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Diese Seite soll Ihnen dabei helfen, sich eine eigene Meinung zu dieser Petition zu bilden. Es werden bis zu 10 Argumente und falls vorhanden Gegenargumente vorgestellt, die auf den am höchsten bewerteten Argumenten der Debatte zur Petition basieren. Als Ergebnis bekommen Sie eine Empfehlung ob Sie die Petition unterschreiben sollen oder nicht. Die Qualität der Fragen hängt von der Qualität der Debatte ab, zu der jeder beitragen kann.


1
A: Für einen Rechtsstaat im 21.Jahrhundert sind Bibel, Koran & Co. nicht anders zu behandeln als Fantasy-Romane - sonst müssten sie auf den Index. In demselben Maße muss der Rechtsstaat Gott als Fantasieprodukt behandeln, denn theologische Positionierungen sind ein Merkmal von Theokratien. Ein säkularer, weltanschaulich pluralistischer Staat hingegen sollte davor zurück schrecken, in seinem wichtigsten Grundlagendokument eine einseitige metaphysische Bezugsgröße einfließen zu lassen, die erkenntnistheoretisch von Zauberei oder einem Irrtum nicht zu unterscheiden ist.
B: Vorab: Staat und Kirche sind zu trennen. Wer allerdings zwischen Fantasy und Glauben nicht unterscheiden kann, begründet die Frage, ob ein solch krasser Verfall des intellektuellen Niveaus nicht besser doch durch eine Hervorhebung religiöser Inhalte gestoppt werden sollte.
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2
A: Auch unser Grundgestz beginnt mit den Worten "Präambel Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, [...] hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Quelle: www.bundestag.de/gg
B: Dass dies immer noch der Fall ist, ist in der Tat ein Skandal. Liegt aber vor allem daran, dass das Grundgesetz 1949, also vor fast 70 Jahren, erstellt wurde – zu einer Zeit, als kaum jemand einen Gottesbezug offensiv in Frage gestellt hat. Dringend müsste gerade aus dem Grundgesetz der Gottesbezug entfernt werden, da er zu mehreren Inhalten desselben in krassem Widerspruch steht. Dies kann also keine Begründung FÜR eine Neuaufnahme des Gottesbezugs in einer aktuellen Landesverfassung sein. Eine solche wäre rückwärtsgewandt und breiten Bevölkerungsschichten gegenüber diskriminierend.
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3
A: Religionszugehörigkeit der Deutschen nach Bundesländern im Jahr 2011*Anteil Angehörige einer GlaubensgemeinschaftKatholikenProtestantenMuslime**Konfessionslose, andere ReligionenBaden-Württemberg 37% 33% 6% 24%Bayern
B: Oh ja, super Argument. Hier ist noch eins: Haarfarbe der Mitteldeutschen 47,2 - 49,6% blond. Ich hätte gerne Artikel 1 geändert in "Alle blonden Menschen sind vor dem Gesetz gleich."
Quelle: www.haar-und-psychologie.de/haarfarben/haarfarben_statistik_deutschland.html
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4
Ein Gottesbezug in der Verfassung ist nicht notwendig, die Verantwortung das menschliche Zusammenleben zum Wohle aller zu regeln genügt. Diese Verantwortung ist universell und eben gerade unabhängig von theistischer Weltanschauung, kann atheistisch wie christlich oder sonstwie begründet oder empfunden werden.
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5
A: noch immer bilden Christen die Mehrheit der Bürger Hessens
B: Ist diese Behauptung belegbar? Bitte Zahlenmaterial liefern. Wie definiert sich im Übrigen ein "Christ"? Es gibt viele, die nur noch Namenschristen sind, also mit dem Glauben nichts mehr zu tun haben und nur noch nicht aus der Kirche ausgetreten sind. Somit dürften Christen in Hessen sogar eher in der Minderheit sein. Vor allem aber gilt: Selbst wenn eine Mehrheit der Hessen bekennende Christen wären, gäbe es eine Vielzahl überzeugender Argumente GEGEN einen Gottesbezug in der Verfassung. Einige Stichworte: Trennung von Kirche und Staat, Religionsfreiheit für ALLE, Diskriminierungsverbot etc.
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6
A: Die Begründung für die Verfassung wird vermeintlich nicht durch den Menschen geliefert, sondern mit/durch "Gott" gerechtfertigt. Das ist absurd, falsch und auch gefährlich. Juristische Gesetze sind immer menschliche und bürgerliche Gesetze. Deshalb sind die niemals absolut und auch nie vollständig fehlerfrei. Jede theologische Auslegung des göttlichen Willens geht wieder auf Menschen zurück, die für sich beansprucht, den Willen Gottes zu kennen. Auf diese Weise werden menschliche Auslegungen und Meinungen einer religiösen Autorität (indirekt von ihnen selbst) heiliggesprochen
Quelle: mein Gehirn
B: ....sehr viel scheinen Sie nicht verstanden zu haben, hm? In christlicher Hemisphäre erlaubt man sich, Sie nicht mit der restlich hessischen Bevölkerung über einen Kamm zu scheren....und wünscht Ihnen trotzdem alles Gute
Quelle: Warum nicht auch ein Blasphemist in Hessen. Es wird sicher nicht der erste und letzte sein
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