Region: Germany

Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!

Petition is addressed to:
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
Submitted Official statements by Members of Parliament

137,974 Signatures

92 %
150,000 for collection target

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  1. Launched October 2025
  2. Time remaining > 3 weeks
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Petition addressed to: Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

🎗️ Jedes Jahr erhalten über 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Viele von ihnen überleben – und wollen danach einfach gleichberechtigt weiterleben.

Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Doch für viele endet die Belastung nicht mit der letzten Therapie.

Auch Jahre nach einer überstandenen Krebserkrankung erleben Betroffene Nachteile:

  • ❌ unfaire Bedingungen bei Versicherungen
  • ❌ erschwerter Zugang zu Krediten und Wohneigentum
  • ❌ Hürden bei Verbeamtung, Adoption oder Pflegeverfahren

In 15 europäischen Ländern schützt ein „Recht auf Vergessenwerden“ (#RightToBeForgotten) ehemals Erkrankte bereits vor solcher Diskriminierung.

👉 Deutschland darf hier nicht länger hinterherhinken.

Denn Krebs kann jeden treffen – dein Kind, deine Familie, dich selbst.

Wer den Krebs überstanden hat, verdient eine Zukunft ohne Benachteiligung.

Denn nach der Heilung beginnt das Leben, nicht die nächste Hürde.

➡️ Unterschreibe jetzt, damit Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung in Deutschland endlich dieselben Chancen haben wie alle anderen.

Reason

Krebs betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Allein 2023 wurden rund 517.800 Menschen neu mit Krebs diagnostiziert. Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Viele überleben – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für viele endet die Belastung jedoch nicht mit der letzten Therapie. Auch Jahre oder Jahrzehnte nach einer überstandenen Krebserkrankung kann die frühere Diagnose weiter zu Nachteilen führen: bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption oder Pflegeelternschaft. Betroffene müssen ihre Erkrankung immer wieder offenlegen, obwohl sie längst krebsfrei leben. Das erschwert Absicherung, Familienplanung, berufliche Wege und den Aufbau eines normalen Lebens.

Studien, Umfragen und Stellungnahmen von Betroffenen- und Fachorganisationen zeigen: Benachteiligungen nach Krebs sind kein Einzelfall. Besonders häufig genannt werden Probleme bei Versicherungen; hinzu kommen Hürden bei Beruf, Verbeamtung, Adoption und weiteren Lebensbereichen. Dies betrifft nicht nur ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche, sondern Krebsüberlebende insgesamt.

Ein Recht auf Vergessenwerden bedeutet: Nach einer angemessenen Frist darf eine überstandene Krebserkrankung nicht mehr verpflichtend offengelegt, abgefragt oder bei Entscheidungen zulasten der Betroffenen verwendet werden. Medizinische Nachsorge bleibt wichtig. Sie darf aber nicht zu pauschalem Misstrauen oder dauerhafter Ungleichbehandlung führen.

Wir fordern Bundestag und Bundesregierung auf, ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden nach Krebs einzuführen:

  • für alle Krebsüberlebenden, unabhängig vom Alter bei der Erkrankung,
  • spätestens fünf Jahre nach Ende der Behandlung ohne Rückfall,
  • für Versicherungen, Kredite, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption und Pflegeelternschaft,
  • mit klaren Regeln, Aufsicht und wirksamen Beschwerdemöglichkeiten,
  • auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse und regelmäßiger Evaluation.

Mehrere europäische Länder haben bereits Regelungen zum Right to be Forgotten eingeführt. Auch die EU-Richtlinie 2023/2225 erkennt das Problem für Versicherungen im Zusammenhang mit Verbraucherkrediten an. Deutschland sollte diese Vorgaben nicht nur eng umsetzen, sondern eine umfassende und faire Regelung schaffen.

Krebs zu überleben ist ein medizinischer und gesellschaftlicher Erfolg. Dieser Erfolg darf nicht dadurch entwertet werden, dass Menschen dauerhaft mit ihrer früheren Diagnose stigmatisiert werden.
Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein. Deutschland braucht ein Recht auf Vergessenwerden für alle Krebsüberlebenden.

Quellen:

RKI/Zentrum für Krebsregisterdaten; Survivor Deutschland e.V. und Deutsche Kinderkrebsstiftung, Positionspapier 2025; Hessing et al. 2025; DSfjEmK/DGHO; European Cancer Organisation 2024; Richtlinie (EU) 2023/2225.

Thank you so much for your support, Tobias Burggraf, Mülheim
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 27 Oct 2025
Collection ends: 10/31/2026
Region: Germany
Topic: Health

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News

  • Liebe Unterstützende,

    Sie und mehr als 137.000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben! Das ist ein wichtiges Signal an die Politik - und zwar genau zu dem Zeitpunkt, an dem es zählt. Am Montag haben wir Petent Tobias Burggraf begleitet, als er die Petition an Vizekanzler, Finanzminister und SPD-Parteichef Lars Klingbeil übergeben hat.

    Damit noch mehr Menschen von dem Thema erfahren und die Petition weiterhin unterschreiben, haben wir die letzten politischen Entwicklungen in einem Video festgehalten.

    ​​So können Sie jetzt unterstützen: Auf die blauen Verlinkungen klicken und teilen, teilen, teilen!

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    Die Petition können Sie auch direkt an Freunde, Bekannte und Familie per WhatsApp oder E-Mail weiterleiten:

    🔗 Kurzlink zur Petition: openpetition.org/rechtaufvergessen  

    Vielen Dank für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

  • 🎗️ Es bewegt sich etwas: Jetzt erreicht das Thema den Bundesrat
    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    Anfang August haben wir unser Anliegen zusätzlich als ePetition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Seitdem ist politisch einiges passiert.

    Im Bundestag wurde das Recht auf Vergessenwerden nach Krebs inzwischen auch in einem Entschließungsantrag von CDU/CSU und SPD aufgegriffen.
    Und jetzt folgt der nächste wichtige Schritt:

    Am Freitag, 25. September, kommt das Thema in den Bundesrat. Mecklenburg-Vorpommern bringt eine Initiative für ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden ein. Die Bundesregierung soll aufgefordert werden, eine entsprechende Regelung vorzulegen.

    Aus einer Petition ist damit längst eine politische Debatte auf mehreren Ebenen geworden. Auch die Stellungnahmen auf openPetition zeigen, dass sich Abgeordnete inzwischen intensiv mit unserem Anliegen beschäftigen.

    Noch ist das Ziel nicht erreicht und noch gibt es kein umfassendes Gesetz. Aber das Thema ist angekommen.

    Danke an alle, die diesen Weg bisher begleitet haben. 💛

    Tobias & Rebecca

Nach 5 Jahren Erkrankung und der damit erfolgreichen Heilung wird die Schwerbehinderung aberkannt., dann ist es amtlich, dass man geheilt ist. Das sollte dann auch bei Kreditvergaben und Versicherungen akzeptiert werden. Sonst wird mit zweierlei Maß gemessen zugunsten der Banken und Versicherung etc

Dass ist jetzt kein wirkliches "Contra", aber wieso nur bei Krebspatienten? Allgemein sollten jegliche Diagnosen und Erkrankungen 3 Jahre oder von mir aus 5 Jahre nach Behandlungsende gelöscht werden. Es darf nicht sein, dass jemand sein Leben lang benachteiligt ist, weil er einmal Hilfe bei einem Psychologen gesucht hat, oder einmal eine komplizierte Sportverletzung hatte.

Why people sign

Hallo, wer Krebs überstanden hat, braucht Hilfe und Verständnis seiner Mitmenschen und darf nicht mit seinen Sorgen alleine gelassen werden. KREBS ist eine "Volkskrankheit", die Jeden treffen kann! Deshalb ist es sehr wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Dabei hilft auch diese Petition!

Selbst betroffen.

Unser Land hat die Möglichkeit kranke Menschen zu unterstützen und sie tun es nicht, stattdessen verschleudert die Regierung unsere Gelder ins Ausland und das muss aufhören, es soll für Menschen in Not zugutekommen.!

Betroffene Mutter

Weil jeder mal eine Verbindung zu der Krebserkrankung hatte. Es gibt Leute die selbst erkrankt oder Mann hat Menschen im Umfeld die daran erkrankt sind.

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