Jacqueline Krause im Namen der Bürgerinitiative Stolpe

"Mecklenburg Vorpommern- ein Land zum Leben!"- das dachte ich bisher auch für meine Familie und unsere 3 Kinder. Doch wo ist die Politik, wenn man sie braucht als Bürger? Nicht öffentliche Gemeinde Vertreter Sitzungen beschließen im Alleingang zwischen Bürgermeister und ortsansässigen Agrarbetrieb einen Stallneubau für 1.268 Milchkühe in direkter Ortslage und das Ganze natürlich finanziert aus Fördermitteln! Derzeit 592 Kühe werden schon ausschließlich im Stall gehalten, angepflanzt wird nur für die eigene Biogasanlage und von der anfallenden Gülle reden wir lieber gar nicht erst. Nitratwerte in ganz MV sind besorgniserregend, auch in Stolpe bestätigen Messwerte diese Situation. Lärm- und Geruchsbelästigungen müssen auf dem Land hingenommen werden- aber um jeden Preis? Im Dorf Stolpe sind wir umzingelt von der Bundesautobahn A24 auf der einen und demnächst zusätzlich von 1.268 Kühen auf der anderen Seite und dazu ein Funkmast mitten im Dorf. Ein Leben im ländlichen Raum mit all seinen Einschränkungen aber auch Vorzügen ist uns bewusst. Aber wozu noch mehr Milchkühe? Die EU erwartet von Deutschland eine Verbesserung der Agrarpolitik! EU Richtlinien werden derzeit erarbeitet. Unsere Wasserqualität nimmt drastisch ab. Die Nitratbelastung steigt. Das Gülleaufkommen steigt. Verkehr landwirtschaftlicher Großfahrzeuge ist 24h im Einsatz. Ländliche Straßen sind dafür nicht ausgelegt. Wo sollen unsere Kinder demnächst auf dem Land spielen und sich frei bewegen? Biodiversität verschwindet. Insekten, Bienen, Schmetterlinge- wo sind sie nur? NABU fordert Modernisierung von Stallbauten OHNE Erhöhung des Tierbestandes und vieles mehr! Und dann werden die Bürger noch nicht einmal gefragt? Schlafen die Mitarbeiter im StALU? Hat man dort noch nichts von der Agrarwende gehört? Wir schlafen nicht und uns ist es nicht egal, was aus unserem Trinkwasser und unserer Gesundheit wird. Wir fordern Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft- auch in MV!

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