Region: Bayern

Attraktive Gräfenbergbahn: Lebensader für die Region statt Pannenbahn

Petition richtet sich an
Kommunen, Freistaat Bayern, Bundestag

2.086 Unterschriften

8 %
1.997 von 24.000 für Quorum in Bayern Bayern

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  1. Gestartet 26.01.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Kommunen, Freistaat Bayern, Bundestag

(1) Beseitigung von Mängeln und zuverlässiger Betrieb

Die Mängel an Gleisanlagen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Fahrzeugen, die zu dem unzuverlässigen Betrieb auf der Gräfenbergbahn führen, sowie die Mängel bei der Bewältigung von Störungssituationen sind umgehend zu beseitigen.

Konkrete nächste Schritte:
 

  • Kommunen sowie örtliche Landtags- und Bundestagsabgeordnete mögen sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass bestehende Mängel umgehend behoben werden und ein stabiler Betrieb der Gräfenbergbahn sichergestellt wird.

(2) Streckenverlängerungen ins Nürnberger Stadtzentrum als Stadt-Umland-Bahn
 
Ziel ist es, die Gräfenbergbahn zur Stadt-Umland-Bahn auszubauen und über eine neue Verbindungsstrecke ans Straßenbahnnetz anzuschließen. Der neue Streckenabschnitt würde vom Nordostbahnhof über den Leipziger Platz und weiter auf der früheren Trasse der Straßenbahn zum Stadtpark führen. Dieser Streckenabschnitt kann weitgehend eingleisig und ohne Unterwegshaltestellen gebaut werden, so dass die Fahrspuren für den Straßenverkehr erhalten bleiben. Zusätzlich ist die Bahnstrecke Nürnberg Nordost - Gräfenberg nach den Standards einer Straßenbahn zu elektrifizieren, um eine durchgehende Stadt-Umlandbahn Gräfenberg - Nürnberg Nordost - Nürnberg Hbf., ggf. mit Verlängerung in den Nürnberger Süden zu schaffen.

In Karlsruhe gab es eine vergleichbare Ausgangslage: Der Hauptbahnhof liegt weit abseits des Zentrums. Bereits vor gut 30 Jahren wurden daher erste Eisenbahnstrecken mittels kurzer Neubaustrecken mit dem Straßenbahnnetz verbunden. Die Bahn bringt seither die Bewohner des Umlands ohne Umsteigen sowohl zum Hauptbahnhof und zu Straßenbahnhaltestellen im Stadtzentrum. In der Folge sind die Fahrgastzahlen stark gestiegen und die Gemeinden im Umland als Wohn- und Gewerbestandort massiv aufgewertet worden. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die auf zahlreichen weiteren Bahnstrecken im Karlsruher Umland sowie in weiteren Netzen rund um Heilbronn, Saarbrücken, Kassel und Chemnitz fortgesetzt wurde.

Konkrete nächste Schritte:
 

  • Kommunen und örtliche Landtagsabgeordnete mögen sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass das Konzept einer Stadt-Umland-Bahn von Gräfenberg nach Nürnberg Hbf. auf bauliche Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht wird.
  • Der Freistaat Bayern möge dieses Konzept im Rahmen seines laufenden Gutachtens zum Ausbau des S-Bahnnetzes rund um Nürnberg (Projekt „AuSBauNü“) auf technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersuchen (Zieltermin: Ergebnisse bis Ende 2026).

 
(3) Übertragung regionaler Bahnlinien in regionale Trägerschaft
 
Die Gräfenbergbahn sollte aus dem DB-Konzern herausgelöst und an die VAG oder an eine Trägergesellschaft des Freistaats Bayern übertragen werden.
Dafür gibt es gute Beispiele: Im Umland von Karlsruhe und Saarbrücken wurden heruntergewirtschaftete DB-Strecken von örtlichen Verkehrsbetrieben übernommen. Die neuen, lokalen Betreiber haben die Gleisanlagen kernsaniert, haben neue Haltepunkte in der Nähe von Siedlungsschwerpunkten errichtet und stellen einen sehr zuverlässigen Betrieb sicher.
 
Dies gelang unter anderem aus folgenden Gründen:

  • Ein lokales Management hat die Verhältnisse vor Ort stärker im Fokus.
  • Ein lokaler Träger steht nicht in der Versuchung, finanzielle oder personelle Ressourcen zuerst für ICE-Strecken und erst danach für Nahverkehrsstrecken einzusetzen.
  • Die lokalen Bahngesellschaften bauen und betreiben ihre Strecken nach Standards, die eigens für Nebenbahnen entworfen wurden. Vieles geht dadurch billiger und schneller.

Konkrete nächste Schritte:
 

  • Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern mögen sich bereit erklären, eine Übertragung der Gräfenbergbahn in die Trägerschaft der VAG oder einer neu zu gründenden landeseigenen Gesellschaft zu überprüfen (Zieltermin: Grundsatzentscheid bis Ende 2026).
  • Der Bund möge sich bereit erklären, die Gelder, die er bislang regelmäßig für Ersatzinvestitionen an der Gräfenbergbahn bereitgestellt hat (sog. LuFV-Mittel), an den neuen lokalen Träger zu überweisen. Hierfür mögen sich die örtlichen Bundestagsabgeordneten einsetzen.

 
(4) Neue Haltepunkte
 
An den Siedlungsschwerpunkten entlang der Strecke sind zusätzliche Haltepunkte erforderlich, zum Beispiel in Buchenbühl und in der Nähe des Zentrums von Heroldsberg (Bereich Friedhofstraße). Auf der gesamten Strecke sind im Bereich der Siedlungsschwerpunkte zusätzliche Haltestellen zu prüfen. Der elektrische Betrieb als Stadt-Umland-Bahn (siehe Punkt (2)) bedeutet beschleunigungsstarke Fahrzeuge und dies ermöglicht zusätzliche Haltestellen, ohne die Fahrzeit über Gebühr zu verlängern.

Konkrete nächste Schritte:
 

  • Stadt Nürnberg und Markt Heroldsberg mögen sich beim Freistaat Bayern dafür einsetzen, dass neue Bahnhaltepunkte unter anderem in Buchenbühl und Heroldsberg-Mitte geschaffen werden.
  • Der Freistaat Bayern möge hierfür Planungen beauftragen und GVFG-Fördermittel des Bundes einwerben.

Begründung

Die Gräfenbergbahn leidet unter fünf gravierenden Mängeln:
 
1)     Sehr schlechte Zuverlässigkeit, viele teils nicht vorsehbare Zugausfälle und Verspätungen, schlecht organisierte Bewältigung von Störungen und Schienenersatzverkehren.
2)     Züge fahren nur bis an den Stadtrand (Nordostbahnhof) und weder ins Nürnberger Zentrum noch zum Nürnberger Hauptbahnhof.
3)    Züge fahren ohne Halt an Siedlungsschwerpunkten vorbei (Buchenbühl, alter Ortskern von Heroldsberg).
4)    Schlechter Fahrplan: Größtenteils nur Stundentakt, teilweise Stolpertakt, sowie - nach dem zweimaligen Umsteigen am Nordost- und Hauptbahnhof - teils sehr lange Wartezeiten, wenn man mit ICE- oder RE-Zügen weiterreisen möchte.
5) Fehlende Elektrifizierung: Für eine nachhaltige, attraktive Vorortbahn mit dichtem Takt und Haltestellen an allen Siedlungsschwerpunkte ist eine Elektrifizierung mit Oberleitung erforderlich.
 
Dies alles ist für Pendler, Ausflügler und nicht zuletzt zahlreiche Schulkinder und deren Eltern unzumutbar. Insbesondere die seit Jahren - ohne nachhaltige Lösungsperspektive - anhaltenden Zugausfälle sind eines modernen Industrielandes unwürdig und fördern Politikverdrossenheit. Durch den Endpunkt am Nordostbahnhof ist die Region faktisch vom bundesweiten Bahnnetz abgehängt. Es ist Zeit für ein konsequentes Konzept und mutige Entscheidungen!

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:

Manfred Bachmayer, Eckental, Gemeinderat, Kreisrat, stellvertretender Landrat
Lisa Badum, Forchheim, Bundestagsabgeordnete, Kreisrätin
Claudia Belzer, Herzogenaurach, Stadträtin
Martin Distler, Eggolsheim, Gemeinderat
Claudia Engelhardt, Heroldsberg
Wolfgang Fees, Langensendelbach, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Max Frieser, Eckental
Christine Göckelmann, Gräfenberg
Peter Jentsch, Heroldsberg
Alexander Kahl, Nürnberg, Stadtrat
Astrid Kaiser, Buckenhof, Bürgermeisterin
Sara Kircher, Eckental
Anja Korte, Igensdorf
Simone Kremer-Damm, Kalchreuth, Gemeinderätin
Claudia Kron, Heroldsberg
Lorenz Krügel, Igensdorf, Ortssprecher
Gerhard Kuncz, Kalchreuth, Gemeinderat
Gernot Kunzmann, Gräfenberg, Stadtrat
Ralf Kunzmann, Gräfenberg, Bürgermeister
Brigitte Lindemann-Oberhofer, Heroldsberg
Martin Leipert, Gräfenberg, Stadtrat
Rebecca Lenhard, Nürnberg, Bundestagsabgeordnete
Wolfgang Lutz, Nürnberg
Astrid Marschall, Eckental, Gemeinderätin, Kreisrätin
Martin Mehl, Neunkirchen a. Br., Gemeinderat, Kreisrat, 2. Bürgermeister
Andreas Nausner, Heroldsberg, Gemeinderat
Hans Jürgen Nekolla, Gräfenberg, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Verena Osgyan, Nürnberg, Landtagsabgeordnete
Christian Pech, Möhrendorf, Kreisrat
Jill Pförtner, Weißenohe, Gemeinderätin
Carmen Polster, Weißenohe
Barbara Poneleit, Igensdorf, Gemeinderätin, Kreisrätin, stellvertretende Landrätin
Antje Rammensee, Gräfenberg, Stadträtin
Amparo Ruiz Lopez, Heroldsberg
Christiane Scheumann, Gräfenberg
Alexandra Schrüfer, Heroldsberg
Matthias Striebich, Gräfenberg, Stadtrat, Kreisrat
Joachim Treffer, Heroldsberg
Dr. Monika Tremel, Kalchreuth, Gemeinderätin
Dr. Hermann Ulm, Kunreuth, Landrat
Simone Wadlinger, Heroldsberg, Gemeinderätin
Dr. Norbert Weber, Weißenohe, Gemeinderat, Kreisrat
Bettina Wittmann, Neunkirchen a.Br., Gemeinderätin, Kreisrätin
Werner Wolf, Gräfenberg, Stadtrat, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Hanngörg Zimmermann, Gößweinstein, Bürgermeister
Felix Zosel, Eckental, Gemeinderat, 3. Bürgermeister

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Matthias Striebich, Gräfenberg
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.01.2026
Sammlung endet: 31.07.2026
Region: Bayern
Kategorie: Verkehr

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Warum Menschen unterschreiben

Der ÖPNV muss endlich unterstützt und gefördert werden.

Weil ich die Gräfenbergbahn auch ab und zu benutze.

Ländliche Regionen brauchen eine gute Anbindung um Landflucht zu verhindern.

Gunther Gräbner

Anwohner mit schulpflichtigem Kind

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