Petitions-Tipps

Tipps für erfolgreiche Online-Petitionen

  • Wie funktionieren Petitionen auf openPetition?
  • Der richtige Titel
  • Adressaten festlegen
  • Petitionstext schreiben
  • Ein Bild hinzufügen
  • Die Petition verbreiten
  • Übergeben Sie Ihre Petition

Wie funktionieren Petitionen auf openPetition?

Mit openPetition erstellen Sie in drei einfachen Schritten Ihre Petition. Für jeden Schritt haben wir Tipps und Unterstützung für Sie.

Mit Ihrer guten Idee fängt alles an:

Jede bedeutende Petition beginnt mit einer guten Idee. Was möchten Sie gern verändern, warum ist dieses Ziel für viele wünschenswert und wen müssen Sie überzeugen, damit Sie ihr Ziel erreichen?

Petition erstellen:

In drei einfachen Schritten erstellen Sie ihre Petition

  • Basis-Informationen eingeben – Was möchten Sie erreichen, an wen wenden Sie sich, warum sollen andere ihre Petition unterstützen.
  • Vorschau und Änderungen – Sehen Sie sich Ihre Petition in der Vorschau an und ändern Sie alles so lange, bis Sie zufrieden sind.
  • Veröffentlichen und verbreiten – Veröffentlichen Sie Ihre fertige Petition. Jetzt können Sie beginnen, Unterschriften zu sammeln.

Verbreiten und Unterschriften sammeln:

Ist die Petition fertig erstellt, geht es darum, sie möglichst bekannt zu machen und viele Unterstützer/innen zu gewinnen. Informieren sie Freunde und Bekannte, nutzen Sie die sozialen Netzwerke und finden Sie Organisationen oder Gruppen, die Ihr Anliegen teilen. openPetition unterstützt Sie dabei mit Werkzeugen zum Weiterleiten und einem interaktiven Petitions-Widget, mit dem ihre Petition von anderen Webseiten aus unterschrieben werden kann.

Informieren Sie Ihren Adressaten:

Auch schon vor der Übergabe sind Stellungnahmen des Adressaten sehr hilfreich – sowohl die Presse als auch Ihre Unterstützer/innen interessieren sich dafür. Informieren Sie daher Ihren Adressaten über die Petition während sie noch läuft. Dadurch erhält der Adressat die Chance, sich vorab mit den Forderungen zu beschäftigen.

In Kontakt bleiben:

Informieren Sie die Unterzeichner/innen Ihrer Petition über Neuigkeiten: Gab es eine Stellungnahme Ihrer Zielperson? Planen sie eine Protestveranstaltung? Dafür stehen E-Mail-Benachrichtigung und ein Blog zur Petition zur Verfügung.

Übergeben Sie ihre Petition:

Die Übergabe Ihrer Petition mit den gesammelten Unterschriften ist eine hervorragende Gelegenheit, zusätzlich Aufmerksamkeit für Ihr Anliegen zu bekommen.

Bleiben Sie dran:

Die Petition zu übergeben kann schon ausreichen, um Ihr Ziel zu erreichen. Manchmal braucht es aber zusätzlichen Druck. Bleiben sie in Kontakt mit Ihrem Entscheidungsträger und bringen Sie Ihr Anliegen in die Medien – zum Beispiel durch Protestveranstaltungen. Auf jeden Fall sollten Sie ihre Unterstützer/innen über das Ergebnis Ihrer Petition informieren.

Der richtige Titel

Der Titel ist das erste, was andere von ihrer Petition sehen. Er sollte auf einen Blick klar erkennen lassen, was ihre Forderung ist und neugierig machen. Ohne guten Titel bleibt das wichtigste Anliegen unbeachtet.

Beispiele für erfolgreiche Petitions-Titel

„Herr Innenminister: Setzen Sie sich für Betroffene von Zwangsprostitution ein!“
Spricht den Adressaten direkt an und formuliert eine Forderung, der man sich gern anschließt.

„Berlin braucht Grips! Eltern fordern Erhalt des berühmten Kinder- und Jugendtheaters“
Griffig und clever durch das Wortspiel mit dem Namen des Theaters. Der erste Teil des Titels konnte über die Petition hinaus als Slogan für die ganze Kampagne genutzt werden.

„Minister Albig: Keine Ausweisung der Roma aus Schleswig-Holstein ohne Einzelfallprüfung“
Alles ist gesagt: Adressat, Problem, Forderung

„Keine Übernahme der Mehrkosten für S21 durch das Land Baden-Württemberg!“
Klar und eindeutig. Das Kürzel „S21“ hat einen hohen Wiedererkennungswert und war zu der Zeit in allen Medien präsent. Trotz einer komplexe Debatte wurde die Forderung auf den Punkt gebracht.

„Amina soll bleiben
Kurz und direkt. Der Titel sagt nicht alles, macht aber neugierig, mehr zu erfahren.

Ungeeignete Titel:

„Todesstrafe für Pastor im Iran“
Uneindeutig formuliert – gefordert wurde die Freilassung des Geistlichen, nicht die Todesstrafe. Für das gleiche Anliegen wurde eine zweite Petition mit einem sehr guten Titel gestartet: „Freiheit für iranischen Pastor Youcef Nadarkhani“. Hier ist die Forderung klar und postitiv formuliert. Der Betroffene ist außerdem mit seinem Namen genannt, was zeigt, dass es um ein ganz individuelles Schicksal geht. Diese Petition erreichte mehr als 15.000 Unterschriften, die obenstehende mit dem unglücklichen Titel weniger als 3.000.

„Protest gegen die EU-Richtlinie RL 2010/63/EU“
Worum mag es sich handeln? Die wenigsten Leser/innen dürften dieses Verwaltungskürzel kennen. Katzen und Hunde, die freilaufend aufgegriffen werden, sollen in Tierversuchslabore übergeben werden können – darum geht es und das sollte im Titel sofort erkennbar sein.

Adressaten festlegen

Wenn Sie an der richtigen Stelle ansetzen, ist der Erfolg einfacher. Lesen Sie diese Tipps, um den am besten geeigneten Empfänger für Ihre Petition zu finden.

Wählen Sie eine eindeutige Instanz aus. Denn nur so können Sie gezielt durch öffentliche Debatten Druck ausüben und gezielte Reaktionen hervorrufen. Als Adressat ist eine konkrete Person, eine juristische Person, ein parlamentarisches Gremium oder eine Organisation in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft möglich.

Übergabe einer Petition zur Rettung der Landesbibliothek Berlin

Übergabe einer Petition zur Rettung der Landesbibliothek Berlin

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Welche Ebene betrifft meine Petition? Ist es ein nationales Anliegen (bsp. Deutschlandweites Importverbot von genmanipuliertem Gemüse) oder handelt es sich um regionale Sachverhalte (bsp. Erhaltung des alten Marktplatzes in einer Stadt)? Betrifft es alle Bürger/innen der Nation, eine bestimmte Gruppierung, eine Gemeinde oder Personen? Sie selbst setzen den politischen Rahmen Ihrer Petition und damit bestimmen Sie auch die Ebene.
  2. Wer ist zuständig für diese Ebene? Wer hat also die notwendige Entscheidungskompetenz, um Ihr Anliegen auf dieser Ebene durchzusetzen? Ob Bundestag, ein Stadtrat, ein Ministerium oder auch eine Firma, all jene sind mögliche Adressaten für Sie. Zusätzlich können Sie sich an eine stellvertretende Person dieser übergeordneten Instanz wenden.

Petitionstext schreiben

Der Petitionstext ist das Herzstück Ihrer Petition. Ihre Petitions-Idee muss überzeugen, damit andere Menschen Ihr Anliegen unterstützen.

Schildern Sie das Problem: Wie sieht die Situation aus, mit der Sie nicht zufrieden sind? Was bedeutet dieser Zustand konkret für die Betroffenen? Seien Sie anschaulich aber kurz und bündig. Wiederstehen Sie der Versuchung einer umfassenden Einleitung und kommen sie direkt auf den Punkt.

Stellen Sie eine konkrete Forderung: Was ist ihre Forderung, mit der das Problem behoben werden soll? Was genau soll der Adressat tun und wie sieht die Lösung aus? Je genauer Ihre Forderung ist, um so leichter können Sie später feststellen, ob sie wirklich erfüllt wurde – und um so schwerer haben es Entscheidungsträger/innen, sich mit rein symbolischem Aktionismus herauszuwinden.

Wie tragen Unterstützer zur Lösung bei: Zeigen Sie, wie Ihre Petition und die Unterschriften wirken. Steht eine Entscheidung zum Petitonsthema an und die Unterschriften machen Druck auf einen Wackelkandidaten? Muss ein Unternehmen um Umsatz fürchten, wenn Kunden drohen zur Konkurrenz zu wechseln?

Geben Sie Argumente und Hintergrundinformationen: Warum soll ihr Anliegen Wirklichkeit werden? Was spricht dafür. Was sollten Leser/innen noch erfahren? Gibt es eine Geschichte, die zur Petition geführt hat? Gibt es bekannte Gegenargumente, die Sie entkräften können?

Tipps

Denken Sie an Ihre Leser/innen: Beschreiben Sie ihr Anliegen so, dass auch nicht Eingeweihte verstehen, worum es geht aber konzentrieren Sie sich dabei auf die wichtigsten Fakten und Argumente. Viele interessierte Leute, die mit dem Problem jedoch nicht wirklich vertraut sind, wollen keine ganze Abhandlung lesen.

Gehen Sie von sich aus: Was hat sie dazu gebracht, die Petition zu starten? Gab es einen konkreten Anlass, eine untragbare Situation? Sind Sie selbst betroffen, setzen Sie sich für Bekannte oder Hilfsbedürftige ein, oder für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe? Gehen Sie von Werten und Grundsätzen aus? Wenn andere Ihre guten Gründe für die Petition verstehen, können sie sich leichter Ihnen anschließen.

Was motiviert andere: Warum sollen andere Menschen ihre Petition unterstützen? Sind sie ebenfalls vom Problem betroffen? Bringt die Lösung auch Positives für sie? Haben sie die gleichen Interessen, Wünsche und Hoffnungen wie Sie selbst – als Mutter, Selbständige, Pensionär, Radfahrer oder Imker? Teilen sie Werte mit Ihnen – wie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Meinungsfreiheit, Chancengleichheit?

Betonen Sie die Chancen: Welche positive Wendung kann die Situation nehmen, wenn der Forderung nachgekommen wird? Wie wird sich das Leben der Betroffenen verbessern? Warum ist die Situation hinterher besser? Könnte ein Politiker oder ein Unternehmen Vorreiter für eine Sache werden und sich damit profilieren? Für Kosmetik ohne Tieversuche und fair gehandelte Schokolade war das Vorreiter-Prinzip sehr erfolgreich.

Gute Argumente: Überlegen Sie, welchen Argumenten ihr Adressat zugänglich ist. Hat der Adressat eine besondere Verantwortung in der Sache (durch seine Position, seine Einflussmöglichkeiten oder einen persönlichen Hintergrund)? Gibt es ein Wahlversprechen oder das Zitat eines Politikers oder seiner Partei, das im Sinne ihrer Petition ist? Haben Sie einen überzeugenden Vorschlag für die Finanzierung ihres Anliegens? Kann der Verweis auf einen richtig handelnden Konkurrenten eine Firma beeindrucken?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Das richtige Bild sagt alles auf einen Blick. Ein Bild kann ihr Anliegen greifbar machen, Aufmerksamkeit wecken und Menschen zum Mitmachen überzeugen. Menschen denken in Bildern – und verbreiten sie gern weiter. Hier die wichtigsten Tipps für gute Kampagnen-Bilder.

Wählen Sie eine aktive, starke Geste, hinter der sich viele Menschen versammeln können.
Sie wollen etwas aktiv verändern: wenn sie ein inspirierendes Vorbild zeigen, werden sich Ihnen viele anschließen wollen.

Verwenden Sie eine starke Metapher
Verdeutlichen sie das Problem mit einem Vergleich oder setzen Sie sprachliche Wendungen in Bilder um: Hier wurde Menschenhandel auf den Punkt gebracht.

Erzählen Sie eine persönliche Geschichte – konzentrieren Sie sich auf eine Einzelperson
Zur Betroffenheit und zum Handeln und einer einzelnen Person können wie sofort eine Beziehung herstellen.

Entscheidungsträger zeigen
Ein Bild des Adressaten der Petition, das verdeutlicht, welche Änderungen nötig sind oder welches Problem besteht, ist eine gute Möglichkeit, Entscheidungsträger die Verantwortung zu nehmen.

Die grausamsten Bilder sind nicht immer die besten
Brutale Bilder können abschreckend wirken. Bei sehr emotionalen Themen haben wir ohnehin schon drastische Szenen im Kopf. Das Bild einer positiven Alternative kann viel mehr Menschen zur Unterstützung bewegen.

Zeigen Sie ein Symbol für etwas nicht Greifbares
Ist ihr Anliegen unsichtbar, wie z.B. der Schutz der Privatsphäre, nehmen Sie einen Gegenstand, an dem das Problem greifbar wird. Das Projekt INDECT basiert auf der automatischen Erfassung und Auswertung von personenbezogenen Informationen. Die Überwachungskamera ist der sichtbare Teil des Vorhabens – und reicht in die Alltagserfahrung von uns allen hinein.

Setzen sie auf Humor
Mit einer Prise Humor kann Ihr Thema in den Köpfen hängen bleiben. Und Dinge, über die wir schmunzeln, leiten wir gern an unsere Freunde weiter. Natürlich ist dabei immer abzuwägen, ob sich das Thema für einen humorigen Zugang eignet.

 

Hinweis zum Fomat Ihres Petitionsbildes:
Für eine korrekte Darstellung ein Bild im Querformat mit Seitenverhältnis 3:2 hochladen. Optimal sind 450 x 300 Pixel.

Verbreiten Sie Ihre Petition

Ist die Petition fertig erstellt, geht es darum, sie möglichst bekannt zu machen und viele Unterstützer/innen zu gewinnen. Informieren sie Freunde und Bekannte, nutzen Sie die sozialen Netzwerke und finden Sie Organisationen oder Gruppen, die Ihr Anliegen teilen.

E-Mails sind ihre besten Verbündeten
Eine E-Mail an Freunde und Bekannte ist die beste Möglichkeit, Unterstützer/innen für ihre Petition zu gewinnen. Durch eine persönliche E-Mail haben in den vergangenen Jahren viel mehr Menschen eine Petition auf openPetition unterschrieben, als auf irgend einem anderen Weg. Mit einer E-Mail können Sie die ganze Geschichte erzählen, nicht nur 140 Buchstaben davon.

Soziale Netzwerke verbreiten weit und schnell
Facebook und Twitter dürften die einfachsten Möglichkeiten sein, viele Menschen zu erreichen, die Sie kennen. Wenn Sie Ihre Bekannten in den Sozialen Netzwerken bitten, Ihre Nachricht zu teilen und weiter zu leiten, verbreitet sich Ihre Petition noch sehr viel weiter. Am einfachsten ist es, wenn Sie unsere Weiterleiten-Funktion nutzen.

Diskutieren Sie online mit
Viele der am schnellsten wachsenden Petitionen waren in thematisch passenden Foren, Blogs und Online-Magazinen verlinkt. Suchen sie nach Webseiten, auf denen sich Menschen über zu Ihrer Petition passende Themen austauschen. Schreiben Sie einen eigenen Beitrag, in dem Sie erzählen, warum Ihnen das Anliegen wichtig ist (Petitions-Link nicht vergessen). Sie können hier ruhig ins Detail gehen, denn wer auf diese Seiten kommt, interessiert sich für Ihr Thema. Eine weitere gute Möglichkeit sind Online-Ausgaben von Zeitungen und Online-Magazine: Wenn Sie einen Bericht oder Artikel zu Ihrem Thema entdecken, schreiben Sie einen Kommentar mit dem Link zur Petition.

Finden Sie gleichgesinnte Gruppen, Initiativen, Vereine
Am wahrscheinlichsten werden Sie diejenigen unterstützen, die selbst schon im Themenfeld ihrer Petition aktiv sind. Suchen Sie nach passenden Gruppen, Bürgerinitiativen, Vereinen oder Verbänden und fragen Sie, ob sie Ihre Petition unterstützen wollen. Fragen sie Autoren von regional oder thematisch geeigneten Blogs und Online-Magazinen, ob sie über Ihre Petition berichten wollen oder die Petition auf Ihrer Webseite einbinden können.

Interessieren Sie die Presse für Ihre Petition

Aber …

was zählt ist die Petition selbst
Die beste Werbung für Ihre Petition ist eine gute Petition. Aktives Verbreiten ist überaus wichtig, aber nur wenn Ihre Petition wirklich überzeugend ist, werden andere sie unterzeichnen und weiter verbreiten. Kleine Anpassungen wie Verbesserungen am Titel, ein großartiges Bild oder eine kurze persönliche Geschichte können einen großen Unterschied machen. Schauen Sie Ihre Petition immer wieder an und überlegen Sie, wie Sie diese noch stärker machen können.

Übergabe

Die Übergabe Ihrer Petition mit den gesammelten Unterschriften ist eine hervorragende Gelegenheit, zusätzlich Aufmerksamkeit für Ihr Anliegen zu bekommen.

Übergabe der Petition

Persönliche Übergabe: Eine persönliche Übergabe verstärkt die Wirkung Ihrer Petition. Ihr Adressat wird direkt mit ihren Forderungen konfrontiert – möglichst nicht nur von Ihnen, sondern auch von der Presse, die Sie auf jeden Fall einladen sollten. Erfragen Sie rechtzeitig einen Termin für die Übergabe, die Terminkalender von Poliker/innen sind in der Regel voll. Planen Sie also ein paar Wochen Vorlaufzeit ein.

Presse einladen: Für die Presse sind Termine mit Politiker/innen und Firmenchefs interessant – besonders, wenn sie mit herausfordernden oder heiklen Themen konfrontiert werden. Durch mehr öffentliche Aufmerksamkeit sind Entscheidungsträger/innen gezwungen zu reagieren. Laden sie Journalisten und Fotografen einige Tage vorher ein und schildern Sie knapp was passieren wird und ob es ein Fotomotiv gibt. Schicken Sie einen Link zu Ihrer Petitionsseite mit.

Inszenieren Sie die Übergabe für die Presse: Machen Sie mehr aus Ihrer Übergabe, indem Sie ein medienwirksames Ereignis gestalten. Wenn Sie ein gutes Fotomotiv bieten können, wird die Presse mehr Interesse an der Story haben. Sie könnten z.B. die Unterschriftenlisten ausdrucken und als dickes „Buch“ übergeben oder sogar in mehreren Kartons, die sich eindrucksvoll stapeln. Vielleicht wollen Sie Ihre Forderung, das Petitionsbild und die Zahl der Unterschriften als Plakate Präsentieren? Probieren Sie, die Übergabe mit einem Gesprächstermin zu verbinden, zu dem Sie die Presse mitnehmen. Das gibt den Journalisten die begehrte Möglichkeit zu Informationen aus erster Hand.

Schreiben Sie eine Pressemitteilung: Mit oder ohne Inszenierung: Sie sollten eine Pressemitteilung zur Übergabe schreiben. Berichten Sie von der Übergabe, den Forderungen der Petition, der Anzahl der Unterstützer/innen und was Sie als nächstes tun werden. Die Pressemitteilung sollte spätestens am frühen Nachmittag in den Redaktionen sein, damit Sie am nächsten Tag erscheinen kann. Geben Sie unbedingt eine Kontaktperson mit Telefonnummer an, damit Sie für Nachfragen erreichbar sind und vielleicht sogar ein Interview geben können. Tipps zur Pressemitteilung.

Wenn Adressat die Entgegennahme ablehnt: Schlagen Sie einen neuen Termin vor. Wenn das nichts bringt, überlegen Sie, ob jemand anderes die Petition entgegen nehmen kann. Landräte und Minister sind oft schwer zu greifen. Gibt es geeignete Stellverteter, Ressort-Leiter oder Pressesprecher? Ihr Ziel sollte sein, Ihrem Adressaten persönlich die Petition zu übergeben. Bevor eine Übergabe jedoch scheitert, ist es besser, eine andere geeignete Person zu finden. Machen Sie das beste aus der Situation: Firmenchefs, die einen Temin zu einer herausfordernden Petitionsübergabe ablehnen, können allein schon dadurch für die Presse interessant werden.

Informieren Sie Ihre Unterstützer/innen: Teilen Sie Ihren Unterstützer/innen mit, dass Sie die Petition übergeben haben und was als nächstes passieren wird. Die Menschen, die für ihr Anliegen unterzeichnet haben, wollen wissen, was aus der Petition, geworden ist – es ist ja auch ihre Petition. Schreiben Sie einen Blogeintrag auf Ihrer Petitionsseite und schicken Sie ein E-Mail-Update.

Dran bleiben!

Die Petition zu übergeben kann schon ausreichen, um Ihr Ziel zu erreichen. Manchmal braucht es aber zusätzlichen Druck. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Entscheidungsträger und bringen Sie Ihr Anliegen in die Medien – zum Beispiel durch Protestveranstaltungen. Auf jeden Fall sollten Sie ihre Unterstützer/innen über das Ergebnis Ihrer Petition informieren.

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Publikationen & Material

  • Masterarbeit Online-Partizipation (PDF)
  • Flyer: openPetition stellt sich vor (PDF)

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