Gewalt gegen Kinder ist nie würdevoll!

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutsche Bischofskonferenz; Papst Franziskus

2 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2015
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutsche Bischofskonferenz; Papst Franziskus

In seiner Generalaudienz am 04.02.2015 erzählte Papst Franziskus von einem Vater, der ihm berichtete, seinen Sohn gelegentlich zu schlagen. Allerdings nicht ins Gesicht "um ihn nicht zu demütigen". Anstatt daraufhin jegliche Anwendung von Gewalt gegenüber Kindern zu verurteilen, lobt der Pontifex den Vater für seinen Sinn für Würde und Gerechtigkeit. Mit dieser Ansicht liegt das Kirchenoberhaupt jedoch absolut falsch, denn Gewalt gegen Kinder ist nie würdevoll oder gerecht, sondern feige, mittelalterlich und kontraproduktiv. Nach einer Welle öffentlicher Aufregung hieß es von Seiten der Pressestelle des Vatikans lediglich, dass die Art wie der Papst auf Kinder zugeht für sich spreche. Auch die Deutsche Bischofskonferenz, der Zusammenschluss der römisch-katholischen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland, sah sich nicht zu einer Stellungnahme bereit und ließ stattdessen verlautbaren, dass der Papst nicht kommentiert werde. Ich fordere die Deutsche Bischofskonferenz dazu auf, sich klar und ohne Einschränkungen von den Aussagen des Papstes zu distanzieren. Ferner verlange ich von Papst Franziskus die Verurteilung jeglicher Gewalt gegen Kinder und die Aussprache für eine gewaltfreie Erziehung!

Begründung

Für mehrere hundert Millionen Katholiken rund um die Welt ist Papst Franziskus ein großes Vorbild. Aus dieser Eigenschaft folgt allerdings auch eine große Verantwortung. Mit seiner Aussage vom 04.02.2015 ist das Kirchenoberhaupt dieser Verantwortung in keinster Weise nachgekommen. Anstatt die Aussage im Anschluss richtig zu stellen, wird, wie so oft in Kirchenkreisen, einfach geschwiegen. Dabei steht die Aussage doch so sehr im Kontrast zu dem Grundsatz der Nächstenliebe, den die Kirche sich so gern auf die Fahne schreibt. Gewalt kann niemals Mittel einer würdevollen Erziehung sein. Gewalt gegen Kinder verfolgt einzig und allein den Zweck den Willen Schutzbedürftiger zu brechen und transportiert dazu eine gefährliche Botschaft: Die Botschaft, die besagt, dass sich nicht derjenige mit den besseren Argumenten, sondern derjenige mit mehr Kraft am Ende durchsetzt. Gewalt gegen Kinder ist in jeder Form zu verabscheuen! Egal ob ein Klaps auf den Hintern oder ein Schlag ins Gesicht, jeder Hieb zerstört das kindliche Urvertrauen zu seinen Eltern ein Stück mehr und richtet darüber hinaus gravierende bleibende Schäden an. Viele Menschen, die in ihrer Kindheit mit Gewalt konfrontiert wurden, haben später Probleme sich auf andere Menschen einzulassen, ihr Selbstbewusstsein ist oft unterentwickelt und das Verhältnis zu den Eltern nachhaltig gestört. Eine Institution wie die katholische Kirche darf nicht hinter dieser menschenverachtenden Praxis stehen, sondern sollte sich für eine Kultur des Miteinanders einsetzen. Deshalb Bedarf es einer umgehenden Richtigstellung des Papstes und der Deutschen Bischofskonferenz!

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.02.2015
Sammlung endet: 10.04.2015
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

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