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Bild zur Petition mit dem Thema: S 19/263 - Beschwerde über eine geplante offene Einrichtung für jugendliche Intensivtäter in Wohngebieten S 19/263 - Beschwerde über eine geplante offene Einrichtung für jugendliche Intensivtäter in Wohngebieten
  • Von: Oliver Meier
  • An: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
  • Region: Bremen mehr
  • Status: Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 380 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

S 19/263 - Beschwerde über eine geplante offene Einrichtung für jugendliche Intensivtäter in Wohngebieten

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Bremen: Keine offene Einrichtung für jugendliche Intensivtäter in Wohngebieten!

Als Unterzeichner dieser Petition fordern wir den Senat auf, vom Konzept der offenen pädagogischen Heimbetreuung jugendlicher Intensivtäter in Wohngebieten abzusehen und lehnen daher die aktuellen Planungen für Bremen-Lesum ab.

Wir befürworten die vom ehemaligen SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen vor der letzten Bürgerschaftswahl gemachte Aussage, sich für eine geschlossene, intensiv-pädagogische Einrichtung in der dafür zu reaktivierenden JVA-Blockland einzusetzen.

Dieses Vorhaben gelangte 2015 auch in den aktuellen Koalitionsvertag, wurde jedoch wieder verworfen. Angeblich aus finanziellen Gründen und veränderten Rahmenbedingungen.

Diese Entscheidung halten wir aus folgenden Überlegungen für falsch:

  1. Intensivpädagogische Maßnahmen in einer offenen Einrichtung greifen nicht, wenn sich die Jugendlichen ohne großen Aufwand in ihre alten Gruppenbezüge und Verhaltensmuster begeben können.

Das von der Sozialbehörde aktuell in Bremen-Lesum angedachte Objekt liegt direkt an der Regional-Haltestelle, 15 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

  1. Es handelt sich bei den Bewohnern um Personen, die laut der in diesem Segment tätigen Akademie Kannenberg "erhebliche sozial-emotionale Entwicklungsbeeinträchtigungen zeigen, die eine Teilhabe an der Gesellschaft verunmöglichen".

Desweiteren fällt diese Gruppe demnach auf durch Delinquenz, die aggressives Verhalten als wesentliches Mittel zur Durchsetzung oder Demütigung nutzt.

Es wird dieser Gruppe ein hoher Wertverlust attestiert.

Deutliche Störungen im Aufbau von Beziehungen, Verweigerung im Lern- und Leistungsbereich und unangemessener Umgang mit Alkohol- und Drogen gehören zu weiteren wesentlichen Verhaltenskennzeichen.

Darüber hinaus stellen sie laut der Akademie eine potentielle Gefährdung für sich und andere dar.

Als Petitions-Unterzeichner bezweifeln wir, dass die Träger der offenen Heimunterbringung Personal zur Verfügung stellen, welches sich in dieser Konzeption nachhaltig pädagogisch behaupten kann.

Es ist bei offener Betreuung eher davon auszugehen, dass die Heimbewohner nach kurzer Zeit die Regeln der Betreuung bestimmen und unter dem Personal Resignation, Angst, Krankmeldung oder hohe Fluktuation zu beobachten ist.

Dabei wäre es intensiv-pädagogisch von grosser Bedeutung, dass ein konstantes Vertrauensverhältnis zwischen Jugendlichen und Betreuen über den Zeitraum der Maßnahme aufgebaut würde.

  1. Die für eine offene Betreuung durch einen Träger laut aktueller Senatsvorlage veranschlagten hohen Aufwendungskosten (monatlich ca. 11000,- /Person) dürfen keinesfalls, wie in Bremen-Lesum geplant, belegungs- und erfolgsunabhängig auf 10 Jahre festgeschrieben werden, sondern müssen zumindest an Wirksamkeit und Auslastung der Maßnahme gekoppelt sein.

Denn wenn der Bremer Senat erneut seine Einstellung gegenüber der geschlossenen, intensivpädagogischen Unterbringung aus Sicherheitserwägungen gegenüber den Bürgern ändern sollte, wären sonst wichtige Finanzmittel über Jahre wirkungslos gebunden. Das gilt es zu vermeiden.

Begründung:

01.09.2017 (aktiv bis 13.10.2017)


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