Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB ) gehört an den Hauptbahnhof.

An den ZOB gehören Toiletten für die Reisenden

Die Wartebereiche sind zu überdachen

Begründung:

Ein Bus nach dem anderen rollt heran, Fahrgäste steigen aus, die nächsten Kunden warten bereits inmitten von Koffern und Taschen, Radfahrer ärgern sich über blockierte Wege. Tag für Tag bietet sich dieses Bild am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Bremen. Hinzu kommt das nicht klar geregelt ist, von wo ein Bus nun abfährt. Mal wartet der Bus vor dem Cinemaxx, mal direkt am Breitenweg. Das will die Stadt ändern und das muss die Stadt ändern !

Dieses Thema bewegt die Bremerinnen und Bremer eigentlich so lange, wie der alte ZOB vor dem Überseemuseum in eine Grünfläche umgewandelt wurde.Eine absolute Fehlentscheidung, wenn man bedenkt, wie sich der Reisebusverkehr entwickelt hat.

Busreisen nehmen zu, was nicht nur mit der älter werdenden Gesellschaft zu tun hat. Das Image von Busreisen hat sich enorm verbessert. Statt der Billigreise per Bus werden heute „VIP“-Busreisen oder „Luxusreisen“ in bequemen Bussen mit besonderem Service angeboten und nachgefragt.

Aber auch der Spargedanke behält Gültigkeit, insbesondere ab dem 1. Januar 2013 als die Deutsche Bahn das Fernreise-Monopol auf innerdeutschen Strecken verlor. Die Folge: Immer mehr Busunternehmen bieten Fahrten von Stadt zu Stadt an – Tendenz immer noch steigend. Inzwischen steuern 91 Fernbuslinien Bremen an, davon 22 nationale Routen.

Der ZOB ist nicht mehr zeitgemäß

Der Busbahnhof in Bremen ist für solche Massen nicht ausgelegt; es werden Alternativen gesucht. Seitens des Verkehrsressorts von Senator Lohse (Grüne) werden seit einiger Zeit drei Vorschläge geprüft:

Alternative 1 : nahe des Hauptbahnhofs am früheren Güterbahnhof

Alternative 2 : auf dem Hugo-Schauinsland-Platz vor dem Cinemaxx Bremen

Alternative 3. Umzug zum Flughafen an der Hannah-Kunath-Str./Ecke Heinrich-Focke-Str.

Der Vorschlag Verlegung zum Flughafen kann wohl nur jemanden eingefallen sein, der noch nie mit dem Bus gereist ist!“ Bereits der Name Zentraler Omnibus Bahnhof sagt doch aus, dass dieser Platz zentral gelegen sein muss. Oder glaubt das Verkehrsressort, dass jemand mit dem Flieger anreist, um mit dem Bus auf Tour zu gehen? Ein Busbahnhof gehört nah an den Hauptbahnhof !.

Einem Zeitungsbericht war zu entnehmen, das sich die Bremer Politiker voraussichtlich ab Spätsommer oder Herbst 2014 mit der Problematik beschäftigen wollen. Verständlich, denn ab dem Zeitpunkt befinden sich die Abgeordneten wieder auf Werbetour für die Bürgerschaftswahl im Mai 2015!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses Nr. 37 vom 17. April 2015

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingaben für erledigt zu erklären:

    Eingabe Nr.: S 18/300

    Gegenstand:
    Lage und Ausstattung des ZOB

    Begründung:
    Die Petentin regt eine Neukonzeption für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an. Die derzeitige Situation
    sei nicht mehr zeitgemäß. Der ZOB müsse neu geplant werden, gehöre aber in die Nähe des
    Hauptbahnhofes. Die Wartebereiche müssten überdacht und Toiletten für die Reisenden vorgehalten
    werden. Die Petition wird von 101 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin eine Stellungnahme des Senators für Umwelt,
    Bau und Verkehr eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen
    Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Der Petitionsausschuss teilt die B edenken der Petentin im Hinblick auf die gegenwärtige Situation am ZOB.
    Auch der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr weist darauf hin, dass am heutigen ZOB Konfliktpunkte mit
    anderen Verkehrsteilnehmern bestehen und die derzeitige Ausstattung wenig nutzerf reundlich sei. Aufgrund
    des steigenden Fernbuslinienangebotes sei eine Veränderung der Anforderungen an die Infrastruktur
    festzustellen.

    Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr hat deshalb ein Standortgutachten in Auftrag gegeben, welches in
    Zusammenarbeit mit einem projektbegleitenden Arbeitskreis einen neuen, geeigneteren Standort für den
    ZOB erarbeiten sollte. Dieses Gutachten ist der städtischen Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr,
    Stadtentwicklung und Energie in ihrer Sitzung am 4. Dezember 2014 vorgestellt worden. Es favorisiert einen
    Standort für ein künftiges Fernbusterminal am ehemaligen Güterbahnhof. Die Deputation hat den Senator
    gebeten, zu prüfen, ob eine wirtschaftlich vertretbare Lösung an diesem Standort realisierbar ist und die
    Deputation über das weitere Vorgehen zu informieren.

    Damit sind die Weichen für eine umfassende Neuplanung des gegenwärtigen ZOB gestellt.

    Der Petitionsausschuss hat vorliegend auf eine öffentliche Beratung der Petition verzichtet, weil sich eine
    Erledigung im Sin ne des Anliegens der Petition abzeichnet.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.