Region: Peine
Habitation

Der Carl-von-Ossietzky-Platz in Peine darf nicht sterben!

Petitioner not public
Petition is directed to
Rat der Stadt Peine; Bürgermeister Klaus Saemann; erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey.
0 Supporters 0 in Peine
Petition process is finished
  1. Launched March 2020
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Finished

Wir, die „Interessen-Gemeinschaft um den Carl-von-Ossietzky-Platz Peine“, lehnen das Überbauen und Vernichten des städtischen Platzes mit dem „Baukörper 1“ aus geschichtlichen, soziokulturellen und Gründen der Lärmbelästigung von Anwohnern strikt ab.

Der Ossietzky-Platz darf nicht dem „Baukörper 1“ geopfert werden. Dieser Wohnblock kann stattdessen unweit davon an der Westausfahrt des Platzes errichtet werden.

Den Kauf des – von uns ermittelten und vom Eigentümer angebotenen – Ersatzgrundstücks für den geplanten „Baukörper 1“ im Norden vom Carl-von-Ossietzky-Platz hat der Investor, die GBI, bedauerlicherweise vereitelt. Daher droht jetzt weiterhin, der Ossietzky-Platz, das Herz der Südstadt, zu verschwinden. Wir aber wollen den Platz auch mit Hilfe dieser Petition unbedingt erhalten.

Reason

Das Bebauen des Carl-von-Ossietzky-Platzes in Peine mit dem „Baukörper 1“ über öffentlich gefördertem Wohnraum (Sozialwohnungen) führt hier nicht zu mehr Wohnungen, nicht zu besserer Qualität oder besseren Preisen und nicht zu mehr Wohn- und Lebensqualität für die künftigen Bewohner*innen oder die jetzigen Anlieger.

Stattdessen wird erschwert oder sogar vernichtet, was wir alle Heimat, ein Zuhause und liebenswertes Umfeld nennen. Der „Baukörper 1“ produziert große Enge und verhindert, was der Investor in der „Bauleitplanung der Stadt Peine“ als „Ziel und Zweck der Planung“ zu erreichen sucht:

Weil „eine zentrale Anlaufstelle im Quartier fehlt, soll das geplante Projektvorhaben daher zur Belebung des Standorts und zur gesteigerten Attraktivität des Carl-von-Ossietzky-Platzes beitragen.“

Die Attraktivität geht jedoch mit dem Bebauen des Ossietzky-Platzes völlig verloren.

Unsere Alternative lautet daher: Erhalt des Platzes und Begrünung mit einer Streuobst- und Wildblumenwiese oder mit einer Heide- und Wacholderwiese. Anstöße für Ähnliches im Privaten und Öffentlichen sind kommunal zu leisten, den ökologischen Aspekt hervorzuheben und den Menschen einen Freiraum zu ermöglichen.

Auch als Ort von Begegnung, Bewahren und Erinnern an den Pazifisten und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, der für seine freie journalistische Arbeit gegen den aufkeimenden Nationalsozialismus im KZ an den Folgen der Misshandlungen und nationalsozialistischer Willkür litt und starb.

Der als Mieter interessierte ambulante Pflegedienst mit einer Tagespflegeeinrichtung fände hier ein liebens- und erlebnisreiches Umfeld. Vorteilhaft für den Platz und die Peiner Südstadt!

Die Grünfläche hätte eine klima- und luftverbessernde Funktion durch Ausgleich der hohen sommerlichen Temperaturen und der geringen Luftfeuchtigkeit. Der ökologische Aspekt hätte zugleich einen großen pädagogischen Wert für das Erlernen der Lebensprozesse von Pflanzen und Tieren für Kinder der beiden nahe gelegenen Kindergärten und der Grundschule in der Südstadt.

Auch für weniger mobile Anwohner wie Senioren in einer älter werdenden Gesellschaft, die häufig wegen eingeschränkter Beweglichkeit auf die unmittelbare Wohnumgebung verwiesen sind, wirkt eine Grünfläche vor der Haustür der Isolation und Einsamkeit entgegen. Generationen kommen hier miteinander ins Gespräch und Nachbarschaftshilfe wird angeregt. Die Zufriedenheit mit Wohnung und Umfeld prägt die Bindung an Stadtteil und Stadt. Ein kleiner Stadtteilpark: durch Eigeninitiative entstehend und die Kommune entlastend. Er schafft den jederzeitigen Zugang von Bevölkerungsgruppen – wichtig bei hoher Bebauungsdichte, wo es kaum eigene Gärten gibt. Und er verbindet die Grünanlage mit dem Grün vom Hohen Weg.

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