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US-Militärbasen: Kein Angriffskrieg von deutschem Boden ohne Kontrolle des Parlaments

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

509 Unterschriften

2 %
30.000 für Sammelziel

509 Unterschriften

2 %
30.000 für Sammelziel
  1. Gestartet 04.06.2026
  2. Sammlung noch 3 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Diese Petition nimmt noch 21 Tage am Themenvoting für eine selbstorganisierte, bundesweite Volksabstimmung teil.

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Europas größte US-Militärbasis ist die Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz. Sie wird von den USA betrieben, liegt aber auf deutschem Staatsgebiet. Darum darf Deutschland nicht wegsehen, wenn von dort aus möglicherweise völkerrechtswidrige Einsätze unterstützt werden.

Aktuell steht der Verdacht im Raum, dass Ramstein bei den US-Operationen gegen den Iran eine Rolle spielt, etwa bei der Steuerung von Drohnenangriffen. Genau für solche Fälle braucht es parlamentarische Kontrolle, bevor sich Deutschland bei möglichen Völkerrechtsverstößen mitschuldig macht.

Deshalb wird ein Parlamentsvorbehalt gefordert, sobald Alliierte einen Militärstützpunkt in Deutschland für einen bewaffneten Konflikt ohne UN-Mandat nutzen wollen, was dadurch womöglich völkerrechtswidrig sein könnte. Die Bundesregierung soll die Zustimmung des Bundestags einholen - bevor deutsche Standorte, Überflugrechte, Datenverbindungen oder andere Unterstützung genutzt werden dürfen.

Begründung

Militärbasen sind keine rechtsfreien Räume
Nach Art. 2 Abs. 4 der UN-Charta ist militärische Gewalt gegen andere Staaten grundsätzlich verboten (Gewaltverbot). Das Grundgesetz verpflichtet Deutschland außerdem zur Friedenswahrung und zur Achtung der Regeln des Völkerrechts (Art. 25 GG, Art. 26 ABs. 1 GG).
Viele Völkerrechtlerinnen und Völkerrechtler sehen die Angriffe der USA auf den Iran nicht durch das Selbstverteidigungsrecht oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gedeckt und auch die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages kommen zu dem Ergebnis, dass die Angriffe gegen das Gewaltverbot verstoßen. Sie halten außerdem fest: Sollte Deutschland die Nutzung von Militärbasen auf deutschem Hoheitsgebiet für völkerrechtswidrige Handlungen gestatten, kann darin je nach Umständen eine völkerrechtlich relevante Beihilfe liegen (Art. 16 der ILC-Artikel zur Staatenverantwortlichkeit.)

Die Lücke: Die Bundeswehr braucht Zustimmung - fremde Streitkräfte nicht
Für bewaffnete Auslandseinsätze der Bundeswehr gilt der Parlamentsvorbehalt, d.h. der Bundestag muss diesen Einsätzen grundsätzlich zustimmen. Das ist Ausdruck davon, dass Entscheidungen über Krieg und Frieden demokratisch kontrolliert werden müssen.
Doch wenn alliierte Streitkräfte militärische Infrastruktur auf deutschem Staatsgebiet nutzen etwa Standorte wie Ramstein, Überflugrechte etc., gibt es keinen vergleichbaren Automatismus. So entsteht eine gefährliche Entscheidungs- und Kontrolllücke, die geschlossen werden muss.

Bündnistreue ist wichtig - aber kein Blankoscheck
Deutschland hat gute Gründe, eng mit den USA und der NATO zusammenzuarbeiten. Bündnisse schützen Sicherheit, Freiheit und internationale Stabilität. Aber Bündnistreue bedeutet nicht, dass Deutschland mögliche Völkerrechtsverstöße einfach hinnehmen darf. Gerade Freunde und Verbündete müssen sich gegenseitig an Recht und Verantwortung erinnern. Ein Parlamentsvorbehalt wäre kein antiamerikanisches Signal. Er wäre ein rechtsstaatliches Signal: Deutschland bleibt bündnistreu - aber nicht blind.
Dass Verbündete Grenzen setzen können, zeigt Spanien. Die spanische Regierung untersagte den USA zu Beginn des Iran-Krieges die Nutzung der gemeinsam betriebenen Militärbasen Rota und Morón für Angriffe auf den Iran und sperrte später auch den Luftraum für militärische Flüge mit Bezug zu diesem Krieg. Spanien bleibt NATO-Mitglied - traf aber eine eigene völkerrechtliche Entscheidung.

Deutschland darf nicht stillschweigend in mögliche Angriffskriege hineingezogen werden. Wer militärische Einsätze von deutschem Boden aus ermöglicht, muss sich parlamentarischer Kontrolle stellen.
 
Quellen:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ABSTIMMUNG21 e. V., Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.06.2026
Sammlung endet: 30.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Außenpolitik

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Warum Menschen unterschreiben

Ich will nicht, dass meine Kinder und Enkelkinder von den USA in einen Krieg gedrängt werden! Will man dort einen Krieg gegen Russland führen, muss/ darf man nicht den Umweg über Europa/Deutschland nehmen, auch wenn sich das einige Profiteure in unserer „politischen Elite“ scheinbar gerne wünschen!

Der Frieden war in meiner Generation unser höchstes Gut.
Ich bin gegen jede Form von Kriegstreiberei. Von deutschem Boden sollten generell keine Kriegsaktionen ausgehen.

Ich bin gegen jede kriegerische Intervention und für soziale und zivile Verteidigung

Frieden erhalten ist das wichtigste in der heutigen Welt

Unabhängigkeit von USA !

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