Der Deutsche Bundestag möge eine Lücke im sozialen Netz schließen: Alle Menschen, die sich in der EU aufhalten und medizinische Versorgung benötigen, sollten (unabhängig von ihrem krankenversicherungs- und aufenthaltstrechtlichen Status) die erforderliche ärztliche Behandlung erhalten.

Begründung

In Deutschland leben Menschen, die ihr Menschenrecht auf Gesundheit nicht wahrnehmen können.Aus humanitären Gründen erbringen wir in sieben "Praxen ohne Grenzen" in Schleswig-Holstein unentgeltliche medizinische Leistungen bei Patienten, deren Versicherungsstatus unklar ist und die schnelle ärztliche Hilfe benötigen.Wir fühlen uns dem "Genfer Gelöbnis" von 1948 verpflichtet, dem modernen "hippokratischen Eid", nach dem alle Patienten das Recht auf eine adäquate, nicht diskriminierende medizinische Behandlung haben, unabhängig von ihrem rechtlichen Status.Grundlage unseres ärztlichen Ethos ist der Dienst an notleidenden Menschen.Es ist klar, dass ein gesamtgesellschaftliches Problem nicht auf dem Rücken einiger ehrenamtlicher medizinischer Dienstleister ausgetragen werden kann.Wir meinen, dass die gesundheitliche Versorgung von Menschen eine öffentliche Aufgabe ist.Deshalb unser Appell an das deutsche und das europäische Parlament, eine rasche Regelung für alle Patienten zu finden, die keinen zureichenden Versicherungsschutz besitzen.Artikel 12 des internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte normiert den diskriminierungsfreien Zugang zu bestehenden Strukturen des Gesundheitssystem des Landes, in dem die Menschen leben.Wir fordern eine auf Solidarität und Gerechtigkeit beruhende EU-weite Lösung dieses dringenden medizinischen Problems.

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