Erfolg

Ja zur Energiewende in Eiderstedt, aber im Einklang mit Natur, Mensch und Landschaft

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Landesregierung Schleswig-Holstein, Kreis Nordfriesland und die Gemeinden in Eiderstedt

1.292 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

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Petition hat zum Erfolg beigetragen

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Petition richtet sich an: Landesregierung Schleswig-Holstein, Kreis Nordfriesland und die Gemeinden in Eiderstedt

Statt Windparklandschaften und großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlagen Klimaschutz, der Natur und Landschaft erhält - aus Liebe zu Eiderstedt.
Wir sind für eine Energiewende, die im Einklang steht mit

  • dem Erhalt einer einzigartigen Kulturlandschaft geprägt von Weite und Horizont
  • dem Erhalt Eiderstedts als Oase der Ruhe und Erholung - als Gegenwelt zu urbanen und industrialisierten Landschaften
  • dem Erhalt wertvoller landwirtschaftlicher Flächen
  • dem Erhalt Eiderstedts als das letzte vertikal unverbaute Nadelöhr an der Westküste für Millionen von Zugvögel
  • zu UNS und Eiderstedt passenden Klimaschutzmaßnahmen, entwickelt, geplant von und mit den Bürger*innen
  • dem Erhalt anderer lebensnotwendiger Schutzgüter und sie nicht zerstört

Deshalb erlaubt auch der aktuell gültige Landesentwicklungsplan aus den guten Gründen Naturschutz, Vogelzug, Kulturlandschaft und Tourismus keinen weiteren Zubau von Windparken in Eiderstedt - neben den vorhandenen in Uelvesbüll und Oldenswort.
Dennoch soll die Landschaft Eiderstedt für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien tiefgreifend verändert werden, obwohl Eiderstedt schon heute 10 mal so viel erneuerbare Energie produziert, wie es verbraucht (Quelle: SH Netz AG). Eine Initiative von Landbesitzern und Investoren, die bereits die Firma „Planungsgesellschaft Eiderstedter Bürgerenergie Verwaltungs-GmbH“ gegründet haben, möchten dies nun ändern und vorerst im südlichen Eiderstedt Windparklandschaften mit einer Wasserstoffgewinnungsanlage und Industrieansiedlung initiieren. Darüber hinaus bereiten einige Gemeinden die planerischen Voraussetzungen für großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor.
Die Zukunft Eiderstedts - einzigartige Kulturlandschaft mit naturverbundenem Tourismus oder Energie- und Industrieansiedlung? Wir entscheiden heute über die Richtung der zukünftigen Entwicklung.
Wir fordern daher vom Land Schleswig-Holstein und den Gemeinden, dass wegen der besonderen Bedeutung und der Einmaligkeit der Landschaft Eiderstedts für Eiderstedt die Gemeinwohlinteressen des Schutzes des globalen Vogelzuges und der Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft mit ihrer Bedeutung für den naturnahen Tourismus weiterhin höher wiegen als die Interessen am flächenhaften Ausbau erneuerbarer Energien in Eiderstedt und auch zukünftig so bewertet werden.

Begründung

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Eiderstedt!
Liebe Gäste und Interessierte!
Wie war es bisher?
Die Landesplanung von Schleswig-Holstein hat Eiderstedt aus den guten Gründen Vogelzug, Naturschutz, Kulturlandschaft und Tourismus von weiterem Zubau von Windparken ausgenommen. Diese guten Gründe sind gleichzeitig das Kapital für unsere Zukunft und machen Eiderstedt einzigartig und schützenswert und haben sich nicht verändert!
Was ist geplant?
Dennoch soll die Landschaft Eiderstedt für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien in Zukunft tiefgreifend verändert werden, obwohl Eiderstedt schon heute 10x soviel Erneuerbare Energie produziert, wie es verbraucht. Eine gigantische Flächenfraßmaschine würde in Gang gesetzt werden!
Was geht verloren?

  • Eines der letzten vertikal unverbauten Nadelöhre an der gesamten Westküste für Millionen von Zugvögel
  • Eine einzigartige Kulturlandschaft geprägt von Weite und Horizont mit einem ungetrübten Blick auf Kirchtürme, Haubarge und Marschköge
  • Eiderstedt als naturnahe Oase der Ruhe und Erholung für Einheimische und Touristen - als Gegenwelt zu urbanen und industrialisierten Landschaften
  • wertvolle landwirtschaftliche Flächen ARD-plusminus: Riesige Solarfelder oder wertvolle landwirtschaftliche Flächen? (ab Minute 09:45)
  • mithin nichts Geringeres als bedeutsame Lebensgrundlagen, Arbeitsplätze und Lebensqualität

Man sollte noch wissen, dass

  • die technischen Voraussetzungen für eine Stromabfuhr aus den vielen geplanten Windrädern und Solarfeldern nicht gegeben wären. Die Stromleitung ist „voll“ (Quelle: SH Netz AG) focus: Millionen für nichts - unser absurdes Geschäft mit dem Geisterstrom
  • eine neue Hochspannungsleitung durch Eiderstedt gebaut werden müsste, die unzählige Windräder und Solarfelder nach sich ziehen würde und deren Bau ca. 8 Jahre dauern und mehr als 100 Mio € kosten würde, die wir Stromkunden mit den Netzentgelten bezahlen müssten (Quelle: SH Netz AG) ARD-plusminus: Wie teuer wird der Ausbau für die Stromerzeugung?
  • Windkraftanlagen und Solarfelder besser dort gebaut werden, wo es die Netzinfrastruktur bereits gibt (Forderung der SH Netz AG)
  • Eiderstedt heute schon 10x soviel erneuerbare Energie erzeugt, wie es verbraucht (Quelle: SH Netz)
  • für den Bau von Erneuerbaren Energien geeignete und sinnvolle Standorte gefunden werden müssen, für die im Land Schleswig-Holstein insgesamt noch hunderte von ungenutzten Potenzialflächen für Windparke und versiegelte Flächen für Solarfelder zur Verfügung stehen
  • die Landesplanung für die Aufgaben im Land regionale Schwerpunkte vorsieht, z.B. hier Industrie und dort Tourismus. Wildwuchs von Windrädern und Solarfeldern soll vermieden werden, damit Regionen für Erholung und Ruhe für Mensch und Natur auch ohne große Industrieanlagen erhalten bleiben ARD-Schleswig-Holstein-Magazin: Streit um Windkraft auf Eiderstedt
  • der naturnahe Tourismus auf Eiderstedt der Hauptwirtschaftsfaktor ist und für die allermeisten Menschen Arbeit, Verdienst und Wohlstand gewährleistet. Die Grundlage dafür – Natur und Kulturlandschaft - darf nicht gefährdet werden Tourismus in Eiderstedt: Typisch Eiderstedt - das gibt's nur hier
  • Die hohen Profite kommen wenigen Investoren zu Gute, während die Kosten für Natur, Landschaft und die Mehrheit der Menschen hier enorm sind.

Wie der Klimakrise vor Ort in Eiderstedt begegnen?
Vor der Entscheidung für einen Ausbau der erneuerbaren Energien in Eiderstedt - verbunden mit einem tiefgreifenden strukturellen Wandel der Landschaft – sollte eine von Expert*innen durchgeführte Analyse mit Alternativprüfungen zu den Vorteilen, Auswirkungen und Schäden für die Landschaft Eiderstedt stehen. Sollten wir uns nicht vorab fragen und als Maßstab für den Abwägungsprozess nutzen: Wo stehen wir heute, was wollen oder benötigen wir zukünftig, was verlieren wir dafür oder gibt es auch Alternativen?
Die Ergebnisse sind den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen. Sie sind an der Entscheidung über das weitere Vorgehen zu Klimaschutzmaßnahmen, die zu uns und zu Eiderstedt passen, zu beteiligen.
Weitere Informationen auf unserer website mit Infoheft
Das können Sie tun:
Unterstützen Sie uns und diese Petition mit Ihrer Unterschrift, damit Eiderstedt weiterhin eine Kulturlandschaft der Marsch von besonderer Qualität und von großer Naturnähe mit Räumen für Ruhe und Erholung und trotz aller Veränderungen weitgehend frei von technischen Großinstallationen bleiben kann. Das unverbaute Eiderstedt ist von herausragender Bedeutung als Leitlinie des Vogelzuges, als Rastgebiet für Zugvögel und Brutgebiet für Wiesenvögel. Helfen Sie mit Ihrer Stimme Millionen von Vögeln.
Aufgrund mehrerer Anregungen fügen wir gerne folgende Änderung in unsere Petition ein:

  • Ihre Unterschrift bitte in der Mail an Sie bestätigen.
  • Kontakt oder wenn Sie unsere Bürgerinitiative unterstützen möchten: zukunft-eiderstedt@gmx.de oder 0163 788 2165

Spendenmöglichkeit
Aufgrund von Nachfragen: DE42 2004 0000 0264 9648 04, Rainer Palm. Spendenbescheinigungen sind nicht
möglich

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 05.06.2023
Sammlung endet: 04.11.2023
Region: Amt Eiderstedt
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, am 18 März 2026 hat der Landtag dem neuen Landesentwicklungsplan-Wind zugestimmt. Damit wird der Schutz der ostatlantischen Vogelzugroute und der ausgedehnten Brutgebiete für die Wiesenvögel, von denen einige Arten bereits stark bedroht sind, rechtssicher Vorrang vor Windkraftanlagen eingeräumt. Eiderstedt bleibt frei von Windkraftanlagen bis auf Oldenswort und Uelvesbüll. Besonders Oldenswort ist dabei ein pechschwarzer Schatten. Dort ist eine Fläche aus dem gesamten Schutzgebiet heraus operiert worden, damit Windräder geplant werden können. Aber die Anlagen sind noch nicht genehmigt! Der Dank gilt all den vielen Akteuren, die sich in einer vereinten und ausdauernden Anstrengung engagiert haben und nicht zuletzt Ihnen mit Ihrer Unterschrift im Sommer 2023. Freundliche Gräße Für die BI Zukunft-Eiderstedt Rainer Palm P.S.: Die Pressemitteilung in der Anlage wird von Bündnis 90/Die Grünen, OV Eiderstedt, der Bürgerinitiative Zukunft Eiderstedt, dem Eiderstedter Forum, dem Heimatbund Landschaft Eiderstedt e.V., der Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e.V., dem NABU und der Schutzstation Wattenmeer getragen.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, am 18 März 2026 hat der Landtag dem neuen Landesentwicklungsplan-Wind zugestimmt. Damit wird der Schutz der ostatlantischen Vogelzugroute und der ausgedehnten Brutgebiete für die Wiesenvögel, von denen einige Arten bereits stark bedroht sind, rechtssicher Vorrang vor Windkraftanlagen eingeräumt. Eiderstedt bleibt frei von Windkraftanlagen bis auf Oldenswort und Uelvesbüll. Besonders Oldenswort ist dabei ein pechschwarzer Schatten. Dort ist eine Fläche aus dem gesamten Schutzgebiet heraus operiert worden, damit Windräder geplant werden können. Aber die Anlagen sind noch nicht genehmigt! Der Dank gilt all den vielen Akteuren, die sich in einer vereinten und ausdauernden Anstrengung engagiert haben und nicht zuletzt Ihnen mit Ihrer Unterschrift im Sommer 2023. Freundliche Gräße Für die BI Zukunft-Eiderstedt Rainer Palm P.S.: Die Pressemitteilung in der Anlage wird von Bündnis 90/Die Grünen, OV Eiderstedt, der Bürgerinitiative Zukunft Eiderstedt, dem Eiderstedter Forum, dem Heimatbund Landschaft Eiderstedt e.V., der Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e.V., dem NABU und der Schutzstation Wattenmeer getragen.
  • Liebe Unterstützende, liebe Freundinnen und Freunde,
    im Sommer 2023 haben Sie und fast 1.300 weitere Menschen unsere Petition unterschrieben und uns damit unterstützt, dass Eiderstedt frei von Windkraftanlagen bleibt. Das wird nach der letzten Veröffentlichung des Landesentwicklungsplans-Wind (3. Entwurf) voraussichtlich auch so bleiben – bis auf wenige Ausnahmen in Oldenswort und Uelvesbüll.

    Jetzt benötigt die „BI Freiraum erhalten“ unsere und Ihre Unterstützung. In der Noldelandschaft Wiedingharde / Gotteskoog ganz im Norden von Schleswig-Holstein planen mehrere Gemeinden Windparke / Windindustriegebiete. Diese Landschaft ist ein ähnlich wertvoller, schützenswerter und historischer Freiraum wie Eiderstedt: www.bi-freiraum-erhalten.de

    Deshalb bittet uns die „BI Freiraum erhalten“ darum, eine Petition direkt an den Landtag des Landes Schleswig-Holstein mitzuzeichnen. Dazu ist jede/jeder berechtigt, nicht nur Schleswig-Holsteiner:

    www.landtag.ltsh.de/petitionen/keine-windkraft-im-freiraum-wiedingharder-gotteskoog/

    Falls Sie die Petition schon einmal unterschrieben/mitgezeichnet haben (siehe meine Mail von "zukunft-eiderstedt@gmx.de" vom 6.1.2026), sagen wir und die BI Freiraum-erhalten danke!

    Für die BI Zukunft-Eiderstedt
    Rainer Palm

Es sollte erst mal die Trasse nach Süden fertig gestellt um den produzierten strom 100% zu nutzen-Es gibt genug Windkraftanlagen auf Eiderstedt und vor der Haustür (z.B.Dithmarschen) 3. Der produzierte Strom kann jetzt schon nicht komplett genutzt werden!!

unterzeichnen, kommen nicht von hier. Also wo ist deren Interesse? Naturschutz, Leugnung des Klimawandels, Ignoranz oder dagegen zu sein? Wir in Eiderstedt haben Sonne/Wind. Um den Klimawandel zu verlangsamen, brauchen wir erneuerb. Energie. Sonst gibt es mehr Stürme, Austrocknen der Moore u. das Meer wird auf mehr als 10m/anno in SPO steigen.Also raus aus den Fossilen Energien.Wind und Sonne haben wir genug.Tut es für eure Enkel/Kinder.Grüße Michael SPO Böhl

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