L 18/130 - Schaffung eines weiteren länderübergreifenden Fernsehsenders

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

3 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

3 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2012
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Mann möge beschließen,

ein werbefreies öffentlich-rechtliches Fernsehprogramm nach dem Vorbild von 3sat als Gemeinschaftseinrichtung von Deutschland, Luxemburg, Belgien und Niederlande mit Vollprogramm einzurichten.

Ein solcher Fernsehsender ist eine sehr gute Einrichtung um das Miteinander von Nachbarvölkern voran zu bringen umso Vorurteile und Abneigungen in Zuneigung und Verständnis umzuwandeln.

Besonders in der jetzigen Zeit, da die Euroschwierigkeiten mittels Neid und Überforderung durch die Situation, Distanzen und längst überwunden geglaubte Gräben wieder aufreisen, muss es unser größtes Anliegen sein einander besser zu verstehen und um die Ängste und Wünsche des jeweils anderen Bescheid zu wissen. Denn nur so kann eine solidarische und ethisch moralische Gesellschaft wie wir sie uns nach unseren europäischen Werten vorstellen zusammenleben.

Ich bin mir sicher, dass die „Geschwisterliebe“ (den Rivalitäten wie unter Geschwistern gibt es auch hier) zwischen Österreich, Schweiz und Deutschland auch mit Hilfe des gemeinsamen Fernsehsenders 3sat aufgebaut wurde und so die Bürger der jeweiligen Länder einen leicht zugänglichen Einblick in das Leben der Anderen bekommen und so einander näher sind als wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe.

Jedes Land wird in dieser Gemeinschaftseinrichtung von seinen öffentlich- rechtlichen Fernsehanstalten vertreten. Diese suchen jeweils die Programmteile aus die sie am geeignetsten halten einen Einblick über die Menschen, Natur und Mentalität zu bieten. Gemeinsame Produktionen finden auch Platz.

Man sollte sich bei der Anzahl der Mitgliedsländer auf diese vier beschränken da man wie in jeder Lebenssituation auch hier das Sprichwort anwenden kann: Zu viele Köche verderben den Brei.

Die Wahl fiel neben Deutschland auf die anderen 3 Länder, da sich diese Nachbarn kulturell, geschichtlich und die Mentalität betreffend sehr mit Deutschland ähneln und dadurch der Versuch hin zu mehr Verständnis und Zuneigung, eine schnellere und bessere Chance auf Erfolg hat. Auch die sprachliche Nähe wird ein wichtiger Erfolgsfaktor sein, denn das Niederländische ist hörbar nah am Deutschen, in Belgien spricht man neben Niederländisch unter anderem auch Deutsch in den zu Deutschland hinführenden Regionen und in Luxemburg spricht man sowieso einen deutschen Dialekt, nämlich das Luxemburgische.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.05.2012
Sammlung endet: 13.06.2012
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 11 vom 05.09.2012

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingaben für erledigt zu erklären, weil die Bürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, den Eingaben zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 18/130

    Gegenstand:
    Schaffung eines weiteren länderübergreifenden Fernsehsenders

    Begründung:
    Der Petent möchte erreichen, dass ein weiteres öffentlich- rechtliches Fernsehprogramm nach dem
    Vorbild von 3s at als Gemeinschaftseinrichtung von Deutschland, Luxemburg, Belgien und den
    Niederlanden mit Vollprogramm eingerichtet wird.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatskanzlei
    eingeholt. Unter B erücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung
    zusammenge fasst wie folgt dar:

    Der Grundversorgungsauftrag des öffentlich- rechtlichen Rundfunks umfasst ein inhaltlich vielfältiges
    Programm, das ein möglichst breites Forum für die verschiedenen gesellschaftlichen Themen und
    Entwicklungen in Deutschland in allen seinen Facetten vermitteln soll. Der klassische Funktionsauftrag
    soll sich gerade nicht auf ein Kernangebot beschränken. Ein Gemeinschaftssender wie 3sat mit den
    Schwerpunkten Kultur, Wi ssen und Wissenschaft ist daneben sinnvoll, kann aber das nationale
    Angebot, das das breite gesellschaftliche Spektrum abbilden soll, nur ergänzen.

    Der Vorschlag des Petenten ist für den Petitionsausschuss nachvollziehbar, jedoch aus verschiedenen
    Gründen praktisch nicht umsetzbar. Für einen weiteren öffentlich- rechtlichen Gemeinschaftssender
    wäre nicht nur ein neuer Staatsvertrag, sondern auch eine ausreichende Finanzierung notwendig.
    Angesichts der Einsparungen, die von den Rundfunkanstalten in den nächs ten Jahren erbracht werden
    müssen, und dem Interesse der Gebührenzahler an einer Stabilität der Rundfunkgebühr, ist die
    Einrichtung eines neuen Senders mit neuem Personal und neuer Infrastruktur derzeit finanziell nicht
    umsetzbar.

    Begründung (PDF)

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