• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 62 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Eisenbahnwesen - Bevorzugung des Eisenbahn- und Fahrradverkehrs gegenüber dem von Verbrennungsmotoren angetriebenen Verkehr

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Verkehrswende jetzt!Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Eisenbahn- und Fahrradverkehr gegenüber dem von Verbrennungsmotoren angetriebenen Verkehr zu bevorzugen.Hierzu gehört- stärkere Priorisierung des Ausbaus und der Reparatur des Gleisnetzes im Eisenbahnverkehr,- Trennung von Güterverkehr, Regionalverkehr und Hochgeschwindigkeitsverkehr auf unterschiedlichen Gleisen,- Rückstufung von Autobahnen zu Bundesstraßen,- Finanzierung von Fahrradbahnen durch Bundesmittel,

Begründung:

Die Bundesrepublik Deutschland ist im Verkehrssektor nicht nur im internationalen Vergleich umweltpolitisch zurückgefallen, sondern auch in Bezug auf die eigenen behaupteten Ziele. Als Nichtbesitzer eines Automobils und überzeugter Nutzer des Angebotes der westeuropäischen Eisenbahnen fällt mir immer wieder auf, wie wenig die Eisenbahninfrastruktur den Bedürfnissen eines modernen Industrie- und Dienstleistungsstandortes genügt, während das Bundesautobahnnetz in zahlreiche Seitenzweige aufgedröselt ist, die unnötig sind und die Städte unter einen unglaublichen Lärm- und Abgaspegel setzen. Beispiele hierfür sind die Stadtautobahnen, die Saarbrücken und Berlin zerschneiden.Der Umfang der auf Schienen transportierten Gütern ist in den vergangenen 20 Jahren stetig gesunken, während die Autobahnen vor Lkws überquellen, da das gesamte Gütertransportvolumen insgesamt angestiegen ist.Der Bahnknotenpunkt Köln ist nicht mehr leistungsfähig. Ständig fallen Züge aus oder kommen verspätet, sodass die Bahn nicht mehr gewährleisten kann, Nutzer sicher von A nach B zu transportieren.Das Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetz zum Transport von Menschen zwischen Großstädten weist Lücken auf, die im internationalen Vergleich peinlich sind. So ist zwar das Dreieck Erfurt-Halle-Leipzig inzwischen zum Glück versorgt, jedoch findet zwischen Frankfurt und Fulda, Fulda und Erfurt sowie zwischen Frankfurt und Mannheim bis heute kein Hochgeschwindigkeitsverkehr statt. ICE, die über Bummelzugstrecken fahren, sind ökonomisch unsinnig. Ein Ausbau der beiden genannten Strecken könnte eine Verbindung zwischen Berlin und Paris schaffen, die in sechs Stunden beide Städte miteinander verbindet. Auch ist die Einrichtung weiterer Fernverkehrsstrecken (IC), zum Beispiel zwischen Saarbrücken und Köln, notwendig.Der neu zugelassene Omnibusverkehr kann die Leistungen der Bahn nicht ersetzen, zumal die Autobahnen aufgrund der fehlenden Angebote auf der Schiene dauerhaft überlastet sind. Die Bundesregierung wird gebeten, sich im Dialog mit den internationalen Eisenbahnverkehrspartnern auf die Einrichtung eines europaweiten Nachthochgeschwindigkeitsverkehrs zu verständigen, in dem neuartige HGV-Züge mit Schlaf- und Liegeabteilen zum Einsatz kommen und die eine attraktive Alternative gegenüber der Kombination Flugzeug/Hotel darstellen. Da es in Frankreich und Spanien (anders als hierzulande) eine funktionierende HGV-Infrastruktur gibt, sollte eine solche Innovation realisierfähig sein.Die Rückstufung viel befahrener Stadt- und Zubringerautobahnen zu Bundesstraßen würde, gepaart mit einer attraktiven Preisgestaltung und dem Ausbau regionaler ÖPNV-Systeme, den Straßenverkehr massiv reduzieren. Nicht zuletzt ist der Ausbau von Fahrradbahnen zum schnellen Ein- und Auspendeln in die Städte ein wichtiges Element der Verkehrswende. Der Bund wird aufgefordert, den betroffenen Ländern und Kommunen finanzielle Zusatzmittel zur Verfügung zu stellen, um diese Projekte umsetzen zu können.

05.07.2016 (aktiv bis 11.08.2016)


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