Region: Bayern
Gesundheit

CORONA: Sinnvolle PCR Testungen in Bayern - Einbindung der Hausärzte in die weiteren Planungen

Petition richtet sich an
Bayerischer Landtag
473 Unterstützende 364 in Bayern
2% von 24.000 für Quorum
  1. Gestartet 05.07.2020
  2. Sammlung noch 3 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
  1. Regelmäßige Treffen von BHÄV, BVKJ/Paednetz Bayern, KVB und Staatsregierung zur Strategieplanung und -umsetzung.
  2. Kontinuierliche Unterstützung bei der Beschaffung von sicherer PSA.
  3. Kein unbegründeter „Abstrich für jeden“, aber die Möglichkeit für epidemiologisch sinnvolle, regelmäßige PCR-Testungen in Praxen (Ärzt:innen/MFA), Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten und weitere Massentestungen.
  4. Wiedereröffnung, Weiterführen und ggf. notwendige Neueinrichtung von Teststationen (Abstrichstellen).
  5. Rasche Wiedereröffnung von Schwerpunkt-/Infektpraxen, insbedondere bei Wiederanstieg der Infektionen, um die Regelversorgung unserer Patienten zu ermöglichen und Krankenhausambulanzen zu entlasten.
  6. Adäquate Honorierung und deutlich einfachere(!) Bürokratie für die im ambulanten Bereich zu erbringenden Sonderleistungen im Rahmen der Corona-Pandemie (derzeit existieren fünf verschiedene Abrechnungsvorgaben für den gleichen PCR-Test).

Begründung

Durch den „Abstrich für jeden“ in Bayern (neues Bayerisches Testkonzept) werden erneut große Probleme für die Vertragsarztpraxen geschaffen. Wie bisher beginnt man erst im Nachhinein mit den Betroffenen über den neuen Plan und die offenen Fragen zum bayerischen Testkonzept zu sprechen.

Geradezu grotesk ist es, dass zum gleichen Zeitpunkt etablierte Abstrichstellen ohne Vorwarnung von der KV geschlossen wurden (z.B. „Theresienwiese“ in München oder „Messegelände“ Landshut). Auch die gerade erst eingerichteten Infekt-Praxen mussten ihre Arbeit einstellen.

Die Kombination aus gesteigerten Testungen bei fehlenden zentralen Teststellen trägt das Potential, möglichst bald die Vorräte der PSA (persönliche Schutzausrüstung) in den Praxen aufzubrauchen, weil diese nun zusätzlich für den „Wunsch-Abstrich“ der Bürger:innen Bayerns verwendet werden müssen. Abstriche ohne adäquate PSA sind jedoch nicht möglich, ohne den Untersucher:innen einer Infektionsgefährdung auszusetzen.

Bei einer eventuellen zweiten Welle im Herbst besteht die Gefahr, wieder „blank“ dazustehen (keine PSA). Dann müssen Praxen geschlossen werden oder Ärzte/Ärztinnen und ihre Mitarbeiter/-innen werden einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt. Angesichts der weltweit vielen schwer erkrankten und verstorbenen Ärztinnen/Ärzte, Krankenschwestern/Pfleger und Medizinischen Fachangestellten ist vollkommen klar, was bei unzureichender Schutzausrüstung droht.

Können die Praxen sich nicht schützen, dann wird auch der wirksame Schutz der chronisch kranken Patienten untergraben, die zu den vulnerabelsten Gruppen gehören. Die Hausarztpraxis/Praxis für Kinder- und Jugendheilkunde darf nicht zum Ort der Virusverbreitung werden, sonst droht ein Kollaps des Gesundheitssystems!

Der „Abstrich für jeden“ wird zu einem Zeitpunkt eingeführt, da selbst unter den geltenden RKI-Kriterien mehr als 99% aller Abstrichergebnisse negativ sind. Eine nicht durchdachte Ausweitung der Testungen führt nicht nur zum Verbrauch der PSA, sondern auch zu einer unsinnigen, massiven Ressourcenverschwendung. Bei größeren Neuinfektionszahlen, und damit steigender Angst der Bürger vor Ansteckung, besteht zudem die Gefahr, die Kapazitäten der Praxen und Labore wieder zu übersteigen.

Es darf keinesfalls erneut eine Situation wie im März entstehen, als man tage- bis wochenlang auf ein Abstrichergebnis warten musste. Wer aber getestet werden soll, muss durch klare medizinische oder epidemiologische Überlegungen festgelegt werden!

Hausärzt:innen/Kinder- und Jugendärzt:innen wissen, wie Basisversorgung gelingt. Die große Mehrheit an SARS-CoV2-Inzierten wurde erfolgreich ambulant betreut. Bevor erneut populistisch anmutende Maßnahmen verkündet werden, müssen diese Maßnahmen zuerst(!) gemeinsam mit den Betroffenen diskutiert und vernünftig geplant werden.

Wir fordern die Politik auf, endlich einen intensiven Kontakt zur hausärztlichen Basis, den Berufsverbänden von Hausärzten, sowie Kinder- und Jugendärzten sowie der KV zu suchen und deren reichlich vorhandene Expertise zu nutzen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Hannes Blankenfeld aus München
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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Unterstützer

    Dies ist der zweite offene Brief an die Politik.
    Unsere Wut und Verzweiflung wächst, teilen Sie den Brief so breit wie möglich.

    Im Namen der Petition und
    Herzlichen Dank für die Unterstützung
    Hannes Blankenfeld

  • Liebe Unterstützer der Petition -

    dies ist der zweite offene Brief an die Politik, die offensichtlich weiterhin die Expertise der hausärztlichen Basis ignoriert und weiter Teststrategien fährt, die durch uns nicht zu leisten und deren Nutzen zudem fraglich sind.

    Auch dieser Brief darf und soll so breit wie möglich gestreut werden.

    Herzlichen Dank für die Unterstützung.

    Im Namen der Petition - Hannes Blankenfeld

  • Liebe Mitzeichner,

    der öffentliche Brief an die Politik hat immerhin bewirkt, dass die Petition bereits angenommen wurde:

    Corona-Pandemie; Einwände gegen Bayerisches Testkonzept, Petition vom 05.07.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Blankenfeld,
    Ihre Petition, die uns über den Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, Herrn Bernhard Seidenath zugeleitet wurde haben wir erhalten. Sie wird bei uns unter dem Aktenzeichen GP.0334.18 geführt.
    Ihre Petition wird der Ausschuss für Gesundheit und Pflege auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen sowie einer Stellungnahme der Bayerischen Staatsregierung beraten und Beschluss fassen. Wir haben deshalb von der Staatsregierung eine Stellungnahme zum Sachverhalt angefordert. Die dafür notwendigen... weiter

Weil nicht das Testen an sich falsch ist, sonder das falsche Testen: Testen des Falschen zum Flaschen Zeitpunkt PRO epidemiologisch basierte Massentests CONTRA opportunistische Tests für Jeden.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 7 Tagen

    Eine sinnvolle Teststrategie ist wichtig, um 1. das Virus effektiv eindämmen zu können, 2. um wertvolle Ressourcen nicht zu verschwenden und 3. um das medizinische Fachpersonal nicht zu überstrapazieren.

  • vor 9 Tagen

    Bin selber Kinderärztin in eigener Praxis

  • am 04.08.2020

    Kinder- und Jugendärztin, München

  • am 03.08.2020

    selbst hausärztlich tätig

  • am 03.08.2020

    Weil wir mit diesen vorgaben an der versorgung unserer patienten, die ja auch noch andere erkrankungen haben gehindert werden.

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