Wir fordern von der Politik ein Energiekonzept, das nicht nur die Wünsche der Übertragungsnetzbetreiber und Großkonzerne berücksichtigt, sondern den Bürger demokratisch miteinbezieht:

"Ich spreche mich gegen den Bau der HGÜ-Trassen lt. aktuellem Netzentwicklungsplan (NEP) 2025 aus, da trotz knapp 40000 eingegangener Stellungnahmen zum NEP 2024-2 keine alternative Variante ohne Trassenneubau in den aktuellen NEP aufgenommen wurde. Zudem verstößt das Vorhaben durch das verabschiedete Netzausbaubeschleunigungsgesetz gegen die demokratischen Grundrechte aller BürgerInnen auf frühzeitige Klagemöglichkeiten (gemäß der Aarhus-Konvention). Ich fordere den sofortigen Planungsstop der HGÜ-Trassen, Schaffung von neuen Rahmenbedingungen, die Aufnahme von Alternativen in den NEP und deren ergebnisoffene Untersuchung unter Berücksichtigung der Vorschläge von Umweltorganisationen, Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen."

Reden

Echte Energiewende braucht Veränderungen! Bisher setzte man auf Gas, Kohle und Atom-doch diese fossilen Energieträger sind endlich und richten sich gegen die Klimaziele Deutschlands. Atomendlager, Klimaerwärmung, CO2-Bilanz und Luftverschmutzung sind nur ein paar Stichworte. Energiewende dagegen bedeutet einen Umbau unseres Energiesystems. Die erneuerbaren Energien müssen dringend weiter ausgebaut werden. Stromspitzen/-überschüsse müssen gespeichert werden, um rund um die Uhr Versorgungssicherheit für Alle gewährleisten zu können. Weitere wichtige Ziele sind die Elektromobilität, der Wärmesektor und das Stromsparen. Der Bau von HGÜ-Trassen bringt nur eine räumliche Verschiebung des Stroms, aber keine Zeitliche. Er fördert zentrale Strukturen, wie den Ausbau des europäischen Strombinnenmarktes und behindert dadurch dezentrale Strukturen. Dezentralität ist aber enorm wichtig, denn Strom, der vor Ort erzeugt und verbraucht wird, muß nicht über lange Wege transportiert werden und entlastet somit die Netze. Damit Strom auch für alle bezahlbar bleibt, muß gut überlegt werden in welche langfristigen und zukunftsfähigen Technologien investiert wird. Es gibt Alternativen zu ungeliebten Gleichstromtrassen, die auch langfristig für Arbeitsplätze, Innovationen und Wertschöpfung vor Ort sorgen.

Zeig den Verantwortlichen, daß wir stolz sind auf das, was wir bisher erreicht haben und daß wir unser Recht auf demokratische Mitbestimmung einfordern. Wir Bürger wollen die Energiewende und wir machen die Energiewende! Mach mit!

Unterstützer-gemeinsam sind wir stark: *Bürgerinitiative Leinburg gegen Gleichstromtrassen *BI Schuttertal gegen die Strommonstertrassen *Naturstrom *BI Heilsbronn Gegenstromtrasse *www.stromautobahn.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anita Dieminger, Bürgerinitiative uit Ellgau
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  • Mitte Januar wurde meine eingereichte Petition abgelehnt-die Begründung: zu wenig Aussicht auf Erfolg. Ich hatte daraufhin 6 Wochen Zeit Einspruch dagegen einzulegen. Dies habe ich gemacht.Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber die Mühlen des Verwaltungsapparats mahlen langsam. Vor ein paar Tagen erhielt ich dann wieder Post vom Deutschen Bundestag.

    Folgender Brief ging bei mir ein:

    Sehr geehrte Frau Dieminger,
    die Ermittlungen konnten inzwischen abgeschlossen werden.
    Der Vorgang wird nunmehr den als Berichterstatter eingesetzten Abgeordneten zugeleitet und dann im Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages beraten. Nach abschließender Behandlung Ihrer Eingabe durch den Deutschen Bundestag werden Sie unterrichtet.
    Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden.
    Mfg...

    Wir dürfen nun alle gespannt sein wie lange es dauern wird, bis der nächste Brief bei mir eintrifft und wie ernst solch eine Bürgerpetition mit einem der wichtigsten Themen unserer Zukunft vom Deutschen Bundestag behandelt wird.

    Es bleibt nun nur zu Hoffen, dass es dort noch Menschen gibt, die sich der Petition annehmen und etwas daraus machen.

    Die Zukunft wird es zeigen...

    Ich halte Euch auf dem Laufenden.

    Mit sonnigen Grüßen

    Anita Dieminger

  • Vielleicht kann sich der Ein oder Andere noch an die Petition erinnern, obwohl nun schon über 1 Jahr vergangen ist. Vom 19.11.15 bis 30.12.15 haben 7913 Menschen gegen die Gleichstromtrassen und für die Bürgerenergiewende unterschrieben. Ich habe mir daraufhin viel Mühe gemacht und die Petition in Form eines Fotobuches mit Bildern, Studien und wissenschaftlichen Fakten an den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages geschickt. Die Antwort darauf ist ernüchternd: Sie wird wegen zu geringer Aussicht auf Erfolg abgelehnt, da die Begründungen des Ministerium korrekt seien. Die Begründungen sind aus meiner Sicht rechtlich falsch und auch wissenschaftlich nicht belegt. Deshalb habe ich auch beschlossen innerhalb der Frist, Einwendungen einzulegen. Ich werde auch gleichzeitig damit an die Presse, versch. Organisationen und die Öffentlichkeit gehen, da diese Vorgehensweise am erfolgsversprechendsten ist. Das Thema ist aktueller denn je, noch bis zum 28.02.17 kann jeder gegen den aktuellen Netzentwicklungsplan Strom 2030 Einspruch einlegen. Jeden Tag sehen wir neue Klimakatastrophen auf der ganzen Welt - und das ist nur die Spitze des Eisbergs! Ich habe es satt darauf zu Warten bis unsere Volksvertreter endlich einmal in die Gänge kommen-ich will nicht warten, bis es bei uns ein zweites Fukushima gibt, bis endlich einmal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Alleine kann ich die Welt allerdings nicht retten-ich brauche Eure Hilfe. Ich bitte jeden, der diese Nachricht liest, sie samt Anhänge zu verbreiten. Schickt Sie an einen Freund, an einen Politiker und an eine Pressestelle Eurer Wahl. Die Öffentlichkeit muß wissen, was hier gespielt wird! Das Positive: Dieses Jahr sind Wahlen-das erhöht die Chancen "erhört" zu werden erheblich. Ich hoffe auf Eure Unterstützung und halte Euch auf dem Laufenden!
    Eure Anita Dieminger

    P.S.: In der angehängten Datei findet Ihr die genaue Antwort des Petitionsausschuß und mein Antwortschreiben darauf

  • Liebe Unterstützer,

    7904 - das ist das Endergebnis unserer 6 wöchigen Petition "Gegen Gleichstromtrassen-für die Bürgerenergiewende!" Viele sind enttäuscht über dieses Ergebnis und ich muß gestehen, ich war es anfangs auch. Ich hätte mir am Liebsten eine Null mehr dahinter gewünscht, doch die Welt ist einfach noch nicht so weit.Viele von uns haben sich in der Vergangenheit sehr intensiv mit den versch. Facetten der Energiewende beschäftigt oder sind wie ich durch Zufall über das Thema Stromtrassen dazu gekommen.

    Vielen Leuten ist es aber einfach noch nicht bewußt, wie wichtig dieses Thema für unser tägliches Leben ist und vor Allem sein wird. Erst wenn eine große Katastrophe passiert, wie in Fukushima oder den aktuellen Anschlägen, fangen viele Menschen zu Denken an.
    Leider hat es die Menschheit in den letzten Jahrhunderten in vielen Bereichen nicht geschafft aus ihren Fehlern zu lernen und vorausschauend in die Zukunft zu Blicken.
    Egal ob Tornados, Flutwellen, extreme Wetterlagen oder (Klima-) Flüchtlinge-unsere Welt verändert sich-egal ob wir wollen oder nicht.
    Es ist jetzt an uns gelegen darauf zu reagieren-je Früher desto besser-je Später desto schlechter.

    Die Petition hat mir gezeigt, daß viele von Euch/Ihnen sich wirklich engagieren und es ihnen ernst ist. Sie haben sich trotz Weihnachtszeit und Netzentwicklungsplan nicht daran hindern lassen, Unterschriften zu Sammeln. Sie haben fremde Menschen darauf angesprochen, Zusammenhänge erklärt und versucht wachzurütteln. Ich habe viele engagierte Menschen/Organisationen kennen lernen dürfen und auch gesehen, auf wen wirklich Verlaß ist. Lest Euch einmal die vielen Kommentare durch, die die Leute bewogen haben, zu unterschreiben. Das hat mich wirklich beeindruckt! Große Organisationen, die immer mit schönen Worten von Energiewende, Kohleausstieg und CO sprechen, spektakuläre Aktionen starten-gerade diese haben mich aber am Meisten enttäuscht, weil sie nur ihr "eigenes Süppchen kochen" wollten.Es ging nur um ein bißchen Unterstützung von Gleichgesinnten, die sich für dasselbe Ziel einsetzen. Doch ob wir wirklich dasselbe Ziel verfolgen, darüber habe ich in den letzten Wochen wirklich meine Zweifel bekommen. Es gibt diejenigen, die von Energiewende reden und diejenigen, die Energiewende machen. Ich möchte zu den Letzteren gehören. Denn nur darüber zu Sprechen, wird diese Welt nicht Besser machen.

    Wir haben geplant nächstes Jahr einen Batteriespeicher in unseren Keller zu bauen und unsere PV zu erweitern, so können wir unseren selber produzierten Strom auch selber nutzen und entlasten gleichzeitig das Verteilnetz. Alles was man selber produziert, ist einem selber auch mehr wert, das hat zur Folge, daß man auch achtsamer (sparsamer) damit umgeht. Denn der beste Strom ist der, den man nicht verbraucht!

    Ich möchte mich bei Euch/Ihnen allen ganz ganz herzlich bedanken-Ihr habt mich wirklich stolz gemacht! Es hat mir wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, daß es so engagierte Bürger wie uns gibt, die nicht aus Eigennutz handeln, sondern aus purer Überzeugung, daß wir es schaffen können eine wirkliche Bürgerenergiewende einzuläuten. Viele stehen erst am Anfang, Andere haben schon eine größere Strecke zurückgelegt-aber alle haben das gleiche Ziel vor Augen.
    Es ist wichtig, daß wir dran bleiben, daß wir uns einmischen und vormachen, wie es gehen kann!

    Für´s Neue Jahr 2016 wünsche ich mir Politiker, die mit gutem Beispiel vorangehen,
    Medien die ehrlich darüber berichten, Industrie und Gewerbe, die auch ohne Subventionen Verantwortung übernehmen und viele Menschen, die den Mut aufbringen etwas zu Verändern!

    Ich bin mir ganz sicher-wir können es schaffen-laßt es uns einfach versuchen-miteinander!

    Ein gutes, energiereiches Jahr 2016
    wünscht Euch ganz ganz herzlich
    Anita Dieminger

    P.S.: Ich werde die Petition nun zur Übergabe vorbereiten-Näheres in einer späteren Mail.

Discussie

pro

Bei so einem Projekt sollte in erster Linie die Technik beachtet werden u. das geschieht bei diesem Projekt Umstellung auf erneuerbare Energien nicht. Aus dem ganzen bisherigen Ablauf ist zu erkennen, dass zwar Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, aber nicht Europa. Dahinter steckt wahrscheinlich die Absicht, dass wenn der transeuropäische Netzausbau stattgefunden hat, Deutschland wieder mit geregeltem Atomstrom beliefert wird. Liest man einmal die Netzstudie von DENA, dem Berater des BMWi, dann weiß man wo der Hase hinläuft. Die Erneuerbaren spielen aber das erdachte Spiel nicht mit.

contra

Gleichstromtrassen haben den Vorteil, daß man sie unter die Erde bekommt (kein Blindstromproblem), so what. Nicht jeder Energiebedarf ist durch lokale Ressourcen zu befriedigen.