Paziņojumi, ko Thüringer Landtag publicēja, izmantojot openPetition , nav saistoši lēmumi. Par to atbild Lūgumrakstu komiteja pēc oficiālās apstrādes ar lūgumrakstu. Visi paziņojumi papildina procesu un ir apņemšanās veidot pārredzamu dialogu starp politiķiem un pilsoņiem acu līmenī.

komentāri: Thüringer Landtag Tīringene

Atbilde Numurs Procenti
Neatbildēts 70 76,9%
Es piekrītu / lielākoties piekrītu 10 11,0%
Es nepiekrītu 5 5,5%
E-pasts tehniski nav sasniedzams 4 4,4%
Nav viedokļa 1 1,1%
Nav pieprasīts, e-pasta adrese nav pieejama 1 1,1%

5 %

5% atbalsta parlamentāro pieprasījumu.

10% atbalsta publisku noklausīšanos ekspertu komisijā.

4% atbalsta publisku noklausīšanos parlamentā/plēnumā.


Thomas Rudy attēls

Thomas Rudy

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Altenburger Land I

AfD, pēdējo reizi rediģēts 13.05.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstīšu šo pieprasījumu, ja tam pievienosies pietiekams skaits citu pārstāvju.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.
Es atbalstu publisku noklausīšanos parlamentā/plēnumā.

Sehr geehrte Damen und Herren,


wir danken Ihnen für die Möglichkeit der Stellungnahme.


Nach Ansicht der AfD-Fraktion sollten etwaige Fusionen zwischen einer kreisfreien Stadt und einem Landkreis ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen (ebenso wie Zusammenschlüsse zwischen den Landkreisen oder Gemeindezusammenschlüsse). Nur wenn – wie im Falle der kreisfreien Stadt Eisenach und dem Wartburgkreis – zwei Partner freiwillig ,,Ja“ zueinander sagen, kann ein Zusammenschluss erfolgreich sein. Bei einem Zusammenschluss müssen darüber hinaus, je nach Falllage, entweder Fusionsprämien gewährt oder Mittel für die Entschuldung zur Verfügung gestellt werden. Sowohl der Landkreis Weimarer Land, als auch die kreisfreie Stadt Weimar sind überdurchschnittlich verschuldet, sodass sie bei einer – freiwilligen und von beiden gewollten Fusion – vom Land entschuldet werden müssen.


Darüber hinaus lehnen wir zwangsweise Zusammenschlüsse auch ab, weil es keinen Zusammenhang zwischen Einwohnerzahlen und der Leistungsfähigkeit einer Verwaltungsstruktur gibt. Diese Behauptung der Landesregierung wurde bislang nicht wissenschaftlich untermauert. Zudem ist unserer Ansicht nach eine Funktional- und Verwaltungsreform einer zwangsweisen Gebietsneugliederung vorzuziehen. Zunächst muss geklärt werden, welche Aufgaben überhaupt erledigt werden müssen, zu welchen Standards, durch wen und auf welcher Ebene. Dann muss die Landesverwaltung dementsprechend umgestaltet werden. Erst am Ende würde eine – freiwillige und durch das Land geförderte! – Fusion stehen.


In unserem Standpunkt schießen wir uns grundsätzliche den Positionen der beiden kommunalen Spitzenverbände an, die darauf hinweisen, dass ,,alle Neugliederungsmaßnahmen – gemessen an dem Recht der kommunalen Selbstverwaltung – geeignet, erforderlich und angemessen sein (müssen), das im Gemeinwohlinteresse liegende Neugliederungsziel zu erreichen“ (Stellungnahme des Thüringischen Landkreistages zum Referentenentwurf eines Vorschaltgesetzes zur Durchführung der Gebietsreform im Freistaat Thüringen, 12.04.2016, S. 4).
Die Landesregierung müsste also – unter Angabe von begründeten Schätzungen zu den Kosten- und Einsparpotentialen der Gebietsreform auch ganz konkret für den Fall eines zwangsweisen Zusammenschlusses von Weimar und Weimarer Land – darlegen, dass die obigen Kriterien erfüllt sind. Dies ist bislang nicht geschehen.


Wir lehnen einen zwangsweisen Zusammenschluss der kreisfreien Stadt Weimar mit dem Landkreis Weimarer Land aus den obigen Gründen ab.


Mike Mohring attēls

Mike Mohring

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU, pēdējo reizi rediģēts 12.05.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.


Wolfgang Fiedler

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Holzland-Kreis I

CDU, pēdējo reizi rediģēts 09.05.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.


Annette Lehmann

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Unstrut-Hainich-Kreis II

CDU, pēdējo reizi rediģēts 06.05.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.

Die Anhörung im Innenausschuss dazu erfolgt mit der Anhörung zum sogenannten Vorschaltgesetz.


Marion Walsmann attēls

Marion Walsmann

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt III

CDU, pēdējo reizi rediģēts 05.05.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstīšu šo pieprasījumu, ja tam pievienosies pietiekams skaits citu pārstāvju.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.


Jörg Henke attēls

Jörg Henke

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Holzland-Kreis II

AfD, pēdējo reizi rediģēts 02.05.2016

Par pamatu lēmuma pieņemšanai ir AfD frakcijas pieņemtais lēmums
Es piekrītu / lielākoties piekrītu.

Es atbalstīšu šo pieprasījumu, ja tam pievienosies pietiekams skaits citu pārstāvju.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.
Es atbalstu publisku noklausīšanos parlamentā/plēnumā.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir danken Ihnen für die Möglichkeit der Stellungnahme.

Nach Ansicht der AfD-Fraktion sollten etwaige Fusionen zwischen einer kreisfreien Stadt und einem Landkreis ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgen (ebenso wie Zusammenschlüsse zwischen den Landkreisen oder Gemeindezusammenschlüsse). Nur wenn – wie im Falle der kreisfreien Stadt Eisenach und dem Wartburgkreis – zwei Partner freiwillig ,,Ja“ zueinander sagen, kann ein Zusammenschluss erfolgreich sein. Bei einem Zusammenschluss müssen darüber hinaus, je nach Falllage, entweder Fusionsprämien gewährt oder Mittel für die Entschuldung zur Verfügung gestellt werden. Sowohl der Landkreis Weimarer Land, als auch die kreisfreie Stadt Weimar sind überdurchschnittlich verschuldet, sodass sie bei einer – freiwilligen und von beiden gewollten Fusion – vom Land entschuldet werden müssen.

Darüber hinaus lehnen wir zwangsweise Zusammenschlüsse auch ab, weil es keinen Zusammenhang zwischen Einwohnerzahlen und der Leistungsfähigkeit einer Verwaltungsstruktur gibt. Diese Behauptung der Landesregierung wurde bislang nicht wissenschaftlich untermauert. Zudem ist unserer Ansicht nach eine Funktional- und Verwaltungsreform einer zwangsweisen Gebietsneugliederung vorzuziehen. Zunächst muss geklärt werden, welche Aufgaben überhaupt erledigt werden müssen, zu welchen Standards, durch wen und auf welcher Ebene. Dann muss die Landesverwaltung dementsprechend umgestaltet werden. Erst am Ende würde eine – freiwillige und durch das Land geförderte! – Fusion stehen.

In unserem Standpunkt schießen wir uns grundsätzliche den Positionen der beiden kommunalen Spitzenverbände an, die darauf hinweisen, dass ,,alle Neugliederungsmaßnahmen – gemessen an dem Recht der kommunalen Selbstverwaltung – geeignet, erforderlich und angemessen sein (müssen), das im Gemeinwohlinteresse liegende Neugliederungsziel zu erreichen“ (Stellungnahme des Thüringischen Landkreistages zum Referentenentwurf eines Vorschaltgesetzes zur Durchführung der Gebietsreform im Freistaat Thüringen, 12.04.2016, S. 4).
Die Landesregierung müsste also – unter Angabe von begründeten Schätzungen zu den Kosten- und Einsparpotentialen der Gebietsreform auch ganz konkret für den Fall eines zwangsweisen Zusammenschlusses von Weimar und Weimarer Land – darlegen, dass die obigen Kriterien erfüllt sind. Dies ist bislang nicht geschehen.

Wir lehnen einen zwangsweisen Zusammenschluss der kreisfreien Stadt Weimar mit dem Landkreis Weimarer Land aus den obigen Gründen ab.


Henry Worm attēls

Henry Worm

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU, pēdējo reizi rediģēts 22.04.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.


Christoph Zippel attēls

Christoph Zippel

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Altenburger Land II

CDU, pēdējo reizi rediģēts 21.04.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstīšu šo pieprasījumu, ja tam pievienosies pietiekams skaits citu pārstāvju.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.
Es atbalstu publisku noklausīšanos parlamentā/plēnumā.

Ich lehne die geplante Gebietsreform grundsätzlich ab.


Raymond Walk attēls

Raymond Walk

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU, pēdējo reizi rediģēts 21.04.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.
Es atbalstīšu šo pieprasījumu, ja tam pievienosies pietiekams skaits citu pārstāvju.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.
Es atbalstu publisku noklausīšanos parlamentā/plēnumā.


Herbert Wirkner attēls

Herbert Wirkner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saalfeld-Rudolstadt I

CDU, pēdējo reizi rediģēts 21.04.2016

Es piekrītu / lielākoties piekrītu.


Steffen Harzer attēls

Steffen Harzer

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE, pēdējo reizi rediģēts 06.05.2016

Es nepiekrītu.

Weil die Kreisfreiheit Weimar nur Geld kostet und keinen Vorteil bringt. Notwendig ist für mich viel mehr, eine effektive Zusammenarbeit in der Region, das fördert die Effiziens der öffentlichen Verwaltung und ist gut für die Bürger.
Vielleicht sollten sich die Weimarer Stadtväter und Bürger mal in Hannover erkundigen. Diese haben vor Jahren Ihre Kreisfreiheit aufgegeben und mit den Um.andgemeinden die Region Hannover gegründet. Mit positiven Aspekten für die Stadt und die Umlandgemeinden.


Susanne Hennig-Wellsow attēls

Susanne Hennig-Wellsow

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt II

DIE LINKE, pēdējo reizi rediģēts 03.05.2016

Es nepiekrītu.

Die von r2g geplante Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform wird nicht wie in der Petition behauptet, im Eilverfahren durchgeführt.
Die Reform wurde durch Beschluss des Thüringer Landtages im Februar 2015 auf dem Weg gebracht. Das von der Landesregierung am 22. Dezember 2015 beschlossene Leitbild „Zukunftsfähiges Thüringen“ wurde umfassend öffentlich debattiert. Dies trifft auch auf das Vorschaltgesetz „Gebietsreform“ zu. Hierzu wurde bereits im Regierungsverfahren die Kommunen angehört. Der Thüringer Landtag hat sich am 21. April 2016 erstmalig mit dem Vorschaltgesetz beschäftigt. Am 9. Juni 2016 wird es zum Vorschaltgesetz eine öffentliche Anhörung im Innen- und Kommunalausschuss geben. Die zweite Lesung zum Gesetz ist für den 23. Juni 2016 geplant. Zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte wird es im Jahr 2017einen Entwurf für ein gesondertes Neugliederungsgesetz geben, der umfangreich öffentlich diskutiert werden wird. Dieses Gesetz wird in den beteiligten Kommunen für sechs Wochen öffentlich ausgelegt. Die Kommunen werden angehört. Alle Beteiligten können Anregungen vortragen, die vom Landtag abgewogen werden. Die vollständige Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform wird 2019 abgeschlossen sein. Von einem Eilverfahren, in dem Sachargumente nicht abgewogen werden könne und Bürgerbeteiligung nicht möglich sei, kann keine Rede sein.

In der Petitionsbegründung wird behauptet, dass der Stadt durch den Wegfall der Kreisfreiheit ein Einnahmeverlust bei den Landeszuweisungen im zweistelligen Millionenbereich droht.
Die Kreisfreiheit findet bei den Landeszuweisungen keine gesonderte Berücksichtigung. Durch den Wegfall der Kreisfreiheit werden bisherige Landkreisaufgaben von der Stadt auf den Landkreis übertragen. Keine Landkreisaufgabe kann kostendeckend wahrgenommen werden. Insofern musste Weimar bisher immer eigene städtische Mittel für die Umsetzung von Landkreisaufgaben einsetzen. Deshalb ist es überhaupt nicht möglich, dass durch den Wegfall der Landkreisaufgaben Weimar Geld verliert. Im Gegenteil, Weimar spart städtische Mittel, die künftig für die Gemeindeaufgaben eingesetzt werden können. Nach ersten Berechnungen liegen diese Kosteneinsparungen bei rund 8 Millionen EUR im Jahr. Würde die These der Einnahmeverluste durch Aufgabe der Kreisfreiheit zutreffen, wäre dies ein Systemfehler im kommunalen Finanzausgleich, der sofort behoben werden müsste.

In der Petition wird behauptet, dass durch die Aufgabe der Kreisfreiheit eine Absenkung der städtischen Leistungen (Kultur, Sport, Vereine, soziale Leistungen) erfolgt.
Beim Wegfall der Kreisfreiheit bleiben alle gemeindlichen Aufgaben bestehen. Dazu gehören u.a. die Kultur, der Sport und die Vereinsförderung. Auch ein Teil der sozialen Leistungen bleiben unverändert, u.a. die Kindertagesstätten Sozialeinrichtungen. Nur die Leistungsgesetze im Sozial- und Jugendhilfebereich werden künftig vom Landkreis wahrgenommen. Bei diesen Leistungsgesetzen hat die Stadt bisher kaum ein eigenes Ermessen. Auf Sozialleistungen besteht ein Rechtsanspruch, unabhängig, wer sie umsetzt. Die behauptete Absenkung städtischer Leistungen ist also nicht zu erwarten.

Durch die Aufgabe der Kreisfreiheit soll es nach Überzeugung der Petenten zu Einschnitt in die Entscheidungsfreiheit der Stadt kommen.
Bei Aufgabe der Kreisfreiheit bleibt die Stadt für alle gemeindlichen Aufgaben wie bisher zuständig. Die Landkreisaufgaben gehen in Teilen auf den Landkreis über. Bei diesen Aufgaben handelt es sich im Regelfall um Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises. Bei diesen Aufgaben ist das Land nicht nur Rechts-, sondern auch Fachaufsicht. Ein eigenes Ermessen der Stadt besteht kaum. Im Übrigen darf der Stadtrat über diese Aufgaben auch nicht entscheiden. Dort wo nichts entschieden werden darf, kann auch keine Entscheidungsfreiheit eingeschränkt werden.

In der Petition wird behauptet, dass bei Wegfall der Kreisfreiheit weniger Bürgernähe und längere Ämterwege entstehen.
Bürgernähe hat nichts mit dem Status der Kreisfreiheit zu tun, sondern ist ein Anspruch aller Kommunen. Bürgernähe ist abhängig von der Verfahrens- und Entscheidungsgestaltung innerhalb der Kommunen (Grad der Bürgerbeteiligung). Bürgernähe ist nur mittelbar durch die Struktur der kommunalen Behörden (die Verwaltungsstandorte eingeschlossen) bestimmt. Durch den Wegfall der Kreisfreiheit werden keine weiteren Behördenwege in Weimar entstehen. Das Konzept von r2g sieht vor, dass künftig in allen selbständigen Gemeinden Bürgerservicebüros bestehen, in dem alle kommunalen Angelegenheiten (unabhängig ob des Gemeinde- oder Landkreisaufgaben sind) erledigt werden können.

Die Begründung der Petition enthält die These, dass die Strahlkraft von Weimar nur durch die Kreisfreiheit dauerhaft gesichert werden kann.
Auch diese These überzeugt nicht. Weimars Ausstrahlung wird durch viele Faktoren bestimmt, durch Weimars vielfältige Geschichte, die Kultur und Kulturangebote, die Gedenkstätten und Denkmäler sowie durch die in Weimar ansässigen Hochschulen als Bildungsstandort. Die Kreisfreiheit, also die Zuständigkeit für Landkreisaufgaben, gehört sicher nicht dazu. …

Susanne Hennig-Wellsow
Vorsitzende der Fraktion Die Linke im THL


Steffen Dittes attēls

Steffen Dittes

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Weimar II

DIE LINKE, pēdējo reizi rediģēts 22.04.2016

Es nepiekrītu.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.

Sehr geehrte Petentinnen und Petenten,

nachzuvollziehen ist, wenn in Weimar lebende Menschen fragen, welche Auswirkungen hat die von der Landesregierung angekündigte und als notwendig erachtete Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform auf Weimar, deren soziale, kulturelle und ökonomische Struktur und damit auf die Strahlkraft Weimars als Stadt der Kultur und Geschichte weit über die Landesgrenzen Thüringen hinaus haben wird. Dass mit Veränderungen von Strukturen auch immer Verschlechterungen befürchtet werden, ist menschlich, die Forderung nach dem Erhalt des Bestehenden ebenso. Deshalb ist es genauso wichtig zu fragen, was verändert sich, wenn Strukturen unverändert bleiben.

Die Finanzsituation Weimars ist gegenwärtig alles andere als rosig und mitverantwortlich hierfür ist auch der Status der Kreisfreiheit. Die Stadt Weimar verfügt über keine Rücklagen, die Finanzierung der Pflichtaufgaben ist nach Aussage der Stadtverwaltung am untersten Limit angesiedelt, die Steuerquote liegt bei 28%, die Pro-Kopf-Verschuldung liegt über dem Landesdurchschnitt, mehr als 50% der städtischen Einnahmen kommen aus dem Landeshaushalt und auch in diesem Jahr wird in Weimar über die Finanzierung der freiwilligen Aufgaben diskutiert, sogar das Kunstfest als Kultur- und Kunstinstitution Thüringens wird in Frage gestellt. Viele Vereine haben im Herbst des vergangenen Jahres bereits zum zweiten Male einen Brief des Oberbürgermeisters erhalten, in dem ihnen in Aussicht gestellt wird, künftig weniger oder gar keine Zuschüsse mehr erhalten zu können. Viele freiwillige Aufgaben werden in Weimar nicht mehr aus dem städtischen Einnahmen, sondern nur mit der Sparkasse gesichert werden können. Wenn die TLZ schreibt, dass sich Weimar über seine freiwilligen Aufgaben definiert, dann ist dies einerseits richtig, aber es gilt auch, dass genau dies gefährdet ist, wenn sich in der Struktur Weimar sich nichts verändert. Da geht es Weimar nicht anders als dem Land Thüringen.

Warum ist die Kreisfreiheit für diese Situation zumindest mitverantwortlich? Kreisfreiheit einer Stadt heißt, dass diese Stadt die Aufgaben eines Landkreises mit erfüllt und nicht ein Landkreis, dem die Stadt angehört. Diese Erfüllung von Aufgaben eines Landkreises finanziert das Land im Fall der Stadt Weimar jährlich in Höhe von etwa 24 Millionen Euro. Die Stadt Weimar steuert aus eigenen Mitteln noch einmal 356 Euro je Einwohner und Jahr hinzu. Im Landkreis Weimarer Land finanziert das Land beispielsweise die Erledigung von Landkreisaufgaben mit gleichfalls 24 Millionen Euro jährlich, während der Landkreis aus eigenen Einnahmen, bspw. durch die Kreisumlage, 128 Euro je Einwohner und Jahr hinzu steuern muss. Die Stadt Weimar hat etwas mehr als 60.000 Einwohner_innen, der Landkreis Weimarer Land hat über 80.000 Einwohner_innen.

Mit dem Verlust der Kreisfreiheit und der damit einhergehenden Übertragung der Landkreisaufgaben auf einen Landkreis würde sich also das Defizit pro Einwohner und Jahr für die Bewältigung der Aufgaben eines Landkreises deutlich minimieren. Im Ergebnis würde für Aufgaben, die in der Stadt verbleiben, also mehr Mittel zur Verfügung stehen.
Aufgaben, für die die Stadt Weimar weiterhin zuständig sein wird, sind u.a. die für Weimar wichtigen Bereiche der Kunst und Kultur, der Sport oder der Vereinsförderung. Auch ein Teil der sozialen Leistungen verbleibt unverändert im Verantwortungsbereich der Stadt, u.a. die Kindertagesstätten und die Sozialeinrichtungen.

Auch im Bereich der Zuständigkeit wird sich für Stadträte und Einwohner_innen nicht viel verändern, denn bei den bisher bewältigten Landkreisaufgaben handelt es sich im Regelfall um Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises. Bei diesen Aufgaben ist das Land nicht nur Rechts-, sondern auch Fachaufsicht. Ein eigenes Ermessen der Stadt bestand kaum und der Stadtrat durfte über diese Aufgaben auch nicht entscheiden. Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich die Landesregierung auch dazu entschlossen, im Rahmen der Funktionalreform Aufgaben stärker in den Verantwortungsbereich der Gemeinden zu kommunalisieren und zwar als Aufgabe des eigenen Wirkungskreises. Damit wäre sichergestellt, dass Aufgaben nicht nur in der Gemeinde, sondern auch mit der Möglichkeit der Mitsprache von Stadträten und damit transparent bewältigt werden.

Der Landtag wird sich jetzt mit dem Vorschaltgesetz beschäftigen und eine mündliche Anhörung in öffentlicher Sitzung durchführen sowie Bürger_innen die Möglichkeit der Meinungsäußerung im Online-Forum des Thüringer Landtages eröffnen. Dabei werden alle vorgetragenen Einwände auf ihre Stichhaltigkeit geprüft und sachlich abgewogen. Auch die, die die Weimarer Einwohner_innen vortragen werden.

Aber die Bedeutung der Stadt Weimar, die vielfach in der Diskussion zum Gegenstand gemacht wird, macht sich nicht fest, ob die Stadt Weimar verantwortlich ist für Aufgaben, die typischerweise ein Landkreis erledigt. Die Bedeutung der Stadt Weimar als Stadt der Klassik, der Aufklärung, der Kunst und Kultur, des Theaters sowie als Ort bedeutender deutscher Geschichte gilt es zu erhalten. Hier gilt es, dass das Land Thüringen gemeinsam mit der Stadt Weimar und umgekehrt dieses Ziel verfolgen und ihren jeweils spezifischen Beitrag hierfür leisten.


Frank Kuschel attēls

Frank Kuschel

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE, pēdējo reizi rediģēts 22.04.2016

Es nepiekrītu.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.

Die von r2g geplante Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform wird nicht wie in der Petition behauptet, im Eilverfahren durchgeführt.
Die Reform wurde durch Beschluss des Thüringer Landtages im Februar 2015 auf dem Weg gebracht. Das von der Landesregierung am 22. Dezember 2015 beschlossene Leitbild „Zukunftsfähiges Thüringen“ wurde umfassend öffentlich debattiert. Dies trifft auch auf das Vorschaltgesetz „Gebietsreform“ zu. Hierzu wurde bereits im Regierungsverfahren die Kommunen angehört. Der Thüringer Landtag hat sich am 21. April 2016 erstmalig mit dem Vorschaltgesetz beschäftigt. Am 9. Juni 2016 wird es zum Vorschaltgesetz eine öffentliche Anhörung im Innen- und Kommunalausschuss geben. Die zweite Lesung zum Gesetz ist für den 23. Juni 2016 geplant. Zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte wird es im Jahr 2017einen Entwurf für ein gesondertes Neugliederungsgesetz geben, der umfangreich öffentlich diskutiert werden wird. Dieses Gesetz wird in den beteiligten Kommunen für sechs Wochen öffentlich ausgelegt. Die Kommunen werden angehört. Alle Beteiligten können Anregungen vortragen, die vom Landtag abgewogen werden. Die vollständige Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform wird 2019 abgeschlossen sein. Von einem Eilverfahren, in dem Sachargumente nicht abgewogen werden könne und Bürgerbeteiligung nicht möglich sei, kann keine Rede sein.

In der Petitionsbegründung wird behauptet, dass der Stadt durch den Wegfall der Kreisfreiheit ein Einnahmeverlust bei den Landeszuweisungen im zweistelligen Millionenbereich droht.
Die Kreisfreiheit findet bei den Landeszuweisungen keine gesonderte Berücksichtigung. Durch den Wegfall der Kreisfreiheit werden bisherige Landkreisaufgaben von der Stadt auf den Landkreis übertragen. Keine Landkreisaufgabe kann kostendeckend wahrgenommen werden. Insofern musste Weimar bisher immer eigene städtische Mittel für die Umsetzung von Landkreisaufgaben einsetzen. Deshalb ist es überhaupt nicht möglich, dass durch den Wegfall der Landkreisaufgaben Weimar Geld verliert. Im Gegenteil, Weimar spart städtische Mittel, die künftig für die Gemeindeaufgaben eingesetzt werden können. Nach ersten Berechnungen liegen diese Kosteneinsparungen bei rund 8 Millionen EUR im Jahr. Würde die These der Einnahmeverluste durch Aufgabe der Kreisfreiheit zutreffen, wäre dies ein Systemfehler im kommunalen Finanzausgleich, der sofort behoben werden müsste.

In der Petition wird behauptet, dass durch die Aufgabe der Kreisfreiheit eine Absenkung der städtischen Leistungen (Kultur, Sport, Vereine, soziale Leistungen) erfolgt.
Beim Wegfall der Kreisfreiheit bleiben alle gemeindlichen Aufgaben bestehen. Dazu gehören u.a. die Kultur, der Sport und die Vereinsförderung. Auch ein Teil der sozialen Leistungen bleiben unverändert, u.a. die Kindertagesstätten Sozialeinrichtungen. Nur die Leistungsgesetze im Sozial- und Jugendhilfebereich werden künftig vom Landkreis wahrgenommen. Bei diesen Leistungsgesetzen hat die Stadt bisher kaum ein eigenes Ermessen. Auf Sozialleistungen besteht ein Rechtsanspruch, unabhängig, wer sie umsetzt. Die behauptete Absenkung städtischer Leistungen ist also nicht zu erwarten.

Durch die Aufgabe der Kreisfreiheit soll es nach Überzeugung der Petenten zu Einschnitt in die Entscheidungsfreiheit der Stadt kommen.
Bei Aufgabe der Kreisfreiheit bleibt die Stadt für alle gemeindlichen Aufgaben wie bisher zuständig. Die Landkreisaufgaben gehen in Teilen auf den Landkreis über. Bei diesen Aufgaben handelt es sich im Regelfall um Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises. Bei diesen Aufgaben ist das Land nicht nur Rechts-, sondern auch Fachaufsicht. Ein eigenes Ermessen der Stadt besteht kaum. Im Übrigen darf der Stadtrat über diese Aufgaben auch nicht entscheiden. Dort wo nichts entschieden werden darf, kann auch keine Entscheidungsfreiheit eingeschränkt werden.

In der Petition wird behauptet, dass bei Wegfall der Kreisfreiheit weniger Bürgernähe und längere Ämterwege entstehen.
Bürgernähe hat nichts mit dem Status der Kreisfreiheit zu tun, sondern ist ein Anspruch aller Kommunen. Bürgernähe ist abhängig von der Verfahrens- und Entscheidungsgestaltung innerhalb der Kommunen (Grad der Bürgerbeteiligung). Bürgernähe ist nur mittelbar durch die Struktur der kommunalen Behörden (die Verwaltungsstandorte eingeschlossen) bestimmt. Durch den Wegfall der Kreisfreiheit werden keine weiteren Behördenwege in Weimar entstehen. Das Konzept von r2g sieht vor, dass künftig in allen selbständigen Gemeinden Bürgerservicebüros bestehen, in dem alle kommunalen Angelegenheiten (unabhängig ob des Gemeinde- oder Landkreisaufgaben sind) erledigt werden können.

Die Begründung der Petition enthält die These, dass die Strahlkraft von Weimar nur durch die Kreisfreiheit dauerhaft gesichert werden kann.
Auch diese These überzeugt nicht. Weimars Ausstrahlung wird durch viele Faktoren bestimmt, durch Weimars vielfältige Geschichte, die Kultur und Kulturangebote, die Gedenkstätten und Denkmäler sowie durch die in Weimar ansässigen Hochschulen als Bildungsstandort. Die Kreisfreiheit, also die Zuständigkeit für Landkreisaufgaben, gehört sicher nicht dazu.

Frank Kuschel
MdL Thüringen, DIE LINKE


Karola Stange attēls

Karola Stange

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt I

DIE LINKE, pēdējo reizi rediģēts 21.04.2016

Es nepiekrītu.


Astrid Rothe-Beinlich attēls

Astrid Rothe-Beinlich

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt II

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, pēdējo reizi rediģēts 10.05.2016

Nav viedokļa.
Es atbalstu publisku noklausīšanos Tehniskajā komitejā.

Weimar muss wachsen:)

Zunächst ist der Eindruck zurückzuweisen, dass die Gebietsreform in einem Eilverfahren realisiert werden soll. Eine derartige Reform ist seit Jahren überfällig und insoweit in der Diskussion. Ebenfalls seit Jahren schrumpft die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner Thüringens, in manchen Regionen dramatisch. Es besteht insofern dringende Handlungsnotwendigkeit. Die vorherigen Landesregierungen haben diese Reformen schlicht verweigert und damit die Zukunft des Landes gefährdet.
In der Mitte Thüringens, speziell in den Orten entlang der Städtekette, sind die demografischen Auswirkungen nicht so gravierend. So wird Weimar auch in Zukunft leicht wachsen oder (was die Bevölkerungszahlen angeht) stagnieren. Der demografische Wandel wird sich aber im Umfeld Weimars auswirken, für die umliegenden Landkreise wie Sömmerda oder das Weimarer Land werden größere Bevölkerungsverluste prognostiziert. Mit der Gebietsreform wird auch hier gegengesteuert werden müssen.

Es gilt, Stadt und Umland zu dauerhaft leistungsfähigen Dienstleistern Ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu gestalten. Die Dauerhaftigkeit wird nur mit einer Mindestgröße in Verbindung mit den Rahmenbedingungen (wie u.a. Bevölkerungsentwicklung oder Steuerkraft) gelingen.

Weimar ist unbestritten eine der bedeutendsten "Markenzeichen" Thüringens. Diese solitäre Existenz ist aber gefährdet. Weimar ist mit 84 qm die von der Fläche her kleinste kreisfreie Stadt Thüringens, seit Mitte der neunziger Jahre wächst die Bevölkerung langsam, aber stetig. Der Wohnungsmarkt ist gerade bei preiswerten Wohnungen sehr eng. Die Probleme, neue Wohn- oder Gewerbeflächen auszuweisen, wachsen. Von Bevölkerung und Gewerbe hängen aber ganz wesentlich die kommunalen Finanzen ab.

Bei der Beurteilung der Finanzen schneidet Weimar nicht gut ab. Weimar ist die höchstverschuldeste kreisfreie Stadt Thüringens (pro Kopf der Bevölkerung). Allerdings muss anerkannt werden, dass ein größerer Teil der Schulden einerseits aus Eingemeindungen 1994 und andererseits aus Investitionen für das Kulturstadtjahr 1999 stammt. Ich erkenne auch an, dass sich Weimar hohe Ausgaben für Kultur leisten muss. Diese Ausgaben nutzen der gesamten Region und dem Lande Thüringen. Deswegen wollen wir die Region und den Freistaat stärker an diesen Kosten beteiligen. Allerdings hat Weimar deutlich zu wenige eigene Einnahmen und wird dies auf absehbare Zeit nicht allein ändern können.

Ob und in welchem Maße Weimar mit einer Gebietsreform Landesmittel verlieren würde, ist Spekulation. Kürzungen zu prophezeien ist daher unseriös. Dieses Spielen mit den Ängsten der Menschen ist keine konstruktive Politik. Wo Kürzungen vorgenommen werden, entscheidet auf Vorschlag des Oberbürgermeisters letztlich der Weimarer Stadtrat. (Und als Stadträtin in Erfurt, weiß ich da sehr genau wovon ich rede)
Als Land werden wir aber für zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu sorgen haben. Dazu zählt u.a. die Verringerung der Lasten der Kulturfinanzierung.
Ich bin daher der Ansicht: Weimar sollte wachsen. Die Umlandgemeinden profitieren von der Nähe zur Stadt, ein Zusammengehen mit Weimar hätte für beide Seiten Vorteile. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Stadt für das Land wäre, ein deutliches Wachstum der Stadt vorausgesetzt, auch eine weitere Kreisfreiheit vorstellbar. Allerdings setzt das voraus, dass es gelingt, das Umland neu und zukunftsfähig zu strukturieren. Einseitiges Profitieren des Umlandes von der Stadt gilt es zu beenden und die Lasten fair zu verteilen, dies gilt aber ggf. auch andersherum. Egoismen, so berechtigt sie sein mögen, sind dabei wenig hilfreich.
Wir befinden uns derzeit mitten in einem Prozess, die Interessen aller Beteiligten auszutarieren. Ich bin mir dabei der Bedeutung Weimars für Thüringen wohl bewusst.


Stefan Gruhner attēls

Stefan Gruhner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Orla-Kreis I

CDU

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Frank Warnecke attēls

Frank Warnecke

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt II

SPD

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Torsten Wolf

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Jena I

DIE LINKE

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Oskar  Helmerich attēls

Oskar Helmerich

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

fraktionslos

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Katja Mitteldorf attēls

Katja Mitteldorf

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Nordhausen II

DIE LINKE

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Stefan Möller attēls

Stefan Möller

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt IV

AfD

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Eleonore Mühlbauer attēls

Eleonore Mühlbauer

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis II

SPD

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Wiebke Muhsal attēls

Wiebke Muhsal

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Jena I

AfD

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Anja Müller attēls

Anja Müller

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Wartburgkreis I

DIE LINKE

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Egon Primas attēls

Egon Primas

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Nordhausen I

CDU

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Marion Rosin attēls

Marion Rosin

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saalfeld-Rudolstadt I

SPD

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
Neatbildēts


Christian Schaft attēls

Christian Schaft

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis I

DIE LINKE

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Simone Schulze

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Altenburger Land I

CDU

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Jörg Thamm attēls

Jörg Thamm

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis II

CDU

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Christian Tischner attēls

Christian Tischner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Greiz II

CDU

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Christian Herrgott attēls

Christian Herrgott

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Orla-Kreis II

CDU

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Björn Höcke attēls

Björn Höcke

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Eichsfeld I

AfD

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Olaf Kießling attēls

Olaf Kießling

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis II

AfD

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Roberto Kobelt attēls

Roberto Kobelt

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Holzland-Kreis II

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Rainer Kräuter attēls

Rainer Kräuter

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saalfeld-Rudolstadt I

DIE LINKE

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Diana Lehmann attēls

Diana Lehmann

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

SPD

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Christina Liebetrau

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Schmalkalden-Meiningen II

CDU

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Marcus Malsch attēls

Marcus Malsch

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Wartburgkreis III

CDU

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Iris Martin-Gehl attēls

Dr. Iris Martin-Gehl

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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Christina Tasch attēls

Christina Tasch

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Eichsfeld II

CDU

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Heike Taubert attēls

Heike Taubert

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Greiz II

SPD

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Mario Voigt attēls

Prof. Dr. Mario Voigt

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Holzland-Kreis II

CDU

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Gerold Wucherpfennig attēls

Gerold Wucherpfennig

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Eichsfeld I

CDU

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Dagmar Becker attēls

Dagmar Becker

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Nordhausen I

SPD

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Stephan Brandner attēls

Stephan Brandner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gera I

AfD

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Andreas Bühl attēls

Andreas Bühl

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis I

CDU

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Kati Engel attēls

Kati Engel

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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Kristin Floßmann

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU

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Jörg Geibert attēls

Jörg Geibert

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Weimar II

CDU

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Ronald Hande

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Schmalkalden-Meiningen II

DIE LINKE

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Madeleine Henfling attēls

Madeleine Henfling

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Ilm-Kreis I

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Ute Lukasch attēls

Ute Lukasch

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Altenburger Land I

DIE LINKE

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Dr. Gudrun Martha Lukin

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Jena II

DIE LINKE

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Dorothea Marx attēls

Dorothea Marx

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

SPD

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Christoph Matschie attēls

Christoph Matschie

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Jena I

SPD

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Beate Meißner attēls

Beate Meißner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Sonneberg I

CDU

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Birgit Pelke attēls

Birgit Pelke

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

SPD

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Werner Pidde attēls

Dr. Werner Pidde

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gotha I

SPD

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Jürgen  Reinholz attēls

Jürgen Reinholz

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gotha I

CDU

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Manfred Scherer attēls

Manfred Scherer

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Kyffhäuserkreis I

CDU

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Johanna Scheringer-Wright attēls

Dr. Johanna Scheringer-Wright

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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Anja  Siegesmund attēls

Anja Siegesmund

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Jena I

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Diana Skibbe attēls

Diana Skibbe

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Greiz I

DIE LINKE

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Mike Huster attēls

Mike Huster

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Holzland-Kreis I

DIE LINKE

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Margit Jung attēls

Margit Jung

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gera I

DIE LINKE

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Ralf Kalich

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saale-Orla-Kreis I

DIE LINKE

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Katharina König

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saalfeld-Rudolstadt II

DIE LINKE

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Knut Korschewsky attēls

Knut Korschewsky

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Sonneberg I

DIE LINKE

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Maik Kowalleck attēls

Maik Kowalleck

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Saalfeld-Rudolstadt II

CDU

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Jörg Kubitzki attēls

Jörg Kubitzki

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Unstrut-Hainich-Kreis I

DIE LINKE

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Tilo Kummer attēls

Tilo Kummer

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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Ina Leukefeld attēls

Ina Leukefeld

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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Christine Lieberknecht attēls

Christine Lieberknecht

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU

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Dirk Adams attēls

Dirk Adams

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt III

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Sabine Berninger attēls

Sabine Berninger

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

DIE LINKE

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André Blechschmidt attēls

André Blechschmidt

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt IV

DIE LINKE

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Christian Carius attēls

Christian Carius

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Sömmerda II

CDU

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Volker Emde attēls

Volker Emde

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Greiz I

CDU

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Manfred Grob attēls

Manfred Grob

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Wartburgkreis I

CDU

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Dieter Hausold attēls

Dieter Hausold

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gera II

DIE LINKE

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Matthias Hey attēls

Matthias Hey

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Gotha II

SPD

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Michael Heym attēls

Michael Heym

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Schmalkalden-Meiningen I

CDU

pēdējo reizi rakstīts 21.04.2016
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Uwe Höhn attēls

Uwe Höhn

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

SPD

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Gudrun Holbe attēls

Gudrun Holbe

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Kyffhäuserkreis II

CDU

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Elke Holzapfel attēls

Elke Holzapfel

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Unstrut-Hainich-Kreis I

CDU

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Siegfried Gentele attēls

Siegfried Gentele

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

fraktionslos

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Jörg Kellner attēls

Jörg Kellner

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

CDU

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Babett Pfefferlein attēls

Babett Pfefferlein

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Jens Krumpe attēls

Jens Krumpe

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

fraktionslos

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Corinna Herold attēls

Corinna Herold

ir parlamenta loceklis Thüringer Landtag

Vēlēšanu apgabals: Erfurt I

AfD

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