Educação

KiTas gegen das neue KiTa Gesetz in Niedersachsen

A petição é endereçada
Präsidenten des Niedersächsischen Landtages
18.540 Apoiantes 17.523 em Baixa Saxônia
100% de 5.000 para quórum
  1. Começado 23-03-2021
  2. Colecta ainda 13 dias
  3. Submissão
  4. Diálogo com o destinatário
  5. Decisão
Eu concordo que os meus dados sejam 0uardadosO peticionário pode ver os meus Nomes e localidade e encaminhar para o destinatário da petição. Eu posso evogar este consentimento a qualquer momento.

Der Entwurf des neuen niedersächsischen Kita -Gesetz (KiTaG) soll Ende März verabschiedet werden und somit ab dem 01.08.2021 rechtliche Grundlage für alle Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen sein.

Aber:

Enttäuschung Entsetzen Wut Ärger Traurigkeit Fassungslosigkeit Frust Resignation

…das sind einige der negativen Gefühle, die der Entwurf des neuen KiTaG bei den Beschäftigten vor Ort hervorruft.

Seit vielen Jahren warten wir auf eine Reform, Novellierung des Gesetzes. Die angekündigten Veränderungen sind ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und sie sind nicht nur dramatisch für uns, sondern auch für die uns anvertrauten Kinder.

Hatten wir -da das alte Gesetz 27 Jahre alt ist- mit einem Fortschritt gerechnet, so ist das neue KiTaG nur als Rückschritt anzusehen.

Doch worum geht es im Detail?

Künftig soll es erlaubt sein, dass bis zu 3 Plätze im Sharing Modell vergeben werden. Wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Die betroffenen Kinder wissen nicht mehr, an welchem Tag sie in den Kindergarten gehen können, bzw. dürfen. Die anderen wissen nicht, wer an welchem Tag kommt. Das schafft Unruhe. Wir haben einen Bildungs- und Förderauftrag, da müssen alle Kinder täglich in die Kita kommen können. So wie im Normalfall in der Schule auch!

Was ist sonst mit Geburtstagen, Vorschularbeit und Ausflügen? Werden die Kinder ausgeschlossen, die an dem Tag nicht da sind? Keinesfalls werden wir mit 28 Kindern im Alter von 2-6 Jahren zu zweit einen Ausflug machen können. Werden wir doch wieder zu Bewahranstalten?

Bei 28 Kindern kommen für das Fachpersonal noch mehr Beobachtungen, Dokumentationen und Elterngespräche dazu.

Künftig soll es legal sein, dass Kinder unter 3 Jahren in die reguläre KiGa Gruppen aufgenommen werden können. Aber wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Weder unsere Räume, Tische, Stühle, das Inventar, die Spielgeräte auf dem Außengelände sind für U3 zugelassen. Wer haftet dann künftig bei Unfällen?

Künftig soll es erlaubt sein, dass auch fachfremdes Personal eingesetzt werden darf. Wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Welche Signale werden an das ausgebildete Fachpersonal gesendet, bzw. welche Wertigkeit hat unser Berufsstand, wenn künftig Eltern, Tagespflegepersonen oder andere Personenkreise in den Einrichtungen tätig sein dürfen? Was ist dann mit dem Kinderschutz, dem Datenschutz, dem Gesundheitsschutz der Kinder (Immer mehr Kinder leiden an Allergien, Unverträglichkeiten und dürfen nicht alles essen), dem Brandschutz u.v.m.??

Wir sollen Kinder mit besonderen (Entwicklungs-) Bedarfen fördern. Aber es gibt für Kinder mit Beeinträchtigungen keinen Rechtsanspruch auf einen integrativen Kita Platz? Wie passt das zusammen?

Mit dem neuen Gesetz wird es sogar legitim, dass ein Kind bis zu 10 Stunden täglich fremdbetreut werden darf! Das ist Kindeswohlgefährdung! Für Arbeitnehmer*innen ist diese Zeitspanne (auch ohne Pausenzeiten) gesetzlich nicht zulässig.

Zu Recht hat sich das Aufgabenfeld der Kitas in den letzten Jahren gewandelt. Wir haben einen eigenen Bildungs- und Förderauftrag. Das ist auch gut so. Diesen wollen wir auch umsetzen.

Aber für die vielfältigen Aufgaben die dazu gehören, für gute Bildung und Betreuung, braucht es gute Rahmenbedingungen.

Dieser Text ist ein Auszug aus einem offenen Brief an die niedersächsischen Landtagsabgeordneten. Wer sich diesen Brief vollständig durchlesen möchte -um sich auch einen Überblick über unser Aufgabenfeld zu verschaffen- kann sich gern unter der angegebenen Email melden.

Copyright und Kontaktaufnahme: Kitas.gegenKitaG@gmx.de

Razões

Die Zeit drängt, da das Gesetz zum 01.08.2021 in Kraft treten soll.

Neues KiTa Gesetz verhindern - für gesunde Kinder und gesundes Fachpersonal.

Die Arbeit aufwerten - nicht abwerten.

Die Fachkräfte müssen angehört werden.

Wie sollen wir all unseren Aufgaben gerecht werden, wenn es künftig möglich ist, dass eine Erzieherin mit einer Assistenzkraft für bis zu 28 Kinder verantwortlich ist? Wir möchten betonen, dass es uns nicht um eine Abwertung der Assistenzkräfte geht. Aber es gibt einen Unterschied in der Ausbildung und schon dadurch rein rechtlich und manchmal auch fachlich einen Unterschied im Tätigkeitsfeld.

Viele Einrichtungen sind im Sinne der politisch gewollten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganzjährig geöffnet und somit wird der Urlaub der Beschäftigten im laufenden Betrieb genommen. Dazu kommen Fortbildungen und Krankheiten, schon jetzt ist eine Fachkraft oft genug mit einer Gruppe von 25 Kindern alleine.

Auch für den Gesundheitsschutz benötigen wir kleinere Gruppen. Denn in Kitas wird durchschnittlich ein Lärmpegel von 60 -70 Dezibel erreicht. Dies kann bei Kindern und Fachpersonal Einflüsse auf das körperliche Wohlbefinden haben. Und nicht nur den Erwachsenen ist es oft zu laut, auch Kinder nehmen den Lärm als störend wahr.

Die meisten Gruppenräume sind mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schon jetzt fehlen diese Flächen den Kindern als Spielraum. Kinder brauchen aber Ecken und Nischen, in die sie sich bei Ihrem langen Tag in der Kita auch mal zurückziehen können, um sich zu erholen.

Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel.

Wir brauchen kleinere Gruppen.

Derzeit hat eine Gruppe insgesamt nur 7,5 Std Vorbereitungszeit pro Woche. Das ist lächerlich!

Wir brauchen deutlich mehr Vorbereitungszeiten!

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Situation der Leitungskräfte, sie haben eine sehr wichtige Schlüsselposition inne. Leitungen stehen im täglichen Spagat zwischen Eltern, Träger, dem Wohl der Mitarbeitenden und der Kinder, sowie den Vorgaben der Politik.

Bei der Vielzahl an Tätigkeiten müssen die Leitungen vom Kinderdienst freigestellt und zusätzlich entlastet werden.

Unser Gefühl ist, dass wir jetzt den Preis für ein Wahlversprechen der Politik bezahlen sollen: Die Abschaffung der Kita- Gebühren war aus unserer Sicht ein Fehler. Dass dieses Geld nun fehlt, darf nicht zu Lasten der Betreuung unserer Kinder und unserer Gesundheit gehen. Denn diesen Preis wollen Eltern sicher auch nicht zahlen. Denn ein Versprechen war, dass sich die fehlenden Einnahmen NICHT auf die Qualitätsstandards auswirken werden. Die dritte KiGa Kraft war damals schon ein Thema. Und jetzt sollen nicht mal mehr 2 Erzieherinnen in einer Gruppe sein? Wie passt das zusammen? Genau wie bei der dritten Krippenkraft: Die Stundenerhöhung wurde um Jahre verschoben.

Gute Kita Arbeit darf nicht von der Finanzkraft des Trägers abhängig sein, es braucht verbindliche Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.

Eine Absenkung der vorhandenen Standards -wie nun vorgesehen- ist ein Desaster.

Unsere Kinder müssen uns mehr wert sein!

Ebenso muss festgeschrieben sein, dass wir Anspruch auf Supervision, Fachberatung, Fortbildung haben. Wir brauchen viel mehr Zeit im Team für Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Studientage etc. Denn nur dann können wir die Qualität unserer Arbeit erhalten.

Fakt ist:

Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, das vorhandene Personal z.T. hoch belastet. Stellen werden teilweise nicht nachbesetzt. Viele Kolleg*innen brennen zwar immer noch für ihren Beruf, aber viele brennen immer mehr aus und sind psychisch belastet.

Fachkräfte im SuE-Dienst führen seit Jahren die Krankheitsstatistiken mit an. Und da sollen die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert werden? Den Fehler in der Denkweise zu finden ist nicht schwer!

Es sollte politisch die Sorge vorherrschen, dass der Bildungsbereich schon jetzt am Limit fährt und vor dem Kollaps steht.

Statt die Bedingungen weiter für alle Beteiligten zu verschlechtern, sollte eine echte Aufwertung unseres schönen Berufes erfolgen. Nur so gewinnen wir Fachpersonal dazu!!

Statt uns politisch alleine zu lassen, fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf:

Übernehmen Sie Verantwortung für den frühkindlichen Bildungsbereich!

Bitte teilen Sie diese Infos zur Petition, damit wir möglichst viele Unterschriften zusammen bekommen und wir die Rahmenbedingungen für Kinder und Personal noch verbessern können.

Quelle: Entwurf zum KitaG

Der Entwurf des Gesetzes kann unter dem Punkt Neuigkeiten heruntergeladen werden.

Muito obrigado pelo seu apoio, Claudia Järnecke De Langenhagen
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Ainda não há nenhum argumento CONTRA.

Porque as pessoas assinam

  • Reinhold Siefken Langenhagen

    Há 3 minutos atrás

    Kinder sind die Zukunft. Politiker reden von mehr für Bildung. ABER ihr handeln ist weniger für Bildung.

  • Yvonne Scholz Wolfenbüttel

    Há 21 minutos atrás

    Weil ich als Erzieherin in einer Kita beschäftigt bin.

  • Há 5 horas atrás

    Meine beiden Kinder besuchen aktuell den Kindergarten und sind direkt betroffen.

  • Há 9 horas atrás

    Ich bin selbst Erzieherin.

  • Andre Meiners Wolfsburg

    Há 12 horas atrás

    Die Fachkräfte müssen mehr ent- und nicht weiter belastet werden. Wir befinden uns jetzt schon in einer Welt voller Burnouts und anderen psychischen Belastungen. Da sollte man entgegen wirken. Am Ende zahlen den Preis auch unsere Kinder.

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