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Überparteiliche Petition zur Gräfenbergbahn
vor 3 Tagen
Petition richtet sich an: Kommunen, Freistaat Bayern, Bundestag
(1) Beseitigung von Mängeln und zuverlässiger Betrieb
Die Mängel an Gleisanlagen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Fahrzeugen, die zu dem unzuverlässigen Betrieb auf der Gräfenbergbahn führen, sowie die Mängel bei der Bewältigung von Störungssituationen sind umgehend zu beseitigen.
Konkrete nächste Schritte:
(2) Streckenverlängerungen ins Nürnberger Stadtzentrum als Stadt-Umland-Bahn
Ziel ist es, die Gräfenbergbahn zur Stadt-Umland-Bahn auszubauen und über eine neue Verbindungsstrecke ans Straßenbahnnetz anzuschließen. Der neue Streckenabschnitt würde vom Nordostbahnhof über den Leipziger Platz und weiter auf der früheren Trasse der Straßenbahn zum Stadtpark führen. Dieser Streckenabschnitt kann weitgehend eingleisig und ohne Unterwegshaltestellen gebaut werden, so dass die Fahrspuren für den Straßenverkehr erhalten bleiben. Zusätzlich ist die Bahnstrecke Nürnberg Nordost - Gräfenberg nach den Standards einer Straßenbahn zu elektrifizieren, um eine durchgehende Stadt-Umlandbahn Gräfenberg - Nürnberg Nordost - Nürnberg Hbf., ggf. mit Verlängerung in den Nürnberger Süden zu schaffen.
In Karlsruhe gab es eine vergleichbare Ausgangslage: Der Hauptbahnhof liegt weit abseits des Zentrums. Bereits vor gut 30 Jahren wurden daher erste Eisenbahnstrecken mittels kurzer Neubaustrecken mit dem Straßenbahnnetz verbunden. Die Bahn bringt seither die Bewohner des Umlands ohne Umsteigen sowohl zum Hauptbahnhof und zu Straßenbahnhaltestellen im Stadtzentrum. In der Folge sind die Fahrgastzahlen stark gestiegen und die Gemeinden im Umland als Wohn- und Gewerbestandort massiv aufgewertet worden. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die auf zahlreichen weiteren Bahnstrecken im Karlsruher Umland sowie in weiteren Netzen rund um Heilbronn, Saarbrücken, Kassel und Chemnitz fortgesetzt wurde.
Konkrete nächste Schritte:
(3) Übertragung regionaler Bahnlinien in regionale Trägerschaft
Die Gräfenbergbahn sollte aus dem DB-Konzern herausgelöst und an die VAG oder an eine Trägergesellschaft des Freistaats Bayern übertragen werden.
Dafür gibt es gute Beispiele: Im Umland von Karlsruhe und Saarbrücken wurden heruntergewirtschaftete DB-Strecken von örtlichen Verkehrsbetrieben übernommen. Die neuen, lokalen Betreiber haben die Gleisanlagen kernsaniert, haben neue Haltepunkte in der Nähe von Siedlungsschwerpunkten errichtet und stellen einen sehr zuverlässigen Betrieb sicher.
Dies gelang unter anderem aus folgenden Gründen:
Konkrete nächste Schritte:
(4) Neue Haltepunkte
An den Siedlungsschwerpunkten entlang der Strecke sind zusätzliche Haltepunkte erforderlich, zum Beispiel in Buchenbühl und in der Nähe des Zentrums von Heroldsberg (Bereich Friedhofstraße). Auf der gesamten Strecke sind im Bereich der Siedlungsschwerpunkte zusätzliche Haltestellen zu prüfen. Der elektrische Betrieb als Stadt-Umland-Bahn (siehe Punkt (2)) bedeutet beschleunigungsstarke Fahrzeuge und dies ermöglicht zusätzliche Haltestellen, ohne die Fahrzeit über Gebühr zu verlängern.
Konkrete nächste Schritte:
Die Gräfenbergbahn leidet unter fünf gravierenden Mängeln:
1) Sehr schlechte Zuverlässigkeit, viele teils nicht vorsehbare Zugausfälle und Verspätungen, schlecht organisierte Bewältigung von Störungen und Schienenersatzverkehren.
2) Züge fahren nur bis an den Stadtrand (Nordostbahnhof) und weder ins Nürnberger Zentrum noch zum Nürnberger Hauptbahnhof.
3) Züge fahren ohne Halt an Siedlungsschwerpunkten vorbei (Buchenbühl, alter Ortskern von Heroldsberg).
4) Schlechter Fahrplan: Größtenteils nur Stundentakt, teilweise Stolpertakt, sowie - nach dem zweimaligen Umsteigen am Nordost- und Hauptbahnhof - teils sehr lange Wartezeiten, wenn man mit ICE- oder RE-Zügen weiterreisen möchte.
5) Fehlende Elektrifizierung: Für eine nachhaltige, attraktive Vorortbahn mit dichtem Takt und Haltestellen an allen Siedlungsschwerpunkte ist eine Elektrifizierung mit Oberleitung erforderlich.
Dies alles ist für Pendler, Ausflügler und nicht zuletzt zahlreiche Schulkinder und deren Eltern unzumutbar. Insbesondere die seit Jahren - ohne nachhaltige Lösungsperspektive - anhaltenden Zugausfälle sind eines modernen Industrielandes unwürdig und fördern Politikverdrossenheit. Durch den Endpunkt am Nordostbahnhof ist die Region faktisch vom bundesweiten Bahnnetz abgehängt. Es ist Zeit für ein konsequentes Konzept und mutige Entscheidungen!
Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Manfred Bachmayer, Eckental, Gemeinderat, Kreisrat, stellvertretender Landrat
Lisa Badum, Forchheim, Bundestagsabgeordnete, Kreisrätin
Claudia Belzer, Herzogenaurach, Stadträtin
Martin Distler, Eggolsheim, Gemeinderat
Claudia Engelhardt, Heroldsberg
Wolfgang Fees, Langensendelbach, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Max Frieser, Eckental
Christine Göckelmann, Gräfenberg
Peter Jentsch, Heroldsberg
Alexander Kahl, Nürnberg, Stadtrat
Astrid Kaiser, Buckenhof, Bürgermeisterin
Sara Kircher, Eckental
Anja Korte, Igensdorf
Simone Kremer-Damm, Kalchreuth, Gemeinderätin
Claudia Kron, Heroldsberg
Lorenz Krügel, Igensdorf, Ortssprecher
Gerhard Kuncz, Kalchreuth, Gemeinderat
Gernot Kunzmann, Gräfenberg, Stadtrat
Ralf Kunzmann, Gräfenberg, Bürgermeister
Brigitte Lindemann-Oberhofer, Heroldsberg
Martin Leipert, Gräfenberg, Stadtrat
Rebecca Lenhard, Nürnberg, Bundestagsabgeordnete
Wolfgang Lutz, Nürnberg
Astrid Marschall, Eckental, Gemeinderätin, Kreisrätin
Martin Mehl, Neunkirchen a. Br., Gemeinderat, Kreisrat, 2. Bürgermeister
Andreas Nausner, Heroldsberg, Gemeinderat
Hans Jürgen Nekolla, Gräfenberg, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Verena Osgyan, Nürnberg, Landtagsabgeordnete
Christian Pech, Möhrendorf, Kreisrat
Jill Pförtner, Weißenohe, Gemeinderätin
Carmen Polster, Weißenohe
Barbara Poneleit, Igensdorf, Gemeinderätin, Kreisrätin, stellvertretende Landrätin
Antje Rammensee, Gräfenberg, Stadträtin
Amparo Ruiz Lopez, Heroldsberg
Christiane Scheumann, Gräfenberg
Alexandra Schrüfer, Heroldsberg
Matthias Striebich, Gräfenberg, Stadtrat, Kreisrat
Joachim Treffer, Heroldsberg
Dr. Monika Tremel, Kalchreuth, Gemeinderätin
Dr. Hermann Ulm, Kunreuth, Landrat
Simone Wadlinger, Heroldsberg, Gemeinderätin
Dr. Norbert Weber, Weißenohe, Gemeinderat, Kreisrat
Bettina Wittmann, Neunkirchen a.Br., Gemeinderätin, Kreisrätin
Werner Wolf, Gräfenberg, Stadtrat, Kreisrat, Bürgermeister a.D.
Hanngörg Zimmermann, Gößweinstein, Bürgermeister
Felix Zosel, Eckental, Gemeinderat, 3. Bürgermeister
Petition gestartet:
26.01.2026
Sammlung endet:
31.07.2026
Region:
Bayern
Kategorie:
Verkehr
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Der ÖPNV muss endlich unterstützt und gefördert werden.