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Bild zur Petition mit dem Thema: FORDERUNG NACH REHABILITATION UND ENTSCHÄDIGUNG DER EHEMALIGEN „TROSTFRAUEN“ FORDERUNG NACH REHABILITATION UND ENTSCHÄDIGUNG DER EHEMALIGEN „TROSTFRAUEN“
  • No: Publiski nepieejams
  • Adresāts: Japanische Regierung und japanisches Parlament
  • Reģions: Japan
    Kategorija: Gesellschaft mehr
  • Statuss: Petīcijas autors petīciju nav iesniedzis
    Valoda: vācu
  • Gescheitert
  • 147 Unterstützende
    Vākšana pabeigta

Īsā saite

FORDERUNG NACH REHABILITATION UND ENTSCHÄDIGUNG DER EHEMALIGEN „TROSTFRAUEN“

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Die Bezeichnung „Trostfrau“ steht für einen besonders gravierenden Fall systematischer sexueller Gewalt während militärischer Auseinandersetzungen. Bis zu 200.000 Frauen und Mädchen aus dem gesamten Asien-Pazifik-Raum wurden während des 2. Weltkrieges systematisch vom japanischen Militär in die Prostitution gezwungen. Sie wurden dort oft über mehrere Jahre hinweg in vom Militär betriebenen „Bordellen“ vergewaltigt, geschlagen, gefoltert und getötet.

Diese Ereignisse wurden lange tabuisiert und sind bis heute von der japanischen Regierung nur teilweise anerkannt. Inzwischen drängt die Zeit, die fehlende Aufarbeitung dieses Kriegsverbrechens zu forcieren: Viele der betroffenen Zeitzeuginnen sind mittlerweile verstorben; in Südkorea etwa ist die Zahl der noch lebenden registrierten Frauen von ursprünglich 234 auf 72 geschrumpft.

UNSERE FORDERUNGEN AN DIE JAPANISCHE REGIERUNG

Wir ersuchen die japanische Regierung und das Parlament, das von Japan begangene Verbrechen der sexuellen Versklavung endlich in vollem Umfang zu benennen, anzuerkennen und die uneingeschränkte, auch völkerrechtliche Verantwortung dafür zu übernehmen.

Angesichts des fortgeschrittenen Alters der wenigen noch überlebenden Frauen halten wir es für dringend geboten, dass die japanische Regierung und das Parlament nicht länger zögern, sondern umgehend den folgenden Forderungen der Betroffenen und Überlebenden nachkommen:

  1. dass Japan die Verschleppung und Zwangsprostituierung von Mädchen und Frauen als „Trostfrauen“ als Verbrechen formell anerkennt,
  2. dass Japan all diese grausamen Vorgänge vollständig untersucht und aufarbeitet,
  3. dass sich Japan durch eine Resolution des Parlamentes offiziell dafür entschuldigt,
  4. dass Japan die Überlebenden sowie die Angehörigen der verstorbenen Opfer auf einer rechtlichen Grundlage entschädigt,
  5. dass alle Fakten und die volle Wahrheit über die sexuelle Versklavung durch die japanische Armee in den japanischen Geschichtsbüchern beschrieben wird,
  6. dass Japan für die Opfer dieser Verbrechen eine Gedenkstätte und ein Museum errichtet,
  7. dass die für diese Verbrechen Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden.

Durch ein Entschädigungs-Gesetz, durch die eindeutige Benennung, die uneingeschränkte Übernahme der Verantwortung sowie die vorbehaltlose Verurteilung dieser Verbrechen würde Japan die betroffenen Mädchen und Frauen rückwirkend wieder in ihre Rechte einsetzen und ihnen endlich die Würde zurückgeben, derer sie beraubt wurden. Darüber hinaus trüge Japan dazu bei, dass Machtausübung durch die Anwendung sexueller Gewalt, ob im Krieg oder außerhalb des Krieges, geächtet wird.

Pamatojums:

Seit 1932 wurden während bewaffneter Konflikte zwischen Japan und China von der japanischen Armee Militärbordelle errichtet, um die japanischen Truppen vor Ort mit Prostituierten zu versorgen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden Frauen bzw. Mädchen etwa aus dem von Japan kolonisierten Korea ausschließlich zu diesem Zweck angeworben. Für die Dauer des Asien - Pazifik Krieges (1937-1945) wurde das System der Militärbordelle von der japanischen Armee wieder aufgegriffen. Die japanische Armee hat aus den damals von Japan besetzten Gebieten hunderttausende Mädchen und Frauen mit dem Ziel der sexuellen Versklavung in die Kriegsgebiete verschleppt.

Für die betroffenen Mädchen und Frauen - euphemistisch als „Trostfrauen“ bezeichnet - bedeutete dies jahrelange sexuelle Erniedrigung und Massenvergewaltigung, was vielfach zu Zwangsabtreibung, zu Verstümmelung und Unfruchtbarkeit, sowie zu Tod oder Selbstmord führte. Für die Überlebenden dieses Verbrechens zog es schwere psychische Schäden und für ihr späteres Leben auch erhebliche materielle Konsequenzen nach sich.

Bis zum August 1991, an dem Frau Kim Hak-Soon als erste der betroffenen Frauen das Tabu brach und in Südkorea ihre Geschichte öffentlich machte, war dieses Verbrechen in den jeweiligen Ländern wie auch in den persönlichen Lebenszusammenhängen der Betroffenen überwiegend noch als eine nationale und persönliche Schande angesehen worden. Durch die Tabuisierung und das dadurch erzwungene Schweigen wurden die Frauen zum wiederholten Mal zum Opfer.

Erst der Mut von Frau Kim Hak-Soon führte dazu, dass sich in der Folge weit über 700 Frauen aus 13 Ländern zu ihrem Leid bekannten und die Öffentlichkeit weltweit über das Verbrechen der staatlich organisierten Zwangsprostitution Kenntnis erlangte. Diese mutigen Frauen sind heute Anklägerinnen nicht nur Japans, sondern all derer, die an Frauen das Verbrechen sexueller Gewalt verüben, ob in Kriegs- oder in Friedenszeiten.

Visu parakstītāju vārdā.

Berlin, 04.10.2011 (aktiv bis 03.01.2012)


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