Der Landtag von Bremen, hier durch den Petitionsausschuss vertreten, möge die Regierung und zuständige Ministerien auffordern und zusätzlich nach Möglichkeit selbstständig beschließen:

Sich den Missstand im Tierschutz deutlich zu machen und dementsprechend zu Gunsten dessen einzusetzen. Vor allem im Bereich der Kleintierhaltung, wie Kaninchen, sollte das Gesetz und die Verordnung angepasst und verschärft werden.

Momentan sind Kaninchen nur unzureichend durch das allgemeine TierSchG vor Misshandlung und schlechter Haltung geschützt. Vor allem im gewerblichen Bereich, also Mastanlagen und Züchtungseinrichtungen, findet aus diesem Grund keine tiergerechte Haltung statt. Die Tiere werden unter katastrophalen Bedingungen gehalten und tragen oft schwere Verletzungen davon. Im Bereich der Zucht sind nicht selten psychische Schäden zu verzeichnen.

Dabei ist es in der heutigen Zeit nur schwer vorstellbar, dass man sich gegen eine Verbesserung der Lebensbedingungen aussprechen und Tiere nur als minderwertige Lebewesen ansehen kann. Allein die steigende Nachfrage nach ökologisch bedenkenlos erzeugten Nahrungsmitteln sollte zu einem Umdenken führen. Jahrelange Diskussionen und ein eindeutiges Verhalten der Verbraucher haben zum Verbot von Legebatterien bei der Haltung von Geflügel geführt.

In Anlehnung an diesen Durchbruch in der Massentierhaltung, sollten auch Kaninchen unter besseren Bedingungen gehalten werden. Dafür müssen vor allem das Platzangebot und die Umgebungsbedingungen zum Wohl dieser empfindlichen Tiere angepasst werden.

Weiterhin sollte den Tieren das Recht auf ein beschwerdefreies Leben, wie es durch Qualzuchten verhindert wird, zustehen.

Ich bitte den Landtag und die zuständigen Stellen sich aus den oben genannten Gründen aktiv und fordernd in den Gesetzgebungsprozess betreffend der Neufassung des Tierschutzgesetzes sowie der Tierschutz Nutztierverordnung einzubringen und nach Möglichkeit eine Verschärfung des Gesetzes und der Verordnung zu erreichen, sich jedoch mindestens dafür einzusetzen, dass die bis jetzt vorliegenden Vorschläge nicht aufgrund von Lobbyismus abgeschwächt werden.

Daher erhoffe ich mir, dass sich der Landtag oder ein Vertreter desselben zum Beispiel im Bundesrat oder bei anderen Besprechungen für das Ziel Tierschutz verstärkt einsetzt.

Im Sinne der Landesverfassung und des Grundgesetzes, nach welchen die Würde der Tiere zu achten und schützen ist, bitte ich Sie, noch aktiver für den Tierschutz einzutreten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 17 vom 6. März 2013

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 18/156

    Gegenstand:
    Tierschutz bei der Kleintierhaltung

    Begründung:
    Der Petent setzt sich für einen besseren Tierschutz bei der gewerblichen Kaninchenhaltung ein.
    Kaninchen seien momentan nur unzureichend durch das allgemeine Tierschutzgesetz vor
    Misshandlung und schlechter Haltung geschützt. Sie würden oft unter katastrophalen Bedingungen
    gehalten und trügen schwere Verlet zungen und auch psychische Schäden davon. Den Tieren solle
    das Recht auf ein beschwerdefreies Leben, wie es durch Qualzuchten verhindert wird, zustehen. Die
    Petition wird von 267 Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des P etenten eine Stellungnahme des Senators für
    Gesundheit eingeholt. Auch hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis
    der parlamentarischen B eratung zusammengefasst wie folgt dar:

    Tierschutzrechtliche Vorhaben werden auf europäischer Ebene beraten und entschieden. In den
    letzten Jahren beschäftigte sich der Europarat auch mit Beratungen über Empfehlungen für das
    Halten von Kaninchen. Bislang w urden allerdings keine Empfehlungen beschlossen. Da die
    Kaninchenhaltung zu Erwerbszwecken in Deutschland immer wieder in der Kritik steht, beabsichtigt
    die Bundesregierung in einem nationalen Alleingang durch eine Änderung der Tierschutz -
    Nutztierhaltungsv erordnung die Haltungsbedingungen konkret zu regeln. Ein Entwurf wurde
    mittlerweile erarbeitet, dem Bundesrat jedoch noch nicht zur Notifizierung vorgelegt.

    Der Senator für Gesundheit hat gegenüber dem Petitionsausschuss erklärt, er werde sich im Rahmen
    d es Rechtsetzungsverfahrens dafür einsetzen, die tierschutzrechtlichen Bedingungen für Kaninchen
    zu verbessern. Diese Haltung begrüßt der Petitionsausschuss ausdrücklich.

    Begründung (PDF)

Pro

Alles wäre so einfach würde man aufhören Fleisch zu essen.Dieses Millionenfache Elend jeden Tag könnte reduziert werden wenn die Gier des Menschen nicht jeden Tag Fleisch und Wurst auf dem Teller verlangen würde.Aber wen interssiert es am Ende wenn der Braten auf dem Teller liegt wie das Tier gehalten wurde,welche Schmerzen und Ängste es hatte oder ob es bei lebendigem Leib zersägt wurde.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.