Integration/Betreuung von Flüchtlingsfamilien nach Einführung in einem geeigneten Wohnraum!

Sehr geehrte Damen und Herren vom Petitionsausschuss,

nach Informationen die ich auf Grund meiner neuen Nachbarn (die ebenfalls eine Flüchtlingsfamilie ist und seit 5 Monaten in Deutschland lebt) mir eingeholt habe bei der Inneren Mission und diversen Vereinen, wurde mir mitgeteilt das eine Betreuung von Flüchtlingsfamilien nur in der Zeit während Übergangswohnheimen besteht.

Sobald diese Familie einen geeigneten Wohnraum beziehen, sind sie trotzt Sprachbarriere komplett auf sich gestellt. Durch den Kontakt mit einer dieser Familien ist ganz klar zu sehen, dass es für die Menschen sich als sehr schwierig heraus stellt. Da schon die kleinsten Dinge im Alltag ohne Deutsch geschweige denn ohne Englisch Kenntnisse, sich als eine große Herausforderung erweisen und ohne Hilfestellung teilweise unmöglich ist.

Es fängt bei Kleinigkeiten an um dieses mal zu Erläutern und ebenso als Beispiel zu nehmen:

Flüchtlingsfamilien haben genauso ein Recht darauf ein Telefon und Internet Anschluss besitzen um den Kontakt zu Familien Mitglieder herzustellen.

Dies erweist sich bei Diversen Anbietern als schwierig, da die meisten sowie 1&1 ihre Leitungen von der Deutschen Telekom mieten. Die Deutsche Telekom aber den analogen Anschluss abschafft, somit kann laut eines Technikers von 1&1 eine Fritz Box die zum Anschluss von 1&1 zugehört nur mit einem Endgerät über Lan Kabel freigeschaltet werden.

Für die heutige Zeit ist es natürlich für viele kein Problem, die meisten besitzen PC´s Laptops etc. Aber laut selbst dem Techniker ist natürlich dies ein Problem für ältere Generation und Flüchtlinge die meistens so ein Gerät nicht besitzen. Dieser Meinung muss ich diesem Mann ebenfalls zustimmen. Ich habe natürlich mit einen meiner Endgeräte das in der Fritzbox freigeschaltet. Aber nicht jeder hat einen Nachbarn der diese Hilfestellung gibt.

Und um auf das eigentlich Thema zurückzuführen, wie soll dann ohne Unterstützung solche und ähnliche Situationen bewältigt werden? Denn ein Sprachkurs erfolgt meistens erst nach Einführung in den eigenen Wohnraum.

Viele sind auf Nachbarschaftshilfe angewiesen bzw. auf allgemeine Hilfe, nur ich selbst merke auch die Sprachbarriere und verstehe deswegen natürlich auch nicht immer was das aktuelle Problem ist.

Das Sprachproblem ist natürlich selbst auf dem Weg zum Sprachkurs, den diese Menschen nutzen sollen eine Herausforderung. Und somit ein ewiger Lauf im Kreis. So kann natürlich auch keine richtige Integration folgen.

Deshalb fordere ich den Bremer Senat für Soziales auf eine bessere Lösung auf den Hinblick der Flüchtlingsbetreuung nach Überführung in ein geeigneten Wohnraum. Es gäbe die Möglichkeit eine Hilfestellung durch Ehrenamtliche Tätigkeit zu leisten oder in dem in jeden Stadtteil eine Funktionierende Nachbarschaftshilfe aufbaut wird mit einen Dolmetscher vor Ort, die sich auch um Antragshilfe, Hilfestützung im Alltag, bei der Jobsuche etc. . Genauso wäre ein Treffpunkt oder ein fester Standpunkt für ein Cafe für Migration Schwerpunkt Flüchtlinge für jeden Stadtteil eine geeignete Anlaufstelle, um eben auch den Sozialen Kontakt zu fördern. Es gibt bereits schon in der Stadt ein „Femcafe“ das Treffpunkt für Frauen und Familien(speziell auch für Migranten/Flüchtlinge aber nicht nur!) die erst nach Bremen kamen sich anbietet. Diese sehe ich als sehr Vorbildlich und finde sowas bräuchte jeder Stadtteil in Bremen.

Ich hoffe inständig auf eine Bessere Lösung, damit die Integration besser für diese Menschen gelingt und Sie sich nicht allein gelassen fühlen.

lg

Julia Rosenkranz

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des städtischen Petitionsausschusses Nr. 11 vom 12. August
    2016

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, d ie Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/2

    Gegenstand:
    Integration von Flüchtlingen

    Begründung:
    Die Petentin setzt sich dafür ein, Flüchtlinge ambulant zu begleiten, nachdem diese aus den
    Gemeinschaftsunterkünften ausgezogen sind. Damit soll ihnen ermöglicht werden, sich in einem unbekannten
    System zurechtzufinden. Wegen kultureller und sprachlicher Hürden sei eine solche Begleitung notwendig.
    Die Petition wird von fünf Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin eine Stellungnahme der Senatorin für Soziales,
    Jugend, Frauen, Integration und Sport eingeholt. Außerdem hatte die Petentin die Möglichkeit, ihr Anliegen im
    Rahmen der öffentlichen Beratung persönlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das
    Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Mittlerweile wird vermehrt versucht, Flüchtlinge nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen,
    sondern sie in Wohnungen zu vermitteln. Seit dem Jahr 2014 gibt es eine ambulante Nachbetreuung für
    Flüchtlinge. Haupt - und ehrenamtliche Betreuer betreuen die Flüchtlinge nach dem Umzug in die W ohnung.
    Die ambulante Nachbetreuung besteht aus fünf Säulen. Zunächst werden die Flüchtlinge auf eigene
    Hilfsmöglichkeiten, wie familiäre Bindungen und englische Sprachkenntnisse verwiesen. Zum anderen wird
    auf bestehende soziale Netzwerke in den Stadtteilen hingewiesen. Als Drittes werden ehrenamtliche Lotsen
    oder Paten vermittelt. Hier ist Bremen Spitzenreiter in der Bundesrepublik. Wohnraumberater machen
    Hausbesuche und beraten die Flüchtlinge. Die letzte Säule bildet die Betreuung durch ambulante Sprach- und
    Integrationsmittler. Mittlerweile gibt es in diesem Bereich ein Stellenvolumen von 15,6 Vollzeitäquivalenten für
    800 bis 1.000 Fälle. W egen des im l etzten Jahr erfolgten erhöhten Zuzugs von Flüchtlingen wurde bereits eine
    Mittelerhöhung angemeldet.

    Allerdings besteht nicht bei allen Personen ein Betreuungsbedarf. Viele Flüchtlinge finden auch ohne weitere
    Hilfe eine W ohnung. Für sie ist der Beratungs bedarf nicht bekannt.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.