• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 83 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Bergbau - Einleitung einer Initiative zur Vermeidung von Folgeschäden/-kosten durch Presswasser-Chemikalien-Förderung bei Anwendung der Fracking-Methode

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, eine durch das Bundesministerium für Gesundheit geleitete, das Umweltbundesamt unterstützte und das Bundeswirtschaftsministerium begleitete Initiative zur Vermeidung von gesundheitlichen Folge- und Spätfolgeschäden und zukünftiger Folgekosten, die nach Presswasser-Chemikalien-Förderung bei Anwendung der Fracking-Methode an konventionellen und unkonventionellen Öl- und Erdgasvorkommen für große Bevölkerungsanteile entstehen können, präventiv einzuleiten.

Begründung:

Rund 2.500 Kommunen und Städte aus dem Bodenseeraum und den Bundesländern Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, sprachen sich bereits in Resolutionen gegen Fracking aus, bevor der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung im Dezember 2015 mit dem Umweltministerium in Niedersachsen, in dem 95 Prozent des deutschen Erdgases gefördert werden, eine Vereinbarung schloß. Fünf Betreiberunternehmen zahlen nun insgesamt fünf Millionen Euro in einen Fonds zur Kostendeckung für Untersuchungen, Analysen und Sanierungsmaßnahmen ein.200 Ärzte forderten zuvor Aufklärung für ihr Bundesland, nachdem 581 Verdachtsflächen, mit Bohr- oder Ölschlamm kontaminiert zu sein, ausgemacht waren. Drei von zehn im Ladkreis Harburg liegen im Wasserschutzgebiet, zwei enthalten Bohrschlamm, im Durchschnitt mit über 4.200 Milligramm Öl auf 1 Kg Boden belastet. In Rotenburg/Wümme, Kreisstadt gleichnamigem Landkreises, stieg die Anzahl der Neuerkrankungen an hämatologischen Krebsfällen (Blutkrebs und Erkrankungen der blutbildenden Organe) dem Epidemiologischen Krebsregister zufolge bereits zwischen 2003 und 2012 statistisch auffällig an. 55 erwarteten Fällen standen 72 tatsächlich beobachtete Erkrankungen entgegen. Von der Erhöhung um 31 Prozent sind vor allem Männer betroffen. In der Samtgemeinde Bothel liegen 20 Erdgasförderstätten im Umkreis des Ortes Hemslingen. Doppelt so viele Männer erkrankten an Blutkrebs. Scheeßel-Sothel hat zudem eine Ölschlammgrube, für die unter anderem deutlich erhöhte Gehalte von Schwermetallen und weiteren Schadstoffen nachgewiesen sind.Das mit Press-Wasser-Chemikalien-Mix, einschließlich krebserregender, hormonverändernder und stark wassergefährdender Toxine, wie Tetramethylammoniumchlorid, Petroleumdestillate, Octylphenol und Bioziden aus der Gruppe der Isothiazoline, verbundene Fracking-Verfahren wurde dort bis 2011 eingesetzt. Aktuell wird dort mit vornehmlich hohen Quecksilber- und Benzole-Anteilen im Boden verbunden, die hierbei freigestetzt werden können und wurden, konventionell gefördert. Gern würde die Industrie entlang der Rotenburger Rinne auch weiterhin die Fracking-Methode einsetzen. Anfragen von Behörden im Landkreis Verden und im Heidekreis ergaben laut EKN keine statistischen Auffälligkeiten In allen Kreisen seien in einigen Gemeinden aber mehr Neuerkrankungen beobachtet worden als erwartet (Sottrum 42:34, Kirchlinteln 28:25, Scheeßel 34:32, Visselhövede 28: 27). Die Anzahl von Erdbeben, mit Schäden an Immobilien zur Folge, stieg in den Kreisen Verden und Diepholz in entsprechenden Fördergebieten ebenfalls.Unternehmen fördern weiter, bis mehr verlässliche Studien vorliegen, die sie letztendlich selbst finanzieren. Die Immobilienwirtschaft treibt die Preise auch in belasteten Regionen hoch. Trotz des Vorhandenseins von Stoffen, deren Nennung und Vorkommen in anderen Zusammenhängen bereits als krebserregend und bedenklich eingestuft und auf dem Tabakmarkt zur abschreckenden Prävention dienen

05.04.2016 (aktiv bis 10.08.2016)


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