Anfang September 2016 wurde überraschend die Haltestelle Borghorst (Richtung Kreisel) „verlegt“: Es hält dort kein Bus mehr.

Anwoh­ner im Osten Altengammes und im Vossmoor, die nach Geesthacht oder nach Hause wollen, sind dadurch vom öffentlichen Personennahverkehr abge­schnitten – es sei denn, sie sind bereit und in der Lage, 1 Extra-Kilometer zu Fuß zurückzulegen und auch bei Wind und Wetter 15 Minuten am Alten­gammer Zelt­platz auf den Anschlussbus zu warten bzw. auf dem Nachhauseweg sehr um­ständlich über Bergedorf zu fahren.

Die HVV findet, eine 2-minütige Schleifen­fahrt sei nicht machbar. Verkehrsbehörden und Gemeindeverwaltungen nicken dazu. Den be­troffenen Anwohnern und ihren lokalpoliti­schen Vertretern im Regionalaus­schuss Rede und Antwort zu stehen waren sie bislang nicht bereit.

Reason

Aus unse­rer Sicht haben VHH, HVV und die Verwal­tung kein Recht, die südöstlichste Haltestelle Ham­burgs stillzule­gen!

Durch die Wegnahme der Haltestelle Borghorst sind viele Anwohnerinnen und Anwohner im östlichen Altengamme und alle im Vossmoor noch schlechter an den ÖPNV angeschlossen als ohnehin schon.

Laut zuständiger Behörde beträgt die maximale Entfernung zu einer Bushaltestelle im Hamburger Stadtgebiet 400 Meter, in den sog. Außenbezirken 600 Meter. Fahrgäste müssten, um den Bus nach Geesthacht zu erreichen, durch den Wegfall der Haltestelle Borghorst rund 1000 zusätzliche Meter laufen als vor der »Verlegung« dieser Haltestelle.

Dasselbe gilt für alle Anwohnerinnen und Anwohner im Osten Altengammes und im Vossmoor, die aus Geesthacht oder aus den Vier- und Marschlanden oder aus der Innenstadt von Hamburg kommen und nach Hause wollen. Für ihre Besucher und Besucherinnen gilt das ebenso und auch für die Touristen, die das neu geschaffene Borghorster Süßwasserwatt besuchen oder z. B. das »Haus ANNA ELBE« (ehem. Voss'sches Haus) ansteuern wollen, die neueste Heimat- und Kulturstätte, die derzeit liebevoll restauriert und ausgebaut wird.

Als die Baumaßnahme (»Kohärenzsicherung Borghorster Elbwiesen«) planfestgestellt wurde, hat die Planfeststellungsbehörde gefunden, dass die Bedienung der Haltestelle Borghorst dem Verkehrsdienstleister (HVV bzw. VHH) und dem Aufgabenträger (BWVI) zuzumuten ist und dass der durch die Verlegung der Kreisstraße auf den Borghorster Elbdeich entstandene Mehraufwand (Schleifenfahrt von ca. 2 Minuten) hinzunehmen ist. Das interessiert jetzt aber anscheinend weder die Verkehrsbetriebe noch die Genehmigungsbehörde, die den Wegfall unserer Haltestelle genehmigt hat, und auch nicht das Bezirksamt Bergedorf, das als Gemeinde zu der Sache angehört wurde, es aber nicht einmal für nötig erachtet hat, überhaupt dazu Stellung zu nehmen. Die betroffenen Anwohner und Anwohnerinnen hat jedenfalls niemand gefragt, bevor die Entscheidung fiel!

Viele Anwohnerinnen und Anwohner sind jetzt auf das Auto angewiesen, um von zu Hause weg oder zurück nach Hause zu kommen. Viele haben gar kein Auto. Auch Touristen, die die schöne Natur- und Kulturlandschaft im Osten Altengammes besuchen wollen, sind auf das Auto angewiesen. Sie werden den Wirtschaftsweg auf dem Hauptdeich noch mehr als ohnehin schon, vor allem in den Sommermonaten, an jedem sonnigen Wochenende zu einer Autobahn mit dichtem Verkehr verwandeln.

Außerdem ist das ein Unding gerade in Hamburg, der »Klimahauptstadt 2011«, die Menschen auf den fossilen Transportweg »Auto« zurückwerfen zu wollen.

Wir verlangen unsere Hal­testelle umge­hend zurück!

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  • Moin Unterstützer,

    längere Zeit habt Ihr nichts Offizielles mehr gehört, wobei im Hintergrund immer noch aktiv an der Sache gearbeitet wurde.

    Von daher an dieser Stelle nun aktuelle Informationen:

    Wir haben zumindest einen Teilerfolg erzielt und ich kann hiermit verkünden, dass die Bushaltestelle Borghorst ab dem 10.12.2017 zum ersten Mal seit August 2016 wieder von der Linie 120 angefahren wird.

    Leider gibt es Einschränkungen im Fahrplan, auf die von Bernd Capeletti (CDU), Vorsitzender des Regionalausschusses, mit „Lob und Tadel“ reagiert wird. Denn die neuen Stopps sind zu Zeiten, die den meisten Altengammern wenig nutzen.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden wie sich die Sache entwickelt.

    Die Bergedorfer Zeitung berichtet unter dem Titel:
    Busstopps nur zu „Tagesrandzeiten“
    folgendermaßen:

    Altengamme. . Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember soll Hamburgs
    südöstlichste Bushaltestelle („Borghorst“) wieder von den Bussen der
    Linien 120 und 439 angesteuert werden. Dafür haben sich die
    Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des Busstopps und die Parteien im
    Regionalausschuss vehement eingesetzt. Doch Bernd Capeletti (CDU),
    Vorsitzender des Regionalausschusses, reagiert auf den neuen Fahrplan
    mit „Lob und Tadel“. Denn die neuen Stopps sind zu Zeiten, die den
    meisten Altengammern wenig nutzen.
    Seit August 2016 wird der Verkehr vom Altengammer Hauptdeich über
    den ertüchtigten Leitdamm an der Elbe entlang in Richtung Geesthacht
    geführt. Seitdem beginnen und enden die Buslinien am „Zeltplatz
    Altengamme“ – die Haltestelle „Borghorst“ wird nur noch von der Linie
    228 (zum und vom S-Bahnhof Bergedorf) bedient. Doch die Linien 120
    und 439 waren die direkte Verbindung zum Hauptbahnhof und nach
    Geesthacht.

    Sonnabends nur eine Fahrt
    Montags bis freitags soll der Bus Richtung Hamburg (Baustellen-bedingt
    nur bis Rothenburgsort) um 4.52, 5.52 und 6.51 Uhr an der Haltestelle
    stoppen. Sonnabends gibt es nur eine Fahrt (20.53 Uhr), sonntags wird
    um 7.53, 8.53 und 20.35 Uhr gehalten. In die Gegenrichtung sind
    tägliche Stopps um 21.13, 22.13 und 23.13 Uhr vorgesehen.
    „Die Haltestelle wird weiterhin regelmäßig von der Linie 228 bedient –
    während der Hauptverkehrszeiten sogar im 30-Minuten-Takt, ansonsten
    stündlich“, sagt Christina Sluga, Sprecherin der Verkehrsbetriebe
    Hamburg-Holstein. Die anderen Linien würden nur an
    „Tagesrandzeiten“ an der Haltestelle stoppen, weil sonst weitere
    Anschlüsse gefährdet seien. Außerdem gebe es dort nur „acht Ein- und
    Ausstiege pro Tag“.

    „Zeiten nicht optimal“
    Capeletti freut sich über die Reaktivierung des Busstopps, „die Zeiten
    sind aber nicht optimal“. Gerade Senioren, die in Geesthacht einkaufen
    wollen, würden sie wenig nützen. „Wir brauchen besonders im ländlichen
    Bereich einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr. Deshalb setzt
    sich der Regionalausschuss für eine vernünftige Bedienung der
    Haltestelle ein.“ Falls nötig, sei die Wirtschaftsbehörde in der Pflicht,
    mehr Busse zu finanzieren. Capeletti will sich nun mit der BI abstimmen.

    Artikel Bergedorfer Zeitung:
    www.bergedorfer-zeitung.de/vier-und-marschlande/article212699429/Busstopps-nur-zu-Tagesrandzeiten.html

    Fabian Lorenz

  • Moin Unterstützer,

    wie angekündigt hat am Montag den 15.5 die Messfahrt mit der VHH stattgefunden.
    An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die zahlreichen Personen, die uns an der Haltestelle erwartet haben und Politik und VHH mit Fragen gelöchert haben.

    Die gesamte Messfahrt ging ca. 2,5 Stunden mit den Stationen Bergedorf-Altengamme-Bergedorf inkl. längerem Aufenthalt eben an der Haltestelle Borghorst.

    Hier vor Ort standen Personen wie Thorsten Techentin (Betriebsplanung), Rüdiger Neuwirth (VHH-Verkehrsvertragsmanagement), Rolf Wobbe (GAL), Bernd Capeletti (CDU) und Sprecher Martin Beckmann zur Verfügung.

    Ergebnis der Messfahrt ist, dass ~3 Minuten aufgewendet werden müssen um die Haltestelle weiterhin anfahren zu können.

    Ich möchte Euch alle nun bitte Euch an dieser Umfrage zu beteiligen um eine Gewichtung zu ermitteln wann die Haltestelle genutzt wird:

    Haltestelle Borghorst Linie 120/439
    Umfrage von Fabian Lorenz
    Altengamme
    Wann nutzen Sie die Haltestelle Borghorst der Linie 120/439 zum Ein- oder Aussteigen?

    ***
    doodle.com/poll/afrqhin7q73n5bcb
    ***

    Bitte opfert alle 2 Minuten Euer Zeit.
    Viele Grüße
    Fabian Lorenz
    ---
    Artikel Bergedorfer Zeitung:

    Borghorst
    Busstopp: 3:15 Minuten sind entscheidend
    Altengamme. Politiker, Verwaltung und VHH auf gemeinsamer „Messfahrt“ im Linienbus.
    Der Kampf um Hamburgs südöstlichste Haltestelle („Borghorst“) geht weiter: Mitglieder des Regionalausschusses und Mitarbeiter der Verwaltung sowie Vertreter der Bürgerinitiative für den Erhalt des Busstopps durften dort nun ausnahmsweise aus- und einsteigen – im Zuge einer „Messfahrt“ der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). Während der Tour, bei der auch Planer der VHH an Bord waren, wurde die Zeit gestoppt. Denn um sie geht es, genauer gesagt um drei Minuten und 15 Sekunden.

    Dies ist exakt die Zeit, die mehr aufgewendet werden muss, um die Haltestelle „Borghorst“ weiterhin zu bedienen. Seit August wird der Verkehr vom Altengammer Hauptdeich über den ertüchtigten Leitdamm an der Elbe entlang in Richtung Geesthacht geführt. Seitdem beginnen und enden die Buslinien am „Zeltplatz Altengamme“ – die Haltestelle „Borghorst“ wird nur noch von der Linie 228 bedient. Doch die Linien 120 und 439 waren die direkte Verbindung zum Hauptbahnhof und nach Geesthacht. Anwohner, die nahe der betroffenen Haltestelle wohnen, müssen nun etwa einen Kilometer weiter gehen, um in den Bus steigen zu können.

    Zusätzliche Zeit ermittelt
    Bei der „Messfahrt“ wurde die zusätzliche Zeit ermittelt, die der Bus benötigt, um von der Haltestelle „Zeltplatz“ über eine Schleife im Kreisel zur Haltestelle „Borghorst“ zu gelangen. Den VHH-Planern bescheren diese 3.15 Minuten große Schwierigkeiten.

    Denn von einer Änderung der Fahrzeiten wären einige Anschlüsse betroffen. „Am Geesthachter ZOB starten zahlreiche Linien, die Umsteigezeit in den Bus in die Oberstadt beträgt zum Beispiel nur eine Minute“, sagt Thorsten Techentin (Betriebsplanung). Auch könnten die Busse nicht einfach drei Minuten früher am Hamburger ZOB starten: „Dann müssen zusteigende Gäste am S-Bahnhof Tiefstack beispielsweise eine S-Bahn früher nehmen, um den Bus zu kriegen. Das können aber nicht alle. Sie 57 Minuten warten zu lassen, wäre jedoch eine Zumutung“, sagt Rüdiger Neuwirth (VHH-Verkehrsvertragsmanagement).

    Behörde sei in der Pflicht
    Die Politiker aus dem Regionalausschuss wiederum betonen, dass sich die Wirtschaftsbehörde im Planfeststellungsbescheid 2012 zum Erhalt der Haltestelle verpflichtet habe. „Die Anwohner haben ein Anrecht auf diesen Busstopp“, sagt Rolf Wobbe (GAL). Bernd Capeletti (CDU), Vorsitzender des Regionalausschusses, kann auch Argumente, dass die Fahrgastzahlen der Deich-Linien seit vielen Jahren niedrig seien, nicht akzeptieren: „Warum wurde dann der Erhalt der Haltestelle festgeschrieben?“ Außerdem wachse die Bevölkerung in den Vier- und Marschlanden: „Da bedarf es eines Ausbaus des Öffentlichen Personennahverkehrs“, sagt Capeletti. „Der Fahrplan muss angepasst werden.“
    Die VHH wollen nun zwei, drei Wochen lang Fahrzeiten der Linien 120 und 439 mit den Bordrechnern der Busse aufzeichnen und die Software auswerten. „So erkennen wir, wann der Bus an welcher Haltestelle ist. Dann haben wir eine Datenbasis“, sagt Techentin. „Die Frage ist: Ist da überhaupt Luft?“, sagt Neuwirth. „Und wenn ja: Wie harmoniert das mit den Anschlussbussen in beide Fahrtrichtungen?“ Im besten Falle könne die Haltestelle wieder angesteuert werden, „ich bin da aber skeptisch“, sagt Neuwirth.

    „Aufgabenträger entscheiden“
    „Letztlich müssen die Aufgabenträger entscheiden“, sagt der Verkehrsvertragsmanager. Für den ÖPNV sind die Wirtschaftsbehörde (für Hamburg) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (für Geesthacht) zuständig. „Wir sind wertneutral, liefern nur die Fakten“, sagt Sprecher Martin Beckmann.

    Wird die Haltestelle nicht wieder in den Fahrplan aufgenommen, will Capeletti eine Petition an die Bürgerschaft stellen. „Eine andere Möglichkeit gibt es dann nicht mehr.“

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  • Heute ab 16:00 Uhr wird mit der VHH, Parteivertretern und einigen Unterstützern eine von der VHH organisierte Sonderfahrt stattfinden.

    Informationen der VHH:
    So können wir uns die Gegebenheiten vor Ort noch einmal genau ansehen, ggf. Fahrzeiten ermitteln und auch die komplexen Anschlussbeziehungen darstellen.

    Wir sind sicher, dass eine solche Fahrt sehr gut geeignet ist, um die Fakten in dieser Sache allen Beteiligten zugänglich zu machen und einen gleichen Kenntnisstand herzustellen.

pro

die anbindug muß soweit erhalten bleiben da gerade die kinder auf den bus angewiesen sind

contra

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