Die Petiton ist beendet. Es wurden 1068 Unterschriften gesammelt.
Petitionsbeschluss: Der Petition wurde entsprochen oder teilweise entsprochen.
Füchse: Protest gegen TVT Tierärztliche Vereinigung f. Tierschutz
Von: Lovis Kauertz www.wildtierschutz-deutschland.de aus Gau-Algesheim
An: Vorstand der TVT in Deutschland
- Die Online-Version des Merkblattes Nr. 123 wurde auf unseren Protest hin geändert -
Wir fordern vom Vorstand der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT), namentlich vom Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Thomas Blaha von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und von der für das Merkblatt 123 „Tierschutz für Jäger“ zuständigen Leiterin des Arbeitskreises „Wild und Jagd“, Frau Dr. Susanne Hartmann, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe, die unverzügliche Überarbeitung des Merkblattes Nr. 123 hinsichtlich jeglicher Formulierung, welche geeignet ist, den Fuchs als zu reduzierenden Schädling darzustellen. Der Sachverhalt wurde den genannten Personen erstmals am 17.12.2010 schriftlich erörtert und ist bisher ergebnislos geblieben.
Begründung:
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT ), Bramsche, versteht sich als Tierschutzverein der Tierärzte mit der Aufgabe, kompetenten, wirksamen und zielgerichteten Tierschutz zu praktizieren. Auf der Homepage www.tierschutz-tvt.de des TVT heißt es:
„Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) stellt sich die Aufgabe, tierärztliches Handeln als Anwaltschaft für Leben und Wohlbefinden der uns anvertrauten Tiere gemäß § 1 TSchG verständlich zu machen und die Tierärztliche Ethik soweit wie nur denkbar aus der Abhängigkeit menschlicher Nutzungsinteressen zu lösen.
Hierfür wird es notwendig sein, das berufsethische Selbstverständnis der Tierärzte im Dialog mit der philosophischen und theologischen Ethik zu überprüfen. Gerechtigkeit für Mensch und Tier ist mit der Vorstellung einer grundsätzlichen Minderwertigkeit von Leben und Wohlbefinden der Tiere unvereinbar.“
Im TVT-Merkblatt Nr. 123 „Tierschutz für Jäger“ (www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter.html) wird gleichwohl impliziert, dass Füchse minderwertig seien:
„Am wenigsten in Frage gestellt wird das Töten von Tieren zum Schutz der menschlichen Gesundheit. So wird kaum ein Mensch, der von einem Bandwurm befallen ist, zögern, ein Medikament dagegen einzunehmen. In diese Kategorie fällt die Reduktion des Fuchses zum Schutz des Menschen vor der Tollwut oder dem kleinen Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis. Allerdings wurde die Tollwutgefahr viel mehr durch die Impfung als durch Bejagung reduziert, und ob mit jagdlichen Mitteln auf das Gesundheitsrisiko durch Echinococcen Einfluss genommen werden kann, ist nicht erwiesen.“
Durch diese Formulierung kann insbesondere bei Jägern der Eindruck entstehen oder gefestigt werden, dass Füchse wie Schädlinge einzuordnen seien. Ein Vergleich des hochentwickelten Fuchses mit einem Bandwurm, der darauf abzielt, die Schädlichkeit des für unser ökologisches Gleichgewicht essentiellen Säugetiers zu verdeutlichen, ist ethisch nicht haltbar, verächtlich und geeignet anhaltendes Leid zu verursachen und zu rechtfertigen.
Nach offiziellen Zahlen werden bereits heute jedes Jahr über 500.000 Rotfüchse in Deutschland durch Jäger getötet. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Die Tiere werden im Rahmen von revierübergreifenden „Fuchswochen“ während der Paarungszeit mit Dutzenden von Jägern gejagt, sind Opfer von Treibjagden, werden samt Jungtieren aus ihrem vermeintlich sicheren Bau gegraben oder mit davor aufgestellten Fallen gejagt –um anschließend entsorgt zu werden.
Die Argumentation von Jägern bedient sich immer noch einer vermeintlich vom Fuchs ausgehenden Tollwutgefahr bzw. der vom kleinen Fuchsbandwurm ausgehenden Ansteckungsgefahr. Dabei ist Deutschland seit 2008 gemäß der WHO frei von sylvatischer Tollwut. Auch jegliche Argumentation mit dem Fuchsbandwurm ist gemessen am Erkrankungsrisiko für Menschen reine Panikmache: Gemäß Robert-Koch-Institut gibt es in ganz Deutschland gerade mal 21 Neuerkrankungen im langjährigen Jahresdurchschnitt.
Unabhängig voneinander haben Forschungen des Friedrich-Löffler-Instituts für Viruskrankheiten der Tiere und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung darüber hinaus ergeben, dass die Jagd nicht geeignet ist, die von Tollwut oder Fuchsbandwurm ausgehenden Risiken zu reduzieren. Möglicherweise ist die Jagd sogar eher kontraproduktiv, weil Krankheiten durch die Zerstörung von Sozialverbänden in andere Fuchsreviere getragen werden. Sowohl gegen die Tollwut als auch gegen den Fuchsbandwurmbefall gibt es wirksame Medikamente, die per Köder ausgelegt werden.
Wenn Sie sich persönlich an die TVT wenden möchten, finden Sie Kontaktdaten der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT ) hier:
www.tierschutz-tvt.de/vorstand.html
Kontaktdaten zur Leiterin des Arbeitskreises „Wild und Jagd“:
www.tierschutz-tvt.de/15.html
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Lovis Kauertz, www.wildtierschutz-deutschland.de
Im Namen aller Unterzeichner.
Gau-Algesheim, 09.11.2011 (aktiv bis 08.01.2012)
Debatte zur Petition
PRO: Diese Petition unterstütze ich von ganzem Herzen, Niemand hat ein Recht so mit Tieren, Füchsen umzugehen, die Jäger gehören schon lange mal kontrolliert, mehr...
PRO: Ich entschuldige mich für meine versehentliche Contra-Argumentation. Beide stammen von mir. Natürlich bin ich für diese Petition. Tut mir leid, dass ich mehr...
CONTRA: Füchse sind wunderschöne und hochintelligente Tiere, die uns Menschen begeistern. Sie sind mustergültige Eltern und treue Ehegatten. Noch dazu 98 %ige mehr...
CONTRA: Als ich einmal spazieren im Wald war kam ein Fuchs aus dem Dickicht da konnte ich sehen welch wunderschönes Tier es war. Er verschwand sofort wieder. Welche mehr...
Petitions-Blog

Schonzeit für Füchse - neue Petition (21.02.2012)
Hallo!Wollen Sie uns helfen und auch die Petition zur Einführung einer Schonzeit für Füchse unterzeichnen? Hier finden Sie eine kurze Information und den Link zur Petition: www.wildtierschutz-deutschland.de/2012/02/petition-zur-einfuhrung-einer.html
Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter wildtierschutz@gmail.com gerne zur Verfügung.
Wildtierschutz Deutschland e.V.
www.wildtierschutz-deutschland.de, www.schonzeit-fuer-fuechse.de
Kontoverbindung: GLS Bank, BLZ: 430 609 67, Konto-Nr.: 600 863 950 0

Petitionsbeschluss: Der Petition wurde entsprochen oder teilweise entsprochen am 31.01.2012
Wie bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, hat die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz ihr Merkblatt Nr. 123 "Tierschutz für Jäger"auf unseren Protest hin einvernehmlich geändert. Vielen Dank, dass Sie uns in dieser Sache unterstützt haben.Wir möchten Sie heute über unsere "Fuchsseite" Vulpes-Vulpes informieren. Hier finden Sie Wissenswertes über den Fuchs, zahlreiche kritische Stellungnahmen zur Fuchsjagd und lehrreiche und zum Teil amüsante Filmbeiträge über den Fuchs. Schauen Sie doch mal 'rein: fuchs-vulpes-vulpes.blogspot.com/
Im Rahmen unserer unabhängigen Öffentlichkeitsarbeit, die letztlich das Ziel hat durch breitgestreute Information und Aufklärung auf den Jagdgesetzgeber einzuwirken, haben wir leider auch immer wieder mit Rechtsstreitigkeiten (aktuell mit dem Jagdverbandspräsidenten) zu kämpfen.
Wenn Sie uns in dieser Sache auch finanziell unterstützen möchten und das können, ohne dass es an anderen Ecken eng wird, würden wir uns sehr freuen! Hier unsere Spendenseite: www.wildtierschutz-deutschland.de/p/so-konnen-sie-helfen.html
Oder direkt zum Überweisungsformular: www.spendenportal.de/formulare/spendenformular.php?projekt_id=13058
Mit den besten Wünschen,
Ihr Lovis Kauertz
www.wildtierschutz-deutschland.de
wildtierschutz@gmail.com

Änderung am Text der Petition am 16.12.2011
Die TVT ist unserer Forderung nach einer Änderung des Merkblattes Nr. 123 "Tierschutz für Jäger" für die Online-Version nachgekommen.Neuer Petitionstext:
Wir fordern vom Vorstand der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT), namentlich vom Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Thomas Blaha von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und von der für das Merkblatt 123 „Tierschutz für Jäger“ zuständigen Leiterin des Arbeitskreises „Wild und Jagd“, Frau Dr. Susanne Hartmann, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe, die unverzügliche Überarbeitung des Merkblattes Nr. 123 hinsichtlich jeglicher Formulierung, welche geeignet ist, den Fuchs als zu reduzierenden Schädling darzustellen. Der Sachverhalt wurde den genannten Personen erstmals am 17.12.2010 schriftlich erörtert und ist bisher ergebnislos geblieben.

Petition in Zeichnung am 14.12.2011
Vielen Dank für die Zeichnung unseres Protestes gegen eine den Fuchs betreffende Formulierung im Merkblatt 'Tierschutz für Jäger' der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz TVT. Der Protest von über 1.000 Unterzeichnern hat die TVT dazu bewegt, die strittige Passage in ihrem Merkblatt zu löschen. Die Online-Version des Merkblattes kann über die Homepage der TVT abgerufen werden. Wir verhandeln noch über die Verwendung des Restbestandes an gedruckten Merkblättern und werden Sie in Kürze dazu informieren.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie auf unsere erste Weihnachtsauktion zugungsten von Wildtierschutz Deutschland aufmerksam machen. Wir versteigern einen Fuchs ....
hier gibt's mehr Information: www.wildtierschutz-deutschland.de/2011/12/wir-versteigern-einen-fuchs.html
Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie mitbieten!
Mit den besten Wünschen für eine noch schöne Adventszeit.
Ihr
Lovis Kauertz, Wildtierschutz Deutschland
lovis.kauertz@gmail.com

Petition in Zeichnung am 16.11.2011
Haben Sie herzlichen Dank für die Unterzeichnung dieses – wie ich meine – wichtigen Protestes gegen das Merkblatt für Jäger der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Um unserem Protest noch mehr Nachdruck zu verleihen, wäre es wichtig, dass mehr Tierärztinnen und Tierärzte dieses Anliegen unterstützen. Vielleicht kennen Sie ja eine Praxis oder einen Veterinär, die oder den Sie bitten möchten, sich solidarisch zu zeigen. Mit herzlichen Grüßen, Lovis Kauertz - Wildtierschutz Deutschland e.V.
Nachfolgend der Vorschlag für ein Anschreiben:
"Anrede
Im Internet ist mir ein Protest gegen eine Tierärzte-Vereinigung aufgefallen. Dieser richtet sich gegen ein von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) herausgegebenes Merkblatt „Tierschutz für Jäger“ wendet. Dort heißt es:
„Am wenigsten in Frage gestellt wird das Töten von Tieren zum Schutz der menschlichen Gesundheit. So wird kaum ein Mensch, der von einem Bandwurm befallen ist, zögern, ein Medikament dagegen einzunehmen. In diese Kategorie fällt die Reduktion des Fuchses zum Schutz des Menschen vor der Tollwut oder dem kleinen Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis. Allerdings wurde die Tollwutgefahr viel mehr durch die Impfung als durch Bejagung reduziert, und ob mit jagdlichen Mitteln auf das Gesundheitsrisiko durch Echinococcen Einfluss genommen werden kann, ist nicht erwiesen.“
Durch diese Formulierung kann insbesondere bei Jägern der Eindruck entstehen oder gefestigt werden, dass Füchse wie Schädlinge einzuordnen seien. Ein Vergleich des hochentwickelten Fuchses mit einem Bandwurm, der darauf abzielt, die Schädlichkeit des für unser ökologisches Gleichgewicht essentiellen Säugetiers zu verdeutlichen, ist ethisch nicht haltbar, verächtlich und geeignet anhaltendes Leid zu verursachen und zu rechtfertigen.
Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn auch Sie diesen Protest unterzeichneten und einigen Ihrer Kolleginnen und Kollegen gleichtun würden,
hier ist der Link zur Information: www.wildtierschutz-deutschland.de/2011/11/protest-ist-fur-die-tvt-tierarztliche.html
hier geht’s direkt zum Unterzeichnen: www.openpetition.de/petition/online/fuechse-protest-gegen-tvt-tieraerztliche-vereinigung-f-tierschutz
Mit freundlichen Grüßen"