representative Katharina Lindner
Opinion on the petition Mehr IGS Plätze jetzt im Kreis Mainz-Bingen – Bildung darf kein Glücksspiel sein!
Bündnis 90/die Grünen, Last edited on 02/07/2026
Parliamentary group decision, published by Rainer Malkewitz.
The basis of decision was a resolution of the faction Bündnis 90/die Grünen
I support a public hearing in the expert committee.
Vorab eine generelle Ergänzung zur Schulform IGS: Einen großen Vorteil von IGSn als Schulangebot sehen wir GRÜNEN darin, dass alle IGSn auch Schwerpunkt-Schulen sind — und somit die Chancen und Möglichkeiten für eine inklusive Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf erhöht werden.
Jetzt zu den aktuellen Standortfragen:
Der letzte Schulträger-Ausschuss und auch der Kreistag am 30.1.2026 haben gezeigt, dass es im Bereich Schulplanung vorangeht. Auch wir GRÜNE haben dem Vorgehen grundsätzlich zugestimmt.
Die gefassten Beschlüsse zur Beantragung von zwei neuen Schulen im Landkreis begrüßen wir. Das geplante Gymnasium am vorgeschlagenen Standort Stadecken-Elsheim kann die Gymnasien in Nieder-Olm und Ingelheim gut entlasten.
Aber: Die Situation für Kinder und Eltern, die die IGS als passende Schulform wählen wollen, wird sich aus unserer Sicht nur punktuell verbessern mit nur einer neuen IGS im südlichen Landkreis.
Die bisher diskutierten Standorte im Bereich VG Rhein-Selz / VG Bodenheim / Mommenheim würde jeweils einen begrenzten Teil des Bedarfes im Landkreis abdecken.
Darüber hinaus sehen wir aber auch im nördlichen Bereich des Landkreises weiterhin einen Mehrbedarf an IGS-Plätzen. Die durchweg hohen Anmeldezahlen belegen dies alljährlich aufs Neue.
Aus unserer Sicht hat hier die Schulbedarfsplanung auch eine systematische Schwachstelle: An den IGSn abgelehnte Kinder, die dann (ersatzweise) am Gymnasium angemeldet werden, werden einfach als regulärer Bedarf für gymnasiale Plätze mitgezählt. Ergebnis: Der Bedarf nach neuen Gymnasien wird also auch mit IGS-Anmeldungen begründet.
Zur Wirklichkeit gehört hingegen: Es gibt immer noch zu viele Kinder, die nach den zwei Orientierungsjahren auf dem Gymnasium den gefühlten Misserfolg einer "Abschulung" erleben — und dadurch in ihrem Selbstwert geschädigt auf andere Schulformen wechseln. Und auch diese aufnehmenden Schulen werden beschädigt: Die Realschulen plus oder die privaten Schulen bekommen dadurch die Funktion und das Image von Reparaturbetrieben in einer nicht bedarfsgerechten Schullandschaft. Das haben diese gut arbeitenden Schulen nicht verdient, finden wir.
Eine weitere IGS wäre zusätzlich von Vorteil, wenn wir auch die Schulplatzsituation in der Stadt Mainz mit betrachten: Viele Schüler*innen pendeln bisher in die Landeshauptstadt zu den dortigen weiterführenden Schulen, aber auch in Mainz sagt der Schulentwicklungsplan: Mehr Schulplätze sind notwendig, Folge: Die Kapazitäten für Umland-Kinder werden zunehmend knapper.
Mit einer weiteren IGS, sei es als neue Schule oder aus der Umwandlung einer bestehenden Realschule plus, könnte das Land für Kinder aller Leistungsgruppen ein besseres Angebot schaffen, spätere Schulwechsel minimieren und so eine Entlastung auch in Richtung Mainz erreichen.
| Katharina Lindner | |
|---|---|
| party: | Bündnis 90/die Grünen |
| Faction: | Bündnis 90/die Grünen |
| Next election: | 2024 |
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