in Kappeln
und jetzigem Zeitraum zügig alles Mögliche getan werden...!
viele Unterstützerinnen und Unterstützer vor Ort, diese Petition wohl die letzte Möglichkeit, die Familie zu retten.
Wir fordern Innenminister Studt auf, den Fall dieser Familie sorgfältig und im Sinne unseres Grundgesetzes zu prüfen und sie vor der drohenden Verfolgung zu schützen!


Neue Begründung: Der Vater, Sali Baftijar, ist Roma.
Er ist gelernter Informationstechniker und hatte eine gute Anstellung bei einer Software-Firma in Skopje.
Seine Ehefrau, Sermina Baftijar, führte eben dort einen gutgehenden Lebensmittelladen.
Es handelt sich demnach nicht also keineswegs um sog. Wirtschaftsflüchtlinge.
Die Familie ist christlichen Glaubens.
In der mazedonischen Stadt Skopje ist der Familie dann Schreckliches widerfahren:
widerfahren: Die albanische Mafia hat die Eltern 2013 mit Schutzgeld erpresst.
Der Laden und die Wohnung wurden verwüstet, die Mutter wurde einige Tage entführt, und die gesamte Familie wurde körperlich und psychisch misshandelt.
Die Mutter wurde während ihrer Geiselnahme vergewaltigt und unter Drogen gesetzt. Sie wurde von den Vergewaltigern schwanger und hat die Schwangerschaft abgebrochen.
Sie reisten am 04.10. 2013 nach Deutschland ein.
Seither
Die gesamte Familie ist von diesen schrecklichen Erlebnissen traumatisiert. Besonders schwer leidet Tochter Kiama bis heute unter einer der posttraumatischen Belastungsstörung.
Familie Baftijar floh aus Mazedonien und kam im Oktober 2013 in Deutschland an. Hier in Kappeln haben sie sich sofort toll integriert. Die ganze Familie ist im Sportverein aktiv.
Deutsche Freunde, Nachbarn, Schulkameraden, Lehrer, Flüchtlingspaten etc. legen Zeugnis dafür ab, wie herzlich und hilfsbereit die Baftijars sind und wie schnell sie deutsch gelernt haben.
Das Grundgesetz definiert ein sicheres Herkunftsland u.a. danach, "daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet." Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl und Amnesty International belegen unzählige Fälle, die zeigen, dass Mazedonien eben KEIN sicheres Herkunftsland ist - insbesondere nicht für die Bevölkerungsgruppe der Roma. Einer dieser Fälle stellt sich mit der Familie Baftijar dar.
Jeder Mensch, dem nach den Kriterien unseres Grundgesetzes Schutz in Deutschland zuteil werden soll, sollte auch die Chance auf eine sorgfältige Prüfung - ungeachtet des Herkunftslandes - erhalten.
Wir bitten Innenminister Studt, sich selbst ein differenziertes Bild zu machen von den Fluchthintergründen der Familie und ihnen den Schutz im Sinne unseres Asylrechtes zu gewähren!