Petition richtet sich an:
Bundesministerium für Gesundheit
- Entprivatsierung der Krankenhäuser mit Eingliederung der diversen Tochtergesellschaften (Wäsche, Reinigung, Patiententransport usw) in die Krankenhauslandschaft
- Krankenhäuser müssen staatliche Einrichtungen seinen mit Ziel der optimalen medizinischen Versorgung der Patienten
- Korrektur der fehlenden personellen Besetzung beim Pflegepersonal sowie bei der Ärzteschaft
- ordentliche und angemessene Bezahlung nach TVöD (Sondervertrag für Gesundheitswesen)
- Korrekturen / Anpassungen beim Medizinstudium (kein Numerus Clausus, anderes Bewerberauswahlverfahren)
- Schaffung von besseren Anreizen um die Medizinstudenten in den jeweiligen Krankenhäusern zu halten bzw die Stellen auf dem Land zu verbessern
Begründung
Unsere Krankenhäuser in Deutschland werden zusehens immer mehr privatisiert und in eine GmbH oder anderen Gesellschaftsformen fortgeführt. Leider steht damit der Hauptziel eines Krankenhauses nämlich die Genesung / Heilung der Patienten nicht mehr im Vordergrund, sondern es geht um den Gewinn / Profit. Die Patienten werden medizinisch nicht notwendigen Operationen (die ab lukrativ sind) unterworfen und die Medizinischen Standards werden oftmals vernachlässigt oder nicht eingehalten.
In meinem familiären Umfeld musste ich leider bisher zwei mal die Erfahrung machen, dass keine optimale Versorgung in den Krankenhäusern mehr erfolgt. Es wurden medizinische Fachstandards verletzt (es liegt ein Gutachten des MDK vor) und bei dem anderen Fall wurde ein älterer Patient mit einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus ins Heim entlassen.
Weiterhin sind unsere Krankenhäuser meistens GmbH-Gesellschaften mit mehreren Tochterunternehmen zur Auslagerung von anderen Aufgaben (Hausmeister, Reinigung, Verpflegung, Patiententransport) in sogenannte Servicegesellschaften. Die Angestellten verdienen hier weniger Geld weil es sich um private Unternehmen handelt und dadurch keine Tarifbindung besteht. Darunter leidet die Hygiene (Reinigung) in Krankenhäusern. Das Schimmste an der GmbH ist, dass im Aufsichtsrat Personen aus öffentlichen Ämtern oder Gremienvertreter der Kommunalpolitik sitzen. Wenn möglich sind die Gebietskörperschaften noch an dieser GmbH beteiligt.
Ein Krankenhaus gehört in staatliche Hände ohne Gewinndruck, sondern wo wieder der Patient, seine bestmöglichste Versorgung sowie die notwendigen Maßnahmen (Untersuchungen und Operationen) im Vordergrund stehen und nicht, womit am meisten Geld an dem Patient verdient werden kann.
Unseren Ärzten, dem Pflegepersonal und anderem anderen Personal gebührt eine ordentliche und angemessene Bezahlung, denn sie sind jeder auf die eigene Art ein Zahn des großen Zahnrades "Krankenhaus" und sobald ein Zahn nicht funktioniert oder hakt, hat dies Auswirkungen auf das gesamte Zahnrad und schlussendlich den Patienten.