• Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    at 19 Dec 2019 02:37

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 3 vom 29. November 2019

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft
    (Landtag) keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 19/352

    Gegenstand:
    Abwahl eines Hauptfaches in der gymnasialen Oberstufe

    Begründung:
    Der Petent setzt sich für die Abwahlmöglichkeit eines der drei Hauptfächer in der gymnasialen
    Oberstufe ein. Als Argumente führt er eine daraus resultierende Angstfreiheit bei den Schülerinnen
    und Schülern und den Entfall einer Pflicht zur Auseinandersetzung mit einem Fach, welches für die
    Zukunft nicht benötigt wird, an.

    Die Petition wird von 18 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatorin für
    Kinder und Bildung eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen
    der öffentlichen Beratung mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das
    Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Bei den vom Petenten genannten drei Hauptfächern handelt es sich um die Unterrichtsfächer
    Mathematik, Deutsch und Englisch, für die seit 2012 Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz
    (KMK) der Länder für die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) vorliegen. Diese Bildungsstandards
    werden auch in Bremen in den rechtlichen Vorgaben für Gymnasiale Oberstufe abgebildet. Die
    Einhaltung der KMK-Vereinbarung stellt die Grundvoraussetzung für die gegenseitige Anerkennung
    des Abiturs durch die Bundesländer dar und ermöglicht ein Studium an allen deutschen Hochschulen
    und darüber hinaus an vielen Universitäten europäischer und außereuropäischer Länder.

    Der Ausschuss kann das Anliegen nicht unterstützen, da die Nichteinhaltung der KMK-Vereinbarung
    dazu führen würde, dass das Abitur bremischer Absolventinnen und Absolventen nicht in den
    übrigen Bundesländern anerkannt werden würde. Hierdurch würden diese einen erheblichen
    Nachteil gegenüber Absolventinnen und Absolventen aus den anderen Bundesländern erfahren.

    Begründung (PDF)

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