PRO „Jagdwesen - Verbot von Schlagfallen jeglicher Art”

CONTRA „Jagdwesen - Verbot von Schlagfallen jeglicher Art”

Pro: Wenn man den Jäger-Begriff "Waidgerechtigkeit" gelten lassen will, so verstößt die Fallenstellerei gegen dieses jagdgesetzliche Gebot. Waidgerechtigkeit umfaßt "den Verzicht auf bestimmte, als grausam geltende Jagdmethoden" (Wikipedia). Sowohl die Totschlagfallen als auch die Lebendfallen sind einfach viel zu häufig Quellen der Grausamkeit an Tieren und auch gegenüber Menschen, wie Manfred Karremann in der ZDF-Sendung eindrucksvoll zeigte. Deshalb fordern sogar immer mehr Jäger ihre Abschaffung.
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Pro: Sogar in der doch wohl von Jägern anerkannten Schriftenreihe des Bayerischen Jagdverbandes (Nr. 17, 2008) betonen die angesehenen Professoren Winkelmayer, Hackländer und Kampits: „Sowohl die Bedingungen der Jagd als auch ihre Durchführung können, ja müssen sich einer ethischen Beurteilung stellen“. Und: „...Aufstellen von Fallen und Ähnliches fallen eher in den Begriff der 'Pseudojagd' und werden … auch unter den Gesichtspunkten der Ethik zu verurteilen sein.“ (S. 73) Klarer geht’s wohl kaum!
Quelle: Dipl.Ing.agr. Wasmut Reyer, Liga für Tierschutzpolitik
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Pro: Auch ein bekannter Jagdwissenschaftler, Verfasser mehrerer Standardwerke der Jagdliteratur, der ehemalige Honorarprofessor Kurt Lindner, betont in seinem Buch „Jagd – Verteidigung einer Definition“ (1978):“...nach unserem Verständnis ist die Entkommenschance ein wesentlicher Bestandteil des Weidwerks“. Eine solche hat das in einer Falle gefangene Tier aber nicht. Also fehlt, genau wie ich behauptete, ein wesentliches Merkmal der Jagd. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Quelle: Dipl.Ing.agr. Wasmut Reyer, Liga für Tierschutzpolitik
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Pro: Die allgemein anerkannte Wikipedia-Jagd-Definition straft unsachliche, aggressiv persönlich werdende Jäger-Argumentation Lügen: Jagd ist das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen und Aneignen von Wild durch einen Jäger. Beim hinterhältigen Aufstellen von Fallen gibt es kein „Aufsuchen“, kein „Nachstellen“ und kein „Erlegen“ von Wild, nur ein Fangen und Aneignen. Sie ist also logischerweise Fallenstellerei, nicht Jagd – auch wenn blinder Tierschützerhaß das klare Denken zu trüben scheint.
Quelle: Dipl.Ing.agr. Wasmut Reyer
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Pro: Es geht nicht ausschließlich um Gefahren für Menschen, Es geht um Umgang mit tierquälerischen Mitteln, zur unnötigen Ausschaltung von Beutekonkurrenz, incl. der Manipulation des natürlichen Gleichgewichts in der Fauna zugunsten einer Argumentationsführung der Jägerschaft. Und Verbote nützen immer, wenn sie erst einmal notwendig geworden sind.
Gegenargumente: 1 Anzeigen
Pro: Schlagfallen tun genau dies, sie 'schlagen'. Tiere meist nicht getoetet sondern schwer verletzt / verstuemmelt. Sie verenden elend, oder verhungern, weil sie keine Beute machen koennen. Die Behauptung von Franz Giebel, dies sei "schmerzfreies Töten" ist Sarkasmus pur. Es ist breitgefaecherte Tierquaelerei, denn jedes Lebewesen kann in die Falle geraten. Sie ist nicht zielgerichtet. Daher muss das Verbot auch den Verkauf der Fallen einschliessen, und zwar ohne Ausnahme.
Gegenargumente: 1 Anzeigen
Pro: Das Wesen der Fallenstellerei ist nicht dasselbe wie das der Jagd. Sie ist, rein rational betrachtet, Pseudo-Jagd. Fälschlich wurde sie bisher zur Jagd gerechnet. Auch wenn dieser Irrtum Tradition hat, bleibt es doch ein Irrtum. Zum Begriff der Jagd gehört nämlich die Möglichkeit des Wildes, dem Jäger zu entkommen, also zu fliehen oder sich gegen ihn zu wehren. Heimtückische Fallenstellerei macht dies von vornherein unmöglich. Sie ist nicht nur nicht waidgerecht, sondern ethisch verwerflich.
Quelle: Dipl.Ing.agr. Wasmut Reyer, Liga für Tierschutzpolitik (Baden-Baden)
Gegenargumente: 3 Anzeigen
Pro: Ihr Argument überrascht mich. So habe ich das bisher nicht gesehen. Wenn ich darüber nachdenke, leuchtet es mir zwar ein, doch fände ich es gut, wenn Ihre Begriffsklärung nicht nur von tierschutz- politischer Seite, sondern auch von Jägern unterstützt werden würde. Können Sie da vielleicht (in einem weiteren Pro-Argument) jemanden nennen, der Jagdexperte ist?
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Pro: Nach langjähriger Erfahrung bei Kontrollgängen in vielen verschiedenen Jagdrevieren wurden von uns in über 80 % der Fälle Verstöße gegen das Jagdgesetz festgestellt und zur Anzeige gebracht. Wer garantiert eine sachgemäße Ausführung der Fallenjagd? Jäger schweigen grundsätzlich über die Missstände in den Revieren!
Gegenargumente: 1 Anzeigen
Pro: Dass kein Mensch bisher durch die Fallen verletzt wurde, wage ich zu widersprechen. Fakt ist auch, dass Tiere eben nicht schmerzfrei und schnell getötet werden, sondern meist qualvoll verenden. Die Fallen mit Alltäglichkeiten wie Auto fahren zu vergleichen ist grotesk und entbehrt jeglicher Logik. Alle Jäger und deren Fürsprecher können nun aufatmen und sich erneut die Hände reiben, denn diese Petition wird leider wieder einmal nicht angenommen werden.
Quelle: Anne Wolters (Petent)
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Contra: Rattenplagen betreffen vor allem Großstädte. Ein eindämmen solcher lokalen Probleme sollten jedem ermöglicht werden, so wie es seit jahrhunderten möglich gewesen ist. Wir brauchen keine Gesetze für solche Kleinigkeiten.
Gegenargumente: 0 Widersprechen
Contra: Ich bin gegen ein Verbot, weil es nicht kontrollierbar ist. Ein Verbot dient nur der radikalen Tierschutzszene und den radikalen Jagdgegner. Denn wer Mastanlagen ansteckt, der stellt auch Fallen auf, um die örtliche Jägerschaft und die Landbevölkerung zu diskreditieren. Sie arbeiten nachweislich mit allen Mitteln.
Gegenargumente: 4 Anzeigen
Contra: Es ist in Deutschland kein Fall bekannt, daß von legal aufgestellten Schlagfallen je ein Mensch verletzt wurde. Schlagfallen werden zur notwendigen Predatorenbekämpfung zum schmerzfreien Töten benötigt. Verbote nützen gar nichts, denn Schlagfallen können ohne Registrierung erworben werden. Diese Kampagne ist nur ein weiterer Schritt der naturentrückten Tierschutzmafia im Kampf gegen die deutschen Jäger.
Gegenargumente: 3 Anzeigen
Contra: Tierschutz und Jagdehtik sind nicht Gegenstand dieser Petition sondern die Verletzungsgefahr insbesondere von Kindern. Siehe Begründung Der Gesetzgeber hat bereits umfangreiche Sicherheitsbestimmungen erlassen, sodass eine Verletzung ausgeschlossen ist. Wer sich im Straßenverkehr nicht an die Regeln hält, bringt sich und andere in Gefahr. Das passiert ständigt und trotzdem kommt keiner auf die Idee Kraftfahrzeuge zu verbieten. Diese schwarze Schafe sind das Problem, auch bei der Fallenjagd.
Gegenargumente: 2 Anzeigen
Contra: Die Schreie nach Gesetzen ist immer Schleierhaft! Wenn Kinder im Alter ab 5 jahren alle Spielen gehen haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt! Wenn Kinder zu schaden kommen (immer davon ausgehend das die Aufstellungsregeln eingehalten worden sind) Wie hier befürchtet dann haben die Eltern die Erziehung nicht im griff und ihre Aufsichtspflicht verletzt! Wenn Sich alle an die Gesetze halten würden könnte es gar nicht zu so einer Petition kommen.
Gegenargumente: 2 Anzeigen



Tipps für eine gute Argumentation:

  • Ein Argument bezieht sich auf das Anliegen einer Petition nicht auf die Petition selbst. Ein Pro-Argument ist eine Aussage darüber warum dem Anliegen einer Petition entsprochen werden soll. Ein Contra-Argument ist eine Aussage darüber warum das Anliegen einer Petition verhindern werden soll.
  • Ein Argument besteht aus begründeten Annahmen und darauf aufbauenden logischen Schlussfolgerungen. Annahmen müssen mit Quellenangaben belegt werden. Schlussfolgerungen müssen verständlich und logisch nachvollziehbar sein.
  • Vermeiden Sie Sophismen und Scheinargumente.
  • Persönliche Emotionen oder Meinungen sind keine Argumente. Für Ihre Meinung gibt es zu jedem Thema das passende Forum.
  • Reine Fakten und objektives Wissen sind ebenfalls keine Argumente. Teilen Sie Ihr Wissen mit anderen auf Wikipedia.
  • Eine Annahme für ein Argument ist nie absolut oder selbstverständlich oder natürlich, sonst bräuchte man nicht zu argumentieren.
  • Beträge sollten mit eigenen Worten, sachlich, freundlich und offen formuliert werden und in deutscher Sprache, grammatikalisch und orthographisch richtig verfasst sein.
  • Ein Argument muss sich mit wenigen Sätzen beschreiben lassen.
  • Eine Liste von Argumenten und Gegenargumenten soll keine Diskussion ersetzten. Vielmehr soll diese Übersicht das Ergebnis vieler Diskussionen sein, die anderswo stattgefunden haben.