Mit der Petition wird gefordert, dass das Jugendarbeitsschutzgesetz überarbeitet wird, um Jugendlichen in der Ausbildung mehr Möglichkeiten zu bieten, wie zum Beispiel eine flexiblere Arbeitszeit.

Begründung

Jugendarbeitsschutzgesetz - § 8 Dauer der ArbeitszeitDenn durch das Eingreifen des Jugendarbeitsschutzgesetzes in die flexible Arbeitszeit, können Jugendliche nicht das ganze Potenzial ausnutzen. Zum einen ergibt sich durch die Limitierung der täglichen Arbeitszeit, nicht nur eine deutlich erschwerte Arbeitsplanung, sondern auch, dass die Arbeitszeit nicht effektiv genutzt werden kann. Beispielsweise müssen wir uns mehrere Stunden vor Arbeitsende überlegen, ob wir die anfallende Arbeit noch zeitnah erledigen können, da wir als Jugendliche an die öffentlichen Verkehrsmittel gebunden sind. § 19 UrlaubAußerdem behindert uns die beschränkte Arbeitszeit beim Aufbauen von Überstunden, wodurch wir an Brückentagen einen Urlaubstag anstelle eines Gleitzeittages nehmen müssen. Dadurch bedarf es einer längeren Planung, um bis zum Brückentag genügend Überstunden aufgebaut zu haben, damit ein Urlaubstag nicht notwendig ist. Zum Beispiel haben wir bei zwei nah aufeinander folgenden Brückentagen nicht die Möglichkeit beide durch Gleitzeittage abzudecken, dadurch haben wir insgesamt weniger Urlaub als Erwachsene. Das Jugendarbeitsschutzgesetz sieht zwar für Jugendliche mehr Urlaubstage vor, allerdings sind durch die Brückentage weniger lange zusammenhängende und dadurch weniger erholsame Urlaube umsetzbar. Jugendarbeitsschutzgesetz - § 11 Ruhepausen, AufenthaltsräumeDurch die gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause von einer Stunde, müssen wir nicht nur bei gleicher Arbeitszeit länger im Betrieb bleiben, als Erwachsene, sondern wird auch die Flexibilität weiter eingeschränkt. Da unsere Ausbildungsbeauftragten eine halber Stunde weniger Pause machen müssen, erschwert sich die Absprache um eine effektive Zusammenarbeit zu ermöglichen. Durch die erzwungene Pause, ergibt sich eine halbe Stunde, in der wir nicht das Ausbildungsziel verfolgen können. Diese halbe Stunde fehlt uns dann in unserer Freizeit, in der wir uns mehr erholen, als in unserer Ruhepause. Sowohl das frühere Kommen, als auch das spätere Gehen kann eine Gefahr darstellen, da am frühen Morgen, sowie am späten Nachmittag die Konzentration nachlässt.Generell schätzen wir sehr, dass der Staat Kinder und Jugendliche schützen will, jedoch verfehlt unserer Meinung nach das Jugendarbeitsschutzgesetz diese Intention. Uns ist bewusst, dass jugendliche Auszubildende durch Arbeit stärker belastet werden und dadurch schutzbedürftiger sind. Allerdings können wir durch unsere Probleme zeigen, dass wenn sich die Ausbildungsstätte, wie in unserem Fall, konsequent an die Gesetzgebung hält, das Jugendarbeitsschutzgesetz den gegenteiligen Effekt hervorruft. Gleichaltrige Auszubildende haben uns die selben Probleme geschildert, sodass wir stellvertretend für viele sprechen können, wenn wir behaupten, dass das Jugendarbeitsschutzgesetz einer Überarbeitung bedarf, welche konsequent durchgeführt werden soll.

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