Der Deutsche Bundestag möge beschließen ... dass der Straßenverkehr in Deutschland insgesamt und zusammenfassend - etwa durch das Institut für Technikfolgenabschätzung! - auf seine Folgen für Mensch und Natur untersucht und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen geplant, möglichst auch öffentlich diskutiert und konseqent mittel- bis langfristig durchgeführt werden, um negative Folgen für Mensch und Natur zu beseitigen.

Reason

Anfangen könnte eine kritische Analyse vielleicht bei den generellen Entwicklungstrends im Automobilbau. Wenn der Eindruck nicht täuscht, werden die Fahrzeuge mit jeder Automesse größer, stärker, schwerer, schneller, aggressiver, bedrohlicher und wahrscheinlich auch lauter. Besonders auffällig sind dabei vor allem der Trend zum Geländewagen mitten in der Großstadt, die Diskussion um den Gigaliner und die Gigantomanie bei den landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die so langsam alle Dimensionen zu sprengen drohen und mit unvermindertem Tempo durch unsere dafür wohl kaum ausgelegten Straßen donnern. Man kann sich kaum vorstellen, welche monströsen Verkehrsverhältnisse uns da in Bälde sozusagen ins Haus stehen.
Man hört immer mal wieder davon, dass der Bundestag ein Büro zur Technikfolgenabschätzung unterhält. Mit einer solchen Behörde müsste es doch - bei gutem Willen - möglich sein, eine solche Entwicklung zu steuern und auf die Bedürfnisse der Menschen und die Dimensionen unserer Straßen und Städte zuzuschneidern, etwa, indem man z,B . die Größe, die Verwendbarkeit, den Lärm und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen - abhängig von den Straßen - generell gesetzlich bzw. technisch beschränkt. Eine entsprechende Besteuerung von Autos, Treibstoff und Parkmöglichkeiten und eine Verbilligung und Verbesserung des öffentlichhen Nahverkehrs wären ein zusätzlicher Anreiz für viele Menschen, häufiger mal zu Fuß zu gehen und mit dem Fahrrad zu fahren oder Bus und Straßenbahn zu benutzen. Flankieren könnte man das Ganze durch eine entsprechende Verkehrserziehung, die allerdings nicht allzu sehr vom Vorbild der Erwachsenen abhängig sein dürfte. Als der "Sachzwang" noch nicht die Entscheidungen unserer politischen Klasse bestimmte und die Welt noch ein wenig offener für Veränderungen zu sein schien, war sogar einmal von der "autofreien Stadt" die Rede. Der Durchgangsverkehr sollte generell auf kürzestem Wege zu den entsprechenden Durchgangs- und Fernstraßen gelenkt werden: In Grohn, St, Magnus, Lesum, Burgdamm, Burg und Grambke z .B. auf die Schnellstraße, die Autobahn und die Hafenrandstraße. Parkmöglichkeiten sollten nur noch außerhalb der Ortskerne angeboten werden. Einkaufsmöglichkeiten größeren Ausmaßes auf der grünen Wiese sollten verhindert und mittelfristig verhindert und langfristig durch verbrauchernahe Einkaufsmöglichkeiten ausgetrocknet werden. Straßen, die nicht unmittelbar dem Durchgangsverkehr dienen, dürften in der Regel nur noch vom Quell- und Lieferverkehr genutzt werden. In ihnen müsste allerdings durch eine entsprechende bauliche Gestaltung ein höheres Tempo (30 km?) und missbräuchliche Nutzung unmöglich gemacht werden, da die für viele zur Gewohnheit gewordene, von der Werbung und Fahrzeugentwicklung geförderte alltägliche Raserei durch Appelle, Verbote, Kontrollen und Strafen kaum noch zu verhindern zu sein scheint. Nach den Erkenntnissen von Verkehrswissenschaftlern entfällt ein verhältnismäßig großer Teil des Verkehrs auf verhältnismäßig kurze Strecken (unter 6 km), in diesem Bereich könnten gesunde und rüstige Menschen in sehr vielen Fällen aus Rücksicht auf Mensch und Natur gut und gern auf das Auto verzichten. Das würde wahrscheinlich auch der allgemeinen Gesundheit dienen.

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News

  • Pet 1-17-12-92-038767Straßenverkehrswesen
    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 21.03.2013 abschließend beraten und
    beschlossen:
    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.
    Begründung
    Der Petent möchte erreichen, dass der Straßenverkehr in Deutschland - etwa durch
    das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag - auf seine
    Folgen für Mensch und Natur untersucht wird.
    Zur Begründung des Anliegens wird im Wesentlichen vorgetragen, der
    Entwicklungstrend im Automobilbau gehe zu immer größeren Fahrzeugen. Der Trend
    zu Geländewagen, die Diskussion um die „Gigaliner“ und die „Gigantonomie“ bei
    landwirtschaftlichen Fahrzeugen „sprenge“ alle Dimensionen. Zudem seien die
    Straßen nicht auf... weiter

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