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Diese Seite soll Ihnen dabei helfen, sich eine eigene Meinung zu dieser Petition zu bilden. Es werden bis zu 10 Argumente und falls vorhanden Gegenargumente vorgestellt, die auf den am höchsten bewerteten Argumenten der Debatte zur Petition basieren. Als Ergebnis bekommen Sie eine Empfehlung ob Sie die Petition unterschreiben sollen oder nicht. Die Qualität der Fragen hängt von der Qualität der Debatte ab, zu der jeder beitragen kann.


1
A: Schule ist Aufgabe der Gesellschaft. Wer Privatschule will, muss dies auch privat finanzieren. Schaut euch die staatlichen Schulen an - ALLE leiden unter Unterfinanzierung. Warum sollten Private privilegiert werden?
B: Freie Schulen erfüllen die staatlichen Bildungsaufgaben, und erhalten daher genau wie staatliche Schulen Shülergeld und sind im Grundsatz gleichgestellt. Dennoch bekommen die Freien Waldorfschulen viel geringere Finanzhilfe und gar keine Unterstützung für die Infrastruktur, die staatsschulden kostenfrei gestellt wird. Über Pädagogik lässt sich sicher vortrefflich streiten. Aber warum sollen zwei unterschiedliche aber gleicher Maßen anerkannte Schulsysteme unterschiedlich finanziert werden? Reine Privatschulen mögen da noch mal anders sein, aber hier reden wir von gleichgestellten Schulsystemen
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Waldorfschulen fördern jedes Kind bis zum Abschluss wie der Schüler/die Schülerin es benötigt.Nicht alle Aktionen der Schulen mögen Ihnen notwendig vorkommen ( immer wieder kritisiert: das "Seinen Namen tanzen"), aber an Waldorfschulen werden die Schüler wenigstens unterstützt statt nur Wissen "rein zu prügeln". Unterstützen Sie bitte diese Petition um den Waldorfschulen noch besser eine individuelle Unterstützung der Schüler zu ermöglichen! Danke.
Quelle: Eigene Erfahrung
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3
Bevor über geforderte staatliche Unterstützung entschieden wird, darf der Staat und Steuerzahler sicher erwarten, dass auch diese Leistungsempfänger zunächst Auskünfte über ihre Einnahmen (Elternbeiträge) und eigene Eigenleistungen/Vermögen geben! Staatliche Unterstützung gibt es nur für Bedürftige! (siehe BVerwG). Ist das geschehen? Oder wurden/werden diese Daten - wie in Berlin - verweigert?* Berliner Zeitung am 12.5.2017. Gibt es auch in Niedersachsen die - unbeachtete - Regel, dass Geschwister-Rabatte nur bei nachgewiesener Bedürftigkeit und auf Antrag gewährt werden?
Quelle: www.jurion.de/urteile/bverwg/1967-09-22/vii-c-7166/ Rn. 18,19,20. 12.5.2017 BZ Privatschulen verweigern Angaben BerlinerZeitung268861 70 , Drs. 18-10783: joschka-langenbrinck.de/wp-content/uploads/sites/4/2017/04/S18-10783.pdf
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A: Die Eltern von Waldorfschülern sind Steuerzahler wie alle anderen auch. Warum ist es völlig normal, dass von diesen Steuern die staatlichen Schulen bezahlt werden, die Schulen in freier Trägerschaft aber nur mangelhaft unterstützt werden. Die Eltern zahlen also doppelt! Einmal für die Schulen, die sie nicht in Anspruch nehmen und zusätzlich für die Schulen in freier Trägerschaft. Das nenne ich mal echt unfair!
B: 1. Niemand ist gezwungen Privatschulen zu besuchen. Das ist ein "zuvörderst", d.h. hauptsächlich privates Engagement, an dem sich der Staat laut Rechtsprechung eigentlich weit weniger beteiligen muss, als er es tut. 2. Sie vergessen, dass vor allem die vielen anderen Eltern doppelt zahlen. Für die vernachlässigten staatlichen Schulen und für die Familien, die sich von ihnen absondern wollen. Wer glaubt, dass der Abzug von Schülern und den für diese vorgesehenen Schülergelder, im Interesse der vernachlässigten staatlichen Schulen und der dort verbleibenden Schülerschaft ist, irrt gewaltig.
Quelle: www.jurion.de/urteile/bverwg/1967-09-22/vii-c-7166/
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A: Bildung ist bisher Ländersache, aber Bildung geht uns alle etwas an. Ich finde es gut, dass etwas für die Kinder getan wird und ebenso für die Lehrerinnen und Lehrer.
B: Ja, von Bildung profitieren wir. Ein weiterer Grund, den Waldorfschulen die finanziellen Mittel zu streichen und diese dem Bildungssystem zuzuführen.
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Der Wikipedia-Artikel "Waldorfschule" ist ein gutes Beispiel für die Frage: Warum fehlen von Waldorfschulen transparente Auskünfte über die Schulgeldordnungen und Einkünfte? Kann es sein, dass Waldorfschulen längst mehr Geld zur Finanzierung des anzubietenden "gleichwertigen Pflichtschulbetriebes" zur Verfügung steht, als den staatlichen Schulen? Freie Schülerwahl, mehr Geld, geringere Personalkosten? Sind solche Wettbewerbsvorteile gerecht? Sind Waldorfschulen eins von vielen möglichen Beispielen, für die vom WZB festgestellte Missachtung des Sonderungsverbotes? *u.a. Privatschulen
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Waldorfschule#Schulgeld_und_der_festgestellte_Versto.C3.9F_gegen_das_Grundgesetz_.28Sonderungsverbot.29 , www.wzb.eu/de/pressemitteilung/genehmigung-von-privatschulen-bundeslaender-missachten-grundgesetz
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da Deutschland in Sachen abwechlungsreiche Bildungslandschaft und freie Schulwahl den anderen europäischen Staaten weit hinterher hinkt und jede Art des Unterrichtens und ebenso jede Art der Schulen für alle Kinder zugänglich sein sollte. Und hört auf Waldorfschulen auf "Wir können unseren Namen tanzen" zu beschränken. Die Prioritäten sind gottseidank nicht stumpfes Einpressen des Wissens in Höchstgeschwindigkeit und dabei die Höchtsbenotung erhalten. Es ist viel mehr als das. Schubladendenken war gestern.
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A: Es geht darum, dass Eltern das Recht auf freie Schulwahl für ihr Kind haben, unabhängig der Besitzverhältnisse. Jeder soll das Recht haben die passende Pädagogik auszuwählen. Die Ersatzschulen sind in Niedersachsen aber viel zu schlecht finanziert, damit Schulgeld wesentlich gesenkt werden kann.
B: Zitat: "Eine Privatschule kassierte jahrelang Zuschüsse vom Land NRW, weil die Leitung verschwieg, dass die Eltern Schulgeld zahlten. Der Richter rügt die Behörden, weil die kaum Prüfungen vornahmen. ... Die Förderung der Schule belief sich auf 94 Prozent. ..." DIE WELT, 15.2.16. Das Privatschulen zu viel und zu hohes Schulgeld verlangen können, liegt also daran, dass die Bundesländer "... das Verbot einer Sonderung ... nicht ernst nehmen."* Das auch die verfassungswidrig verlangten Schulgelder steuerlich abgesetzt werden können, erfolgt wieder zu Lasten der Gesellschaft.
Quelle: www.welt.de/regionales/nrw/article152258787/Privatschule-kassierte-trotz-Schulgeld-Zuschuesse.html , openjur.de/u/124190.html FG Köln, 14.2.2008, 10 K 7404/01 Rn. 47
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Aus der Info 143a v. 6.9.2011 der LAG der FWS Hessen: "...Die Höhe der staatlichen Finanzhilfe ist nicht gesetzlich definiert. Die höchstrichterliche Rechtsprechung verlangt nur, dass der Bestand des freien Schulwesens in einem Land gesichert ist, was schon beim Überleben lediglich einer freien Schule gewährleistet wäre. ...". S.a. Bundesverwaltungsgericht am 21.12.2011 - 6 C 18/10 Rn. 26 oder Bundesverwaltungsgericht am 22.9.1967 - VII 71/66 Rn. 18 !
Quelle: BVerwG 22.9.1967 Rn. 18: www.jurion.de/urteile/bverwg/1967-09-22/vii-c-7166/ , www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=141211U6C18.10.0
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A: Zitat: "..An freien Schulen hingegen haben Eltern und Schüler kaum verbriefte Rechte, es kann ohne konkrete Angaben von Gründen gekündigt werden. ....mögliche Nebeneffekt: Eltern, die Kritik üben, können besser diszipliniert werden." "Das gilt auch für Waldorfschulen. „Alles andere wäre rechtlich sofort angreifbar“, sagt Detlef Hardorp, der Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg. Würden Eltern den Schulvertrag aufkündigen, führen einige Waldorfschulen ein sogenanntes Exit-Gespräch, um die Gründe für die Abmeldung zu erfahren." – Quelle: www.berliner-zeitung.de/22572706 ©2017
Quelle: www.berliner-zeitung.de/berlin/evangelische-grundschule-friedrichshain-berlinerin-fliegt-grundlos-von-der-schule-22572706
B: Der Hinweis ist berechtigt, steht aber nicht in schlüssigem Zusammenhang zum Erfordernis staatlicher Gewährleistung kostendeckender Finanzierung. Die freie Schulwahl von Familien mit geringem Einkommem - und damit die Abbildung realer Gesellschaftsverhältnisse in der Zusammensetzung des Schullebens - ist nur über ausreichende staatliche Finanzierung der Schulen erreichbar. Eine zusätzliche Absicherung der Vertragsposition wäre allerdings wünschenswert.
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