Themenvoting
Vom 08.06. bis 30.06.2026 können Themen durch Unterschreiben der folgenden Petitionen gevotet werden. Die Forderung der Petition mit den meisten Unterschriften kommt zur Abstimmung.
Anmeldung
Bis Mitte September kann man sich für eine sichere und geheime Online-Abstimmung anmelden. Alternativ bieten wir auch klassische Abstimmungen per Brief an. Die Abstimmungsunterlagen per Brief können bis zum 09.08.2026 bestellt werden.
Bundesweite Abstimmung
Von September bis Oktober können im Rahmen der Abstimmung online oder analog Kreuze gesetzt werden. Die Ergebnisse werden am 30.10. bekannt gegeben.
THEMENVOTING
Noch 26 Tage kann ein Thema gevotet werden, indem die passende Petition unterschrieben wird.
Es wurden zehn kontroverse Themen durch ABSTIMMUNG21 und openPetition vorgeschlagen.
Dabei wurde eine thematische Vielfalt, Aktualität, Umsetzbarkeit, Debatte und verschiedene politische Ansichten berücksichtigt.
Die unterschriftenstärkste Petition kommt als Abstimmungsfrage auf den Stimmzettel.
Anmeldung zur Online-Abstimmung
Um online abstimmen zu können, müssen Sie zunächst Ihr Konto auf openPetition verifizieren.
Nur dieser Schritt ist aktuell freigeschaltet und kann von Ihnen vorgenommen werden.
Nach Abschluss des Themenvotings können die Wahlunterlagen online bis Mitte Oktober und analog per Brief bis Anfang August bestellt werden.
Wir informieren darüber, wenn es soweit ist.
Aktuelles
Zur Vorbereitung auf die Online-Abstimmung können Sie sich jetzt auf openPetition verifizieren.
FAQ zur Abstimmung
Wer kann bei der diesjährigen Volksabstimmung mitmachen?
Auch wenn wir uns am Wahlrecht für den Deutschen Bundestag orientieren, möchten wir auch Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft (aber mit Wohnort in Deutschland) ermöglichen, mitzumachen. Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit müssen ihr Konto auf openPetition vorab mit ePerso oder per Post-PIN verifizieren. Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit müssen ihr Konto vorher auch verifizieren und können dies nur durch die Post-PIN über den Briefweg tun.
Wie kamen die Themen des diesjährigem Themenvotings bzw. der Abstimmung zustande?
Bei unserer Schwesterorganisation ABSTIMMUNG21 konnten im Frühling 2026 Themen vorgeschlagen werden - das wurde auch zahlreich genutzt: 396 Themenvorschläge wurden eingereicht und über 200.000 Stimmen wurden während des Votings dieser Themen vergeben. Die drei Themenvorschläge mit den meisten Unterschriften werden bei der Volksabstimmung im Herbst 2026 auf dem Stimmzettel zu finden sein:
- Prüfung eines AfD-Verbots
- Aktivrente auch für Selbstständige
- Solidarisches Sozialsystem
Ein viertes Thema wird im Juni 2026 durch openPetition ermittelt durch eine Themenwahl in Form von Petitionen. Die Petition mit den meisten Unterschriften wird das letzte Thema auf der Abstimmungsliste.
Bei der Themenwahl auf openPetition stehen zehn verschiedene Petitionen gegeneinander an. Sowohl openPetition wie auch ABSTIMMUNG21 e.V. sind überparteilich, daher waren uns ausgewogene Themen besonders wichtig. Kriterien bei der Themenfindung waren:
- Decken die Themen insgesamt das politische Spektrum ab in Bezug auf die Fraktionsmeinungen (Pluralität)?
- Gibt es aktuelle Meinungsumfragen der Bevölkerung dazu (Aktualität/Dringlichkeit/Mehrheitswille/Kontroverse)?
- Finden Debatten dazu in der Politik statt, ohne dass bis zum Herbst das Thema schon entschieden sein könnte (Aktualität/Dringlichkeit/Umsetzbarkeit)?
- Kann der Bundestag darüber wirklich entscheiden (Umsetzbarkeit)?
- Gibt es insgesamt eine Themenvielfalt der diesjährigen Abstimmung durch das vierte Thema (Pluralität)?
- Ist das Thema neu und war zuvor nicht bereits Teil unserer selbstorganisierten Volksabstimmung (Neu/FairerWettbewerb)?
- Ist das Thema neu und läuft dazu nicht bereits eine normale Petition auf openPetition (Neu/FairerWettbewerb)?
Besonders die Frage, ob der Bundestag wirklich darüber entscheiden kann, und ob das Thema nicht vor kurzem erst in Form von vergangenen Volksabstimmungen oder noch laufenden Petitionen bespielt wurde, hat viele Themen aussortiert.
Wir haben uns größte Mühe gegeben, dass für jeden Menschen mindestens ein wichtiges Thema zu finden ist. Im Gegensatz zu ABSTIMMUNG21 hat sich openPetition gegen eine offene Themeneinreichung entschieden und stattdessen zehn kontroverse Themen nach den oben genannten Kriterien ermittelt. Das hat vor allem mit Ressourcenknappheit und zeitlicher Überschneidung zu tun. Die ermittelten Themen spiegeln weder die eigene Meinung von ABSTIMMUNG21 noch von openPetition wider, sondern dienen ausschließlich dazu, Volksabstimmungen zu brennenden Fragen unserer Zeit zu ermöglichen.
openPetition ist eine lernende Organisation, die dieses Demokratie-Experiment gemeinsam mit ABSTIMMUNG21 vorantreibt. Falls Sie uns Feedback geben möchten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an info@openpetition.net.
Wie erreichen wir, dass die Online-Abstimmung sicher ist?
Demokratische Wahlen und Abstimmungen müssen eine geheime und gleiche Wahl garantieren können – das gilt auch dann, wenn diese online stattfinden.
opn.vote garantiert das Wahlgeheimnis durch einen anonymen digitalen Wahlschein. Nur der Wähler kennt den digitalen Wahlschein und niemand sonst. Möglich macht das der Wahlschlüssel, der nur auf dem eigenen Gerät erzeugt wird und der nur dem Wähler bekannt ist. Der Wahlschein ist kryptografisch signiert, so dass er nicht gefälscht oder dupliziert werden kann.
Die abgegebenen Stimmen werden in einer dezentralen Blockchain, der Gnosis Chain, öffentlich und unveränderlich gespeichert. Da die Stimmen keinen Personen zugeordnet werden können, bleibt das Wahlgeheimnis gewahrt. Jeder kann seine eigene Stimmabgabe überprüfen und nach der Wahl alle Stimmen auf Gültigkeit prüfen und selber auszählen. Keine zentrale Instanz kann in die Abgabe der Stimmen eingreifen und das Ergebnis verfälschen.
Weitere Informationen zum Wahlverfahren: https://www.openpetition.de/opn-vote
Warum ist der Prozess der Online-Abstimmung zeitlich aufgeteilt?
Alles eine Frage der Sicherheit: Nur wenn zeitliche Abstände zwischen den einzelnen Schritten eingehalten werden, können wir dank modernster technischer Lösungen garantieren, dass die Grundsätze von demokratischen Wahlen stets erfüllt sind: allgemein, unmittelbar, frei, gleich, geheim.
Besonders zahlt die Zeit auf den letzten Grundsatz „geheim“ ein: Das Geheimnis liegt darin, dass jede Person ihr Wahlrecht so ausüben kann, dass nicht nachvollziehbar ist, wie sie gewählt hat.
Ich möchte nicht online abstimmen. Kann ich auch per Brief an der Volksabstimmung teilnehmen?
Die Möglichkeit zur Online-Abstimmung können wir Dank modernster, selbstgebauter Technologie anbieten. Wir wollen aber niemanden ausschließen, weswegen auch in diesem Jahr per Brief an der Abstimmung teilgenommen werden kann. Die Bestellung der Abstimmungsunterlagen ist bis zum 09.08.26 über https://www.openpetition.de/abstimmung21/ichwillabstimmen möglich. Danach kann man sich nur noch online für die Abstimmung anmelden. So können wir sicherstellen, dass keine Person doppelt an der Volksabstimmung teilnimmt.
Warum hat openPetition eine sichere Online-Abstimmungssoftware gebaut?
Eine Software für demokratische Mitbestimmung wie Wahlen oder Volksabstimmungen sollte nicht nur von großen Tech-Konzernen kommen oder in den Händen des Staates sein. Die Demokratie-Werkzeuge der Zukunft gehören in die Hände der Bürgerinnen und Bürger.
Spielen Volksabstimmungen Populisten in die Hände?
Das Gegenteil ist der Fall: Mit fairen Regeln kann direkte Demokratie Populisten den Wind aus den Segeln nehmen. Denn sie macht Politik transparenter und gibt allen Bürgerinnen und Bürgern mehr Einfluss – nicht nur denen, die am lautesten schreien. Mit unabhängigen Faktenchecks, einem Debattenformat und einer neutralen Gegenüberstellung der Positionen stellen wir sicher, dass alle objektiv informiert werden.
Aufgrund der Länge eines Verfahrens – auf Bundesebene bis zu vier Jahre – sind Volksbegehren außerdem für populistische Schnellschüsse weniger geeignet. Dafür lösen sie intensive Debatten in der ganzen Gesellschaft aus. Das bricht Blasen auf, verbreitert und vertieft die Diskussion und trägt so zur Versachlichung bei.
Generell sind Volksentscheide ein Spiegel der Gesellschaft, aber nicht verantwortlich für ihren Zustand. Die Gesellschaft kann erkennen, wie es um sie bestellt ist. Es muss nicht immer zum Volksentscheid kommen. Die Vorwirkung der direkten Demokratie sorgt dafür, dass sich die Politik mit den durchaus auch vielfältigen Interessen in der Bevölkerung auseinandersetzen muss. Direkte Demokratie hat auch eine Ventil-Funktion. Sie kann Menschen das weit verbreitete Gefühl nehmen, nicht gehört zu werden. Indem die direkte Demokratie allen Menschen ermöglicht, gestalterisch aktiv zu werden, wird mit ihr weniger auf „die da oben“ gezeigt. Mit guten Möglichkeiten, eine Volksinitiative zu starten, liegt es an jeder und jedem selbst, wie es um uns bestellt ist.
Sind die Ergebnisse der Volksabstimmung in Deutschland rechtlich bindend?
Wir stützen uns gemeinsam mit unserem Kooperationspartner ABSTIMMUNG21 auf den Artikel 20 Absatz 2 im Grundgesetz. Dort heißt es: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen […] ausgeübt.“
Eine gewisse Legitimation für die bundesweite Abstimmung gibt es also bereits. Ein konkretes Ausführungsgesetz, welches eine Verbindlichkeit garantieren würde, gibt es noch nicht. Deswegen organisieren wir die Abstimmung ja selbst.
Trotzdem kann und soll die Abstimmung nicht nur ein Signal für das Instrument der Volksabstimmung sein, sondern auch themenspezifische Wirkung entfalten.
Gemeinsam mit ABSTIMMUNG21 versuchen wir also zu wachsen und mehr und mehr Menschen bei diesem Demokratieexperiment zum Mitmachen anzuregen. Alles, was wir machen, ist spendenfinanziert.
Wenn viele Menschen nicht nur den Bundestag wählen, sondern auch bei openPetition & ABSTIMMUNG21 über ein Thema abstimmen, dann bekommt das Parlament einen klaren Handlungsauftrag.
Ist die Schweiz Vorbild für uns?
Die direkte Demokratie in der Schweiz mag grundsätzlich ein Vorbild sein, an entscheidenden Punkten ist sie es aber nicht und vor allem nicht auf Deutschland 1:1 übertragbar. Wir favorisieren – anders als in der Schweiz – ein dreistufiges Modell der direkten Demokratie auf Länder- und Bundesebene: Volksinitiative, Volksbegehren, Volksentscheid. Nach der Initiative ist die Möglichkeit einer juristischen Prüfung vorgesehen (präventive Normenkontrolle). Das Bundesverfassungsgericht kann so die Vereinbarkeit eines Gesetzentwurfes mit dem Grundgesetz und Völkerrecht prüfen und die Initiative nicht zulassen, wenn Grund- und Minderheitenrechte angegriffen würden. Das Volksbegehren und der Volksentscheid finden dann nicht mehr statt. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied zur direkten Demokratie in der Schweiz.
Dort ist eine umfassende Vorab-Prüfung nicht vorgesehen. Auch hat die Schweiz kein eigenes Verfassungsgericht. Von der Bevölkerung beschlossene Gesetze können erst im Nachhinein vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht werden, der dann prüft, ob sie der Menschenrechtskonvention entsprechen.
Sind extreme Gesetzesänderungen wie “Einführung der Todesstrafe” möglich?
Nein. Wir orientieren uns an der dreistufigen Volksgesetzgebung in den deutschen Bundesländern und dem gemeinsamen Gesetzesvorschlag der Demokratie–Organisationen Mehr Demokratie, OMNIBUS für Direkte Demokratie und Democracy International. Dieser sieht vor, dass Grund– und Minderheitenrechte geschützt sind. Das wird dadurch gewährleistet, dass jeder von einer Volksinitiative ausgearbeitete Gesetzentwurf vom Bundesverfassungsgericht auf Antrag von Regierung oder Parlament auf seine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz und Völkerrecht geprüft wird – und bei einem Verstoß gestoppt werden kann. Diese „präventive Normenkontrolle“ gibt es bereits bei direktdemokratischen Verfahren in allen Bundesländern.
Hat der BREXIT nicht gezeigt, dass Volksabstimmungen gefährlich sind?
Der Brexit taugt nicht als Beispiel für die direkte Demokratie in Deutschland. Er wurde von der britischen Regierung angesetzt und von den Parteien populistisch missbraucht. Es gab auch keine saubere Abstimmungsvorlage und keine ausgewogene Information für die Befragung. Zudem ist es beispielsweise in der Schweiz üblich, dass internationale Verträge zweimal abgestimmt werden, einmal am Anfang der Verhandlungen und einmal am Ende, wenn alle Vertragsdetails auf dem Tisch liegen.
Bisher hat sich openPetition vor allem mit Petitionen beschäftigt. Warum nun Volksabstimmungen?
Unsere Gesellschaft steht – heute und immer wieder – vor verschiedenen großen Herausforderungen. Diese lassen sich am besten gemeinsam im Dialog mit der Bevölkerung lösen. Deswegen fördert openPetition vor allem den Weg über Petitionen. Mit Instrumenten der direkten Demokratie besteht für die Zivilgesellschaft eine weitere Möglichkeit, Ideen und Konzepte zur Abstimmung zu bringen. Es ist unwahrscheinlich, dass sich Menschen 100% von einer Partei abgeholt fühlen – doch auf Bundesebene sind Wahlen die einzige Form, wo Bürgerinnen und Bürger direkt gefragt werden. Warum traut man der Bevölkerung nur alle 4 Jahre zu, der Souverän zu sein? Volksabstimmungen helfen, politische Entscheidungen abzusichern und machen sichtbar, wo es Verbesserungsbedarf gibt. So kann das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit und in die Demokratie gestärkt werden und hilft gegen Politikverdruss.
Seit Jahren wird die gesetzliche Einführung von bundesweiten Volksentscheiden blockiert. Dabei besteht der Bedarf und repräsentative Umfragen zeigen regelmäßig, dass sich kontinuierlich mehr als zwei Drittel der Bevölkerung dafür aussprechen. Indem wir über konkrete, wichtige Themen abstimmen lassen, machen wir die bundesweite Abstimmung anschaulich und erfahrbar. Wir zeigen: Mehr Demokratie ist auch auf Bundesebene möglich!
Abstimmungsheft
Bevor abgestimmt wird, wird informiert! Damit alle gleichermaßen informiert sind und sich eine eigene Meinung bilden können, werden neutrale Abstimmungshefte mit Pro- und Kontraargumenten erarbeitet und allen Menschen zur Verfügung gestellt. Das Abstimmungsheft ist fester Teil der Abstimmung.
Hausparlamente
Hausparlamente sind Treffen, bei denen eine Fragestellung debattiert wird. Sie finden dort statt, wo Meinungen entstehen: Zuhause beim gemeinsamen Essen mit der Familie, bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten im Café, am Stammtisch oder im Park. Mit den Hausparlamenten möchten wir Meinungsaustausch und Diskussionen zu einem festen Bestandteil von Volksabstimmungen machen.
Bundesweite Abstimmung
Mit ABSTIMMUNG21 haben wir 2021 die erste bundesweite Volksabstimmung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland organisiert. Und wir werden nicht aufhören, bis bundesweite Volksentscheide Realität sind. Seien Sie also auch dieses Jahr wieder dabei!