Der Deutsche Bundestag möge das aktive Wahlrecht allen Bundesbürgern ab 16 Jahren zusprechen.

Begründung

Das Wahlalter ist nichts Unveränderbares. Die Auffassung darüber, ab wann Personen wahlberechtigt sein sollen, unterliegt Schwankungen und Veränderungsprozessen. Eine Absenkung wäre zeitgemäß und würde den derzeitigen Gegebenheiten entsprechen. Die Wahlaltersenkung könnte den Anerkennungsgrad der staatlichen Institutionen unter Jugendlichen heben, da diese dann auch durch Jugendliche gestaltet werden könnten. Jugendliche sind in hohem Ausmaß politisch engagiert. Dieses Engagement und Interesse kann sich zur Zeit nur außerparlamentarisch äußern. Die Interessen von Jugendlichen werden verstärkt wahrgenommen, wenn diese wahlberechtigt sind. Das Jugendwahlrecht würde die Politik dazu „zwingen“, Mut für Zukunftsentscheidungen zu entwickeln. Da politische Entscheidungen meist irreversibel sind, tragen heutige Jugendliche als Erwachsene Konsequenzen jener Entscheidungen, an denen sie nicht teilhaben konnten. Dies widerspricht dem Grundgedanken der Demokratie, der verlangt, dass jene, die von Regelungen betroffen sind, diese auch mitbestimmen können. Die Vorenthaltung des derzeitigen Wahlrechts entspricht nicht dem Sinne der UN-Kinderrechtskonvention 1992.

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Pro

Da die Jugend nicht wahlberechtigt ist, wird sie oft übergangen. Eine Absenkung der Altersgrenze könnte dazu führen, dass die Interessen der Jugendlichen zumindest ansatzweise berücksichtigt werden.

Contra

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