Region: Bayern

Gefängnis ohne Perspektive? Externe Suchtberatung in Gefahr!

Petition richtet sich an
Bayerischer Landtag

1.348 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

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Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet Juli 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Bayerischer Landtag

Als Danilo (Name geändert) in die Justizvollzugsanstalt kam, war er am Ende seiner Kräfte. Jahre der Sucht, Entgiftung und Inhaftierung hatten ihn zermürbt. Doch bei Condrobs traf er erstmals auf jemanden, der ihn nicht verurteilte – sondern verstand. Die externe Suchtberatung in der JVA gab ihm Halt. Heute lebt Danilo in einer eigenen Wohnung, hat den Kontakt zu seiner Familie wieder aufgenommen und plant eine berufliche Neuorientierung.

Danilo hat dank der Hilfe der externen Suchtberatung eine Perspektive. Doch Angebote wie dieses sind in Bayern nicht gesichert.

Externe Suchtberatung in Haft wird nicht ausreichend finanziert – Träger wie Condrobs müssen jährlich pro Stelle rund 10.000 Euro selbst aufbringen. Das ist auf Dauer nicht tragbar. Dabei sind diese Hilfen dringend nötig: Rund ein Drittel der Inhaftierten sind suchtkrank, bei Frauen* sind die Zahlen noch höher.

Deshalb fordern wir:

Die Bayerische Staatsregierung muss die Finanzierung der externen Suchtberatung in Justizvollzugsanstalten dauerhaft sichern!

Begründung

Was auf dem Spiel steht, ist ein zentrales Element wirksamer Resozialisierung.
Denn ohne eine nahtlose Begleitung nach der Haft – ohne Vorbereitung auf Therapie, Wohnsituation und medizinische Versorgung – bleiben suchtkranke Menschen sich selbst überlassen. Das führt zu Rückfällen oder erneuter Straffälligkeit. Eine funktionierende Rückkehr in die Gesellschaft braucht Stabilität, Vertrauen und spezialisierte Fachkräfte.

Wer hier spart, spart an der falschen Stelle.
Die Investition in externe Suchtberatung schützt nicht nur die Gesundheit und Würde der Betroffenen, sondern auch unsere Gesellschaft. Es geht um echte Prävention, um Kriminalitätsvermeidung, um langfristige soziale Sicherheit.

Die Chance auf eine stabile Zeit nach der Inhaftierung muss gegeben sein.
Haft darf keinen Stillstand bedeuten, sondern muss ein Ort sein, an dem Perspektiven ermöglicht werden. Dafür braucht es verlässliche Hilfe, auch und gerade für suchtkranke Menschen.

Unterstütze unsere Petition. Für mehr Menschlichkeit und Verantwortung in Bayerns Justizvollzug.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Condrobs e.V., München
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 22.07.2025
Sammlung endet: 21.01.2026
Region: Bayern
Kategorie: Soziales

Neuigkeiten

  • Seit ihrem 17. Lebensjahr konsumierte Liane Heroin, später auch Fentanyl. Die Delikte, die sie schließlich in Haft brachten, waren klassische Beschaffungstaten: Diebstähle, Fahren ohne Ticket, kleinere Betrugsdelikte. In der Summe zu viel. Doch dann: der Wendepunkt. Zum ersten Mal.

    Ausschlaggebend war die externe Suchtberatung in der JVA. In den freiwilligen, vertraulichen Gesprächen konnte Liane erstmals offen über ihren Konsum, ihre Geschichte und ihre Scham sprechen. Gemeinsam mit der Substitutionsbehandlung wurde sie körperlich stabil und erlebte erstmals seit Jahren abstinente Phasen. Es ging nicht nur um Drogen, sondern um den Wunsch, „nicht mehr nur zu überleben, sondern wieder zu leben“.

    𝐋𝐢𝐚𝐧𝐞𝐬 𝐖𝐮𝐧𝐬𝐜𝐡 𝐞𝐫𝐟𝐮̈𝐥𝐥𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡. 𝐔𝐧𝐝 𝐝𝐚𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐙𝐮𝐟𝐚𝐥𝐥.
    Noch während der Haft bereitete die externe Suchtberatung den Übergang in eine sucht- und frauen*spezifische Einrichtung von Condrobs vor. Ohne Bruch, ohne Leerlauf, ohne Rückfall. Genau darin liegt ihre Wirkung: Sie verbindet Haft und Hilfe und verhindert, dass Menschen beim Übergang in die Freiheit verloren gehen.

    Heute ist Liane stabil substituiert, arbeitet auf dem zweiten Arbeitsmarkt und hat wieder Kontakt zu ihrer Familie und ihrer Tochter.

     𝐒𝐮𝐜𝐡𝐭𝐛𝐞𝐫𝐚𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐫𝐞𝐭𝐭𝐞𝐭 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧.
    𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐦𝐚𝐬𝐬𝐢𝐯 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐟𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐢𝐞𝐫𝐭.
    Externe Suchtberatung im Justizvollzug ist kein Nischenangebot. Rund ein Drittel aller Inhaftierten ist suchtkrank, bei Frauen* liegt der Anteil noch höher. Trotzdem müssen Träger wie Condrobs jährlich rund 10.000 Euro pro Stelle aus eigenen Mitteln finanzieren – ein Zustand, der dauerhaft nicht tragbar ist.

    Die Folgen dieser Unterfinanzierung sind dramatisch: Ohne verlässliche Begleitung nach der Haft fehlen Therapieanschlüsse, medizinische Versorgung und echte Perspektiven. Rückfälle und erneute Straffälligkeit sind häufig die Folge. Ein Teufelskreis, der Leben zerstört und die Gesellschaft zusätzlich belastet.

     𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐅𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠:
    𝐃𝐚𝐮𝐞𝐫𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐮𝐬𝐤𝐨̈𝐦𝐦𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐅𝐢𝐧𝐚𝐧𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠.
    Die Bayerische Staatsregierung muss die externe Suchtberatung im Justizvollzug dauerhaft und auskömmlich finanzieren. Resozialisierung darf nicht vom Zufall oder vom Engagement einzelner Träger abhängen.

    Wir danken allen Unterzeichner*innen. Unterstützen Sie die externe Suchtberatung auch weiterhin. Sprechen Sie mit politischen Vertreter*innen und informieren Sie Ihr Umfeld.

    Auch finanzielle Unterstützung ist wichtig. Spenden Sie für die externe Suchtberatung unter www.condrobs.de/spenden
  • Liebe*r Unterstützende*r,

    herzlichen Dank für die Unterzeichnung unserer Petition zur Sicherung der externen Suchtberatung in bayerischen Justizvollzugsanstalten!

    Um noch mehr Menschen über die Bedeutung dieser Arbeit zu informieren, haben wir ein ausführliches Factsheet erstellt. Es zeigt, warum die externe Suchtberatung nicht als freiwillige Präventionsmaßnahme, sondern als Teil der staatlichen Daseinsvorsorge betrachtet und endlich solide finanziert werden muss.

    Bitte helfen Sie weiter mit, die Petition bekannt zu machen:

    🔗 Teilen Sie den Link mit Ihrem Netzwerk: www.openpetition.de/!djphp
    💬 Weisen Sie Kolleg*innen, Bekannte oder andere Unterstützer*innen darauf hin
    📝 Hängen Sie den Petitionstext samt QR-Code aus oder bringen ihn in Gremien und Fachkreise ein

    Jede Stimme zählt – für eine suchtpolitisch verantwortliche, gerechte und wirksame Versorgung in Haft!

    👉 Unterstützen Sie uns mit einer Spende unter https://www.condrobs.de/spenden/ oder werden Sie Fördermitglied: https://www.condrobs.de/helfen/foerdermitglied

    Vielen Dank!
  • Vielen Dank, dass Sie unsere Petition zur Sicherung der Finanzierung der externen Suchtberatung unterzeichnet haben. Für viele Inhaftierte ist dieses Angebot ein entscheidender Schritt in ein stabiles, suchtfreies Leben.

    Menschen, die sich an Condrobs wenden, brauchen verlässliche Unterstützung. Wir tun alles dafür, ihnen passende und wirksame Hilfen an die Hand zu geben. Damit das möglich bleibt, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

    Spenden Sie für Menschen, die den Weg aus der Sucht suchen. Für Kinder, die sicher und geborgen aufwachsen sollen. Für Geflüchtete, die in unserer Gesellschaft Fuß fassen und sich einbringen möchten. Für Frauen*, die ein selbstbestimmtes Leben anstreben.

    Unterstützen Sie uns mit einer Spende unter https://www.condrobs.de/spenden/ oder werden Sie Fördermitglied: https://www.condrobs.de/helfen/foerdermitglied

    Ihre Hilfe kommt direkt bei den Menschen an, die sie am dringendsten brauchen.

Ich unterstütze das, weil es eine sinnvolle Sache ist und wir auch etwas erreichen wollen. Ich hoffe, Ihr schafft das und könnt uns auch Helfen, die Delta Waldeck Frankenberg GmbH zu erhalten. Es sollen wichtige Arbeitsplätze im sozialen Bereich vernichtet werden. Solidarität mit Euch. Hoffe auch auf Eure Unterschriften. Ich verbreite auch gerne Eure Petition. Hier der Link: openpetition.de/!hqbgx Vielen Dank

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