Gemeinsam für mehr Sicherheit

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Bundesinnenministerium

1 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

1 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2019
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Bundesinnenministerium

Aufgrund der seit Jahren steigenden verbalen und nonverbalen Gewalt möge der Bundesminister des Innern verfügen, dass Mitarbeiter der Polizei, der Sicherheitsdienste, der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Pflegedienstleister in Krankenhäusern in einer separaten und gemeinsamen Gewerkschaft geführt werden.

Begründung

Noch um die Jahrtausendwende musste man sich als Mitarbeiter des Rettungsdienstes aus der Bevölkerung zum Teil Kommentare wie "Ihr seid diejenigen, die auf dem freien Arbeitsmarkt keine Arbeit finden!" gefallen lassen. Auch Beleidigungen gegen Bundeswehrsoldaten wie "Mörder!" und ähnliche hat es schon immer gegeben.

Seit einigen Jahren aber bleibt es nicht mehr nur bei Beleidigungen, wie selbst Beamte der Polizei immer häufiger erfahren müssen, obwohl die Polizei die hoheitlichen Rechte besitzt. Die Hemmschwelle und der Grat zwischen Virtualität und Realität nehmen seit Jahren immer mehr ab, Beleidigungen im Internet werden schnell auch zu Sachbeschädigungen und können sogar zur körperlichen Übergriffen führen.

Noch vor der Deeskalation sind mir als angehende Fachkraft für Schutz und Sicherheit nach aktuell knapp 2-jähriger Ausbildung die Präsenz und die Prävention viel wichtiger. Unseren Mitbürgern soll ein erhöhtes Sicherheitsgefühl vermittelt werden, indem Mitarbeiter genannter Berufsgruppen in gewissen Bereichen ähnlich ausgebildet sind, einander respektieren, und im Ernstfall noch enger beieinander stehen. Im Rahmen des public-private-partnership (PPP) werden Sicherheitsdienste beauftragt, zum Beispiel Veranstaltungen zu bewachen, und sich für das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einzusetzen. Zum Beispiel könnten auf öffentlichen Veranstaltungen Bedienstete der Polizei, der Sicherheitsdienste und der Rettungsdienste gemeinsame Kontrollgänge durchführen.

Eine ebenso würdige Verantwortung tragen aus meiner Sicht Bediensteten in Krankenhäusern, insbesondere diejenigen in der Notaufnahme, deren Arbeit der im Rettungsdienst stark ähnelt. Im Grunde sind heutzutage alle Berufsgruppen Gefahren ausgesetzt, die per Arbeitsvertrag etwas sagen müssen, was andere nicht hören möchten, darunter auch Lehrkräfte und Schiedsrichter. Bei allem Respekt: sie sind nicht - wie "wir" - dafür vorgesehen, im Ernstfall die Rechtsgüter Leben, Gesundheit, Freiheit, Ehre und Eigentum zu verteidigen.

Aktuell sind alle Abteilungen der Polizei Bundesinnenministerium unsterstellt und werden von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) verwaltet, alle Dienstleister dem Bundeswirtschaftsministerium und sind Angehörige der Gewerkschaft ver.di.

Selbstverständlich ist nicht jeder Mensch dafür geeignet, sich gewissenhaft für Körper, Leib und Leben anderer einzusetzen. In Polizeien sind laut Medien Überstunden und mangelnde Bezahlung an der Tagesordnung. In Sicherheitsdiensten und in Rettungsdiensten sowie in Pfegediensten leider auch.

Die Anhebung der Qualifikationsanforderungen wäre aus meiner Sicht nicht mehr als Problemverschiebeung, die zur Folge hätte, dass Menschen, die ursprünglich mit der Mindestanforderung zu arbeiten begonnen haben, nur höherwertig ausgebildet werden, aber nicht automatisch besser geeignet sind. Eine bessere Bezahlung allein macht den Kohl auch nicht rund. Es ist das Gesamtpaket aus Erfahrung, Bezahlung, Betreuung und Kommunikationsfähigkeit, das in den meisten Fällen über Qualität entscheidet. Man findet in jedem Berufszweig auch Menschen mit geringerer Qualifikation, die dennoch mehr Motivation und höhere Empathie besitzen.

Als künftiger Angestellter des Sicherheitsgewerbes würde ich mich dafür aussprechen, dass Mitarbeiter der eingangs genannten Berufsgruppen während der Ausbildung und später im Turnus auf physische und psychologische Eignung geprüft werden, um sie gleichzeitig besser betreuen zu können.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.09.2019
Sammlung endet: 29.09.2020
Region: Deutschland
Kategorie: Sicherheit

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