Liebe Unterstützer*innen,
anbei ein kleines Video von unserer Trauer-, Mahn- und Würdigungs-Veranstaltung am 28.2.26.
Wir haben mit der "Leinemasch“, dem Trassenwald am Südschnellweg, eine Freundin verloren.
Wie bei anderen Todesfällen auch, hat die Trauerphase erst mit dem Tod begonnen.
Wir wollen mit der Forderung, die Auswirkungen der Rodungen auf die Gesundheit von Anwohner*innen und Erholungssuchenden zu untersuchen, weiter auf die Politik zugehen (Anfrage beim Land, Stadt- und Bezirksrat). Da bisher aber nicht darauf eingegangen wurde, wäre es gut, wenn wir uns selber zumindest um eine Weiterführung der Solastalgie-Studie in Bezug auf die Komplettrodung am Südschnellweg sowie präventiv für den Westschnellweg und allgemein kümmern würden. Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen mentaler Gesundheit bzw. seelischer Belastung und Umweltveränderungen/-zerstörungen. Um die Weiterführung der Studie in Auftrag geben und die alte vollständig bezahlen zu können, brauchen wir jedoch dringend finanzielle Unterstützung.
Wir haben vom Institut für Klimapsychologie in München das Angebot bekommen, in monatlichen Raten von 100 Euro zu zahlen. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, eine Rate zu übernehmen (benötigt werden mindestens 6 für die alte + mindestens 9 für die neue Studie), wären wir sehr dankbar! Grundsätzlich hilft natürlich auch jede kleinere Spende, Infos bei
klimaschutz-am-suedschnellweg.de/spenden.
Wie es der Zufall will, hat uns ein Aufruf von einer Studentin, Clara Hoffmann, erreicht:
“Für eine Bachelorarbeit im Bereich Kommunikationsdesign zum Thema Solastalgie (Gefühl zwischen Trost und Trauer angesichts einer sich verändernden Umwelt) werden kurze persönliche Beiträge gesucht: Gedanken, Erfahrungen, Gedichte oder Reflexionen darüber, wie ihr Umweltveränderungen wahrnehmt, und welche Gefühle damit verbunden sind. Beiträge können gern bis zum 18. März an clara.hoffmann@student.hs-rm.de geschickt werden.“
Außerdem gilt nach wie vor die herzliche Einladung, seinen Schmerz mit kreativen Mitteln auszudrücken und zu teilen. Der Prozess kann uns helfen, ins Fühlen/Verarbeiten zu kommen. Das gemeinsam zu tun, ist ratsam. Denn der Schmerz an der Zerstörung der Welt ist oft größer als wir alleine aushalten können. Deswegen neigen wir dazu, den Schmerz zu verdrängen (das haben auch z.B. Joanna Macy und Hildegard Kurt beschrieben).
Es geht weiter:
Als Kampagne „Ricklinger Wald – Für natürlichen Klimaschutz am Südschnellweg – Jeder Baum zählt“ werden wir in Zukunft einmal im Monat, am vorletzten Sonntag (dem Sonntag vor dem Spaziergang am Westschnellweg) weiter eine Mahnwache an der Blauen Brücke anmelden: 13.00-16.00. Das heißt konkret, der nächste Termin ist am SONNTAG, den 22.3.26.
Menschen die mitmachen wollen, sind herzlich willkommen!
Weitere Ankündigung: Zusammen mit dem Umweltteam des katholischen Bistums Hildesheim wird es, dank Almut, am FREITAG, dem 24.4. um 17.00 - am Vortag des internationalen Tag des Baumes - eine Andacht geben. Genaue Informationen folgen zeitnah.
Ob wir auch am 25.4., dem internationalen Tag des Baumes, selber eine Mahn-Aktion organisiert bekommen, ist noch nicht sicher. Wenn Ihr eine Fahrrad-Demo über Süd- und West-Schnellweg machen wollt, dafür müssen wir aber mindestens 250 sein, dann sind wir dabei.
Zu den noch laufenden Klagen und Strafanzeigen gibt es bisher noch nichts Neues. Enteignet werden sollen die letzten Gärten wohl bis Ende März. Wann die „letzten Bäume“ am Südschnellweg gefällt werden „sollen“, wissen wir nicht.
Bleiben wir erhobenen Hauptes und lassen uns nicht brechen.
Mit solidarischen Grüßen in die vielen Krisengebiete der Erde,
…