• Von: Reimer Kanje
  • An: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
  • Region: Bremen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 362 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

S 19/73 - Erhalt des Gramker Seebades

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Petition zur Wiedereröffnung des Grambker Seebads
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit 1926 existiert das Grambker Seebad am Grambker See im Stadtteil Burglesum, das einziges Bremer Bad, dass den Krieg schadenfrei überstanden hat. Viele Grambker Bürger haben sich im Laufe der Jahrzehnte für den Betrieb und den Erhalt des Bades eingesetzt. In den mehr als 25 Jahren, in denen der TV Grambke und der Rechtsnachfolger SV Gramkbe-Oslebshausen das Bad zuletzt betrieben haben, schafften es eben diese Freiwilligen den Badebetrieb aufrecht zu erhalten, ohne hierbei auf Zuschüsse aus den Bremer Ämtern angewiesen zu sein. Selbst die 1933 errichteten Gebäude – deren dringenden Sanierungsbedarf die damalige Gesellschaft für öffentliche Bäder bereits im Jahre 1956 erkannte, aber nicht durchführte – wurden durch viel Initiative der Bürger und Mittel der Trägervereine über die Jahre gepflegt und in tadellosem Zustand gehalten. Auch dies ohne Zuschüsse aus öffentlichen Kassen. Trotzt der Schließung des Bades zum Ende der Saison 2014 ist die Immobilie weiterhin in gutem Zustand.
Der Betrieb des Bades war aber nicht zuletzt möglich, da es eine besonderes Mietmodell gab: Die Stadt vermietet das Gebäude ohne Gewinnabsicht und verpflichtet den Betreiber zur Instandhaltung auf eigene Kosten. Diese Absprache ermöglichte den freiwilligen Helfern (hierunter Handwerksleute verschiedener Zunft) in Verbindung mit Sach- und Geldspenden der lokalen Gewerbetreibenden die Gebäude in einem vorzeigbarem Zustand zu halten, ohne dass die öffentlichen Kassen hätten einspringen müssen.
Mit der Gründung von Immobilien Bremen im Jahre 2008 und der damit verbundenen „Richtlinien zur Vermietung, Verpachtung und Zwischennutzung von Immobilien des Landes und der Stadtgemeinde Bremen an Dritte“ verwehrt Bremen zukünftigen Mietern der Gebäude des Seebades grundsätzlich eine Miete zu bisherigen Bedingungen. Hierbei liegt die Betonung auf grundsätzlich, da auch hier Ausnahmen möglich sind. → Vgl. Landeshaushaltsordnung (LHO) §63 Absatz 4 und 5, Ausnahmen durch die Senatorin für Finanzen
Das Grambker Seebad stellte schon immer einen besonderen Treffpunkt dar: Neben den klassischen Sportangeboten (Schwimmen, Beachvolleyball, Tischtennis, etc.) fanden im Seebad auch immer wieder Veranstaltungen wie Osterfeuer, Kinderfeste oder Volleyballturniere statt. Dies ist nur durch die zentrale Lage im Grambker Wohngebiet möglich. Ebenso stellt das Bad für viele Grambker Kinder ohne eigenen Garten eine naheliegende Spiel- und Bademöglichkeit mit gesichertem Badebetrieb an jedem Wochentag dar.
Die politischen Fraktionen in Burglesum unterstützen den Erhalt des Bades. Der Zuspruch aus der Bevölkerung ist ungebrochen. Es mangelt nicht an tatkräftigen Helfern und privaten sowie gewerblichen Sponsoren, die für die Grundsanierung der Steg- und Badeanlagen sowie der Kinderkletteranlage neben Unterstützung auch viel Zeit und Geld investieren wollen, damit das Bad auch für die Grambker Kinder von heute ein Treffpunkt bleibt, wie er es für ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern gewesen ist.
Gespräche zwischen Immobilien Bremen und der potentiellen Betrieberinitiative haben erste Ansätze gefunden, jedoch wird ein wirtschaftlicher Betrieb erst dann wieder möglich sein, wenn das Land Bremen auf seine Gewinnabsicht verzichtet.
Somit beantragen wir, die Petenten und Unterstützer des Seebades Grambke, einen Beschluss der Senatorin für Finanzen mit dem Ziel der Weitervermietung des Seebades, um unter Gewinnverzicht des Eigners einen kostendeckenden Betrieb des Bades zu ermöglichen. Hierzu ist nach Stand der aktuellen Verhandlungslage der Verzicht auf die Anwendung der o.g. „Richtlinien zur Vermietung, Verpachtung und Zwischennutzung von Immobilien des Landes und der Stadtgemeinde Bremen an Dritte“ nötig.
Die Petenten und Unterstützer des Grambker Seebades

Begründung:

29.02.2016 (aktiv bis 11.04.2016)


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