Region: Hanover
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Keine staatliche Finanzierung des Kirchentages in Hannover 2025

Petition is directed to
Rat der Landeshauptstadt Hannover, Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtages
495 supporters 38 in Hanover
1% from 3,400 for quorum
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  1. Launched 18/06/2024
  2. Time remaining > 5 months
  3. Submission
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  5. Decision

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Wir, die Partei der Humanisten Niedersachsen (PdH-NI) und die Regionalgruppe Braunschweig der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs-BS), fordern von der Landeshauptstadt Hannover und vom Land Niedersachsen, dass die Finanzierung des Kirchentags 2025 in Hannover gestrichen und das Geld für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales verwendet wird.

Reason

25 Millionen Euro soll der Deutsche Evangelische Kirchentag, der vom 30. April bis zum 4. Mai 2025 in Hannover stattfindet, kosten [1]. Vier Millionen Euro gibt die Landeshauptstadt Hannover zu dieser Veranstaltung [1] - obwohl die Kommune künftig pro Jahr 120 Millionen im Haushalt sparen will [2]. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit sieben Millionen Euro [1] - obwohl es derzeit etwa 67 Milliarden Euro Schulden hat [3]. Der Bund zahlt für die Ausrichtung des Kirchentags 500.000 Euro, der Gastgeber, die Evangelische Landeskirche, beteiligt sich mit sieben Millionen Euro und der Rest soll sich über Eintrittskarten und Spenden finanzieren [1].

Das bedeutet, dass das Kirchenfest zu einem großen Teil aus allgemeinen Steuergeldern - keinen Kirchensteuern - finanziert wird. Darüber hinaus will die Stadt Hannover die Örtlichkeiten dafür kostenlos zur Verfügung stellen und zusätzlich die Kosten für deren Reinigung und Ähnliches übernehmen.

Insgesamt summiert sich hier sehr viel Geld für eine Veranstaltung, deren Zielgruppe immer weiter schrumpft. Laut Statistik sind nämlich in der Region Hannover derzeit nur noch 30 Prozent der Bewohner und Bewohnerinnen Mitglied in der evangelischen Kirche [4], für die der Kirchentag ausgerichtet wird. Tendenz weiter sinkend.

Muss das sein? Überall in Niedersachsen sind die Haushalte der Kommunen auf einem Sparkurs. Allein in Hannover wird der Rotstift bereits ordentlich geschwungen. Es wird bei der Förderung von Schulen gespart, Bibliotheken, Bäder und Jugendtreffs werden geschlossen, Projekte gestoppt und nicht weiter unterstützt.

Eine fünftägige Veranstaltung, zu deren Zielgruppe nur ein Drittel der Bevölkerung gehört, wird jedoch über alle Maße finanziert. Dieses Geld wird an anderer Stelle dringend(er) benötigt.

Wir fordern die Landeshauptstadt Hannover und das Land Niedersachsen dazu auf, angesichts der finanziellen relevanten Bedarfe in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales sowie aufgrund der stetig sinkenden Mitgliederzahl der Kirchen die Finanzierung des Kirchentags in Hannover zu streichen oder mindestens stark zu kürzen. Das Geld soll dann jenen zugutekommen, die bereits Kürzungen in ihren Förderungen hinnehmen mussten.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sie mitzuunterzeichnen. Leiten Sie die Petition gerne auch weiter.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

---

[1] Gisa Bodenstein für hpd. Kirchentag 2025: Hannover lädt ein und spendet Steuergeld. 2021. URL: https://hpd.de/artikel/kirchentag-2025-hannover-laedt-und-spendet-steuergeld-18967 (besucht am 16.06.2024).
[2] Hannoversche Allgemeine Zeitung. Stadt Hannover will 120 Millionen Euro pro Jahr sparen: Wie geht das? 2024. URL: https://www.haz.de/lokales/hannover/stadt-hannover-will-120-millionen-euro-pro-jahr-sparen-wie-geht-das-AS4NMBHJSNEEHAFUGEKHIJYRGU.html (besucht am 16.06.2024).
[3] Jan Vermöhlen für Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. BdSt-Nachrichten Niedersachsen und Bremen Januar/Februar 2023. 2023. URL: https://www.steuerzahler.de/aktuelles/detail/bdst-nachrichten-niedersachsen-und-bremen-januarfebruar-2023 (besucht am 16.06.2024).
[4] Landeshauptstadt Hannover. Religionszugehörigkeit in Zahlen. 2023. URL: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommunen/Die-Verwaltung-der-Region-Hannover/Region-Hannover/Weitere-Meldungen-der-Region-Hannover/2023/Religionszugeh%C3%B6rigkeit-in-Zahlen (besucht am 16.06.2024).

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Weil eine strikte Trennung zwischen Staat & Kirche jeden gleich behandelt und somit keiner bevorzugt wird.

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Why people sign

Die ungebrochene politische Einflusssnahme auf die Gesetzgebung, ihre finanziellen Sonderprivilegien, ihre diffuse Interpretation des Weltgeschehens, haben in einer aufgeklärten, offenen Gesellschaft nichts verloren. Das der Staat dennoch die Religionen mit Milliardenbeträgen aus dem Steuersäckl füttert, ist für mich nicht nachvollziehbar.

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