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Diese Seite soll Ihnen dabei helfen, sich eine eigene Meinung zu dieser Petition zu bilden. Es werden bis zu 10 Argumente und falls vorhanden Gegenargumente vorgestellt, die auf den am höchsten bewerteten Argumenten der Debatte zur Petition basieren. Als Ergebnis bekommen Sie eine Empfehlung ob Sie die Petition unterschreiben sollen oder nicht. Die Qualität der Fragen hängt von der Qualität der Debatte ab, zu der jeder beitragen kann.


1
Der jetzige Ansatz zur Strukturreform wird keine dauerhafte Lösung sein. Die Kirche hat ein demographisches Problem, aber viel mehr ein inhaltliches. Eine Diskussion dazu kann ich aber in der Kirchenleitung nicht erkennen. Wir werden um Großstrukturen nicht herumkommen, aber sie ergeben nur Sinn, wenn sie den KVs wieder rein inhaltliche Arbeit erlauben. Daran, dass das Papier nur eine Empfehlung ist, glaube ich nicht mehr, seitdem uns der Zwischenschritt von der Kirchenleitung praktisch untersagt wurde. Regina Gehmlich, Weißenborn
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2
A: Damit unsere Kirche bei den Menschen sein kann, müssen ihre Strukturen den Erfordernissen angepasst sein. Hauptamtliche Mitarbeiter sollen von ihrer Arbeit leben können und gemeinsam in einem Gebiet die Verkündung des Evangeliums vorantreiben. Wenn wir leider weniger werden, müssen wir die Strukturen anpassen. An unseren Auftrag ändert es nichts! Die Landessynode war immer über den Prozess durch die Kirchenleitung informiert, hat sich sogar im Frühjahr 2015 einen ganzen Tag auf ihrer Frühjahrstagung öffentlich befasst. Viele Gemeindeglieder waren da und haben mit uns diskutiert. Wo war ihr?
B: Über die konkreten Inhalte der Strukturvorgaben waren die Synodalen nicht informiert!!! Geschweige denn die Gemeindebasis. Wir hätten sehr gern sehr engagiert unseren Beitrag zur Lösung der Fragen beigetragen. Und sind immer noch dazu bereit - wenn wir denn dürfen!
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3
Hier werden Pro-Argumente FÜR die PETITION gesammelt - dies scheint mir nicht immer beachtet worden zu sein. Zum PRO gehört für mich der Fakt, dass der Superintendent im Prädikantenkonvent nicht von einer Größe von 4000 sondern von 6000 Gemeindegliedern künftig sprach, wobei pro Pfarrer 2000 Gemeindeglieder gerechnet werden, nur ein Pfarramtsleitet eines größeren Gebildes bekommt weniger zugerechnet
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5
A: Lasst die Kirche im Dorf! Wenn Sparkassen und Raiffeisenbanken die ländlichen Gemeinden verlassen - lässt das Kapital den Menschen allein. Wenn die Seelsorge die (ihre) Gemeinden verlässt - lässt da die Kirche die Menschen allein? Wenn Kirchgemeinden gegen ihren Willen aufgelöst und zwangsvereinigt werden sollen, wo bleibt da die Kirche? Ralf Sachse, Großbothen
B: Liebe Schwestern und Brüder, es scheint einen schmerzlichen Informationsverlust zu geben und offenbar ist das Papier nicht deutlich genug verstanden worden. 1. Ist es nicht neu, sondern seit 2010 wird an diesem Kurs gearbeitet und die Gemeinden waren dabei. Wahrscheinlich haben Pfarrer und Mitarbeite versäumt, die Gemeinden zu informieren. 2. Der geforderte Spielraum ist gegeben und die Gemeinden sind beteiligt. Bereits in der letzten Landessynode wurde das Gesetz der Mittleren Ebene verändert und die regionale Zusammenarbeit betont. 3. Die genannten Zahlen 4000 /6000 sind Richtgrößen.
Quelle: Christian Mendt - Landessynodaler
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6
A: Ich kann den Widerstand gegen die Bildung großer Strukturen verstehen, da ich selbst Gemeindeglied bin. Aus meiner Sicht ist das der Blick aus der Kirchgemeinde und im Interesse der Gemeindeglieder, die in der Kirchgemeinde ein Zuhause haben. Als Pfarrerin, die im Krankenhaus arbeitet schaue ich aber auch Kirche aus der Perspektive der Menschen, für die Kirche oft keine besondere Bedeutung hat. Die fragen nicht danach, wo Menschen ein Zuhause haben, sondern ob Kirche glaubwürdig ist, ob sie erkennbar ist in der Gesellschaft, ob sie da ist, wenn Menschen nach Gott, Trost, Vergebung fragen.
B: Ein Kirche, die von oben herab einen Umbruch durchdrückt, wird auf jeden Fall nicht als glaubwürdig wahrgenommen. Die Bürokraten im Landeskirchenamt sind seit Jahren fernab jeder gemeindlichen Basis und daher auch nicht als glaubwürdig wahrgenommen - im übrigen auch von Kirchenfernen...
Quelle: Christoph Pertzsch, Leipzig
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7
Ich verstehe das veröffentlichte "Papier" der Kirchenleitung als wegweisende Empfehlung, nicht als Vorschrift. Allerdings habe auch ich Angst davor, dass es "Richtlinie" wird, wenn nicht ausreichend dagegen unternommen wird. Die Empfehlungen hin zu Mega-Kirchspielen entbehrt ja derzeit völlig der kirchengesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung. Um in Ortsgemeinden denken zu können, braucht es aus meiner Sicht deutlich mehr Flexibiltät in den landeskirchlichen Vorschriften und vielleicht steht sogar das Beamtenverhältnis von Pfarrern zur Debatte.
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8
A: Das Grundanliegen, atraktive Stellen für junge Gemeindepädagogen oder Kirchenmusiker zu schaffen wird hier viel zu wenig berücksichtigt. Wir werden als Gemeinden ohne junge Mitarbeiter dastehen, wenn wir weiterhin nur 30% - Stellen anzubieten vermogen. Unsere katholischen Geschwister sind uns in diesen Prozessen schon vorausgagengen und das geistliche Leben in den Gemeinden hat unter den zusammen geschlossenen Gemeinden nicht gelitten. Und wo bleiben die Alternativvorschäge von Ihnen in Bezug auf gute Stellen für junge Mitarbeiter für unsere Gemeinden? Immer nur dagegen sein ist zu einfach!
B: Die Berufsverbände der kirchlichen Mitarbeiter haben Einspruch gegegn die Strukturplanungen eingelegt.
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9
Das mehr als deutliche Demonstrieren heute vor der Dresdner Dreikönigskirche mit Übergabe einer Petition, die von derzeit fast 6500 Christinnen und Christen aus den Basisgemeinden unterzeichnet wurden, muss der Landessynode und der Kirchenleitung endlich bewusst werden, wie dringend Basisdemokratie wahrzunehmen und ernst zu nehmen ist. Die sichtlich gewordene Kritik sollte zu einem "Runden Tisch" führen, um miteinander in einen konstruktiven Dialog zutreten - es ist höchste Zeit!
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10
A: Darum bin ich für große Strukturen, die neue Spielräume eröffnen. Da nicht mehr drei oder mehr Kirchenvorstände über die Aufgaben der Kirchgemeinde beraten, sondern nur einer. Da nicht mehr nur für einen Ort oder eine kleine Region gedacht wird, sondern in größeren Regionen. Es ist ja nach wie vor möglich, vor Ort in Haus- und Gemeindekreisen, Chören etc. ein Zuhause zu haben. Aber der Blick weitet sich für größere Aufgaben. Ich verstehe auch die Befürchtung, dass Ehrenamtliche überfordert werden. Und sehe, wie in den katholischen Gemeinde sehr viel in Eigenregie der Gemeindeglieder wächst.
B: Leider wird, auch und vor allem in der Kirche, überall aus finanzieller Sicht gedacht. Ich bin Controllerin u. arbeite seit vielen Jahren in Behörden des Freistaates Sachsen. Ich sehe, wie mit Finanzmitteln umgegangen wird, die nicht die eigenen sind und versuche während meiner Arbeit stets effektiv zu steuern. Vielleicht bedarf es eines unabhängigen Blickes von außen, der die Budgets der Kirche auf den Prüfstand stellt und Handlungsempfehlungen ausspricht wie die Mittel künftig sinnvoll verwendet werden können.
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