Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Jeder kennt das Problem: man kauft "riesige" Verpackungen von Nüssen, Waschmitteln, Keksen und vielen weiteren Produkten und hat dann unter Umständen Transportschwierigkeiten. Zu Hause angekommen werden die Produkte geöffnet und meist sind sie nur zur Hälfte gefüllt. Die meisten Menschen haben sich schon daran gewöhnt, doch das ist nicht normal! Wenn sich dann doch mal jemand beschwert, reden sich die Konzerne meist mit einer lapidaren "Produktionsbedingt kann die Füllmenge nicht erhöht werden" Ausrede raus. Nicht nur das die Kunden visuell über die Füllmenge getäuscht werden (und da reden sich die Konzerne ja gerne raus mit "man könne doch tasten oder auf die Füllmengenangabe schauen"), sondern auch die Umwelt extrem unter dieser Mogel-Routine leidet. Es wird teilweise doppelt so viel Verpackung genutzt, wie eigentlich nötig wäre und zudem sind die Transportkosten und der Benzinverbrauch höher weil weniger Produkte mit einer Fahrt transportiert werden können. Man stelle sich mal vor, wenn wir Deutschlandweit knapp 40-50% weniger Verpackungsmüll produzieren würden, was das für ein riesen Schritt in die richtige Richtung wäre.
Und warum können wir zur Zeit nichts dagegen tun? Weil die Regierung schläft und keine strengeren und deutlicheren Gesetze erlässt.
Sehr Informativ zur gegebenen Problematik ist die Seite der Verbraucherzentrale Hamburg: http://www.vzhh.de/ernaehrung/119733/mogelpackungen-jede-menge-luft-nach-oben.aspx
so wird hier auch der Grund erklärt warum es möglich ist das wir so stark betrogen werden:
"Von den Eichämtern toleriert wird im Regelfall ein Luftanteil von höchstens 30 Prozent. Doch richtig konkrete und verbindliche Vorgaben, wie viel Luft in Packungen tatsächlich zulässig ist, sucht man in der sogenannten Fertigpackungsverordnung vergebens. Zahlreiche Ausnahmeregelungen lassen viel Spielraum für Interpretationen und Tricksereien.
Der 30-Prozent-Wert ergibt sich übrigens aus einer fast 40 Jahre alten Verwaltungsrichtlinie, die nach unserer Auffassung nicht mehr zeitgemäß ist.
Wir fordern: Es muss konkrete gesetzliche Regelungen geben, die Anbietern vorschreiben, dass Packungen vollständig zu füllen sind und nur bei technisch begründeten Ausnahmen im Einzelfall davon abgewichen werden darf. Denn: Nach aktuellen Angaben der Deutschen Umwelthilfe verursachen die Deutschen europaweit den meisten Verpackungsmüll, und Luftpackungen sind ein Teil dieses Problems. Sie belasten die Umwelt, weil Ressourcen verschwendet werden, und die überdimensionierten Behältnisse den Transport ineffizienter machen."
Damit bringt es die Verbraucherzentrale schon ziemlich auf den Punkt, warum können Mehl und einige wenige andere Produkte bis zum Rand gefüllt werden, aber bei anderen Schüttgütern oder sogar Flüssigkeiten oder cremigen Produkten soll das nicht gehen?
Begründung
hier kann man sich mit Röntgenbildern von der Schummelei bei vielen verschiedenen üblichen Produkten überzeugen: http://www.vzhh.de/ernaehrung/491896/vzhhluftpackungenr%C3%B6ntgenbilderdez2016.aspx
Helft alle mit diesem Treiben ein Ende zu setzen! Man hat heutzutage nur noch die Wahl zwischen ein paar Übeln, leider gibt es keine Politiker mehr die wirklich noch für die wichtigen und richtigen Sachen eintreten. Doch das muss nicht ganz Deutschland weiterhin im Würgegriff halten, denn WIR sind die Bürger und WIR können die entscheidenen Sachen notfalls mit Petitionen auf die Zielgerade schicken! Wenn die Politik nicht begreift das flächendeckendes WLAN und schärfere Gesetze gegen Verbrecher oder der Verbraucherschutz DIE Themen der Gegenwart sind, haben sie den Zug nicht gehört und wir müssen ihnen das mal unter die Nase halten.
Wir als Verbraucher sparen zwar vielleicht im ersten Moment kein Geld da die Füllmengen zum gleichen Preis bestehen bleiben, aber wir sparen Platz in unseren Einkaufstüten und unseren Schränken und es wird bei weitem schwerer uns zu betrügen, denn das ist es was die Verpackungsindustrie macht und das muss ein Ende finden. Und wir helfen der Umwelt indem wir die rücksichtslose Industrie dazu zwingen weniger Verpackungsmaterial zu verschwenden, das spart denen ja eigentlich auch Unsummen, nur macht es keiner da sie dann gegenüber der Kokurrenz, die weiter schummelt, verlieren würden. Wenn sie jedoch per striktem Gesetz dazu verpflichtet sind, haben Verbraucher, Industrie und Umwelt alle gewonnen.