Petition richtet sich an:
Bundestag
Der Missbrauch bei der Leiharbeit soll gestoppt werden, d.h. daß trotz Regelungen, daß Mitarbeiter nach einer gewissen Zeitdauer fest übernommen werden müssen trotzdem noch Schlupflöcher bestehen. Zum einen kann die Frist durch Tarifverträge verlängert werden, zum anderen werden die Leiharbeiter einfach nicht lange genug beschäftigt, um in den Genuß des gesetzlichen Schutzes zu kommen.
Dieser Mißstand kann dadurch gelöst werden, daß bei einer Beschäftigung nicht der einzelne Beschäftigten betrachtet wird und wie lange dieser im Unternehmen als Leiharbeiter tätig ist, sondern stattdessen betrachtet wird, seit wie lange die Stelle im Unternehmen durch diesen oder einen vergleichbaren Leiharbeiter besetzt ist. Nach einer gewissen Dauerhaftigkeit, z.B. 6 Monate muß der Arbeitgeber dann verpflichtet werden, für diese Position jemanden fest einzustellen, im Besten Fall natürlich den Leiharbeiter, der dann sowieso schon eingearbeitet ist. Dabei muß verhindert werden, daß es dann an Kleinigkeiten scheitert und z.B. die Aufgabenbeschreibung vom Arbeitgeber einfach gewechselt wird oder dergleichen um diese Regelung zu unterlaufen.
Prinzipiell wäre dann also zu betrachten, wie viele Mitarbeiter in einem Betrieb in einer Abteilung über einen längerfristigen Zeitraum arbeiten. Wenn dieser Zeitraum eine gewisse Zeit andauert, ist dem Arbeitgeber zuzumuten, nicht mit der schwankenden Auftragslage zu argumentieren und zumindest teilweise die Leiharbeiter in Festangestellte zu ändern.
Falls ein Arbeitgeber sich dieser Regelung (Mindestquote Umwandlung, diese sollte auch nicht, genau wie die Zeitdauer der Betrachtung, wiederum durch sonstige Regelungen oder Tarifverträge in ihrem Sinn verfälscht (!) abgeändert werden dürfen) wiedersetzt, sollte dann im Gegenzug auch kein neuer Leiharbeiter diese Stelle dann in Zukunft besetzen dürfen.
Begründung
Trotz gesetzlicher Regelungen gibt es ausreichend Schlupflöcher, dies muß durch eine andere Heransgehemsweise unterbunden werden, eine einfache Korrektur oder Änderung von Parametern (Anzahl Monate oder Ähnliches) reicht nicht aus.
Der Wirtschaft in Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr, Mitarbeiter fest zu beschäftigen gehört zum Risiko des Unternehmers, der die Unwägbarkeiten der Auftragslage entsprechend klug einschätzen muß. Das Risiko auf die Leiharbeiter abzuwälzen und sich damit der gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer zu entziehen ist nicht im Sinne der sozialen Marktwirtschaft.