Gesundheit

Keine Einschränkung der Flexibilität von Verhinderungspflege durch die Pflegereform 2021!

Petition richtet sich an
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
11.824 Unterstützende 11.789 in Deutschland
24% von 50.000 für Quorum
  1. Gestartet 24.12.2020
  2. Sammlung noch 9 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Der Petent kann meinen Namen und Ort einsehen und an den Petitionsempfänger weiterleiten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Wir fordern Sie auf, aus den Ansprüchen auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege, ein Gesamtjahresbudget zu bilden, welches voll flexibel ist und zu 100 Prozent für die stundenweise Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden darf.

Begründung

Unter dem Vorwand der vermeintlichen Vereinfachung der Bürokratie und der individuellen Flexibilität würden Spahns Vorschläge weitere Kürzungen für viele pflegende Angehörige bringen und den Trend weiter in Richtung stationär statt ambulant setzen. Um die Würde und Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen zu wahren, sollte es jedoch genau umgekehrt der Fall sein. Anstatt noch mehr Budgets zu kürzen und die Hilfen unflexibel zu machen, sollte endlich der Koalitionsvertrag vernünftig umgesetzt werden.

Hintergrund der Petition ist das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegereform 2021 vom 4. November 2020. Darin fordert Spahn, dass ein Teil der Verhinderungspflege zukünftig einer längeren Verhinderung der Pflegeperson vorbehalten bleibt. Für die stundenweise Inanspruchnahme der Verhinderungspflege sollen hingegen ab dem 1. Juli 2022 nur noch maximal 40 Prozent des Gesamtjahresbetrags zur Verfügung stehen.

Gerade die Möglichkeit, Verhinderungspflege stundenweise in Anspruch zu nehmen, ist für pflegende Angehörige besonders wichtig. Dadurch können kurzfristige Auszeiten von der Pflege und Betreuung im nicht immer planbaren Alltag realisiert werden. Für viele Familien und Angehörige ist die stundenweise Inanspruchnahme auch die einzige Möglichkeit, Verhinderungspflege geltend zu machen, da nicht genügend geeignete Ersatzpflegeangebote für längere Zeiträume zur Verfügung stehen.

Auch wenn es sich bei dem Eckpunktepapier nur um einen Entwurf handelt, können wir mit dieser Petition schon jetzt deutlich ein Veto einlegen. Abzuwarten bleibt der Referentenentwurf und dann müssen und werden wir wieder reagieren und weiter aktiv sein.

Quellen: https://www.pflegeinform.de/fachinformation-zur-pflegereform-2020

https://www.lebenshilfe.de/presse/pressemeldung/keine-einschraenkung-der-flexibilitaet-von-verhinderungspflege-durch-die-pflegereform-2021/

https://pflegende-angehoerige-ev.de

https://sophiesanderswelt.com/2020/12/20/andersnacht-genug-vom-unsichtbar-sein-fazit-zum-jahresende2020

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kerstin Wasmuth aus Woltersdorf
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    diese Petition, die von Annika Schäfer gestartet wurde, hatte schon über den Jahreswechsel ein enormes Echo gefunden, und die Unterschriftenzahlen sind auch in den vergangenen Tagen weiter stark angestiegen. Sie haben wahrscheinlich gelesen, dass Annika inzwischen die Petition auf mich übertragen hat und in Abstimmung mit ihr möchte ich Sie wissen lassen, warum es dazu gekommen ist.
    Ich habe mich am 7. Januar mit Annika in Verbindung gesetzt, um sie zu fragen, wie ich sie unterstützen kann. Als nebenberufliche Senioren-Assistentin und enge Verwandte eines schwerstbehinderten Kindes stehe ich voll und ganz hinter dem Anliegen der Petition und möchte ihr zu möglichst großem Erfolg verhelfen. Annika berichtete, dass sie als... weiter

Ich unterstütze diese Petition, weil dieser geplante Vorbehalt von 60 % der Leistungen für eine "längere Verhinderung der Pflegeperson" die Inanspruchnahme der dringend benötigten Unterstützungen unnötig verkompliziert und de facto in einer Vielzahl von Einzelfällen eine Kürzung der bisher möglichen Hilfeleistungen bewirkt. Es ist mit diesen "Eckpunkten" nicht erklärt, was unter einer "längere Verhinderung der Pflegeperson" zu verstehen ist. In Abgrenzung zur Praxis der stundenweisen Inanspruchnahme (unter 8 Stunden), müsste aber jeder Zeitraum über 8 Stunden schon den Tatbestand erfüllen.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 5 Min.

    Weil ich auf die stundenweise VHP angewiesen bin um meinen Sohn (PG4) , meine Tochter (PG3) und meine Schwiegermutter (PG3) Pflege und trotzdem berufstätig bin. Es gibt Dinge, die Unternehmen die Ersatzpflegekräfte viel geduldiger und gelassener als ich. Durch die Freiräume der stundenweise Vertretung kann ich mich mal um mich kümmern (Arzttermin!, Physiotherapie für meinen kranken Rücken!) und evt. Mal kein logistische Problem, wenn der gebuchte Fahrdienst mal wieder abgesagt hat... Es wäre für alle unverantwortlich wenn sich in der jetzigen VHP etwas ändern sollte!!

  • vor 8 Min.

    Ich betreue viele Familien mit pflegebedürftigen Kindern.

  • Baki Yilmaz Mönchengladbach

    vor 8 Min.

    Pflegebedürftiges Kind

  • vor 10 Min.

    Wir sind selbst betroffen.

  • vor 13 Min.

    Wir sind selbst betroffen

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